Stirb langsam kleiner Buchladen

... von wilden Vögeln und beseelten Buchhändlern

Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”

 

Stirb langsam kleiner Buchladen

Wie muss man es anstellen, dass kleine inhabergeführte Buchläden so sterben, dass es aussieht wie ein Unfall, ein Einzelfall, etwas, was man nicht verhindern konnte, weil sich die Zeiten halt ändern?

Ich hätte da ein paar Vorschläge.

Am besten ist es, wenn der Inhaber in die Jahre kommt und „leider“ keinen Nachfolger für den Standort findet, der einst mal gut frequentiert war, aber heute leider nicht mehr „läuft“. Das glaubt einem jeder. Niemand würde da auf die Idee von Fremdeinwirkung kommen. Das scheint dann wirklich der natürliche Lauf der Zeit zu sein, oder?

Sollte der Inhaber aber allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch einen wagemutigen Enkel oder Nachfolger gefunden haben, dann gibt es einen bunten Strauß an Möglichkeiten, wie man diesem motivierten Bücherfreund spätestens im zweiten oder dritten Kapitel ordentlich die Flügel der Freiheit stutzen kann.

Wer kein Staatsfeind ist, wird halt zum Staatsfreund gemacht. „Den Feind soll man immer ganz nah an sich randrücken“, sagt ein altes Sprichwort. Preise, Auszeichnungen, Besuche vom Bürgermeister oder vom lokalen Fernsehen sollten immer mit Vorsicht genossen werden.

Der kleine inhabergeführte Buchladen ist der natürliche Futterkonkurrent von Großkonzernen aller Art, die zum einen kein Interesse daran haben, dass Menschen gute Bücher mit kritischen Inhalten finden, lokal kaufen und evtl. noch mit Bargeld bezahlen. Und zum anderen sind kleine Buchläden gefährliche Brutstätten, wo denkende Menschen (alters)unabhängig zusammen kommen. Die Gefahr, dass dort bei Lesungen neue gesellschaftliche Ideen entwickelt werden, ist unglaublich groß. Nicht auszudenken, was dabei heraus kommen könnte: „Revolution im Schonraum zwischen den Bücherregalen. Artenvielfalt ist gut und schön, aber bitte nicht im Buchladen um die Ecke.“

Inhaber von unabhängigen Buchläden sind eine vom Aussterben bedrohte Art, aber niemand redet davon. Oder zumindest wird nicht genug davon geredet, so mein Eindruck. Ihr Bestandsschutz wurde vor einigen Jahren aufgehoben. Sie wurden offiziell fälschlicherweise als ungefährdet eingestuft. Auf der Schwäbischen Alb kämpfen seit 15 Jahren 30 Bürgerinitiativen erfolgreich gegen Windparks (s. Quelle). Tiere, Wasser und Boden sind dort in Gefahr. Aber wer kämpft für den kleinen bedrohten Buchladen um die Ecke? Gibt es dafür auch Bürgerinitiativen?

In den letzten Wochen habe ich mir viele Internetseiten von Buchläden angeschaut. Dabei ist mir einiges aufgefallen. Auch habe ich gesehen, dass viele kleine Buchläden stolz auf ihre Buchhandlungspreise hinweisen, die sie in den vergangenen Jahren erhalten haben. Diese Preise/Auszeichnungen sind mit einer schönen Summe Geld verbunden, die jeder Einzelhändler gut gebrauchen kann. So weit so gut. Man könnte denken, dass der Staat das Problem erkannt hat und den kleinen Läden hilft, so gut es geht.

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Wo liegt jetzt das Problem?  Und wie erkenne ich einen wirklich unabhängigen Buchhändler? Wie kann ich als Kunde diesen unterstützen? Und warum sollte ich das überhaupt tun?

