Er-wachsen werden ...
“Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”
Pubertät ist, wenn Politiker schwierig werden
Erwachsenwerden bedeutet „leben ohne“. Ohne was? Ohne sicheres Netz und doppelten Boden von außen. Du lebst dann aus eigener Energie, die Dich trägt.
Erwachsenwerden bedeutet, durch Ängste zu gehen, lernen, Ängste zu managen.
Man möchte keine Fehler machen, aber man macht sie trotzdem.
Jeder Fehler tut weh oder ruft Scham hervor. Der Schmerz ist irgendwann Dein Lehrer, Dein Navi.
Wenn es weh tut, dann war es ein Fehler. Und wer Scham kurzzeitig entwickeln kann, ist gesund.
Erwachsene Menschen haben den Mut, Fehler zu machen. Sie probieren aus, wenn sie etwas zum ersten Mal machen müssen. Sie glauben an sich und ihre Fähigkeiten, egal welches Problem sich vor ihnen auftut. Sie erinnern sich dann an ihre Vorfahren, mit denen sie sich sehr verbunden gefühlt haben. Diese Erinnerung verleiht ihnen Kraft und Flügel, wenn der Ast unter ihnen bricht.
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Menschen in modernen Gesellschaften haben Angst vor dem, was sie kennen.
Menschen in indigenen Gesellschaften haben Angst vor dem, was sie nicht kennen.
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Kinder sind der ehrlichste Spiegel für Eltern.
Bürger sind der Spiegel für Politiker.
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Der Spruch, dass jedes Volk die Politiker hat, die es verdient, würde bedeuten, dass man sich Politiker aussuchen kann. Dem ist aber nicht so. Eltern kann man sich auch nicht aussuchen. Die bekommt man schicksalhaft zugewiesen. Manche Menschen sagen, man suche sich vor der Geburt die Familie aus, in die man hineingeboren werde. Ich persönlich kann mich daran nicht mehr erinnern. Und ich kann mich auch nicht daran erinnern, zu dieser Politik, die gerade herrscht, eingewilligt zu haben. Ich habe mir diese Politiker nicht ausgesucht. Deswegen habe ich sie auch nicht verdient. Ich komme langsam in meine Pubertät.
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Wie gehen Kinder mit Eltern um, die einengend sind, weil sie selber unfrei erzogen wurden?
Wie gehen Kinder mit dem Konflikt um, wenn Eltern Beziehung und Geld an Bedingungen knüpfen?
Wie gehen Kinder mit Double Binding um? Double Binding liegt z.B. vor, wenn Eltern sagen, dass sie ihr Kind liebten, sich Sorgen machten und nur das Beste für ihr Kind wollten, jedoch das Kind emotional vernachlässigen, sich gar nicht für die Bedürfnisse ihres Kindes interessieren und es mit harten oder subtilen Methoden in eine gewünschte Richtung und Form pressen, um es vorzeigbar zu machen, um am Ende guten Gewissens sagen zu können, dass aus ihrem Kind etwas geworden sei. Eltern, die Double Binding machen, sind eigentlich selbst noch Kind, brauchen mehr als sie geben können.
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Wie kann man jemandem einen Vorwurf machen, der selbst gar nicht merkt, dass er etwas falsch macht?
Kann man würdevoll durch eine Pubertät mit schwierigen Politikern kommen?
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Diese Fragen kann jeder nur selbst beantworten. Und jeder kann das. Jeder Mensch hat Eltern oder Erziehungspersonen gehabt. Jeder Mensch kennt andere Eltern oder andere erwachsene Kinder. Viele Menschen hatten schon mal einen inkompetenten Chef oder waren in abhängigen privaten Beziehungen, wo versucht wurde, die Freundschaft auszunutzen. Es gibt darauf keine einheitliche Antwort und auch keine einfache Antwort.
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Wie geht Erwachsenwerden?
Was muss man tun, um sich von schlechten Autoritäten abzunabeln?
Was ist eigentlich eine Autorität? Und wer ist nur ein Mensch, der sich für eine Autorität hält?
Was braucht es, um sich zu befreien und den Groll wirklich loszulassen?
