Deutschland lechzt nach einer Homestory aus dem Anwesen Spahn-Funke. Wo sind die niedlichen Bilder, die das Herz jeder Oma berühren, die alles so leicht vergessen machen?
Die Sonne scheint, glückliche Gesichter, ein Ambiente wie aus „Villa & Park“, heile Welt, wo immer man hinschaut, gepflegter Rasen, gehobene Freizeitkleidung. Ein schattenspendendes Sonnensegel, das sich leicht im warmen Wind bewegt.
Jens und Daniel machen ein Picknick zu dritt auf dem Grundstück ihrer bescheidenen Hütte. Gleich kommen noch Patenonkel (?) Streeck nebst Gatten dazu. Oder ist es am Ende doch Peter Thiel-Palantir, den Jens auf einem vorangegangenen Geheimtreffen „Dialog“ kennen und schätzen gelernt hat? Immerhin hat der auch J. D. Vance gepuscht. Vielleicht haben Jens und Daniel mit Georg Großes vor?
Jens und Daniel wickeln den kleinen Georg. Jens hat im ersten Taumel seiner Vaterfreuden gleich Millionen von Windeln bestellt, Gott, wie süß.
Jens und/oder Daniel geben dem kleinen Georg die Brust. Ach nee, geht ja nicht. Jens und Daniel geben dem kleinen Georg das Fläschchen.
Jens und Daniel bereiten einen Brei in einem Zelt vor den Toren Gazas vor. Ach nee, das gehört ja zu einer anderen Home-Story.
Daniel hat die Home-Story in diversen Blattgold-Damen-Blättern als Titelstory platzieren können.
Jens und Daniel wechseln sich nachts ab, damit einer von beiden durchschlafen kann. Wir werden einander viel zu verdanken haben.
Jens und Daniel suchen nach einer Nanny, die entweder geimpft, genesen oder gestorben ist.
Jens und Daniel freuen sich darauf, wenn klein Georg das erste Mal Daddy sagt.
Jens und Daniel haben klein Georg schon im Kindergarten des Bundestages und in Harvard angemeldet. Sobald klein Georg in Salem ist, will Jens Bundeskanzler werden.
Daniel sucht nach einer neuen Bleibe, weil die Villa für drei vielleicht doch etwas zu klein ist.
Jens, Daniel und klein Georg auf dem Eisbärenfell.
Jens und Daniel sind darüber empört, dass sie den Kauf von klein Georg nicht als Außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen können.
Georg ist und bleibt für immer ein unschuldiges Menschenkind, dem man nur von Herzen viel Kraft wünschen möchte. Jetzt ist er nun mal da, würde die Mutti sagen. Vielleicht ist seine Entstehung auch ein Vorteil für ihn. Es könnte ja sein, dass die spahnschen Charakterzüge nicht auf ihn übergegangen sind.
Jens und Daniel müssen ein Leben lang mit ihrer Entscheidung leben. Sie werden sich immer wieder Fragen und Zweifel zu ihrem Entschluss anhören müssen. Auf die Dauer könnte das eine Belastung werden. Auch für die Beziehung der beiden. Hoffen wir, dass Georg nicht ein weiteres Scheidungskind wird. Ist ohnehin schon schwer genug für ihn.
Und der Tag wird kommen, da wird Georg selbst Fragen stellen. Wer möchte dann in deren Haut stecken?
Georg wird es materiell sehr wahrscheinlich an nichts fehlen, die beiden werden ihn sicher auch sehr lieben.
Was Georg aber immer fehlen wird, sind seine Wurzeln, die nicht aus einem Garten unter freiem Himmel stammen, sondern aus einem Gewächshaus, das macht schon einen gewaltigen Unterschied in der Selbstwahrnehmung.
Eines Tages wird er erfahren, dass sein Erblicken des Lichtes der Welt einen Preis gehabt hat und er wird fragen, wie hoch der war. Was macht das mit jemandem, der die Höhe des Schecks kennt, dem er sein Leben zu verdanken hat?
Eine rechtliche Bewertung einmal ganz außen vorgelassen. Ist die Erkenntnis, dass an seinem Leben ein Preisschild angebracht war, für ihn dann nicht ziemlich grausam?
Vielleicht fragt sich Georg auch eines Tages, wie es sich anfühlt, einen Maskendealer und Steuergeldverbrenner zum Vater zu haben?
Oft machen die Söhne gerne zur Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit genau das Gegenteil von dem, was der Vater (in diesem Fall die Väter) getan haben. Wird Georg am Ende gar ein Revoluzzer? Man kann es ihm nur wünschen.
Und außerdem viel Glück auf seinem Lebensweg, und dass er hoffentlich keinen Dachschaden von seiner Genesis davonträgt. Aber etwas mit ihm machen, wird es so oder so.
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