Das Problem ist meines Erachtens, dass es zu viele Bücher gibt, die keinen Nährwert haben, die auf den Markt geworfen werden, um es für den wirklich interessierten Leser schwerer zu machen, ein gutes Buch zu finden. In diesem Zusammenhang möchte ich auf Buchläden hinweisen, die von Städten und Kulturinstituten gefördert bzw. ganz unterhalten werden, um angeblich junge Leute ans Lesen heranzuführen und die dann Abos anbieten, die die Omas und Opas dem Enkel schenken sollen. Dabei handelt es sich um Bücherabos für ca. 300 EU im Jahr, die dem jungen Menschen   wahllos (!)  jeden Monat ein anderes Buch nach Hause liefern, was ihn dann erfreuen soll. Es ist kein Gutschein, sondern wahllos (!)  irgendein Buch, das ungefragt geliefert wird. In meinen Augen verdirbt man einem jungen Menschen damit ganz gewiss die Lust am Lesen, weil die Erwartung, nun dieses Buch lesen und „zufällig“ gut finden zu sollen, mit hoher Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden muss. Vermutlich entsteht dann eher eine Abneigung gegen Bücher als ein Interesse daran. Jeder Pädagoge kann diesen einfachen Schluss ziehen. Sind diese Projekte, die es in vielen Städten gibt, einfach nur schlecht geplant?

Ein weiteres Problem sind die Buchläden, die vom Staat gefördert werden. Bildung ist ein Markt wie jeder andere. Subventionierte Butter und subventionierte Bücher. Teilweise steht es ganz deutlich meist ganz unten auf der Internetseite des Buchladens. Manchmal ist dieser Schriftzug auch ganz klein, kaum leserlich. Warum wird das so klein gedruckt? Neulich habe ich solch eine Internetseite studiert. Ich war erst begeistert von diesem  Buchladen, weswegen ich die Seite so genau studierte. Und dann flog mir der Adler um die Ohren, dass es nur so krachte. Ich war schockiert, über so viel schwarze Psychologie und Pädagogik. Das war ein echtes Meisterstück der Manipulation. Junge Leute fallen auf solche Buchläden rein, weil sie alles bieten, was sich ein junger Mensch wünscht. Cooles Design, Metropole, Magazine, Bücher, Poster, Vinyl, Tarotkarten und Veranstaltungen mit Übernachtung und gemeinsamen Aktivitäten, internationales Publikum und gehobenes Niveau. Reading & Writing. Mehr geht nicht. Hier werden kluge Köpfe angesprochen. Ökologisch ausgerichtet. Nature, nature, nature. Ganz viel englischsprachige Bücher. Und dann ein Hinweis, wie man souverän mit „rechtsextremen Naturschützern“ umgehen kann und muss. Ein Seminar zur Rhetorischen Schulung, eigens zu diesem Thema. Da wurde ich stutzig. Ich war bass erstaunt über die ganze tolle Fassade, auf die auch ich zunächst herein gefallen war. Am unteren Rand dieser Internetseite dieses Buchladens fand ich dann den Hinweis auf „gefördert vom Staat“. Im Impressum fand ich keine Angabe zu einer Person, was unüblich ist, denn jedes Privatunternehmen hat einen Chef. Und wenn es keinen Chef hat, dann ist es nicht privat. Dieser Buchladen war quasi öffentlich UND vom Staat gefördert, wollte das aber nicht so deutlich kennzeichnen, weil uncool.

Es gibt auch Fachbuchhandlungen in Universitätsstädten, die sich finanziell nicht mehr halten können und „gefördert vom Staat“ sind. Der Inhaber führt zwar noch den Laden, aber er hängt am Futtertrog des Staats. Die Internetseite verrät es.

Dann gibt es Buchhandlungen, die sehr sehr wohlhabend ausgestattet sind und keinen Hinweis auf den Staat haben. Bei genauerem Betrachten sind dies manchmal Buchhandlung UND Verlags GmbH. Wenn man dann wissen will, welcher Verlag das ist, dann findet man aber keine Information dazu. Was ist das für ein Verlag, der seinen Namen nicht nennt? Ich vermute, ein Verlag, der für die öffentliche Verwaltung druckt. Denn jede andere Verlagsbuchhandlung nennt ihren eigenen Verlag und verkauft natürlich auch überwiegend ihre eigenen Bücher. Aber auch diese Buchhandlungen, die den eigenen Verlag nicht nennen, erkennt man spätestens am Sortiment. Da liegt dann z.B. ein Buch von einem bekannten Philosophen, den man aus dem öffentlichen Rundfunk kennt, im digitalen Schaufenster, aber nichts Alternatives. Es gibt dann scheinbar nur eine Meinung.

