Verpflichtende Wehrfreiwilligkeit

Geforderter Kadavergehorsam ohne Sinn und Grund? Warum? Wozu? Wofür? Gegenmaßnahmen zur Zersetzung der Wehrkraft tun Not.

In Unserdeutschland wurde die Wehrpflicht nie abgeschafft, sondern nur ausgesetzt.

Das hat einen gewaltigen Rückstau an Wehrwilligen ausgelöst, die jetzt nur darauf brennen, sich endlich für den Dienst an der Waffel melden zu können. Das ist der Grund, warum die Wehrpflicht auch zunächst freiwillig ist. Man geht nämlich davon aus, dass sich die Unserebundeswehr vor Bewerbern kaum retten kann. Wer sich dem Unservaterland verpflichtet fühlt kommt freiwillig zur wehrhaften Truppe.

Nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass die jungen Männer etwas anderes vorhaben und aus Termingründen nicht an einem 3. Weltkrieg, an dem ja alle in Berlin, die nicht aktiv teilnehmen müssen, fleißig arbeiten, ist eine verbindliche Wehrpflicht mit Murmel-Musterung bzw. Griff in den Schritt vorgesehen.

Wie schön doch, dass eine vom Volk gewählte sogenannte Regierung darüber verfügen kann, wen sie zu Kanonenfutter machen will. Der Einzelne geht ja in der Menschenmasse unter. Keine Widerrede, „Jawoll, Herr General“, dass werden die jungen Burschen schon beim Freuding lernen. Dazu braucht er vielleicht keinen direkten Kontakt zu den USA, der ja derzeit leider abgebrochen ist. Da hat der böse Russe sicher mal wieder ein Militär-Telefon-Übersee-Kabel sabotiert, macht der ja ständig, wenn er nicht gerade wieder mit Drohnen herumfliegt.

Und die deutsche Wirtschaft kann doch so tolle Bein-Prothesen herstellen. Man erinnere sich an die schicken Bilder im Bundestag zu Beginn des Ukraine-Konfliktes. Amputationen und Verstümmelungen kommen als Nebenwirkung in einem Kampf ja nur ganz selten in einem Krieg vor. Das haben sowohl das RKI als auch das PEI bereits durch ihre Hochleistungsmitarbeiter mit dem Rechenschieber ausgerechnet.

Obwohl es doch die Friedensangst-Kapazitäten in Berlin so gut mit den jungen Leuten meinen, haben sich tatsächlich am Freitag, den 5. Dezember 2025 Schülerinnen und Schüler erdreistet, die Schule zu schwänzen, obwohl es eine Unsereschulfpflicht gibt.

Sollte an diesem Tag ein Test vorgesehen gewesen sein, gibt es eine Sechs, Nachschreiben geht leider nicht. Wehrpflichtuntaugliche Lehrkräfte werden für diesen Tag keine Tests angesetzt haben, die unserewehrpflichtbefürwortenden Leerkräfte dafür wohl erst recht.

Jetzt kann sich ein durchschnittlicher Schüler schon mal eine Sechs leisten. Wenn das jedoch Schule macht, und es weitere Freitage gibt, an denen die Schülerschaft meint, auf einen Eignungstest zur Gefahr des Hergeben-müssens von Leib und Leben lieber verzichten zu wollen, könnte es heikel fürs Abitur werden. Da wird sich der eine oder andere gut überlegen müssen, wie viele Sechser er sich leisten kann.

Jetzt könnte man natürlich auch das Recht zur Demonstration in einer Demokratie so hoch halten, dass man die Lehrerschaft anhalten würde, auf die Vergabe von Noten an solchen Tagen zu verzichten, denn es wäre ja wichtig, den jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, sich als Demokraten zu üben, schließlich sind sie ja die Zukunft, doch da gibt es einen Haken. Die Schülerschaft hat sich leider einen falschen Grund ausgedacht, wenn es um das Klima gehen würde, sähe die Sache schon anders aus. Hat man ja erlebt, es geht, was gehen darf, entsprechend geht nicht, was sich dem beschlossenen Weg zum Wohle von Unserdeutschland in den Weg stellt. Schulschwänzen ist eben nicht gleich Schulschwänzen.

