Eine Kombination aus Berufsbeschreibung und Gedankenlesen
Zu den Aufgaben eines Zerspanungstechnikers gehören zerspanende Verfahren, wie Schleifen, Hobeln, Drehen, Fräsen. Passt doch irgendwie.
Am 15. Dezember 2025 fand eine weitere Aufführung des Theaterstücks „Die Enquete-Kommission“ statt. Der Hauptdarsteller dieses Mal: Jens Spahn, Bankkaufmann, Villenbesitzer mit familiären Verbindungen zu Funke und Burda, sowie Bachelor und Master of Arts per Fernstudium. Alles beste Voraussetzungen für das Amt des ehemaligen Gesundheitsministers.
Irgendwie passend der Spruch von Karl Valentin: Kunst kommt von Können, und nicht von Wollen, sonst hieße es ja Wunst. Mit dem Können ist das halt so eine Sache.
Nichts liegt ferner, als der Vergleich der beiden Personen, darum geht es gar nicht. Viel interessanter ist jedoch die Ähnlichkeit in der Vorgehensweise.
Man könnte nämlich auf die Idee kommen, Spahn habe sich die 34-stündige Vernehmung von Herman Göring im Nürnberger Prozess angesehen und genau studiert, um an der Argumentationslinie zu lernen, wie man auftreten muss, um herrschende Verhältnisse, Gesetze und Verordnungen, Vorgehensweisen und Entscheidungen so zu schildern und einzusetzen, dass die persönliche Überzeugung zweifelsfrei herüberkommt, man habe nur und ausschließlich im Interesse der Menschen gehandelt und sich stets an die gültigen staatlichen Vorgaben gehalten. Und falls doch etwas nicht so ganz optimal gelaufen sein sollte, dann könnte allenfalls jemand ganz anderer, im Zweifel auch das Reich, nein, der Bund, dafür verantwortlich sein, man selbst sei jedoch vollkommen unschuldig, weil es nur andere gewesen sein können.
Es ist interessant dabei zuzusehen, wie sich Vertreter des Staates im Sinne des Staates zu rechtfertigen versuchen und sich hinter der Verantwortung, die selbstverständlich nur die Organe des Staates haben, man selbst nicht, zu verstecken, den Staat sozusagen als Schutzschild gegen Angriffe auf die eigene Person vor die Brust zu halten.
Und wenn ich weiß, dass ich mich als deutscher Politiker mit meiner Immunität weit aus dem Fenster lehnen kann, praktisch unantastbar bin, dann ist das schon eine gute Ausgangsposition.
Und Göring wusste, dass der sichere Tod auf ihn wartet, was also hatte er sonst noch zu verlieren?
Der Inhalt zu den Rechtfertigungen, ist selbstverständlich ein ganz anderer, in den Strukturen der Rechtfertigung und dem Aufbau und dem Herbeiholen von Argumenten jedoch ähnlich. Hier wird nicht die BRD mit dem 3. Reich verglichen, das 3. Reich verharmlost, im Gegenteil, seine Folgen vielmehr als Warnung angesehen. Es scheinen lediglich ähnliche Vorgehensweisen in der Rechtfertigung auf.
Und wie schon damals der Rundfunk, spielt auch heute wieder der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Propaganda eine, wenn nicht gar die wichtigste Rolle, die Bevölkerung in eine vom Staat gewollte Richtung zu lenken, ausgeführt von Ideologen, die damals wie heute davon überzeugt sind, dass der Staat es schon wissen wird, was zu tun ist.
Das erste, was Göring damals veranlasst hat, war, die Propaganda gleichzuschalten. In der Corona-Zeit wurden kritische Stimmen wie Herr Wodarg einmal eingeladen und dann nie mehr gesehen, bis heute nicht. Die richtige Bezeichnung für einen Staat, in dem in heutigen Zeiten so etwas möglich ist, ist dann wohl die Demokratur.
Seit dem 15. Dezember 2025 gibt es noch mehr, was man Herrn Spahn garantiert nicht verzeihen kann, genau so wenig, wie man jemandem den Kopf abschlagen kann und dann hinterher erwartet, dass er sich auch noch dafür bedankt.
Von „wir“ und „einander“ und „verzeihen“ kann nicht die geringste Rede sein, weil man sich als „einfacher Bürger“ nicht auf die Stufe eines über alles erhabenen ehemaligen Gesundheitsministers stellen sollte. Eine Frage des Niveaus.
