Endlich Frieden

Der Beitrag von Tom-Oliver Regenauer für das gleichnamige Buchprojekt.

Autor: Tom-Oliver Regenauer. *Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben. Sie finden alle Texte der Friedenstaube und weitere Texte zum Thema Frieden hier. Die neuesten Pareto-Artikel finden Sie auch in unserem Telegram-Kanal.*


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+++ Aus der Redaktion: Die Friedenstaube meldet sich zurück aus der kleinen Winterpause und wünscht allen Lesern, Abonnenten, Genossenschaftern ein gedeihliches, friedvolles und aufbauendes Jahr 2026! Die Weltlage gibt gerade wenig Grund zur Freude, die Sanktionenpolitik der EU noch weniger. Vielleicht schaffen wir es in dieser Publikation im neuen Jahr auch stärker einen positiven Kontrapunkt zu setzen? Und mehr aktive Initiativen zu vernetzen? Immer wieder wird der Wunsch nach mehr positiven Optionen, Friedensvisionen etc. an unsere kleine Redaktion herangetragen – wir kommen dem gerne nach, bräuchten aber auch Autoren, die das umsetzen können und wollen. Wollen Sie? Wir sind ein Mitmachmedium, dem Gedanken des Bürgerjournalismus verpflichtet. P.S.: Für die Genossenschafter gibt es in Kürze eine eigene private Telegram-Gruppe zum weiteren Austausch. Alle Anfragen immer gerne an: friedenstaube\@pareto.space +++


Kognitive Souveränität bedeutet Frieden

»Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hineingehen müssen«. So ging es nicht nur Erich Maria Remarque, sondern auch mir. Als ich herausfand, dass es Menschen gibt, die »dafür sind«, veränderte das mein Leben. Denn ich begann zu recherchieren, wer von Kriegen profitiert. Ob Erster Weltkrieg oder Zweiter, ob Vietnam, Golfkrieg, Kosovo oder Ukraine – bei genauerer Betrachtung historischer Zusammenhänge stellte sich stets heraus, dass Smedley D. Butler, ein hochdekorierter Generalmajor des US Marine Corps, Recht hatte, als er 1935 in »Common Sense« schrieb:

»1914 half ich dabei, Mexiko (…) für US-amerikanische Ölinteressen zu sichern. Ich trug dazu bei, dass Haiti und Kuba ein passender Platz für die Jungs der National City Bank wurden, (…). Ich half bei der Vergewaltigung eines halben Dutzend Republiken in Mittelamerika zugunsten der Wall Street. (…) 1909 bis 1912 half ich, Nicaragua für das internationale Bankhaus der Brown Brothers klarzumachen. 1916 brachte ich Licht in die Dominikanische Republik – für amerikanische Zuckerkonzerne. 1903 half ich, Honduras für die amerikanische Obstindustrie vorzubereiten. In China half ich 1927, den Weg für Standard Oil zu ebnen.«

Nie waren es die einfachen Leute, die Kriege begannen. Immer waren es die Interessen des Großkapitals, der Bankenkartelle, Monopolisten, Diplomaten, Ideologen und Fanatiker, die Menschen dazu trieben, Feindbilder zu entwickeln – Feindbilder, deren propagandaschwangere Intensität logisches Denken, Prinzipien und Empathie gegenüber den Artgenossen verdrängten. Erst dann, wenn der im Elfenbeinturm definierte Feind dem einfachen Menschen nicht mehr als Mensch erscheint, ist dieser bereit, zu morden. Nicht für sich, nicht zur Selbstverteidigung, sondern für jene, »die nicht hineingehen müssen«, wie auch Robert Habeck selbstherrlich einräumte. Für die Herrschaftskaste, die ihre Untergebenen seit jeher als Verfügungsmasse zur Erreichung der eigenen Ziele sieht.

Nun, da unsere »Herrscher« – und das sind nicht Merz, Trump, Putin oder Xi Jinping – sich offenbar darauf vorbereiten, die Welt erneut ins Chaos zu stürzen, ist es höchste Zeit, die wahren Kriegstreiber zu identifizieren. Denn diejenigen, die uns neue alte Feindbilder in Funk und Fernsehen vermitteln, sind nur nützliche Idioten. Dementsprechend wirkungsarm sind Demonstrationen gegen deren hetzerische Phrasen. Um Kriege zu verhindern, muss man der Maschinerie, die sie von langer Hand produziert, Energie, Mittel und Arbeitskraft entziehen. Das gilt für jedes Land, in dem Politdarsteller dieser Tage von »Aufrüstung« und »Feinden« sprechen. Für jeden Markt, der den Börsenwert von Waffenproduzenten steigert.

Denn, so Dwight D. Eisenhower, »jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen (…). Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß der Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder«.

Ja – Krieg markiert nicht nur das Ende der Gegenwart, er tötet auch die Zukunft. Eine Zukunft, deren Gestaltung Aufgabe von uns einfachen Menschen ist. Es ist daher höchste Zeit, wieder Verantwortung für das eigene Denken zu übernehmen. Denn unsere Wahrnehmung formt das, was wir als Realität anerkennen.

Demzufolge sind wir angehalten, nicht nur Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung und Frieden, sondern zuvorderst unsere kognitive Souveränität zu verteidigen. Denn das primäre Schlachtfeld des Dritten Weltkriegs – der je nach Lesart des Begriffs »Polykrise« schon längst begonnen hat – ist unser Kopf.


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