Umfragewerte zu deutschen Politikernden

Aber DIE oder DER ist doch sooooo nett!

Das INSA-Institut ist nur der Überbringer der schlechten Nachrichten, es selbst kann ja nichts dafür. Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass die Ergebnisse das widergeben, was abgefragt wurde.

Vielmehr taucht die Frage auf, was stimmt mit den Deutschen, den Befragten nicht?

Wie kann es sein, dass Frau Julia Klöckner die beliebteste Politikerin Deutschlands ist? Warum? Man versteht es nicht. Was sind die Kriterien, nach denen die Befragten ihr Urteil abgegeben haben?

„Die hat die Hoor doch immer so schee und so schicke Kleiderle angelegt. Nett, wirklich nett!“

Oder ist es deshalb, weil sie vielleicht in ihrer Position nicht so viel Unheil anrichten kann, wie andere?

Das würde erklären, warum Frau Alice Weidel vom ersten Platz verdrängt wurde:

„Ach die, mit ihrer Perlenkette, dem weißen, biederen Bluserl und ständig dasselbe Jankerl, mal mit Hosen, mal mit Rock. Das ist so langweilig, da mag man gar nicht mehr hinschauen. Und viel zu ernst ist sie auch. Und wie die manchmal redet, das schickt sich einfach nicht für eine Frau!“

Auf dem zweiten Platz ist jetzt Frau Bärbel Bas, das ist die, die man ja so frauenfeindlich ausgelacht hat, als sie die Herkunft der Steuern versehentlich mit dem Märchen „Die Sterntaler“ verwechselt hat. Die arme Frau, da muss man Mitleid haben, wenn die so angegangen wird, also schwupp, ab auf Platz zwei.

Frau Wagenknecht liegt auf Platz 3, das ist wohl eher dem Zufall geschuldet, oder aber auch ihrem Style, dem sie sehr treu bleibt.

Es folgen noch Frau Ines Schwerdtner von den Linken, Franziska Brantner von den Grünen sowie die Linken-Granate Heidi Reichinnek, dass ist die mit dem Stutenbiss. Keine Ahnung, aber große Klappe.

Im Herren-Ranking das gleiche Mysterium:

Nach wie vor aus unerklärlichen Gründen auf Platz eins unser geliebter Kriegstüchtigkeitsminister Pistorius. Wer hätte gedacht, dass es so viele Lebensmüde in Deutschland gibt, die sich wohl nichts sehnlicher wünschen, als endlich in den Krieg ziehen zu können um dort ein wenig zu sterben. Oder wenigstens verstümmelt zu werden.

Auf dem Fuße folgen auf Platz zwei Hendrik Wüst (man findet keinen Grund, noch nicht einmal einen trivialen) und auf Platz drei, tätätäää: Maggus, der Söderling, der sein Fähnchen nach dem Wind drehen kann, bevor es der Wind in eine andere Richtung gedreht hat. Koronna, freiwillige Impflingsflicht, Addomkrraft, um nur einige Beispiele zu nennen.

Auf Platz fünf Thorsten Frei, der als CDU-Kanzleramtschef maßgeblich für das Wohl und Wehe von Unserdeutschland in bedeutender Form verantwortlich ist.

Und der In-Minister Dobrindt, der in so kurzer Zeit schon Deutschland wieder auf Fordermann gebracht hat, auf einem wohlverdienten Platz sechs. Vielleicht rutscht er wieder nach oben, wenn er sich eine neue Frisur machen lässt und eine frechere Brille zulegt. Die Leute achten auf so was.

Carsten Linnemann, von dem man einen Moment lang dachte, sein Verstand sei zurückgekehrt, belegt den siebten Platz.

Was der Platz 8 (nur Platz acht!!!) für Herrn Klingbeil mit ihm macht, bleibt noch abzuwarten, schließlich ist der ja so sensibel.

Und dann noch zu den Schlusslichtern:

Tino Chrupalla auf Platz achtzehn, wohl, weil er oft die Realität beschreibt, und das hört man nicht so gerne, das verunsichert irgendwie.

Gefolgt von Friedrich, dem Zweitgewählten, endlich mal ein Platz, der angemessen ist, und das Schlusslicht im Ranking bildet bereits laut Bild seit 28 Wochen, der Jens, der Spahn. Der kann im Studio 1 der Berliner Unionfilm in der Politikerhitparade jetzt aber wirklich nicht mehr auf den letzten Platz wiedergewählt werden. Jetzt ist auch mal ein anderer dran, vielleicht der Sauerländer, sonst wird uns Herr Spahn noch mehr zu verzeihen haben, wenn wir ihn nicht bald von seinem vorletzten Platz herunterholen.

Eigentlich ist das Ranking völlig schnuppe. Viel interessanter ist, was das über die politische Informiertheit derjenigen aussagt, die dieses Ranking zustande gebracht haben. Das scheinen alles überwiegend überzeugte Unseredemokraten zu sein, tagesschaugebildet, Bild-Zeitung im Abo und auch sonst nicht verlegen darum, Sprechblasen abzusondern, statt sich mit den politischen Inhalten, zum Beispiel mal von der Opposition zu beschäftigen, oder darüber nachzudenken, aus welcher Ecke diejenigen kommen, die Teile von Berlin eine „Dunkle Nacht, kalte Nacht“ nach Weihnachten und Silvester beschert haben.

Man kann leider nur immer wieder zu dem Schluss kommen: Mit dem Deutschen Michel ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen, weil er bis heute offensichtlich nicht die Grundprinzipien einer Demokratie und einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verstanden hat. Die Kriterien seiner Auswahl scheinen mit allem, aber nicht mit der Fachkompetenz der jeweils Gerankten zu tun zu haben. Anders sind die Ergebnisse wirklich nicht zu erklären.

https://apollo-news.net/insa-umfrage-julia-kloeckner-ist-die-beliebteste-politikerin-deutschlands/

 

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*

(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

* *

(Bild von pixabay)