Das Verteilen von Sechsern kann geeignet sein, die Demos gegen die Wehrpflicht im Keim zu ersticken. Man wird sehen. Als Dank für die Unterdrückung würden dann sicher nicht wenige einen, wenn auch vollkommen unbegründeten Groll hegen gegen die Häuptlinge, die das Kriegsbeil ausgegraben haben, was die ohnehin schon schlechte Stimmung im Unserland nur unwesentlich weiter verschlechtern würde. Und die jungen Menschen werden wählen gehen und es den Stiftern einer sinnvollen Freizeitgestaltung mit der Möglichkeit den Führerschein kostengünstig zu erwerben, von Herzen danken.

Notendruck als Hebel zu verwenden, seinen Willen durchzusetzen, wäre allerdings ein geeigneter Stoff für den Geschichtsunterricht, wenn es um das Thema Totalitarismus ginge, was er ist, wie er sich äußert, woran man ihn erkennen kann.

Und auch ein Appell an die Leerkörper: Kommt bloß nicht auf die Idee eure Schülerschaft zu unterstützen, wie es Eltern und Großeltern bereits getan haben. Ach ja, das könnt ihr euch in eurer Position ja nicht leisten, schon vergessen.

Es muss unter allen Umständen vermieden werden, dass, um im Bild zu bleiben, der Schuss nach hinten losgeht, weil man die jungen Menschen, die doch so dringend gebraucht werden, um dem bösen Russen, der schließlich immer der Feind der Deutschen sein wird, durch eine Musterung ja nur näher an ihr Vaterland binden will.

Unserdeutschland muss stärkste konventionelle Kraft in Europa werden, koste es, was es wolle. Und in einem Spannungs- oder gar Kriegsfall können keine Wahlen abgehalten werde, wie praktisch. Wir werden schon einen Grund finden, oder?

Und so ein aufgebauschtes Feindbild lenkt auch wunderbar von den ständigen Verbesserungen im eigenen Land ab „Geschenkt, komm, reden wir nicht drüber, ist doch selbstverständlich!“

„Ihr lieben Kinderlein. Wir tun das alles doch nicht für uns, wir tun das nur für euch, für die, die ihr unsere Kinder und Enkel seid. Wir lieben euch doch alle…“

Die Welt sähe vollständig anders aus, wenn eine Wehrertüchtigung unter anderen Vorzeichen stattfinden würde. Dazu wäre jedoch eine „Regierung“ nötig, die in der Lage wäre, die aktuelle Situation realitätsgemäß einzuschätzen, was derzeit bedauerlicherweise nicht der Fall ist. Deutschland, nicht Unserdeutschland sollte in der Lage sein, seine Außengrenzen von innen im Bedarfsfall schützen zu können. Dazu müsste es eben nicht stärkste konventionelle Kraft gleich in ganz Europa werden. Deutschland würde da schon völlig ausreichen. Unsere Nachbarstaaten wollen ja auch noch etwas zu tun haben und für ihr jeweiliges Land da sein.

Dass Übermut selten guttut, hat die deutsche Geschichte ja nun schon mehrere Male bewiesen. Daher wäre es vielleicht gar nicht so eine schlechte Idee, wenn man sich wieder der doch recht etwas altmodischen, in die Jahre gekommenen Aussage erinnern würde, dass von deutschem Boden nur noch Frieden ausgehen soll.

Ja, ja, jetzt kommt wieder: Aber der böse Russ! Wie kann man es den offensichtlich etwas begriffsstutzigen Kriegstüchtigkeits-Koalisten nur beibringen, so, dass auch sie es kapieren, mit einfachen Worten, dass Wladimir der Schreckliche gar nicht vor hat, dieses heruntergewirtschaftete Etwas auf unschöne Art und Weise besuchen zu wollen?

Ok, man hat wichtigeres zu tun. Der Außenminister möchte gerne, dass sein Portrait in jeder Botschaft über dem Ehebett des Diplomatenpaars hängt. Wenn der das kann, dann sollte auch das Bild des Kriegsministers in jeder Kaserne, als Werbung für die Unserebundeswehr in jeder Schulklasse, ach was, in jedem Wohnzimmer hängen, oder hatten wir das schon mal, ist das wohlmöglich gar nicht so neu?

Also, sollte es zu weiteren Jubelveranstaltungen zu Unserewehrpflicht kommen, dann gilt es zu beweisen, ob die Schulenden nun Leerkörper oder Lehrkörper sind. Und die anderen, die das verfolgen, aber nicht persönlich dabei sein können, die sind auf jeden Fall sehr stolz auf die Jugend, wenn sie weitermacht (was sie unbedingt sollte), und das soll sie auch wissen!

 

(Wir lieben die Wahrheit und den Frieden – täglich frischer Content auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

(Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)

 

Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”

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(Bild von pixabay)