Ferner  gibt es Buchhandlungen in kleinen Stadtteilen, in reinen Wohngegenden, die einfach nur gut sortiert sind und eine sympathische Inhaberin haben. Wenn man die Geschichte des Ladens liest, klingt alles ganz nett und nach Familienunternehmen. Aber ein Blick auf den unteren Rand der Internetseite verrät, warum es dem Laden wirtschaftlich so gut geht. Nicht, weil die Inhaberin so sympathisch ist oder der Laden so viele Bücher verkauft, sondern, weil auch dieses Geschäft regelmäßig vom Staat gefüttert wird.

Mittlerweile erkenne ich schon am Aufbau der Internetseite und am Onlinekatalog, ob ein Buchladen von Dritten mitfinanziert oder zumindest beeinflusst wird.

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Aber es gibt noch mehr zu berichten.

Manche Buchläden, die finanziell gescheitert sind, wurden ganz aufgekauft. Die Inhaber sind keine Inhaber mehr. Entweder sind sie ins Angestelltenverhältnis gewechselt oder sie wurden ganz ausgetauscht. Das erkennt man ganz leicht am Impressum. Die Person im Buchladen ist dann nur noch „vertretungsberechtigt“, aber nicht mehr Chef des Ladens. Als Eigentümer findet man auf diesen Internetseiten in Deutschland von Nord bis Süd immer wieder einen Namen eines Konzerns, den ich hier nicht nennen möchte.

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Bücher sind wilde Tiere, die nur in Freiheit wirklich glücklich sind. Sie haben ihre eigene Natur.

Der Jäger ist nicht der Hüter des Waldes, auch wenn er das von sich behauptet.

Er füttert sie im kalten Winter nur aus einem Grund.

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Mich hat das alles erschreckt.

Und mir ist klar geworden, wie wichtig gedruckte Bücher sind. Die Treibjagd auf Bücher und Einzelhändler ist seit Jahren eröffnet, läuft aber lautlos ab. Preise und Auszeichnungen statt Fanfaren. Konträr verdeckt, falsch freundlich. Terrain wird sondiert, und Inhaber werden unter die Lupe genommen. Die Jagd dient der Wildbestandsregulierung. Es gibt kein sichtbares Blutvergießen, weil alle Mäuler gestopft werden. Ich könnte jetzt noch etwas zur Vertriebskette sagen, aber das spar ich mir. Kurz gesagt, der ganze Vertriebsweg ist natürlich genauso kontrolliert. Sowohl zwischen Verlag und Buchladen als auch zwischen Buchladen und Kunde gibt es Windparks, in die die Bücher hineinflattern können, wenn man nicht aufpasst. Was für die Vögel der Windpark ist, ist für ein Buch der Zwischenhändler oder der unisono Onlineshop. Da muss ein Buch gekonnt durch, um unversehrt beim Endkunden anzukommen. Bücher, die das nicht geschafft haben, fristen ihr Dasein beim Zwischenhändler und verschlingen damit viel Geld. Sie wurden im analogen Laden bzw. einer großen Ladenkette „leider“ nicht zu hunderten Exemplaren abverkauft und werden nun eingelagert. Das ist Käfighaltung. Irgendwann kommt so ein Buch dann in ein Outlet und wird in einer Lagerhalle einer unbedeutenden Kleinstadt zum Schnäppchenpreis verscherbelt. Bewusste Überproduktion, um den Preis zu senken. Der Autor und der Verlag verdienen dann gar nichts mehr am Buch. Ein Kunstgriff. Und der große Buchladen, die großen Ketten, die hunderte Bücher ordern, hängen mit dem vernichtenden Zwischen-System zusammen. Der eine bestellt zu viel, damit der andere die Bücher in Käfige sperren und dann zu Billigpreisen verkaufen kann. Die Menge drückt den Einkaufspreis und erlaubt damit einen verschwenderischen Umgang mit der Ware Buch. Wer die größte Menge abnehmen kann, bestimmt den Preis am Markt. Den Lebensmitteldiscounter kümmert es auch nicht, wenn ein Teil der Orangen noch im Laden verschimmelt. Er hat sie schließlich fast zum Erzeugerpreis eingekauft. Kleine unabhängige Buchläden und kleine Verlage können sich dieses verschwenderische Business nicht leisten. Kleine Läden können die großen Büchermengen, wie die Ketten sie einkaufen, nicht abnehmen. Und kleine Verlage bluten aus, wenn sie dem Zwischenhändler Geld in den Rachen werfen müssen für im großen Bücherdiscounter nicht abverkaufte Bücher, für Zwischenlagerungen oder Rücknahmen. Kleine Verlage werden mit ihren Büchern damit geschickt aus den großen Ladenketten rausgekickt und werden nur in den verbleibenden kleinen unabhängigen Bücherläden sichtbar. Wer kleine Bücherläden angreift, greift auch Kleinverlage an. Wie gut die Sichtbarkeit von Kleinverlagen im digitalen Raum ist, das weiß ich nicht, aber ich vermute, hier verhält es sich ähnlich. Der Digitale Zweig lässt bestimmt keinen kleinen Vogel auf seinem Ast sitzen.

