Doppelsprech-Ansprache Frank-Spalter Steinmeier

Eine Klartext-Übersetzung

Motto der diesjährigen Session: Wegmarken und wehrhafte Demokratie

Gesellschaftsmittiges Klatschaffen-Konzert am 9. November 2025 im Schloß Schöneaussicht auf die wehrhafte Demokratie, die der Kriegstüchtigkeit nicht in den Arm fallen darf.

 

Nur ganz leicht bei den Machtergreifungs-Phantasien zu kurz gekommen:

Gedenken an die Reichspogrom-Nacht

Mauerfall in Berlin (nein, nicht die, keine falschen Hoffnungen!)

 

 

Zu den markigen Wegmarken fiel folgendes Gedicht ein.

Frei nach Theodor Körners „Abschied vom Leben“

 

Abschied von Deutschland

Die Hütte brennt, die bleichen Windmühlen beben.

Ich fühl’s an meines Verstandes dröhnendem Gehämmer.

Hier steht Deutschland an den Marken seiner Tage.

Steinmeier, ob du willst! Dir werd‘ ich mich nicht ergeben.

Viel goldne Worte sah ich um mich schweben;

Das schöne Traumlied wird zur Totenklage.

Mut! Mut! Was ich so treu im Hirne mit mir trage,

das muss ja dort auch weiter leben!

Und was ich hier als Unsinn erkannte,

wofür ich rasch und jugendlich protestierte,

Ob ich’s nun Freiheit, ob ich‘s Demokratie nannte,

Als Lichtblick seh ich’s vor mir stehen.

Und wie die Sinne langsam wiederkommen,

Trägt mich die Freiheit zu morgenroten Höhen.

Geht los:

Worte dürfen nicht als Streubombenmunition verwendet werden, wenn sie der Brandmauer Schaden zufügen können, weil sie die Wand ist, die Unseredemokratie vor denen schützt, die uns die Macht wegnehmen wollen, an die wir uns im Laufe vieler Jahre doch recht einträglich gewöhnt haben. Darum ist Distanz das Gebot der Stunde, weil das, was einmal porös geworden ist unweigerlich anfängt, bald auch schon zu bröckeln. Beton muss Beton bleiben, auch, wenn die Mauer aus Hohlblocksteinen besteht, die ja bekanntlich besonders gut isolieren. Gut gegen rechts, weniger gut gegen links.

(Intermezzo durch ein kurzes Klatschaffen-Konzert.)

Parteiergreifend ist das neue neutral. Das hat George Orwell leider in „1984“ vergessen, aber der konnte ja den Bundespräsidenten damals noch nicht kennen. Wird jetzt nachgeliefert.

Der 9. November ist ein wichtiger Tag in der deutschen Geschichte, an die man sich sonst so ungern erinnern möchte. Kleiner Beweis: 72 Millionen gestorbener Russen, nur so nebenbei.

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann selbstverständlich frei wählen, was er wählen will, auch die Partei, deren Namen man nicht aussprechen darf, weil das Zungenkrebs verursacht, aber wir wissen doch alle worum es geht, wir müssen doch zusammenhalten und wir lieben uns doch alle. Aber dann ist es halt braune Scheiße, entschuldigen Sie bitte meine drastische Wortwahl.

Das ist keinesfalls das Ende der Demokratie, das ist nach über 75 Jahren erst der Anfang. Die Wegmarken sind gesetzt. Wir wissen, wo es lang zu gehen hat, wir kennen die einzige realdemokratische Wahrheit und die gilt es wehrhaft zu verkünden.

Das ist nicht das Ende der Demokratie, das ist auch keine Verfassungsfeindlichkeit, das ist nur ein oppositionsfreier Neuanfang.

Statt der Neutralität verpflichtet zu sein, wird eine Polarisierung bevorzugt, weil das, wenn man die einzig richtige Haltung hat, der Verteidigung von Unseredemokratie dient.

Es sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden, ein Parteienverbot zu verbieten, aber bitte erst dann, wenn wir nur noch eine ein aller letztes Mal verboten haben. Alles zu seiner Zeit zum Wohle und Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundverdrehung.

12 bis 14 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den beigetretenen Bundesanstalten können sich irren und es ist unsere Aufgabe, die Aufgabe Deutschlands, das zu korrigieren.

