Sind Bomben auch Politik mit anderen Mitteln?
Vielleicht sollte man etwas vorsichtig in seiner Beurteilung sein, ob man die Geschehnisse in Venezuela richtig oder falsch findet.
Ob der unschöne Besuch, so oder so, nun wegen der Drogen oder des Öls, oder wegen beidem erfolgte, sei mal dahingestellt.
Die USA haben aus ziemlich niedrig fliegenden Hubschaubern Bomben auf Caracas abgefeuert. Die Lichtkegel gingen den kursierenden Videos nach, alle nur nach unten, keiner nach oben, was auf keinerlei Flugabwehr oder sonstige Gegenwehr rückschließen lässt. Gab es die in Caracas nicht, oder gibt es die gar nicht, oder wurde sie bewusst nicht eingesetzt?
Es ist ein bekanntes militärisches Muster zu erkennen, siehe die punktuellen Angriffe auf die iranischen Atomanlagen, die Bombardierung Bagdads, wenn dort auch mit einer anderen Vehemenz, aber auf jeden Fall immer das bekannte „Hau-drauf-Verfahren“.
Hat Maduro keine persönliche Leibgarde, die ihn hätte schützen können, müssen, sollen? Waren die gerade alle im Kino?
Was, wenn das eine naheliegende Hollywood-Inszenierung gewesen ist, nach einem vorher bereits ausbaldowerten Drehbuch? Hat man Maduro und seine Frau mit einem lebenslang gültigen Gutschein für kostenloses Essen bei McDonalds gekauft?
Was die Ölvorkommen in Venezuela betrifft, so gab es doch schon im Vorfeld Absprachen zwischen Maduro und Trump.
Auf Seiten der Bevölkerung scheint es wenig Protest zu geben. Ist man dort vielleicht sogar froh, dass man ihn los ist?
Das Völkerrecht kann man bei der Beurteilung getrost außer Acht lassen, das wurde in der Vergangenheit eh permanent, besonders von den USA (siehe Irak) mit Füßen getreten. Huch, das war ja aber für die gute Sache und die Installierung einer Demokratie nach US-Vorstellungen, im Gegensatz zur völkerrechtswidrigen militärischen Sonderoperation der Russischen Föderation in der Ukraine.
Ob zu Recht oder zu Unrecht, wie seit 1945 schon rund 80 Mal, haben sich die USA erneut über die Souveränität eines Staates hinweggesetzt und mit militärischen Mitteln, mit einem terroristischen Akt, ihre Vorstellungen und Interessen durchgesetzt und ein Staatsoberhaupt, von dem man halten kann, was man will, nebst seiner Ehefrau gekidnappt und nach New York verschleppt. So sieht es jedenfalls aus. Das ist keine Bewertung, sondern die Beschreibung des Gegebenen.
In der Außenwirkung hat das den Charme von Willkür und dass die USA glauben, über allgemeine Gesetzen und Vereinbarungen erhaben zu sein.
Das würde auch in das Bild passen, dass man Deutschland mal eben die Energieversorgung unter dem Hintern wegsprengt, ohne, dass das Konsequenzen hätte, außer den Vorteil für die USA, dass sie so ihr Fracking-Gas an die doofen Deutschen verkloppen können. Und Deutschland hält weiterhin brav die Füße still, Aufklärung Null, was würde es ändern? Wir haben eh keine Chance, dagegen vorzugehen.
So schwer es auch fällt, das zuzugeben, aber vielleicht hat die eloquent-akzentuierte zweite Wahl in einer westeuropäischen Unseredemokratie, die mit einem demokratischen Deutschland nicht mehr viel gemein hat, einmal recht gehabt, wenn sie sagt, „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex.“ Ein blindes Huhn findet schließlich ab und zu ja auch mal ein Korn.
Ist es völlig auszuschließen, dass die USA vielleicht demnächst auf folgende Idee kommen:
Mit großer Sorge stellen wir nach wie vor weiterhin fest, dass die Meinungsfreiheit, die für uns Amerikaner das höchste Gut darstellt, durch die EU-Kommission, an deren Spitze Frau von der Leyen, immer weiter eingeschränkt wird. Wir sehen uns daher gezwungen, Frau von der Leyen, nebst Gatten und den 11 Kindern in einem Großraumjet in die USA zu entführen, weil wir in diesen totalitären Strukturen eine Gefahr für die Demokratie und den Frieden in Europa sehen, der in eine gefährlichen Bedrohungslage für die USA eskalieren kann.