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Das Schreiben (von neuen guten Gedanken) wird dadurch, wenn man den Gedanken zu Ende denkt, zum brotlosen Geschäft gemacht. Das ist der Tod durch Zwischenhändler.

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Und dann gibt es noch den Tod durch vermeintlich praktische Onlinekataloge (der Digitale Ast), die für unzählige kleine Buchläden seltsam gleichgeschaltet sind. Diese Kataloge sehen alle gleich aus, weisen den gleichen Inhalt in der gleichen Reihenfolge auf. Individuelle Angebote, Fehlanzeige. Friss oder stirb. In diesem Fall erblickt ein neues gutes Buch erst gar nicht die gedruckte Welt. Es bleibt zwar theoretisch ein öffentlich zugängliches Manuskript, das aber niemand kennt und deshalb auch niemand ordert, auch nicht in elektronischer Form. Es geht unter in dem Überangebot von Büchern des Katalogs. An dieser Stelle ist Zensur ganz leicht möglich. Der Katalog bestimmt, wer gesehen wird und wer unter geht. Wer bestimmt eigentlich, welches Buch auf die ersten Seiten dieses gleichgeschalteten Onlinekataloges kommt? Nur die ersten Bücher sieht man als Kunde. Alles andere muss man selbst aktiv im Bücherdschungel finden. Man muss praktisch, bevor man in den Katalog schaut, wissen, wonach man genau sucht, sonst findet man es nicht und bleibt an einer Empfehlung des Katalogs hängen. Ich suche nicht im Katalog, sondern der Katalog hat schon für mich eine Auswahl getroffen. Ich kann nur noch in der vorgefilterten Auswahl aussuchen. Was ich nicht kenne, das vermisse ich auch nicht.

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Das Reh, das sich nicht füttern lässt, kennt kaum einer.

Aber dieses Reh ist ein authentischer Gedanke eines kritischen Geistes, der der Gesellschaft den Spiegel vorhält.

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Zum Schluss möchte ich noch Genossenschaften erwähnen. Die ursprüngliche Idee war ja, dass sich Buchhändler zusammenschließen, um eben dieser Quasi-Zensur von bestimmten freidenkenden Büchern vorzubeugen. Also Arten- und Naturschutz im besten Sinne. Auch hier steckt der Teufel im Detail. Ich habe mir Videos zu einer Genossenschaft angeschaut und mir die Reden von den Vorsitzenden angehört. Der Aufbau der Genossenschaft ist demokratisch, aber manche dieser Personen, die die Ämter bekleiden, sind ganz zufällig hauptberuflich in der öffentlichen Verwaltung in wichtigen Positionen beschäftigt, womit sich die Frage nach dem Futtertrog auch nicht mehr stellt. Es ist immer das Gleiche. Die beste Genossenschaftsidee nützt nichts, wenn die Leute im Vorstand nicht unabhängig sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Versuche unternommen werden, diese Personen zu beeinflussen, also Genossenschaften von oben zu kapern.

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Für mich ist das Fazit, dass ich meine Bücher nur noch beim unbestechlichen Kleinverlag mit Eigenvertrieb ohne Zwischenhändler oder in einem echten unabhängigen inhabergeführten Buchladen kaufe, weil ich diese beiden unterstützen möchte. Ich möchte den Verlag unterstützen und den Einzelhändler, und damit auch natürlich den Autor, aber sonst möchte ich niemanden unterstützen.