Das ist auch kein Hass gegen das eigene Volk, es gibt halt, wie im ganz normalen Leben auch, Menschen, die man einfach nicht leiden kann.

Es wird alles Erdenkliche dafür getan, die Spaltung der Gesellschaft aus politischen Erwägungen zum Wohle aller zu vertiefen.

Die machtpolitischen Fälle schwimmen zwar davon, noch aber sind wir in der Lage, vieles mitzureißen und Schaden anzurichten, und das ist gut so. Nicht zuletzt steht uns die Presse und der ÖRR hilfreich zur Seite. Dank von hier aus auch an die Kolleginnen und Kollegen im Rundfunkrat für deren unermüdliche Unterstützung.

Auf keinen Fall dürfen wir tatenlos sein, bis diese lästige Opposition vollständig unschädlich gemacht worden ist.

Wie fest stehen die demokratischen Parteien, zu denen die Opposition selbstverständlich nicht gezählt werden darf, doch noch auf ihren tönernen Füßen!

Unsere historische Erfahrung spielt dabei nicht die geringste Rolle. Anti-Demokraten kann und darf man nicht zähmen. Man darf ihnen unter keinen Umständen Macht gewähren. Wo kämen wir denn da hin?

Auch der Bundespräsident ist Teil des Systems. Wenn Gefahr droht, die Macht zu verlieren, ist auch er selbstverständlich gefragt, das im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verhindern.

(Erneute Zustimmung der demokratischen Klatschaffen-Mitte. Sie vertraut darauf, dass der Bundespräsident dafür sorgt, dass die Kissen warm bleiben und überhaupt alles so bleibt, wie es ist, weil man Veränderungen nicht mehr gewohnt ist, weil sie doch sehr verunsichern würden. Zugegeben, ganz ehrlich, ein wenig Gewohnheit mag ja durchaus auch eine Rolle spielen.)

Man kann die drohende Diktatur nur abwenden, wenn man die Opposition aus dem Weg räumt. Die deutsche Einheitspartei setzt sich dafür ein.

Die Rede ist eine Aneinanderreihung von wehrhaft-demokratischem Gedankengut zum Wohle aller und selbstverständlich im Sinne der Verfassung, dessen Feind ja die anderen sind, aber auf gar keinen Fall man selber. Allein schon der Gedanke daran wäre ein kapitales Gedankenverbrechen.

Das 3. Reich begann mit dem Oppositionsverbot. Heute ist eine ganz, ganz andere Situation, die nur wir, wir, die Politikerinnen und Politiker von der richtigen Seite verstehen, weil wir das dem Volk, besonders dem neulich hinzugekommenen, nur noch nicht richtig erklärt haben. Damals war es die SPD, die verboten wurde, heute ist es die SPD, die das durch mich zu verhindern weiß. Niemand hat die Absicht, nach einem Oppositionsverbot Ermächtigungsgesetze zu erlassen. Noch nicht einmal einen Spannungsfall auszurufen, geschweige denn, den Kriegsfall zu erklären. Versprochen ist versprochen, denken Sie an Corona! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Falls ein Oppositionsverbot zu lange dauert, müssen andere Mechanismen greifen. Man kann nicht tatenlos bei der Prüfung zusehen. Wir können hier sehr wirkungsvoll ausgrenzen, politisch – gesellschaftlich – medial isolieren, und schließlich gibt es ja auch noch das Verfassungsgericht. Arbeitsessen haben hier schon wahre Wunder bewirkt. Lehnen sie sich entspannt zurück, wir haben das alles im Griff, wir schaffen das.

Wir blicken auch auf dunkle Zeiten heutigen Datums zurück, aber wir sind auch zuversichtlich, dass wir diesem bedeutsamen Tag für die deutsche Geschichte mit der heutigen Rede einen weiteren Tiefpunkt hinzufügen können.

Wir haben auch die Spaltung durch den Mauerfall überwunden. Das darf mit der Brandmauer nicht noch einmal passieren. Unseredemokratie muss so standhaft wie das World Trade Center und so wehrhaft wie das Gebäude 7 sein.

Zur Entledigung der unliebsamen Opposition brauchen wir auch die Überwachung, die demokratischen Grundsätzen entsprechen muss, aber wir müssen unter allen Umständen die Fäden in der Hand behalten.

