Wie aus Hilfslieferungen Kriegswirtschaft wurde
Wenn man gedenkt eine abschreckende militärische Wirkung auf den Feind zu haben, so ist nichts dazu besser geeignet, als tatsächlich gefährlich, fähig und unberechenbar zu sein. Im modernen Gefecht erfüllt die moderne Artillerie dabei alle drei Kriterien. Zwei Mann Besatzung, eine Hochleistungskanone mit 60 Schuss, 1000 PS und allerlei Hilfsmittel um in einem theoretischen Radius von 1-120 Kilometer irgendwo gepanzert herumfahren, Stellung beziehen und 155mm Granaten abschießen zu können. Lassen wir uns doch ein bisschen von dieser sagenhaften Haubitze sprechen, die uns alle in so naher Zukunft wirklich verteidigungsbereit machen wird. Wir wollen uns dabei ganz und gar der technischen Innovation und militärischen Raffinesse hingeben.
Eigentlich wollte ich über Möglichkeiten der Kriegsführung durch künstlich veränderte Krankheitserreger und psychologische Tricks schreiben, aber das würde dann wieder Covid-19 mit einschließen und ich habe einfach keine Lust dazu, darüber etwas zu schreiben. Verseuchtes Terrain. Weihnachtsstimmungskiller.
Dasselbe mit KI. Ja, die ist nicht wirklich intelligent und bla, bla, bla. Oh, die ist nach menschlichen Maßstäben sogar sehr intelligent und unglaublich erfolgreich. Im Bereich Verwaltung und Finanzen oder Risikobewertung zum Beispiel. Oder in militärischer Hinsicht, da ist die digitale Infrastruktur und autonome Steuerung von Lenkwaffen und unbemannten Systemen eine wahre Offenbarung. Aus dieser Offenbarung speisen sich endgültig pervertierte Weltbilder von Menschen, die angespornt durch die Möglichkeiten der Informationskriegsführung innerhalb unseres kapitalistischen Wirtschaftens und Denkens, eine Version der Zukunft ansteuern, in der über 90% der weltweit lebenden Bevölkerung nur eine nachwachsende Ressource mit hohem Veredelungsaufwand sind.
Sprechen wir ein wenig über die Panzerhaubitze 2000. Die kann sogar im Fahren feuern. Peng, Peng, Peng, Peng, PENG, peng. Das war der Sechsfachschuss-Modus. Sowas kann nur moderne Artillerie. Ich identifiziere mich als Panzerhaubitze 2000 und fühle mich großartig.
Gesetzestreu informiere ich mich aus frei zugänglichen Quellen und wir starten mit einem ausgewogenen, informativen Artikel . Natürlich mit Cookies und Seelenverkäufer-AGB’s vorweg, daran erkennt man vertrauenswürdige Anbieter. Außerdem macht das jeder, ohne Datenschutz-Pop-up kann man höchstens Friedenstaube lesen.
Über die PzH-2000 erhalten wir aus besagtem Artikel des Stern, “Panzerhaubitze 2000 – Kiew bekommt eines der modernsten und gefährlichsten Artilleriesysteme der Welt” ein vollkommen objektives Lagebild.