Eine weitere Gefahr sehen wir von Deutschland ausgehen, dessen Kanzler in aller Öffentlichkeit gesagt hat, dass Deutschland stärkste konventionelle Kraft in Europa werden will. Auch, wenn von diesen Worthülsen, mangels Fehlen vom Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung, keine Gefahr ausgeht, allein die Gesinnung, die wir daraus erkennen und in einen Kontext mit der deutschen Geschichte stellen, stellt schon eine Gefahr dar, sodass wir uns gezwungen sehen, präventiv vorzubeugen, damit nicht andere europäische Staaten, wie z. B. Frankreich, das obendrein über Atomwaffen verfügt, auf ähnlich absurde Ideen kommt.
Wir halten daher einen Regimewechsel in Deutschland für das Gebot der Stunde. Wie Ihnen bekannt ist, pflegen wir gute Kontakte zur stärksten Opposition in Deutschland und haben uns daher entschlossen, dieser zur Macht zu verhelfen, weil wir davon überzeugt sind, dass sie Deutschland wieder auf einen Kurs bringen kann, der mit unseren Vorstellungen von Demokratie am meisten übereinstimmt.
Jetzt die Frage: So sehr sich viele wünschen, dass Frau von der Leyen in der Wüste Sandkörner zählt, die EU-Kommission, die niemand gewählt hat, verschwindet, die EU in ihrer jetzigen Form implodiert, wollten die demokratischen Europäer das auf diesem undemokratischen Weg?
Wollten die Deutschen, dass ihnen eine von Trumps Gnaden aufoktroyierte Regierung eingesetzt wird, statt das sich diese durch freie-demokratische Wahlen, vom Wähler legitimiert, ehrlich und hart erkämpft, in Regierungsverantwortung bringt?
(Übrigens, nur so nebenbei: Die USA gehören bekanntlich wie Russland zu den Siegermächten. Der 2+4-Vertrag kann nicht nur von den Russen aufgekündigt werden…)
Ja, die Alt-Parteien kämpfen mit allen Mitteln darum, an der Macht zu bleiben, kein mieser Trick ist ihnen zu schade dafür, die Drangsal hat ein unerträgliches Maß angenommen. Hätte es nicht einen fahlen Beigeschmack, wenn Deutschland erneut von außen befreit werden müsste? Wäre es nicht an der Zeit, zu beweisen, dass Deutschland das aus eigener Kraft durch verantwortungsvolle Demokraten alleine schafft?
Bei diesem Gedankengang kommen schon wieder Zweifel auf, ob der Deutsche Michel tatsächlich dazu in der Lage wäre. Da kann man wankelmütig werden.
Die militärische Sonderoperation der USA in Venezuela zeigt, wie dringend in Europa, vor allem in Deutschland Handlungsbedarf besteht.
Der EU-Cube, mit der Borg-Queen in Brüssel muss zerschlagen werden, damit das europäische Kollektiv wieder nationale Souveränität und Rechtstaatlichkeit leben kann. Was wäre das für ein Aufatmen und Einatmen von Freiheit!
Und weil ja unsere Bundestrottel so gerne von der Ukraine reden, taucht noch eine Frage auf:
Warum haben die USA nicht (vielleicht sogar in Personalunion mit Russland) ein ähnliches Drehbuch, wie jetzt für Venezuela, auch für die Ukraine geschrieben?
Mit Wissen und Genehmigung Russlands ein paar Bomben auf Kiew, den nicht mehr legitimen, korrupten Genital-Pianisten festsetzen und in die USA oder nach Russland verschleppen, und schon würde das Sterben in der Ukraine aufhören, von dem Trump unentwegt sagt, dass es aufhören muss?
Eine andere Interessenlage, oder warum wird dieser Plan nicht in Erwägung gezogen?
Fazit: Es besteht der dringende Verdacht, dass wir wieder mal nach Strich und Faden belogen und betrogen und verarscht werden, darum Augen auf bei der Parteiergreifung, um nichts mehr oder weniger geht es.
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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