Eine Recherche zur Nanotechnologie-Kriegsführung von Tom-Oliver Regenauer. (Teil 1/2)
Autor: Tom-Oliver Regenauer.
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Tom-Oliver Regenauer | 13.06.2026
Die Entwicklung des »Internet of Bio Nano Things« (IoBNT), die Fusion von biologischem Leben mit der digitalen Sphäre, schreitet rapide voran. Genau dort, auf zellulärer Ebene, findet das letzte Gefecht unserer Spezies statt. Auf einer Ebene, die sich unserer Wahrnehmung entzieht und die speziell vor diesem Hintergrund eine existenzielle Bedrohung darstellt.
Die Zelle.
Biologisch betrachtet ist sie die kleinste lebende Einheit aller Organismen. Im Politbetrieb bezeichnet der Begriff kleine, meist staatsfeindlich gesinnte Gruppierungen – siehe »Terrorzelle« – und im Strafvollzug beschreibt das Wort mit den fünf Buchstaben den winzigen, knapp drei Quadratmeter großen Wohnraum eines Häftlings.
Obwohl diese drei Verwendungsmöglichkeiten für die entsprechende Vokabel auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, sind sie dieser Tage verwobener als man anzunehmen gedenkt. Doch dazu später.
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Größe einer Bezugseinheit nicht nur in der Evolutionsbiologie nichts über deren Relevanz oder Wirkungsgrad auszusagen vermag – denn auch das wuchtigste Lebewesen ist im Grunde nichts anderes als ein Zellhaufen. Für die vorliegende Betrachtung ist aber vor allem das Innenleben der »Cellula«, wie der Lateiner diesen Baustein des Lebens nennen würde, von Interesse. Denn Zellen enthalten zwei Arten genetischen Materials: Desoxyribonukleinsäuren (DNA) und Ribonukleinsäuren (RNA). Verkürzt gesagt, wird die DNA von Organismen genutzt, um Informationen über längere Zeiträume zu konservieren, während RNA häufig dem Transport von Informationen (mRNA) und enzymähnlichen Reaktionen (rRNA) dient. Damit haben sich in den vergangenen Jahren – aus Gründen – sicher bereits einige Leser befasst.
Was in diesem Kontext allerdings zu wenig Beachtung erfährt, ist der Umstand, dass DNA nicht ausschließlich durch subkutane Applikation, sprich Injektionen manipuliert werden kann. Das implizierte 2016 bereits der Selfish-Ledger-Leak aus dem Hause Google, ein vom damaligen Design-Chef Nick Foster produziertes, internes Video, das die im 19. Jahrhundert entwickelte Theorie des Lamarckismus – benannt nach ihrem Begründer, Jean-Baptiste de Lamarck – die besagt, das Organismen Eigenschaften, die sie im Laufe ihres Lebens erworben haben, an ihre Nachkommen vererben können, auf einen transgenerationalen Datenhaushalt und dessen epigenetische Wirkung anwendet.
Googles Video beschreibt eine Welt, in der unter Zuhilfenahme von Daten Ziele definiert werden, die das beschriebene System durch Nudging und Manipulation seiner Nutzer zu erreichen sucht. Das System dokumentiert über Generationen hinweg menschliche Verhaltensweisen, um immer präziser agieren zu können. Vorgeblich, um neue Nutzer von den Erfahrungen ihrer Vorgänger profitieren zu lassen. Tatsächlich dient ein solches System aber der kognitiven Kriegsführung und existiert bereits seit Jahrzehnten. Internet, Smartphone, Algorithmen, Künstliche Intelligenz. Als wäre all das nicht destruktiv genug, mutiert die omnipräsente Mélange von Degenerationstreibern nun zum »Internet of Bio-Nano-Things« (IoBNT) – der Fusion von Mensch und Maschine. Das IoBNT ist der Lebensraum für jenes transhumanistische Wesen, das uns die »biodigitale Konvergenz« im Zuge der vierten industriellen Revolution bescheren möchte.
Während Lamarcks Theorie einst vom Darwinismus verdrängt und als »wissenschaftlich obsolet« eingeordnet wurde, traten Massen- und Digitalmedien parallel den Beweis dafür an, dass Lamarck so falsch nicht lag. Warum sonst ist die menschliche Aufmerksamkeitsspanne seit dem Jahr 2000 von 15 bis 18 Sekunden auf 11 bis 8,2 Sekunden gesunken?
»Harte Zeiten schaffen starke Männer. Starke Männer schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten schaffen schwache Männer – und schwache Männer schaffen harte Zeiten«.
(G. Michael Hopf, Those Who Remain, 2016)
Wir scheinen uns in der letzten Phase dieses zivilisationsgeschichtlich schon mehrfach beschriebenen, aber von G. Michael Hopf in jüngerer Vergangenheit neu popularisierten Zyklus zu befinden. Denn mit jedem Tag, an dem man in Ballungszentren mit der zerebral zerrütteten »Masse« konfrontiert ist, wird deutlicher, dass das perfide, vom Plattform-Monopolismus entwickelte System seine epigenetischen Ziele geradezu rasant erreicht.