von Gernot Kramper
06. Mai 2022, 10:09 Uhr, Lesezeit 4 Min.
“…die Waffe ist sehr leistungsfähig und die Rolle der Artillerie ist heute wieder kriegsentscheidend.“
“In der Öffentlichkeit wird die Bedeutung der Artillerie generell unterschätzt. Kanonen und Selbstfahrhaubitzen sind nicht “fancy” genug. Auf dem Gefechtsfeld erlebt die Artillerie dagegen eine Renaissance.“
“Eine mitten in Berlin platzierte Panzerhaubitze 2000 könnte weit über Potsdam im Südwesten und Strausberg im Osten hinaus wirken. Mit Reichweitengesteigerter V-LAP-Munition weit über Frankfurt an der Oder hinaus.“
Wir werden darauf zurückkommen, aber erst einmal zum nächsten Artikel. Die Ideale Lesart dieses Textes ist es, die verlinkten Artikel unmittelbar zu lesen und dann hierher zurückzukehren. Timogenes interaktives Lesevergnügen. Nachbestellung vom Sonntag, 12.03.2023, 00:00, Focus-Online-Redaktion. Dieser Artikel ist kurz, hat es aber gewaltig in sich. Wie eine 155mm Granate. Wir erfahren beiläufig den Stückpreis der Panzerhaubitze 2000: 15 Millionen € , Munition nicht inbegriffen. Wer in Hannover auf dem Augustplatz, unterm Schwanz eine Kanone aufbauen möchte, um z.B. damit im Serengeti-Park Hodenhagen Nashörner zu bejagen, zahlt für die Kanone allein 15 Millionen €. Eine einzige 155mm Granate kostet Stand 2023 über 8.000€, aber
“…gelenkte oder anderweitig spezialisierte Munition kann noch deutlich teurer sein.“
Die Quelle dieser Information möchte jetzt lieber anonym bleiben, sie stammt von hier und hier ist sie z.B. noch aufgeführt. Inzwischen sind diese Zahlen möglicherweise kriegsentscheidend und unterliegen strenger Geheimhaltung. Jedenfalls kostet eine 6-fach-Salve jedes mal umgerechnet 6 richtig gute Gebrauchtwagen und eine abgeschossene Panzerhaubitze sind in Euro mal eben zwei komplette Mehrzweck-Sporthallen mit Tribünenplätzen für 500 Personen und Vollausstattung mit Turngeräten. In Flammen. Irgendwo in einem Waldstück steht statt einer Sporthalle oder eines Bauernhäuschens jetzt eine Panzerhaubitze 2000 und wirkt. An einer anderen Stelle sitzt in einer zur Kommandozentrale umfunktionierten Sporthalle ein Aufklärer, schaut auf den Bildschirm des Starlink-Terminals und sagt: “Treffer bestätigt.”
Als informierter Steuerzahler oder ehrlich verbeamteter Sachbearbeiter möchte man ja nicht kleinlich sein, aber: Das ist eine Menge Geld. Es ist ja für die Sicherheit, da darf man nicht kleinlich sein. Gute Soldaten brauchen gute Ausrüstung, so ist das eben. Besonders im Krieg, in welchen wir ja Gott sei dank nicht verwickelt sind. Nicht wahr, Herr Klingbeil? So drückten sie sich damals 2012/2013 aus. Zu meiner aktiven Schulzeit waren sie bereits SPD-Abgeordneter und sprachen in Schwarmstedt an der KGS über die Notwendigkeit eines höheren Etats der Bundeswehr. Damals war die Bundeswehr in Afghanistan, dass fanden sie auf Rückfrage “gar nicht gut”, doch die Truppe zuhause hätte teilweise “nicht einmal warme Unterwäsche und das im Winter. “ Ja, sie als eingeborener Münsteraner sind den Menschen in den Gemeinden der Heide stets verbunden geblieben. Klassenausflüge in den Bundestag, Gespräche mit den Bürgern. Ein nahbarer Mann des Volkes, der seit seiner Zeit als Grünschnabel aus der Heide eine beachtliche Parteikarriere hingelegt hat. Vizekanzler, Finanzminister, Bundesvorsitzender der SPD.
Als Direktkandidat hatten sie damals meine Stimme.
Ich hätte damals wohl nie darauf gewettet, dass ihnen eine große Karriere auf Bundesebene bevorsteht. Aber sie sind das ideale Aushängeschild einer in Wahrheit armseligen Politikerkaste, die im Alltag den Menschen immer noch “der Lars” vortanzt, während auf Bundesebene längst ein sich selbst feierndes politisches Paralleluniversum dieses Land auf Kriegswirtschaft umstellt. Zurück zum Stern und der Panzerhaubitze 2000.
