Griast enk in Cityroll
Vom 6. bis 22. Februar 2026 finden in Mailand, Cortina d’Ampezzo, Livigno, Predazzo, Bormio, Tesero, Verona und in Südtirol in Antholz (Anterselva) die fünfundzwanzigsten Spiele fürs Volk statt.
Der olympische Gedanke seines Gründers Pierre de Coubertin, der es ermöglichte, dass 1896 die ersten olympischen Spiele der Neuzeit in Athen stattfanden, und die dem friedlichen Messen der Sportler vieler Nationen dienen sollte, ist längst von Kommerz, Geld, Interessen und politischen Statements vereinnahmt worden. Das sogenannte olympische Komitee ist in erster Linie eine Geldmaschine, es gab Länder, die aus politischen Gründen entweder die Spiele boykottierten oder boykottiert wurden, sie wurden von Terroristen (siehe München 1972) missbraucht. Die Spiele 1936 in Berlin dienten der Propaganda.
Vorläufiger Höhepunkt des Niedergangs des ursprünglichen olympischen Gedankens war die satanische Eröffnungsfeier unter Schirmherrschaft des Teufels, der XXXIII. Sommerspiele in Paris im Jahre 2024.
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Man kann bei der Eröffnungsfeier im San Siro Olympic Stadion in Mailand nur hoffen, dass nicht nach französischem Vorbild, wo unter anderem der Kopf von Marie Antoinette aus dem Fenster gehalten wurde, apokalyptische Reiter ihre Dressurnummer darboten und Beelzebubs einen Feixtanz aufführten, niemand auf die Idee kommt, nach diesem Vorbild vielleicht den vom Leib befreiten Teil eines in der italienischen Geschichte Geköpften, oder gar den Kopf von Andreas Hofer aus einer Almhütte zu halten, Mantova ist nur rund 160 km entfernt.
Derweil begrüßen ein Madl und ein Buab mit niedlichen Kulleraugen, brav in Tracht gekleidet und mit einem südtiroler Fähnchen in der Hand, die wegen ihrer Kaufkraft geschätzten Gäste in Südtirol von Plakaten aus, die an vielen Bushaltestellen zu sehen sind.
Den Initiatoren sei gar keine schlechte Absicht unterstellt, die Botschaft von einer heilen südtiroler Welt verfälscht jedoch die Realität der politischen Verhältnisse, die in Südtirol herrschen. Aufarbeitung der Corona-Zeit: Fehlanzeige. Wie überall hat auch Südtirol natürlich alles weitgehend richtig gemacht, und vieles konnte man zum damaligen Zeitpunkt ja gar nicht wissen, kennt man schon, langweilig! Daher ist auch eine Entschuldigung des Landeshauptmanns nicht nötig. Wofür auch?
Doch das alles wollen wahrscheinlich die allermeisten sportbegeisterten Olympiabesucher gar nicht wissen, wo es doch Knödel, Speck, Pizza und Pasta gibt, direkt nebeneinander und es doch so schöööööön ist, einen Aperol Spritz, Hugo oder einen Blauburgunder in der ohne Zweifel wunderschönen Umgebung und der deutsch-italienischen, manchmal ein bisschen verwirrenden Sonne zu genießen.
Die Welt ist schön, Corona ist doch jetzt schon so lange her und man muss auch mal vergessen können. Und Miesepeter sollen doch einfach mal für ein paar Tage das Maul halten. Also: Herzlich Willkommen in Südtirol!
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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(Bild von pixabay)