Was braucht es, um nicht erpressbar zu sein? Welchen Preis muss man dafür zahlen?
Was braucht es, um die Granatsplitter des toxischen Systems in einem selbst zu identifizieren?
Wieviel Angst, Schmerz, Unfreiheit steckt noch im eigenen Kopf?
Wie kann man eigene blinde Flecken ausleuchten?
Wer oder was kann dabei behilflich sein?
Wie vertraut ist es für Dich, einen neuen Weg für eine Weile ganz allein zu gehen?
Wie fühlt es sich an, wenn keiner Dich versteht oder nur immer einen Bruchteil von Dir versteht?
Kann man sich tatsächlich mit Ahnen verbinden? Hilft das?
Warum wollen manche Menschen immer (bezahlte) Gruppen anbieten und andere anführen, unterrichten, ausbilden, informieren, versorgen, zusammen bringen, um SELBSTÄNDIG zu werden? Wessen Bedürfnis wird da wie befriedigt?
Was machte bei den Indianern einen guten Häuptling aus?
Wird man vielleicht selbständig, indem man egal was SELBST mal versucht, ohne ausgelacht zu werden?
Entwickelt man dann vielleicht am besten seine eigene Handschrift?
Was unterscheidet eine freiwillige Bindung an etwas von einer Bindung, die aus Angst eingegangen wird, allein nicht klar zu kommen, nicht gut genug zu sein, ansonsten den Anschluss verpasst zu haben?
Finden sich Gruppen vielleicht ganz natürlich durch Resonanz und „Zufall“?
Ist man vielleicht dann hochgradig ausdrucksstark, wenn man keine Angst hat?
Ist das vielleicht der Modus, in dem man die eindeutigsten Signale sendet, wer man ist und was man möchte?
Wie lange müssen wir noch durch diese Unverbundenheit gehen, bis es wieder Gemeinschaften gibt, die angenehm und kein fauler Kompromiss sind, weil gerade schlechte Zeiten sind?
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In modernen Gesellschaften haben Menschen Angst vor dem, was sie kennen.
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Was, wenn Du Gemeinschaft immer nur als Gehirnwäsche, Drillanstalt, Abzocke und seelenlose Fabrik kennen gelernt hast?
Was, wenn Gemeinschaft eigentlich etwas ganz Neues ist, etwas, was wir so noch nicht hatten, nur aus Filmen kennen?
Dann bräuchten wir ja keine Angst davor zu haben, oder?
Dann könnten wir einfach loslegen, denn es gäbe ja keine Gehirnwäsche, sondern freies Denken.
Es gäbe Leben und Arbeiten im eigenen Rhythmus. Tiefe Verbundenheit spürte dann die Aufgaben, die es für die Gruppe zu erfüllen gälte. Niemand müsste dem Schuster sagen, dass er Schuhe machen müsse. Der Schuster machte das, weil er es gerne machte. Etwas gerne machen, bedeutet, etwas gut zu machen.
Es gäbe freie Liebe, die nichts mit den 70ern zu tun hätte, sondern mit freier Wahl, unbeeinflusst von dem, was andere denken. Das Wort „Überfremdung“ gäbe es dann auch nicht mehr. Ich könnte gut damit leben, wenn es in Deutschland kein „Wiener Schnitzel“ mehr gäbe, dafür aber eine „Hummus Bowl mit Hähnchenfleisch“. Liebe geht bekanntlich durch den Magen.
Und es gäbe Seele, so weit das Auge reichte. Der Popo folgte einfach der Energie.
Energie ist ein anders Wort für Leben.
Und Leben bedeutet Veränderung.
Leben ist deshalb Veränderung, weil es sonst tot wäre.
Das, was uns im Kern ausmacht, ist seit Urzeiten immer in Bewegung gewesen.
Alles, was irgendwie einengt, darf abgestreift werden, wie ein altes Kleid, das seine besten Tage hinter sich hat. Die alten Tage waren gut, sie waren die notwendige Kindheit, um in die Pubertät zu kommen.
Und das, was dann übrig bleibt, nachdem man das Kleid der Pubertät abgestreift hat, das sind wir im allerschönsten Sinne.
Er-wachsenes Bewusstsein.
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