Keine zwei Monate später schreibt im Stern derselbe Gernot Kramper, statt “Panzerhaubitze 2000 – Kiew bekommt eines der modernsten und gefährlichsten Artilleriesysteme der Welt”, wo wir in einem historischen Ausflug über die Bedeutung dieses Kampfsystems informiert werden, wohlgemerkt bezüglich der Lieferung von 10-14 Stück, folgenden Artikel “100 Panzerhaubitzen 2000 für Kiew – darüber kann Putin nur lachen“. 10 gelieferte Haubitzen sind “kriegsentscheidende Waffensysteme” aber über zugesagte 100 Stück “lacht der Putin”. Wir erfahren auch, wieso:
“Denn diese Haubitzen gibt es gar nicht, sie müssen erst gebaut werden.“
“Was bedeutet das? Für die aktuellen Kampfhandlungen spielen diese Waffen keine Rolle. Auch wenn die Kämpfe sich weiter hinziehen, ist es nicht anzunehmen, dass sie bis in die Jahre 2024 bis 2027 andauern werden. Die Haubitzen erreichen also ein Nachkriegs-Kiew.“
Jetzt dauern die Kämpfe stand 18.12.2025, 18:00 noch immer an. Die 100 theoretischen Haubitzen waren somit noch nicht endgültig kriegsentscheidend. Waren sie auch nie. Die gesamte Debatte ist von Anfang an schon ein so verlogenes Sammelsurium staatlicher Rüstungsaufträge, knallharter Geopolitik und Wirtschaftsinteressen, es fällt schwer so jemandem wie dem Lars das dafür notwendige kalte Kalkül zuzugestehen. Das tue Ich auch nicht. Aber Ich halte diesen Lars für intelligent genug zu verstehen, dass nicht existierende Haubitzen nicht kriegsentscheidend sind, egal wie viel sie kosten.
Während also Journalisten und Volksvertreter die Ukraine seit 2022 wahlweise als “kurz vor der Niederlage“ oder “kurz vor dem Sieg“ darstellen, je nachdem was eben zum gerade aktuell anzuschaffenden Gamechanger passt, wird parallel Russland als “kurz vor dem Zusammenbruch“ oder “kurz davor ganz Europa zu unterjochen“ präsentiert. Je nachdem, was zur aktuellen Argumentation passt. Also irgendwo zwischen “10 Stück sind kriegsentscheidend” und “über 100 lacht der Putin”. Hauptsache es wird gekämpft. Vorzugsweise mindestens bis 2027, besser noch bis 2029. Solange können deutsche Hersteller und Metallbauer dann die 90 bisher imaginären Haubitzen zusammenbauen, die man nicht braucht und die auch nichts bewirken oder am Kriegsgeschehen ändern werden, aber kriegsentscheidend sind, ohne Zögern geliefert werden müssen und so die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands nachhaltig sichern werden.
Bevor wir noch auf einen anderen faszinierenden Aspekt der inzwischen 100 imaginären Panzerhaubitzen eingehen, eine etwas geerdetere, bürgernähere Perspektive auf so eine moderne Panzerhaubitze:
In Soldat und Technik beschreibt Major Robert von Dombrowski in wenigen, geradezu militärisch präzisen Sätzen die Auftragslage wie folgt:
“Mit dem Beginn des Ukrainekonfliktes durch die Krimannexion im Jahr 2014 und des späteren Ukrainekrieges ab Februar 2022 liegt der Fokus der deutschen Streitkräfte überwiegend auf der Landes- und Bündnisverteidigung. Der Einsatz moderner Waffensysteme auf beiden Seiten und beobachtete Anpassungen der jeweiligen Doktrin konkretisieren die Vorstellungen von einem modernen Gefechtsfeld.