Hier die unqualifizierte Interpretation der Aussagen eines Gesundheitsministers, der ja nicht zwangsläufig auch Arzt sein muss:
Ich kann ein Amnestiegesetz in der Pauschalität nicht befürworten, weil dann die Gefahr bestünde, dass Zweifel an den zuvor getroffenen Maßnahmen aufkämen, obwohl doch im Großen und Ganzen, zum Staatswohl und Wohle aller Insassen, die nicht verunsichert werden sollten, alles richtig gemacht wurde. Außerdem könnte eine pauschale Amnestie die Unfehlbarkeit meiner Entscheidungen als Gesundheitsminister in Frage gestellt werden, und daran habe ich, das werden Sie sicher verstehen, nicht das geringste Interesse. So etwas kann ich mir nicht erlauben, will ich auch nicht, weil das meiner Karriere schaden würde. Schließlich will ich einmal Bundeskanzler werden, aber erzählen Sie es noch nicht weiter.
Ich rechne fest damit, sollte es zu einzelnen Amnestien kommen, dass diese im Sand verlaufen. Bestes Beispiel dafür ist Brandenburg: Die Einschränkungen der Versammlungsfreiheit waren zwar verfassungswidrig, die Bußgelder werden aber nicht zurückgezahlt. Wer bin ich, dass ich mich über die brandenburgische Richterschaft hinwegsetzen könnte?
Die Masken wurden nur für das Gesundheitswesen beschafft. Viele kamen, wenige wurden gebraucht. Da habe ich mich an Frau Merkel erinnert und bin auf folgende geniale Idee gekommen: Wenn die Masken schon einmal in so großer Anzahl da sind, dann muss es auch einen Grund geben, dass alle sie zu tragen haben, damit nicht der Eindruck entsteht, sie wären, natürlich nicht durch mich, sondern durch den Bund, umsonst gekauft worden. Bei der Umsetzung hat Herr Drosten große Dienste geleistet, in dem er von einem Tag auf den anderen seine Meinung zum Masketragen grundlegend, flexibel, wie er nun mal ist, ändern konnte. Ich lege übrigens aller größten Wert darauf, dass Steuergelder sinnvoll ausgegeben werden.
Ich bin heute hier, um zu belegen, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Wie Sie sehen können, gibt es viele gute Argumente, warum ich es nicht war, warum der Bund es war und wenn beide es nicht waren, dann war es noch jemand anders, an den ich mich nach 6 Jahren nicht mehr erinnern kann. Sie stellen hier Behauptungen auf, die ich nicht überprüfen, nachvollziehen oder darauf konkret antworten kann. Ich halte es in meiner Position für gescheiter, Sie mit viel Text und wenig Inhalt zu beglücken, damit ich unbeschadet aus dieser lächerlichen Veranstaltung herausgehen kann.
Sicher sind in den Entscheidungsprozessen auch immer Menschen beteiligt gewesen, die haben jedoch nur ihre Pflicht getan und teilweise Tag und Nacht gearbeitet, während der Rest der Bevölkerung im Logdown bequem auf dem Sofa sitzen und Chips fressen konnte. Die braven Staatsdiener haben auch nur ihre Pflicht getan und sich selbstverständlich an Gesetz und Ordnung gehalten. Ihnen ist am wenigsten ein Vorwurf daraus zu machen, dass sie nur das getan haben, was das Gesetz vorgibt, wie es sich für brave Untertanen gehört.
Und wie Sie ja sehen, wenn ich nicht antworten will, hilft mir immer, dass ich mich nicht erinnern kann. Dieser geniale Schachzug kommt nicht von mir, ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken, jedoch aus Erfahrung weiß ich natürlich, dass dieser Trick bei vielen anderen vor mir auch schon immer prima geklappt hat.
Eine Prise Bergamo schadet übrigens nie, weil man so ganz leicht diejenigen triggern und auf seine Seite ziehen kann, die immer noch an dieses Märchen glauben. Die Klatschaffen hier im Saal geben mir recht.
Die Impfung bietet keinen Fremdschutz. Anderslautende Aussagen sind darauf zurückzuführen, dass wir es damals nicht besser wussten, nicht besser wissen wollten, daher haben wir auch nicht auf das Geschwätz eines Herrn Wodarg oder Bhakdi gehört, das schien uns unseriös und hätte unsere Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung beeinträchtigen können.
