Freie Medienakademie IX

Wochenbericht: 29. November bis 5. Dezember. Mit einem Kampagnenschnipsel, Winzer-Weisheiten und Katarina Witt.

„Endlich Frieden“ heißt das Buch, das heute von den 100 Autoren auf noch mehr Kanälen beworben werden soll. „Eine nie dagewesene Welle des Friedens in unserem Land“ verspricht sich Olaf Kretschmann von der Aktion, den manche vielleicht von der Seite „Rundfunk-Frei“ kennen und der nun Menschen und Texte zusammengebracht hat. Zwei Seiten für jeden. Ich hatte Olaf auch ein Foto geschickt, aber das Konzept vertraut ganz auf die Kraft des Wortes und auf den Klang der Namen. Ich wollte erst „Prominenz“ schreiben, aber außerhalb von Coronaprotest und neuer Friedensbewegung werden viele eher Fragezeichen haben. Nun denn. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Die Ansätze sind so bunt wie die Autorenschar. Unter anderem dabei: Eugen Drewermann (mit einem Buchauszug), Jürgen Fliege und Thomas Berthold (drei tatsächlich Prominente).

 

1.00

Texte

Traktor und Weinsalon. Axel Klopprogge wollte eigentlich nur ein paar Tage ausspannen im Weinviertel, dann war da aber diese Winzerin. Ein Gespräch mit Marion Ebner-Ebenauer über den Spaß an der Arbeit.

Mechanismen der Angst. Auch Bastian A. Werner ist nicht wegen eines Artikels losgefahren. Beim Pax Terra Musica saß er dann in einem Vortrag, der ihn nicht mehr losgelassen hat.

Lebensfeindliche Sicherheit. Die Überschrift klingt nach Weihnachtsmarkt, Felix Feistel macht es aber zwei Nummern kleiner und findet die Bedenkenträger selbst da, wo sie keiner vermutet.

Lob von Katarina Witt. Nicht für uns, sondern für Diether Dehm und seinen Roman „Rebecca“. Bei mir: A-Note 6,0 mit einigen Abzügen bei der B-Note.

Richtig drohen. Putin, auch bei uns. Helge Buttkereit schaut sich am Medien-Tresen an, wie die Leitmedien Aussagen des russischen Präsidenten verdrehen, und empfiehlt ausnahmsweise kein Bier, sondern Wodka Gorbatschow.

Videos

Wer noch unsicher ist, ob er den Diether-Dehm-Wälzer kaufen soll, schaue sich meine fünf Romantipps für die Feiertage an, die ab Montag in unserem YouTube-Kanal stehen. Mit „Rebecca“. Bis dahin ist noch Zeit, das Gespräch mit Jörg Bernig zu genießen. Dieser Schriftsteller aus Radebeul hat Ende 2015 öffentlich Fragen zur Migrationspolitik geäußert und steht seitdem in der Ecke der „Neuen Rechten“. Mein Highlight: „Die Braunkohle war’s.“ Wahrscheinlich kann man darüber aber nur lachen, wenn man 1989 in Leipzig erlebt hat.

1.00

Kurse

Das Programm für 2026. Bewerbungen mit Motivationsschreiben möglichst bald.

30. April bis 3. Mai: Intellektuelle Selbstverteidigung

13. bis 17. Mai: Kompaktkurs Journalismus

24. bis 27. September: Interview

8. bis 11. Oktober: Journalismus-Retreat

Jederzeit (wochentags, Anfragen per Mail): Still bleiben, dagegenhalten, weglaufen? Wie wir im Gespräch bleiben

Sonstiges

Mein Uni-Institut hat seine Webseite umgestaltet und dabei fast alles verschluckt, was es dort vorher über mich zu lesen gab (zum Beispiel eine Liste mit meinen Absolventen seit 2002). In weiser Voraussicht habe ich im Sommer wenigstens Publikationen, Habilitanden und Doktoranden auf der Akademie-Seite gesichert.

Links

Freie Akademie für Medien & Journalismus

Unterstützen

Newsletter