Von Eugenik über Darwinismus und Epigenetik bis hin zu Julian Huxleys Transhumanismus, Bioethik und biosozialer Forschung – das Ziel der herrschenden Kaste blieb trotz neuer Titel für alte Theorien stets das gleiche: Optimierte Zucht. Wobei »optimiert« nur dann ein passendes Adjektiv darstellt, wenn man diese kriminellen Machenschaften aus Perspektive der »Super Class« betrachtet, die nichts so sehr fürchtet wie gebildete, charakterstarke und selbstbestimmte Individuen – weshalb die Agenda ihrer vierten industriellen Revolution von diametral gegensätzlichen Entwicklungszielen geprägt ist. Am Ende des von LEDs und Retina-Displays beleuchteten Irrwegs namens biodigitale Konvergenz steht nämlich kein verbesserter Mensch, sondern das Krematorium unserer Spezies.
Der kanadischen Regierung scheint dieser Prozess aber zu viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Daher greift man unter Chatham-House-Präsident Mark Carney bereits auf altbewährte Methoden zurück und nennt Euthanasie jetzt (wieder) eine Sozialleistung. Die solle man in Anspruch nehmen, um »würdelosem Leben ein würdevolles Ende zu bereiten«. Selbst das Forbes Magazine kam nicht umhin, der britischen Commonwealth-Kolonie 2022 »ein Echo aus der Nazi-Ära« zu attestieren.
Das entsprechende Programm schimpft sich MAID – »Medical Assistance in Dying« – und wurde 2016 in seiner heutigen Form eingeführt. Seither sorgt es dafür, dass es einfacher, schneller und billiger ist, sich mit staatlicher Hilfe umzubringen, als eine Beratung, Arbeitsstelle, Therapie oder Sozialwohnung zu bekommen. Binnen zehn Jahren haben sich 76.884 verzweifelte Menschen auf diese Weise das Leben genommen. Vielen von ihnen hätte man mit simplen Mitteln helfen oder eine zweite Chance verschaffen können. Doch in Kanada wird man mittlerweile kurzerhand auf dem Parkplatz vor einem Café medizinisch begutachtet, um schon zwei Stunden später vom gleichen Arzt ins Jenseits gespritzt zu werden. Bei einem anderen MAID-Kandidaten versäumte besagter Arzt, eines von drei für den Suizid benötigten Medikamenten zu verabreichen – und zwar das, das die Muskeln lähmt – sodass der »Patient« irgendwann wieder zu atmen begann, obwohl er zuvor bereits für tot erklärt wurde und der staatlich lizenzierte Killer längst wieder gegangen war. Über vier Prozent der Toten gehen in Kanada jährlich auf das Konto von MAID. Tendenz steigend.
Ja, das Massenvernichtungsgeschäft boomt. Nicht umsonst arbeitet man auch beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) am IoBNT. Das aktuelle Projekt des DFKI läuft bis 31. Dezember 2026 und befasst sich unter anderem damit, »kommunizierende Nanoroboter (d.h. mobile Nanogeräte)« zu erforschen, »die zu medizinischen Zwecken in menschlichen Blutgefäßen patrouillieren« und »luftgestützte molekulare Kommunikations- und Sensorsysteme« zu schaffen. »Der Großteil aktueller drahtloser Kommunikationssysteme basiert auf Hochfrequenz (RF) Funkwellen. Obwohl sie für viele Telekommunikationsaufgaben perfekt geeignet sind, müssen kommunizierende Knoten im Nano- oder Mikromaßstab, die zum Beispiel im menschlichen Körper mit biologischen Zellen interagieren und/oder in schwierigen Umgebungen (z.B. Flüssigkeiten) arbeiten, auf alternative Kommunikationsparadigmen und -technologien zurückgreifen«, erklärt das DFKI auf seiner Internetpräsenz.
Meint, man nutzt Mesh-Netzwerke und Smart Dust, um die Verschmelzung von Mensch und Maschine voranzutreiben – und schlägt damit in die gleiche Kerbe wie die US-Großbank Wells Fargo, die am 7. Juni 2022 US-Patent 11.354.666 B1 angemeldet hat, das »Systeme und Methoden zur Authentifizierung eines Nutzers bei einer Zahlung mittels mikroelektromechanischer Systeme (MEMS) und Geräte (z. B. Smart Dust)« beschreibt. Kunden sollen demzufolge Nanobots einatmen, um von diesen biometrisch identifiziert zu werden und über das eigene Geld verfügen zu können. Die von der DARPA finanzierte Forschung an Smart Dust begann bereits in den 90er Jahren. Kristofer Pister, damals Professor an der UC Berkeley, gründete 2002 mit DARPA-Geldern die Firma Dust Networks, die 2011 von Linear Technology übernommen wurde und heute unter dem Namen Dust Cloud einen Unternehmensbereich von Analog Devices darstellt.
