Neues von der Wahrheitsfront
Heute wurde der Liebling aller Schwiegermütter, die Crème da la Charité, der gegen alle Fragen immune Virologe und Erfinder des PCR-Gesellschaftsspiels in der von systemtreuen Vasallen deutlich überbesetzten Enquete-Kommission befragt.
Um dem Grauen durch Corona den richtigen Ausdruck zu verleihen, sollte der öffentliche Teil der Befragung in Zukunft in schwarz-weiß gedreht werden. Das wirkt bedrohlicher und wird der größten Seuche aller Zeiten so weitaus gerechter.
Aber auch noch aus einem anderen Grund: Selbstverständlich kann man die Nürnberger Prozesse inhaltlich nicht mit der Enquete-Kommissions-Show vergleichen. Das muss man ja heute in der von der Deutungshoheit zertifizierten Meinungsfreiheit dringend erwähnen, um nicht den Verdacht zu erwecken, man wolle etwas herunterspielen. Dazu gibt es beileibe nicht den geringsten Grund.
Interessant ist dennoch das Herbeiholen der Argumentationsgrundlagen. In den Nürnberger Prozessen versuchten sich die bekannten Verbrecher aus der Verantwortung zu ziehen, im dem sie gerne sagten, dass sie ja nur Befehle ausgeführt hätten und für die, die sie gegeben haben, nicht sprechen könnten.
Natürlich nicht, weil man etwa selbst von den Maßnahmen bzw. Vorgehensweisen persönlich überzeugt gewesen wäre, sondern weil man als braver Gefolgsmann des zu der Zeit herrschenden Systems nur seine heilige Pflicht getan habe. Schließlich musste man davon ausgehen, dass diejenigen, die sich bestimmte Herangehensweisen ausgedacht hatten, Experten in ihrem Fach waren (Vernichtung, Vertreibung, Denunziation, Mord, Raub, Willkür etc. etc. etc.) und wussten, was sie tun und was die Gunst der Stunde war. Eigene Erfahrung spielte dabei nur eine sehr untergeordnete Rolle. Logisches Fazit: Unschuldig in allen Anklagepunkten.
Nach der Argumentationsgrundlage und den Ausführungen der Systemlinge in der Enquete-Kommission mit dem Ziel: „Wie kann es bei einer nächsten Pandemie noch besser laufen?“, hätten die Nürnberger Prozesse gar nicht stattfinden müssen, wenn man die Vorgehensweise, nicht die Inhalte, gegenüberstellt.
Denn statt die Vergangenheit in den Nürnberger Prozessen genau zu beleuchten und die Verbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen, wäre es demnach zielführender gewesen, sich die Frage zu stellen: „Wie können wir in Zukunft einen Staat gründen, der ein besserer ist, als es die Diktatur im 3. Reich war?“ Es macht keinen Sinn, die vergangenen Gräueltaten aufzuarbeiten, man sollte besser die Vergangenheit ruhen lassen und nach vorne, in die Zukunft blicken.
Vieles konnte man zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen, man war ja Teil des Systems, und die Eigendynamik, die sich seit der Machtergreifung gezeigt hatte, war so nicht vorhersehbar. Schließlich war es ja auch die erste Diktatur auf deutschem Boden und man hatte somit überhaupt keine Erfahrung, aus der man hätte schöpfen können.
Stattdessen wäre es in Nürnberg sinnvoller gewesen, sich die Frage zu stellen, wie ein demokratischer Staat auf deutschem Boden aussehen könnte und was dafür zu tun wäre (immer schön positiv bleiben!).
Man kann von Glück reden, dass die Enquete-Kommission keine Gerichtsverhandlung ist, sonst müssten die Befragten wohlmöglich noch unter Eid aussagen und bekräftigen, dass sie selbstverständlich unschuldig sind. Das ist so aber auch gar nicht nötig, weil ja eindeutig zu erkennen ist, dass man nach wie vor zutiefst im Recht ist, alles richtig gemacht hat (bis auf vernachlässigbare Kleinigkeiten) und auch in Zukunft wieder im Großen und Ganzen ganz genau so, nur noch besser, handeln und Empfehlungen aussprechen würde. Und noch leichter hat man es, wenn man über eine gespaltene Persönlichkeit verfügt, die je nachdem, wie es passt, als Professorin oder als Leiterin der Ethik-Kommission sprechen kann. Wer bin ich und wie viele rote Kleider habe ich?
Die Deutschen dürfen sich wirklich glücklich schätzen, dass die Wächter und Entscheider der Unseredemokratie so brav und intensiv aus ihrer deutschen Geschichte gelernt haben. Und das ja nicht nur in punkto Corona-Aufarbeitung, sondern auch was das friedliche Auskommen mit den Nachbarn betrifft.
Die von den Verantwortlichen gezeigte Friedensangst ist eine Verschwörungstheorie, die sich, wie alle anderen auch, sicher bald als unbegründet und unhaltbar herausstellen wird.
Die Sitzungen der Enquete-Kommission sind ein ausgezeichnetes Dokument für zukünftige Generationen, die ihnen zeigen werden, wie unabrückbar die Verantwortlichen in der Corona-Zeit der Wahrheit verpflichtet waren.
Es wird sich sicher auch herausstellen, dass alle Statistiken, auf denen Tom Lausens Aussagen beruhen, zwar ausnahmslos auf offiziellen Zahlen beruhen, diese jedoch leider von dunklen internen Mächten von vorne bis hinten manipuliert und gefälscht wurden, was Herr Lausen nur, selbstverständlich unbeabsichtigt, zu falschen Schlussfolgerungen führen musste.
(Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)
“Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”
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