Manche Menschen müssten verdammt schlecht schlafen beim Gedanken an die mögliche Bloßlegung ihrer Untaten. Es spricht Bände, dass sie das offenbar nicht tun.
Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.
Sophie Scholl
Zum Glück gibt es immer wieder auch positive Zeichen und Hoffnungsschimmer in dem gesellschaftlichen Irrsinn der letzten Jahre. Als solcher darf sicher der Freispruch für einen Bundeswehrsoldaten gewertet werden, der 2022 die obligatorische Corona-«Impfung» (Duldungspflicht) mit Hinweis auf die Unverhältnismäßigkeit verweigerte.
Der 36-jährige Oberleutnant hatte sich bei der Ablehnung auf seine Gewissensfreiheit berufen. Das Landgericht Schweinfurt hielt diese Entscheidung für begründet und sprach ihn nun auch in zweiter Instanz frei.
Damit unterstreichen die Richter das Prinzip der «Inneren Führung» in der Bundeswehr. Nach dieser «Unternehmensphilosophie» sind die Soldaten gefordert, selbst zu denken und nicht blind zu gehorchen. Das Urteil könnte einen Präzedenzfall darstellen.
Ein anderer Freispruch hat für die Betroffene einen äußerst bitteren Nachgeschmack. Obwohl die Hamburgerin Ruth Gadé 2025 ihren «Maskenprozess» gewann, liegt sie heute am Boden: finanziell ruiniert, rechtlich zermürbt und ohne Perspektive. Für Transition News benennt sie Folgeschäden der Corona-Zeit und schildert, womit sie derzeit kämpft.
«Für mich fühlt es sich an, als steckte ich noch immer in der Maßnahmenzeit fest – ohne absehbares Ende. (…) Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass man in Deutschland wegen privat geäußerter Regierungskritik in ein Strafverfahren geraten kann. Diese Gewissheit hat sich mir tief eingebrannt.»
Der Freispruch bei ihrem Prozess sei damals auch durch die Pro-bono-Verteidigung von Tom Lausen gelungen. Gadé ergänzt, dass der Datenanalyst später als Sachverständiger der Corona-Enquete-Kommission des Bundestages unter anderem Jens Spahn befragte. Die Frage, ob dieser für die Rehabilitation der strafverfolgten Ärzte, Polizisten und Soldaten eintrete, verneinte der ehemalige Bundesgesundheitsminister.
«Die denken immer noch, sie hätten das gut und richtig gemacht», äußerte sich Lausen kürzlich. In einem spannenden Gespräch mit dem Moderator und Autor Jens Lehrich ging es unter anderem um das Versagen von Politik, Medizin und Wissenschaft in der sogenannten Corona-Krise.
Seine Hände in Unschuld wäscht auch der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Auf die Kritik von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., wonach die Organisation in der angeblichen «Pandemie» bewiesen habe, dass sie nicht das Wohl der Bürger verfolge, antwortete der WHO-Chef wie gewohnt «eloquent»: schön die Grenze zwischen «Empfehlung» und Druck verwischend.
Während der Datenspezialist und auch Prof. Stefan Homburg weiterhin in der Enquete-Kommission tätig sind, ist Dr. Michael Nehls gerade als ständiger Sachverständiger dort zurückgetreten. Zum einen hätten zentrale Themen erfolgreich in der Kommission platziert werden können und eine Wiederholung seiner eigenen Schwerpunkte bringe keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn, so Nehls.
Der zentrale Grund für den Rücktritt liege jedoch in der Arbeitsgruppen-Struktur und deren Bedeutung für den Abschlussbericht der Kommission. Als Mediziner sehe er in der Arbeitsgruppe für «Staatliches Handeln, Recht und Föderalismus» nur begrenztes Mitwirkungspotenzial.
Dort sei juristische Kompetenz erforderlich, weswegen er Dr. Beate Sibylle Pfeil als Nachfolgerin vorgeschlagen habe. Inzwischen wurde die Juristin auch schon berufen. Ihr ist viel Glück und Erfolg zu wünschen.
[Titelbild: Pixabay]
Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben und ist zuerst auf Transition News erschienen.