Wer sich noch nicht so richtig vorstellen kann, wie Smart Dust eingesetzt werden soll, kann es in einem Artikel vom Forbes Magazine vom 16. September 2018 nachlesen, der erklärt, dass »intelligenter Staub keine Datenschutzerklärung benötigt«, obwohl »die Leistungsfähigkeit von mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) weit über die von Smartphones, Wearables, Facebook und Google hinausgeht. Neuronale Sensoren sollen im menschlichen Schädel platziert werden, um die Hirnaktivität zu messen« – und zu beeinflussen. Der Gartner Hype Cycle 2018 prognostizierte, dass Smart Dust zentraler Baustein der Smart-City-Entwicklung werden wird. Eine auf ResearchGate publizierte Studie vom März 2020 erklärt diesbezüglich:
»Dieses Kapitel stellt verschiedene Perspektiven des intelligenten Smart-Dust-Mesh-Netzwerkes (SDMN) im Kontext des Internets der Dinge und Orte (IoEE) vor. Die Überwachung intelligenter SDMN-Netze findet Anwendung im Militär- und Sicherheitsbereich (Überwachung von Personen und Produkten), zur Verbesserung der Interaktion mit der Umgebung (..), im E-Health-Monitoring sowie in der Umweltüberwachung von Temperatur, Lichtintensität, Schall, Druck, Feinstaubbelastung (PM 0,1–10), Luftfeuchtigkeit, Schadstoffen, Vibrationen sowie magnetischen und elektrischen Feldern. Ziel ist die Untersuchung von Klimaveränderungen, seismischen Aktivitäten, Luftemissionen und Wasserverschmutzung, insbesondere in Bergwerken oder hochindustrialisierten Städten. Interessant ist jedoch auch die Anwendbarkeit im IoT von Smart Cities. Die Überwachung durch intelligente Smart Dust Netze birgt jedoch auch Nachteile wie Datenschutz, Kontroll- und Wartungsaufwand sowie hohe Kosten. Die Geräte bestehen aus Clustern intelligenter, vernetzter Kleinteile (MEMS, Memristoren im Mikro-/Nanobereich), was die Kosten erhöht. Das vernetzte System sollte leicht sein und durch passive Energiegeneratoren betrieben werden, die Licht, Vibrationen und Wärme nutzen.«
Eine konsequente Fortsetzung jener »neuen Biologie« also, die Autorin Lily E. Kay in ihrem 1993 erschienenen Buch »Die molekulare Vision des Lebens« beschrieb, das die entsprechenden Programme der Rockefeller Stiftung seiner Zeit dokumentierte. 2010 berichtete das Harvard Magazine, dass die Nano-Transistoren des Chemikers Charles Lieber »in Zellen eindringen können, ohne diese zu beschädigen«. 2017 erklärte Seek, eine Publikation der Rockefeller University, dass es Forschern gelang, Glukosestoffwechsel und Hungergefühl von Mäusen per Funkfernsteuerung zu kontrollieren, indem sie Neuronen im Gehirn beeinflussten. Und in der modernen Industrie ist Smart Dust längst von zentralem Interesse, zum Beispiel für die »prädiktive Instandhaltung« von Fertigungsanlagen. Vom Interesse der NATO am Einsatz dieser Technologie zum Zwecke kognitiver Kriegsführung gar nicht erst anzufangen.
All das habe ich aber schon in früheren Texten beschrieben. Warum also beleuchte ich diese Hintergründe im vorliegenden Beitrag erneut? Ganz einfach. Weil die Studienlage darauf hindeutet, dass wir uns einem Scheitelpunkt nähern: Dem flächendeckenden Einsatz solcher Technologie – über deren Verwendung wir von offizieller Seite, wie so oft, wahrscheinlich erst dann informiert werden, wenn Tatsachen geschaffen wurden. So arbeiten neben dem bereits genannten DFKI unter anderem die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Humboldt Universität zu Berlin an der »drohnengestützten Lokalisierung gefährlicher Chemikalien mittels passiv-intelligentem Smart Dust«. Bei Advanced wurde am 25. März 2025 ein Papier veröffentlicht, das sich mit dem Thema »chemische Kartierung« befasst. Darin war unter anderem zu lesen:
»Smart Dust, charakterisiert durch autonome Sensorplattformen im Submillimeterbereich, bietet beispiellose Möglichkeiten für die echtzeitliche und raumzeitliche Kartierung chemischer Substanzen in unterschiedlichsten Umgebungen. (...) Durch die Nutzung von Innovationen in den Bereichen Miniaturisierung, drahtlose Kommunikation, KI-gestützte Datenanalyse und nachhaltige Materialien unterstreicht dieser Artikel das Potenzial von Smart Dust zur Bewältigung kritischer Herausforderungen in der Umweltüberwachung, im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft und im Verteidigungssektor. Vor diesem Hintergrund bietet der Artikel einen strategischen Fahrplan für die Weiterentwicklung von intelligentem Staub – vom Konzept bis zur praktischen Anwendung.«
Fortsetzung folgt…
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