Kriege werden begonnen , um einem Gegner mit militärischen Mitteln den eigenen Willen aufzuzwingen und sie enden, wenn dies gelungen ist oder die militärischen Mittel erschöpft sind. Fortan ist – aus einer defensiven Grundhaltung heraus – eine Logik des Krieges, dem Gegner die Fähigkeit zum Führen von Kriegen zu nehmen.“
Also die -aus einer defensiven Grundhaltung heraus- verfolgte Strategie beabsichtigt, dem Gegner die Fähigkeit zum Führen von Kriegen zu nehmen. Wenn wir voraussetzen, dass hiermit also z.B. die Produktion kriegsentscheidender Waffen gemeint ist, dann möchte Ich dazu bemerken, dass mithilfe moderner Artillerie wie der Panzerhaubitze 2000, die Fähigkeit dazu nicht gegeben ist, Russland in der Ukraine die Fähigkeit zur Kriegführung zu nehmen. Umgekehrt ist es Russland nicht möglich, mithilfe der eigenen Artillerie die Möglichkeit zur Kriegsführung zu nehmen.
Weit weg von der Front werden Waffen produziert, zur Front verbracht und sich aus jeweils sicherer Entfernung damit beschossen. Solange der Nachschub an Menschen und Waffen also nicht stoppt, kann ununterbrochen der Kriegslogik folgend beabsichtigt werden
“…dem Gegner die Fähigkeit zum Führen von Kriegen zu nehmen.”
Das bedeutet konkret für die Leute an der Front, in Reichweite befindliche Feinde abzuschießen und markierte Ziele zu zerstören.
Oder selbst derjenige zu sein, der von der feindlichen Aufklärung markiert und zu einem ungewissen Zeitpunkt von Waffen in Reichweite zerstört zu werden.
Ist das konkret genug, um als konkretisieren der Vorstellungen von einem modernen Gefechtsfeld durchzugehen?
Satelliten und Drohnen markieren Ziele, man feuert auf die Position und zieht sich zurück, bevor Gegenschläge möglich sind. Hinterhalte, Ablenkungsmanöver und Störaktionen aller Art bereiten den Raum zur Informationsgewinnung und wo Informationen über feindliche Stellungen und Bewegungen eingehen, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit: Möglichst schnell und mit möglichst viel Feuerkraft zuschlagen und verschwunden sein, bevor die Antwort kommt. Im Zeitalter von Starlink ist jedes Waffensystem exakt solange wirksam, bis man es einsetzt. Unbemannte Systeme wie Drohnen und Raketen sind günstiger, bei einem Abschuss sind keine menschlichen Verluste zu beklagen und dank moderner Technik kann jeder Depp sie in die Luft bringen. Die Ziele zu markieren überlässt man gerne den Veteranen, Spezialeinheiten und dem militärischen Geheimdienst. Der Soldatenalltag an der Front wurde mir glaubwürdig so geschildert: Endloses warten, bis es dann hektisch wird. Munitionsintensiver Schlagabtausch gefolgt von schnellen Stellungswechseln. Dann wieder langsames herantasten, Ziele markieren, Beobachten und Warten- bis es wieder hektisch wird. Das Hauptkampfgeschehen übernehmen längst die Maschinen.
Unsere Panzerhaubitze 2000 hat den Vorteil, dass sie am Einsatzort mobile Feuerkraft mit hoher Präzision und Reichweite ist. Der Nachteil ist, dass solches Gerät mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Flammen aufgeht, sobald es aufgeklärt wird. Im Zweifelsfall ist es vollkommen irrelevant, ob eine Rakete, ein Marschflugkörper, eine Artillerie-Granate, eine Gleitbombe, Lenkrakete oder Kamikaze-Drohne in einer Stellung einschlägt. Die Devise lautet “hit and run or stay and die”. Die PzH-2000 schafft immerhin über 60km/h. Die kann man damit prima an einen geeigneten Korridor fahren und warten, dass sich etwas finden, markieren und abschießen lässt, bevor es einem selbst an den Kragen geht. Sie ist die gute alte Mehrweg-Spritze aus Stahl und Glas, die teuer von Hand geschmiedet wurde und mühselig gereinigt werden muss in einem Operationssaal, in dem Einweg-Material und Wegwerf-Artikel längst der Standard sind.