Das, was andere als angeblichen Impfdruck bezeichnen, wurde nur aufgebaut, damit man sich selber vor schweren Verläufen schützt. Und als logische Konsequenz hat das Tragen von Masken durchaus Sinn gemacht, weil man sich so vor sich selbst geschützt hat, um nicht beatmungspflichtige Viren einzuatmen.
Dann taucht auch noch die Frage auf, wie besser, als dass die Impfstoffe am Markt getestet wurden, als laufendes Experiment, hätte man herausfinden sollen, wie die Nebenwirkungen sind. Wir hatten ja keine Zeit für Langzeitstudien, das war schließlich das erste Mal, dass wir mit einer derartigen Situation umzugehen hatten. Und nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass wir das mit Bravour gemeistert haben. Herr Scholz, für die Vergesslichen unter Ihnen, der war vor kurzem mal Bundeskanzler, hat das damals richtig erkannt, in dem er von Versuchskaninchen sprach. Schließlich ist es ja wohl ein Unterschied, ob ich genmanipulierten Mais esse, oder mir eine Genbehandlung direkt einspritzen lasse. Das kann man doch überhaupt nicht miteinander vergleichen.
Auch wehre ich mich entschieden dagegen, dass es eine Jagd auf Ungeimpfte gegeben haben soll. Ich war schließlich Gesundheitsminister und nicht Vorsitzender des Jagdverbandes.
Wenn Sie hier weiterhin verleumderische Äußerungen und Theorien aller Art in der Öffentlichkeit kundtun, dann ist das nichts weiter als populistisch. Sie wollen meinen Ruf schädigen, und das werden Sie sicher verstehen, das kann ich unter keinen Umständen zulassen, auch aus den bereits schon erwähnten Gründen. Ich wiederhole noch einmal, ich habe noch viel vor und Sie sind nicht in der Position, mich daran zu hindern!
Abschließend weise ich auch alle anderen Äußerungen zurück, weil Sie wohl nicht behaupten wollen, dass alle anderen mehr Ahnung haben, als das mir seinerzeit unterstellte RKI, das PEI und andere staatliche Institutionen, die ausschließlich aus den besten Experten bestehen, die dieses Land zu bieten hat. Außerdem haben wir sogar das Militär mit ins Boot genommen, nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass es sich tatsächlich um eine Bio-Waffe aus einem Gen-of-Function Labor gehandelt haben könnte. Sie sehen, wir haben also größtmögliche Sorgfalt walten lassen und alle Eventualitäten mit einbezogen.
Und unterschätzen Sie bitte nicht meinen Rückhalt unter den Geimpften. Die wollen von Corona schon gar nichts mehr wissen, weil sie gar kein Interesse daran haben, ihre Entscheidung für die Impfung, nach so vielen Jahren, jetzt noch in Frage zu stellen. Und wir haben bereits jetzt schon geeignete Verschleierungstechniken entwickelt, die eindeutig beweisen, dass weder Übersterblichkeit, noch Geburtenrückgang auch nur das Allergeringste mit der Gesundheitsspritze zu tun haben. Wir haben schon damals nicht unterschieden, ob jemand an oder mit Corona gestorben ist, und so halten wir es auch heute, in dem wir tunlichst einen Zusammenhang zwischen der Impfung und einem Todesfall fein voneinander trennen. Dazu gibt es schließlich die Unterscheidung zwischen Long-Covid und Post-Vac, womit wir nach dem Aschenputtel-Prinzip ein wunderbares Instrument an der Hand haben, die Fälle, soweit überhaupt vorhanden, so einzuordnen, wie sie uns als vorteilhaft erscheinen.
Mit den an den Haaren herbeigezogenen sogenannten Aufklärungsversuchen wird die Gesellschaft nur noch unnötig weiter gespalten. Das dient weder der Staatssicherheit, noch den Überlegungen, wie wir in Zukunft mit neuen Pandemien, wenn auch in anderer Form, noch besser als ohnehin schon, umgehen sollen.
Ich möchte meine interessant-kompetenten Ausführungen mit einem Bonmot aus StarTrek, ich bin ein großer Fan davon, als Empfehlung abschließen: Assimilieren Sie sich, Widerstand ist zwecklos.
(Wir lieben die Wahrheit und den Frieden – täglich frischer Content auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
(Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)