Neues über mein Romanprojekt “Dieser eine Sommer”, wie ich Patchwork gehen und Bibisco kommen ließ, inklusive eines Denkmals für Martin Danesch. Von Michael Karjalainen-Dräger aka M.A. Karjalainen
Liebes Publikum,
am Neumondtag im Oktober 2025, genau gesagt am 21.10.25, habe ich in meinem zuletzt veröffentlichten Brief aus meiner Dichterwerkstatt von meinem Romanprojekt “Dieser eine Sommer”, für das ich mir 9 Neumonde lang Zeit nehmen mag, erzählt. Nun, die letzten Wochen eines Jahres bergen immer eine besondere Dynamik, und daher bin ich - am heute bereits 3. Neumond seit Beginn meines Vorhabens - vordergründig nur minimal weiter gekommen. Was den wirklichen Text betrifft, habe ich gerade mal 589 Worte oder 3720 Buchstaben geschrieben.
Im Hintergrund hat sich allerdings schon eine Menge bewegt. Neben den Zweifeln und der Erkenntnis, warum ich bislang nur Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben und veröffentlicht habe, habe ich viele Gedanken die Handlung betreffend gewälzt - zumindest immer dann, wenn mein persönliches und mein familiäres Leben sowie mein journalistischer Blick, den ich in den letzten fünf Jahren massiv geschärft habe, es erlaubt haben. Oder besser gesagt: wenn ich es mir trotz alle dem erlaubt habe.
Vor vielen Jahren habe ich ein Autorenprogramm namens Patchwork kennen und lieben gelernt, obwohl ich es kaum benutzt habe. Es war immer schon als DIE Basis für einen irgendwann einmal entstehenden Roman angelegt - und als ich mich vor fast vier Jahren auf Reisen begeben habe, habe ich mir die Pro-Version geleistet. Mein alter Laptop, der mit Windows 10 lief, begleitete mich, der schon seit 2021 auf Linux umgestellte Stand-PC konnte nicht sehr zu meinem Leidwesen nicht mit. Er und Patchwork haben sich ohnehin nicht wirklich vertragen, da das Schreibprogramm Microsoft bevorzugte. Irgendwann gab der Lüfter des Laptops auf, einen von meinem Linuxfachmann angebotenen Tausch lehnte ich ab. Stattdessen organisierte ich mir ein neues Second-Hand-Gerät - mit Windows 10. Patchwork blieb immer prominent in meiner Taskleiste, aber weiterhin großteils unbenutzt. Im letzten Sommer entschied ich dann, dem Ende des Windows 10-Support zuvor zu kommen und traf mich mit meinem Linux-Man, um dem Laptop das aktuelle Ubuntu zu verpassen, auch im Bewusstsein, dass Patchwork damit Geschichte und die Investition quasi umsonst gewesen ist - ohne zu wissen, dass das Programm aufgrund des Todes seines Autors bereits seit 2024 nicht mehr unterstützt und damit sozusagen mit ihm gestorben war. Dazu später mehr.
Das nächste Kapitel bezüglich Autorenprogramm begann vor wenigen Tagen. Ich machte mich in den freien Tagen zum Jahreswechsel auf die Suche nach einem mit Linux kompatiblen Tool und entschied mich nach intensiver Recherche für Bibisco, das ich seither mit seiner 30-tägigen Testversion benutze. Mittlerweile weiß ich auch, dass ich mir nach Ablauf dieser Phase, die Vollversion leisten werde. Mit Hilfe von Bibisco ist es gelungen, dem geplanten langen Text, den ein Roman nun mal fordert, Ausrichtung und Struktur zu geben. Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Das Schreiben ist immer noch meine Sache, es wird mir nicht abgenommen - es handelt sich nicht um ein KI-Werkzeug - aber die Organisation des Schreibens wird damit enorm erleichtert. So ist der Textumfang zwar noch nicht angewachsen, die Story und die handelnden Personen haben aber enorm an Tiefe und Klarheit gewonnen; zumindest für mich. Und die noch verbleibenden 5 Neumonde bis zum von mir erklärten Schlusspunkt will ich intensiv nutzen um mein selbstgestecktes Ziel zu erreichen. Die Zeit dafür gilt es freizuschaufeln. Tag für Tag. Wir werden sehen.
Ich freue mich also, wenn Sie (und ihr) die Gelegenheit nutzen, diesen Prozess durch Ihre (Deine) Aufmerksamkeit zu unterstützen. Dazu habe ich auf meiner Seite mkd_report[s] die Kolumne “M.A. Karjalainen” eingerichtet, auf der ich regelmäßig in Tagebuchform über die Fortschritte und meine Gedanken berichten werde. Zudem sind dort in Kürze laufend auch die schon in einer ersten Fassung fertig gestellten Textabschnitte zu finden. Dieses Angebot können alle jene nutzen, die diesen Prozess mit einem Abo unterstützen wollen. Das fertige Werk wird es dann für diese Menschen in Buchform kostenlos geben, für alle anderen, die so lange Geduld haben bis es fertig ist, ist es dann käuflich zu erwerben. Ob mit Verlag oder im Selfpublishing ist noch offen.
Und nun möchte ich abschließend nochmals auf Patchwork und dessen Initiator zu schreiben kommen. Martin Danesch, den ich nie persönlich kennen lernen durfte, den ich aber ob seines Schreibprogrammes und dem Austausch beim Kauf sowie den liebevoll gestalteten Erklärvideos schätzen gelernt habe, war ein vielbegabter Mensch. Neben seiner Tätigkeit als Autor - seine Bücher sind alle via Amazon) erhältlich - hat er auch weitere Websites herausgegeben, die sich mit Spiritualität und Lebensbegleitung beschäftigt haben. Auf diese Weise hat sich Danesch, als Lebens- und Sozialberater ausgebildet, in den Dienst der Menschen gestellt und sich für mich nach seinem Tod als vielseitige Persönlichkeit gezeigt. Wer mehr über den Verstorbenen erfahren will, kann das hier tun. Mit diesem Absatz möchte ich ihm nicht nur für alles danken, was ich mit seiner Hilfe auch jetzt noch postum lernen darf, sondern ich möchte ihm ein Denkmal setzen in einer Welt, in der das Denken, vor allem aber auch das Fühlen und die Harmonie von Kopf und Herz Luxus zu sein scheinen. Live long and prosper, Martin!
P.S. Bibisco dürfte mit ähnlich viel Liebe wie Patchwork gestaltet sein, wie der Gründer Andrea Feccomandi in seinem Tutorial und vielen weitere Videos auf Youtube beweist!
Bild von congerdesign52) auf Pixabay52)