Gedicht
Wären wir Bäume
“
Wäre Ich Baum,
befänd’ ich mich im Traum.
Ich täte nur noch Bäume Werk,
-mein Körper wär’ ein leises Herz.
/
Haut wär Rinde,
Krone hieß mein Haupt.
Statt Blut fließt Harz und-
anstelle meines Haars sprießt Laub.
/
Stumm Ich wär,
mein Stamm gewährt mir Halt.
Wurzel hält mich wohlgenährt-
selbstverständlich Teil vom Wald.
/
Zweig als Finger,
statt zwei Armen, länglich Äste.
Zuhause immer, bräucht kein Zimmer,
-und hätte dennoch ständig Gäste.
/
Frühling brächt Blüte,
der Sommer mir Früchte.
Herbst schenkt die Schönheit,
-Winterkälte zum schlummern Zeit.
/
Wären wir Bäume,
dann sicher auch Freunde.
Gedeihende, hölzerne Leute,
wachsend und träumend im Heute.
/
Bäume wären wir,
doch sprächst du nicht mit mir.
Sprache ist Verbundenheit, so glaub-
Wörter brauchts keine, wir wären ja nicht taub.
/
Förster käme, gäb’ Beachtung, das wär Kunst.
Man ließe uns in Frieden und wir hätten uns.
Wenn wir verstünden unsre’ Träume,
-Wir wären Bäume.
“
\~
für Conrad K.
Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.
https://eine-million-stimmen-fuer-den-frieden.de/umsetzung/
Autor: Timogenes (1995-2025)
Bild von DBU DirektesSehen auf Pixabay
Für Zaps. Timogenes@rizful.com