Es ist gut, dass der Bundespräsident nicht gefeuert werden kann, weil er nicht gefeuert werden kann. In einer demokratischen Krise, und in der befinden wir uns nur durch die Opposition, ist das das Beste, was einer Demokratie passieren kann.

Wir haben schon so viel versucht. Heute ist endlich der Tag, an dem die Masken fallen können, das sorgt für Transparenz, wie sie einer freiheitlichen Demokratie gebührt.

Wir müssen jeden Stein umdrehen, jede Nadel im Heuhaufen suchen, jeden Strohhalm ergreifen, um einen triftigen Grund zu haben, ein Oppositionsverbot so schnell wie möglich zu erreichen. Das ist auch mit wehrhafter Demokratie gemeint.

Wir haben auch die Gelegenheit genutzt, eine Verfassungsrichterin zu platzieren, die unser berechtigtes Streben nach einem Oppositionsverbot tatkräftig unterstützen wird.

Wir haben zwar keine Beweise dafür, dass die Opposition aus dem Ausland gesteuert wird, dennoch ist es so, weil wir wissen, dass es so ist. Der Umsturz ist geplant und das müssen wir verhindern. Wir sind und bleiben eine lupenreine Demokratie, der einzige Fleck auf der Linse ist die Opposition.

Wettbewerb in der Demokratie ist nicht angebracht. Wettbewerb ist etwas für die Wirtschaft.

Nicht die besseren Argumente zählen, sondern der bessere Zusammenhalt gegen die Opposition.

Der Zustand einer Demokratie bemisst sich daran, wie er mit der Opposition umgeht. Deshalb wollen wir sie ja auch so sozialverträglich wie möglich aus dem Weg räumen.

Wir müssen tun, was getan werden muss.

Wir müssen aus dem Dauerwettbewerb der Untergangsszenarien aussteigen, und wir wissen, wie das richtig zu bewerkstelligen ist, das beweisen wir Tag für Tag.

Der Wunsch an diesem 9. November ist wirklich aus tiefstem Herzen: Stehen wir zusammen für die Selbstbehauptung der Altparteien, der Unseredemokratie und der solidarischen Menschlichkeit, die während der Corona-Zeit hinlänglich unter Beweis gestellt wurde. Dafür habe ich mich besonders eingesetzt. Geben wir niemals unsere Macht preis, vertrauen Sie mir und nur mir, und tun Sie, was ich Ihnen sage!

Ich sage bewusst nicht: Tun Sie, was getan werden muss, denn das wäre ein Spruch von Don Corleone, dem Gottseibeiuns der Mafia. Drohungen liegen uns so fern, wie Istanbul von Konstantinopel.

Der Bundespräsident ist die Nummer Eins im Staat, jedoch noch lange nicht die Nummer Eins in der Wahl eines würdigen Repräsentanten eines demokratischen Deutschlands. Das kann er niemals sein. So viel Demut und Hochachtung vor dem Amt muss sein, dass muss in aller Bescheidenheit einmal gesagt werden.

Mit dem Kolping-Werk konnten wir jüngst auch Vertreter der Kirche für unsere wehrhafte Demokratie gewinnen. Oppositionelle finden hier keine Anstellung mehr. Brennende Autos werden auch oft durch einen Kabelbrand verursacht, Bürgermeister können nicht sein, wenn sie nicht sein dürfen. Wir sind also wirklich schon sehr weit auf einem guten Weg vorangegangen.

Politische Gewalt ist die Durchsetzung demokratischer Notwendigkeiten mit anderen Mitteln. Der Dank gilt auch der Antifa, die hier unterstützend zur Seite steht. Einige antifa-nahe Sympathisanten sehe ich auch hier im Publikum. Ihnen gilt mein besonderes herzliches Willkommen.

Man muss ein schlauer Fuchs sein und in der Lage sein, nichts beim Namen zu nennen und doch alles zu sagen. Wie fanden Sie diesbezüglich meine Darbietung?

Die verbotenen Streubomben wurden perfekt gesetzt. Jetzt heißt es abwarten, bis sie ihre Wirkung entfalten.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit.

 

 

 (Bei diesem Text handelt es sich um KI-freien, selbst erarbeiteten „Origin Human Brainstorm Content“.)

 

(Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)

 

Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”

 

(Bild von pixabay)