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Manche inhabergeführten Buchläden arbeiten mit einem gleichgeschalteten Onlinekatalog, sind aber dennoch dankbar für jeden Kunden, der mit einem eigenen Buchwunsch auf sie zukommt. Sie halten sich teils mit Schulbuchbestellungen, Lesewettbewerben in Schulen, Postkarten, Krimskrams, einem riesigen Kalenderangebot und elektronischem Kinderspielbedarf (seltsame Multifunktionsgeräte für Kleinkinder, die Sprache digital aufzeichnen und versenden und gerade unglaublich nachgefragt werden) über Wasser, aber sie sind  noch  Inhaber ihres eigenen Ladens. Diese Läden unterstütze ich auch gern, denn sie sind die letzten Wildtiere, die mittlerweile ihr Futter in der bebauten Stadt bei den Menschen suchen, weil es kaum noch intakte Ökosysteme und natürliche Nahrungsangebote im städtischen Umland gibt. Sie haben zwar eine Marke im Ohr, aber sie leben mit ihren Jungen zumindest draußen im Freien bei Wind und Wetter. Sie haben noch die natürlichen Skills des wilden Tieres und geben diese an den Nachwuchs weiter. Sie kennen ihren Ursprung.

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Diese letzten echten Hüter der Erde, Wesen des Waldes, diese „Jane Goodalls“, „Jaques-Yves Cousteaus“, „Bernhard Grzimeks“, diese ganzen Ornithologen und all diese beseelten Buchhändler, die sich in einem wilden freien Buch verlieren und wieder finden können, die um die Kraft von geschriebenen Worten wissen, sie gilt es zu schützen. Denn sie haben eigentlich nur deshalb einen kleinen Buchladen, damit sie den ganzen Tag mit ihren freien Vögeln verbringen können, sie studieren können. Manchmal, an ruhigen Tagen, verwischen die Grenzen zwischen den Zeilen. Das Buch geht dann still und heimlich unter die Haut, nistet sich ein, legt Eier und der Buchhändler brütet etwas aus. In Wahrheit haben diese Buchhändler ihr Hobby zum Beruf gemacht. Am liebsten würden sie jedes Buch behalten. Nur ungern verkaufen sie eins. Denn jeder Verkauf tut ihnen ein bisschen weh, weil sie Sorge um jedes einzelne von ihnen haben, Sorge, dass es in uninteressierte Hände geraten könnte. Für sie, diese unabhängigen Buchhändler, sind Bücher lebendige Wesen, dessen Geist einen einnehmen und unter Umständen nie wieder loslassen kann. Das ist alles schon passiert. Bücher zu verkaufen, bedeutet Verantwortung. Bücher können Menschen verändern, motivieren, ermutigen, zum Lachen bringen, fesseln, erschlagen, befreien und auf völlig neue Ideen bringen. Gute Bücher kann man gern haben wie einen Menschen. Gute Bücher eröffnen einem eine andere Sicht auf die Welt, die man zu kennen glaubt. Gute Bücher sind wie ein gutes Gespräch. Gute Bücher berühren die Seele, streicheln die Seele, lassen uns verbunden fühlen, wenn wir glauben mit einem Gedanken allein zu sein. All das ist schützenswert.

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Die echten Ringeltauben, die kleinen individuellen Buchläden, in denen alles noch von Hand gemacht wird und der Inhaber Dir abends per Rad Dein neues Buch vorbei bringt, die gibt es noch. Manchmal sind sie in Deiner Nähe, manchmal sind sie an wunderschönen Urlaubsorten. Menschen kaufen sich im Urlaub gern gleich fünf Bücher an einem Tag und bestellen dann nach dem Urlaub aus Verbundenheit mit diesem Buchhändler alle weiteren Bücher über das Jahr auch noch dort, obwohl sie in einer Großstadt wohnen und den riesigen Buchmarkt gleich vor der Haustür haben. Das soll es geben. Der gute Geist eines einzigen Buches ist dann kurz vor dem Einschlafen auf den Kunden übergesprungen und lässt ihn auch in Heimat nicht mehr los.

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Beseelte Bücher halten halt zusammen und schützen ihre Händler.

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Quelle:

Youtube-Kanal:  Indiegene, Video „Schützt unsere Alb- Bürgerinitiativen stehen geeint für eine ganze Naturregion ein“ vom 26.12.2025   (Bürgerinitiativen gegen Windparks)

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Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”

 

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