Wir erinnern uns: Eine einzige PzH-2000 kostet 15 Millionen € und kann 60 Schuss Munition mitführen. Jeder Schuss Munition kostet etwa 8000€. Man könnte also sagen, jeweils ein volles Magazin für eine einzige Panzerhaubitze kostet soviel wie eine Wahlkreis-Zuwendung des Vizekanzlers. Für den Preis zwei voller Munitionskammern einer PzH-2000 bekam man 2019 im Wahlkreis noch ein Hallenbad renoviert. Er vergaß nie, woher er kommt. Nun, unser Lars aus der Heide dreht inzwischen die ganz großen Haushaltsräder. Der kürzlich verkündete Bundeshaushalt 2026 jedenfalls, liest sich auf den ersten Blick derart solide und optimistisch, man vergisst fast, dass die veranschlagten Summen mit gigantischer Neuverschuldung einhergehen und die desaströse wirtschaftliche Gesamtlage der Bundesrepublik nicht abgewendet ist, sondern gerade erst richtig Fahrt aufnimmt.
Der Bürger weis nie so genau, ob er gerade den lieben Heidekreis-Lars mit Wahlkreis-Lächeln vor sich hat, oder den sensiblen Berliner Bundehaushalts-Lars für vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der eine besorgt Zuschüsse für die klammen Heimat-Gemeinden, der andere macht gigantische Schulden und nickt brav ein Aufrüstungspaket nach dem anderen ab. Hier wird der Jugendtreff saniert, dort werden zehn 6-fach-Salven in aufgeklärte russische Stellungen gefeuert.
Man stellte den Ukrainern 2022 schwere Waffen mit kriegsentscheidender Wirkung in Aussicht. Die gesamte deutsche Unterstützung beläuft sich lauf offiziellen Zahlen auf 76 Milliarden Euro. Ausgeschrieben immerhin 11-stellig 76.000.000.000 €. Das entspricht 5000 Panzerhaubitzen-2000, 10.000 Sporthallen und etwa 76.000 renovierten Hallenbäderdächern (Anmerkung: In Deutschland gibt es insgesamt etwa 6.255 Schwimmbäder, davon 3.113 Hallenbäder, 2.741 Freibäder und 401 Kombibäder. So genau weis man das nicht beim Institut der deutschen Wirtschaft, im Zweifelsfall Googlen die Experten eben auch nur).
Rheinmetalls Auftragsbücher sind jedenfalls gut gefüllt. Der Ukraine-Krieg fordert nach wie vor täglich Tote und vernichtet fortlaufend allerorts erarbeiteten Wohlstand. Unaufhörlich werden Panzerhaubitzen-2000 produziert, die notwendigen Produktionslinien für die Munitionsherstellung sollen zeitnah in den Fertigungsstraßen der Automobilhersteller hochgezogen werden. Ob nun 155mm Granaten oder Karosserie-Teile, Hauptsache Arbeitsplätze für die friedliebenden Deutschen und für die treue Anhängerschaft im richtigen Wahlkreis auch mal eine überfällige Sanierung als Belohnung.
Wer wirklich begreifen möchte, wie weit die totale Aufrüstung tatsächlich gediehen ist, google’ einfach mal “rheinmetall übernimmt fertigungsghallen“ und schaue nur auf Meldungen seit Anfang des Jahres. Praktisch, dass es so zahlreich freiwerdende Kapazitäten gibt, die nichts anderes produzieren wollen.
Der sogenannte ‘Operationsplan Deutschland‘ ist nichts anderes als der ‘Super-Toy-Club-Germany‘ für Armin Papperger, Klaus Neumann, Dr. Vera Saal und René Gansauge. Was als vermeintliche Hilfslieferung angeblich kriegsentscheidender, schwerer Waffen begann, ist innerhalb von wenigen Jahren zu einem totalen Ausverkauf der deutschen Industrie an Rüstungsunternehmen umgedeutet worden, die sämtliche vorhandene Infrastruktur in eine schuldenfinanzierte Kriegsmaschinerie umbauen.
