Freie Medienakademie XI

Wochenbericht: 13. bis 19. Dezember. Mit viel Frieden, der Jahresbilanz (zumindest in Sachen Finanzen) und mit einem neuen Buch.

Kurz vor den Feiertagen erwarten Sie wahrscheinlich einen Rückblick, aber ich bin einfach noch nicht dazu gekommen, all das Revue passieren zu lassen, was in diesem Jahr gelaufen ist. Umso größer ist die Vorfreude auf die Raunächte. Endlich Zeit, um noch einmal in Ruhe über die Waldgespräche zu diskutieren und über die vielen Gäste, die für ein Interview zu uns gekommen sind, über die Kurse und über all das, was wir auf unserer Seite veröffentlichen durften. Ein paar Splitter gibt es in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Link weiter unten.

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn in den nächsten Wochen kein Newsletter kommt. Wir machen Pause bis zum 12. Januar und schicken dann am Samstag drauf wieder einen Wochenbericht. Wenn Sie bis dahin etwas für uns tun wollen und das Geld nicht für ein Weihnachtsgeschenk reicht: Auch Werbung hilft immer – zum Beispiel für einen der beiden Frühjahrskurse, für ein Video (auch dazu unten jeweils mehr) oder für diesen Newsletter.  

 

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Texte

Abschied von Hoffnungsland. Die Geschichte von Paulina Tsvetanova, einer Bulgarin, die vor 23 Jahren nach Deutschland kam, sich im Wortsinn hochgearbeitet hat und heute nicht mehr versteht, was hier passiert. Aufgeschrieben von Rumen Milkow.

Picasso, Busch und Brecht. Manchmal wird man zu seinem Glück gezwungen. Eigentlich sollte Dienstag ein Bericht aus der Schweiz erscheinen, aber unser Mann vor Ort musste kurzfristig passen. Nun steht mein Text aus dem Buch „Endlich Frieden“ im Netz.

Volle Bäuche, leere Seelen. Konsum ist „das perfekte Herrschaftsinstrument“, sagt Felix Feistel in der Kolumne Oben & Unten und sucht seine Argumente auch auf dem Weihnachtsmarkt.

Schreiben als Schlupfwinkel. Sabine Keuschen findet sich in einem Buch von Friedrich Ani wieder, der eine Kindheit in der Nachkriegszeit beschreibt. Es geht dort auch um „Eltern, die keine Zärtlichkeit oder bedingungslose Liebe kannten.“

Den Befehl verweigern. Bastian A. Werner hat Reiner Braun erlebt, einen Friedensbewegten der alten Schule, und fragt, wo heute die Helden sind, die den Kriegstreibern in den Arm fallen könnten.

Bilanz 2025 und – Pause. Wie versprochen gibt es zum Jahresende eine Bilanz. Einnahmen, Ausgaben und all das, was wir dafür bekommen haben.

Videos

Dass die Romantipps nicht gerade ein Renner waren, hat uns nicht davon abgehalten, es noch einmal zu versuchen – diesmal mit fünf Sachbüchern. Viermal das große Ganze (Mausfeld, Vahlefeld, Beleites, Scheidler) und ein Leckerli. Online ab Montag 15 Uhr. Plan bis zum nächsten Newsletter: ein Klassiker (Heike Egner), zwei neue Gespräche (Jörg-Heiner Möller, Günter Roth) und eine Analyse (Wem gehört die Demokratie?). Vielleicht ziehen wir das auch bis Ende Januar. Erfahrung lehrt, dass bei jedem Plan irgendwas dazwischenkommt.

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Kurse

Wer lernen will, wie man Interviews führt oder Berichte und Rezensionen schreibt und so eines Tages in diesem Newsletter steht wie Rumen Milkow oder Bastian A. Werner: Der Bewerbungsschluss für den Kompaktkurs Journalismus naht – genau wie der für das Seminar „Intellektuelle Selbstverteidigung“. Das komplette Programm für 2026:

30. April bis 3. Mai: Intellektuelle Selbstverteidigung

13. bis 17. Mai: Kompaktkurs Journalismus

24. bis 27. September: Interview

8. bis 11. Oktober: Journalismus-Retreat

Jederzeit (wochentags, Anfragen per Mail): Still bleiben, dagegenhalten, weglaufen? Wie wir im Gespräch bleiben

Sonstiges

Das Buch „Medienskepsis in Ostdeutschland“ ist nun tatsächlich da. Letzter Akt im Uni-Projekt zum “medialen Erbe der DDR”. Der Verlag hat in seiner Werbemail auf meine Bitte sogar auf jede Genderei verzichtet. Ist zwar eher akademisch, aber vielleicht trotzdem interessant für alle, die wissen wollen, wie wir „vom PR- zum Propagandastaat“ gekommen sind (Kapitelüberschrift, gemeint sind DDR und BRD) und warum es falsch ist, die Vergangenheit verantwortlich zu machen für die Stimmung im Osten. Mit zwei Interviews (Wilhelm Domke-Schulz und Jörg Drews, Geschäftsführer von Hentschke Bau) sowie mit Schlaglichtern aus Bautzen, einer Stadt, die gezielt zu „Brown Under“ gemacht wurde. Bin gespannt, ob darauf jemand reagiert. Beim Buch „Mut zum Widerspruch“ ging das schnell. Die erste Rezension ist von Michael Palmer. Und kurz vor Redaktionsschluss ist ein Interview erschienen, das Marcus Klöckner mit mir für die Nachdenkseiten geführt will. Wenn man so will: ein Upgrade zum Buch “Staatsfunk“.

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Links

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