Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Sprache/Stimme, Elektronische Patientenakte
Fingerabdruck:
Die ältere Generation hat es das erste Mal im Fernsehen gesehen, wenn jemand auf dem Revier erkennungsdienstlich vernommen wurde und dabei seinen Fingerabdruck abgeben musste. Abgabe des Fingerabdrucks beider Zeigefinger zum Erhalt eines Personalausweises. Weigert man sich, gibt es kein Dokument. Einzige Chance: Beantragung eines vorläufigen Personalausweises, da das jetzige Verfahren vorerst nur bis Ende 2026 gilt.
Anmeldung auf dem Smartphone per Fingerabdruck. Schön bequem, aber wo wird der gespeichert und wer sonst noch hat Zugriff auf dieses einmalige Merkmal?
Man kommt sich vor, wie ein Schwerverbrecher, obwohl man nicht das geringste zu verbergen hat. Was man eigentlich nur von Kriminellen kannte, ist heute bei vielen die normalste Sache der Welt geworden. Warum werden solche intimen Persönlichkeitsmerkmale so gedankenlos herausgegeben? Warum sind viele Menschen so leichtgläubig und unkritisch und denkfaul?
Gesichtserkennung:
Wie schon beim Fingerabdruck, ebenfalls etwas aus der erkennungsdienstlichen Erfassung eines Verdächtigen. Was früher das Fahndungsfoto war, ist heute in vielen Ländern die Voraussetzung zur Einreise. Am besten mit Iris-Scan, ist ja so sicher. Da taucht schon die Frage auf, ob das nicht schon ein invasiver Eingriff ist, wie das Popeln mit langen Wattestäbchen, die durch die Nase bis ins Gehirn geschoben wurden, während des Coronawahnsinns. Teilweise braucht man schon ein Selfie bei der Eröffnung eines Kontos, aber bitte nicht lachen.
Kameras im öffentlichen Raum, die in Kombination mit dem Smartphone wunderbare Bewegungsprofile liefern. Bestens geeignet zum Social Scoring. Autos vollgestopft mit Kameras. Hach, das ist doch so schön praktisch beim rückwärts einparken! Ging bis dato auch ohne, wenn man Auto fahren kann. Fährt der Fahrer noch das Auto oder lenkt das Auto schon den Fahrer? Wie sind die Menschen früher gereist bzw. haben sich bewegt? Die Allermeisten sind sogar lebendig zurückgekehrt, obwohl die Fürsorge staatlicher Institutionen für die Sicherheit seiner geliebten Bürger noch nicht so vorangeschritten war, wie heute. Für wie doof hält man uns eigentlich? Es geht nicht um unsere Sicherheit, es geht einzig und allein um unsere Kontrolle. Die Möglichkeiten, persönliche Merkmale als eindeutiges Erkennungszeichen von staatlicher Seite zu nutzen, wird ständig weiter ausgebaut. Dafür gibt es dann aber freie Geschlechterwahl, einmal im Jahr. Geht’s noch?
Warum lassen wir das mit uns machen?
Sprache/Stimme:
Vorleser – Märchenerzähler – Bänkelsänger – Nachtwächter – Gute-Nacht-Geschichte, Kommentare, Synchronisation durch eine menschliche Stimme, Telefon, KI-Stimme, in der eigenen Sprache, mit Lippenbewegung in Videos von Menschen, die eine andere Sprache sprechen.
Ist man altmodisch, wenn einem da das Gruseln kommt? Oder gruselt es einen, weil man den Eindruck hat, auch hier werden wieder Eigenschaften und Charakteristika, die zur Individualität eines Menschen gehören, in einer Technologie verwurstet, die dort wohlmöglich gar nichts zu suchen hat, weil man sich nie sicher sein kann, welcher Schindluder damit im Hintergrund getrieben wird. Die aktuellen Experten-Politiker samt deren Strippenzieher im Hintergrund, in Datenkraken wie Palantir, geben alles andere, als Anlass dazu, Vertrauen zu haben, dass schon nichts passieren wird, was den Menschen zum Nachteil gereichen könnte.
Elektronische Patientenakte:
Macht das ein gutes Gefühl, wenn meine Anamnese rein theoretisch von Pitt und Jan gelesen werden kann? Die Elektronische Patientenakte ist wohl eher eine Generalvollmacht, in der ich die Entscheidung abgebe, wem ich was an Informationen über meine Abwesenheitszeiten von Gesundheit herausgeben möchte. Unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen würde sie für eine ganzheitliche Schau eines Menschen vielleicht sogar von Vorteil sein, doch die ist dank der Schul- und Gerätemedizin weitgehend abgeschafft worden. Für alles gibt es einen Spezialisten. Doch wenn das Problem auch nur einen Millimeter neben der Fachkompetenz liegt, sieht man es nicht, weil man für die Betrachtung des gesamten Menschen im Studium zur Blindheit ausgebildet wurde.
Dass inzwischen schon Datenbanken mit Patientenakten gehackt wurden, sollte Grund genug sein, auf das Führen einer elektronischen Patientenakte zu verzichten.
Und auch deshalb, weil man vielleicht nicht möchte, dass auch diese Daten zum Social Scoring genutzt werden können. „Sie dürfen gerne weiterhin Wein trinken, wie wir an Ihren Abbuchungen auf dem Konto erkennen können. Das kostet dann aber einen Aufschlag in der Krankenversicherung von 0,5 %. Sicher haben Sie Verständnis dafür, das gehört nicht in den Rahmen der Solidarität, das kann nicht zu Lasten der Allgemeinheit gehen. Sie sind doch ein gescheiter Mensch, Sie wissen doch ganz sicher, wie schädlich Alkohol für die Leber ist. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass ….. Vielen Dank für Ihre Kooperation und noch einen recht schönen Tag!”
Sind das alles Merkmale dafür, dass den Menschen ihre Individualität herausgesogen werden soll? Die ureigensten, intimsten, persönlichsten menschlichen Kennzeichen werden in Einsen und Nullen umgewandelt. Ist das eigentliche Ziel von einigen Wahnsinnigen, den Menschen mit der Maschine mithilfe von biometrischen Daten immer mehr zu verbinden?
Da kommt das Bild auf, dass den Pharaonen vor der Mumifizierung das Gehirn durch die Nase mit einem Haken herausgezogen und mit den übrigen Innereien in Kanopen aufbewahrt wurde.
Jahre zuvor wurde schon die menschliche DNA entschlüsselt. Was haben die vor? Wird es bald einen Homunkulus geben, oder gibt es ihn vielleicht schon in geheimen Gain-of-Human-Function-Laboren? Welche Rolle spielt Neurolink dabei?
Es gibt mehr Fragen, als Antworten. Aber die Fragen müssen gestellt werden, damit man sich Gedanken darüber machen kann. Am Ende bleibt die Frage: Wie wollen wir miteinander leben, als Teil der sich derzeit neu ordnenden Welt, in der Maßstäbe, Werte, Konventionen, Moralvorstellungen und verstandesgeleitete Entscheidungen über den Haufen geworfen werden, und man als verrückt erklärt wird, nur, weil man bei Verstand geblieben ist.
(Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)
“Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”
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(Bild von pixabay)