Von Blackrock-Merz und seiner CDU habe ich nie etwas anderes erwartet. Aber auch du, Brutus? Heide-Lars mit dem sanften Wahlkreis-Lächeln? Nein, du bringst uns bloß Wärmedämmung für den Uhle Hof und gute Laune. Der unsensible Fritze, ja der macht sowas. Aber unser Lars von der SPD doch nicht. Ein SPD-Kanzler hätte niemals… Lassen wir das.
Die AfD findet das NATO-5%-Ziel ebenfalls großartig und wie Alice Weidels Verständnis von gesundem Nationalismus ausschaut, vermag ich in diesem Kontext ebenfalls einzuordnen. Die Grünen erklärten mir bereits vor zehn Jahren im persönlichen Kontakt, warum Demokratie manchmal menschenverachtend sein muss um die Umwelt zerstören zu können. Für die FDP war ich immer zu arm, die Linke hat zwischendurch neben dem Verstand auch den letzten Anstand verloren und das BSW verlor als einzige konsequente Anti-Kriegspartei über 2.5 Millionen abgegebene Wählerstimmen an die lupenrein-demokratische 5%-Hürde, die man in diesem Fall als Kriegsfall-Bemessungs-Grenze bezeichnen kann. Seitdem hat man sich einen neuen, nicht weniger bescheuerteren Namen mit identischem Kürzel zugelegt und hofft auf ein Entgegenkommen der Wahlbegünstigten. Die reagieren auf die Forderung einer Neuauszählung einheitlich in etwa so.
Nun. Die nächste Bundestagswahl ist 2029. Bis dahin werden Haubitzen gebaut und aus Rheinmetall wird Elbe-Weser-Donau-Oder-Rheinmetall geworden sein. Vielleicht hat Russland dann auch schon die NATO angegriffen und Donald Trump den Friedensnobelpreis erhalten. Wir sitzen dann hier, mit 100 Panzerhaubitzen-2000, einem Operationsplan bei dem wir Patient und Arzt gleichzeitig sind, Rekordschulden, denselben Parteien zur Wahl wie immer und irgendwo spendiert der Lars einer Gemeinde noch einen Bolzplatz. Oliver Welke und dieser Vogel von Extra-3 reißen immer noch ihre verblödeten Witzchen mit denen sie versuchen die originalen Kasperköpfe in Ämtern und Würden humoristisch zu überbieten und Timogenes?
Tja, Timogenes wird weiter Gedichte und Geschichten schreiben, fundamentaloppositionelle Polemik, Philosophie fürs Volk und Fickfinger für Philanthropen bereithalten, Demonstrationen besuchen, 1.000.000 Stimmen für den Frieden sammeln und die Utopie gegen die Dystopie verteidigen.
Wir schaffen das zusammen. Ich helfe euch. Das wird sogar richtig Spaß machen. Aber irgendwann ist immer Schluss mit lustig. Ihr werdet dieses Land und seine Bewohner nicht in einen Krieg führen. Die Deutschen mache ich so klug, kultiviert, mutig und gutherzig, ihr werdet stolz darauf sein, sie regieren zu dürfen.
Wie ich das anstellen werde? Findet es heraus.
Übrigens ist es mit der Beschaffungspolitik und Transparenz seitens der Bundesregierung mittlerweile so, dass niemand mehr so richtig weiß, was eigentlich geliefert wurde und wird, geschweige denn, wo es ankommt. Ich glaube, es fragt auch einfach niemand mehr. Die Rechnungen werden ja alle brav bezahlt.
Weiterführendes:
Waffen im Wert von 1,7 Milliarden Dollar verschollen
Abschnitt Verschleiß und technische Mängel in der Ukraine sowie Abschnitt Nutzerstaaten Deutschland undUkraine
+++EILMELDUNG+++
18.12.2025, 11.36 Uhr »Jeder wird spüren, dass wir sparen« Klingbeil stimmt Bürger auf Sparkurs ein
18.12.2025, 16.55 Uhr Bund mobilisiert 30 Milliarden um 130 Milliarden zu mobilisieren
19.12.2025, 03.14 Uhr Staats- und Regierungschefs einigen sich in einer Nachtsitzung auf weitere 90 Milliarden Unterstützung der Ukraine.
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