Bundes-Canceler Friederich - bedeutungslos in der Welt, bedeutsam für Deutschland

Rede an die deutschen Miesepeter und Miesepampels

Geschätzte Menschen, die ihr zufällig in demselben Land wohnt, in dem ich Canceler, im zweiten Anlauf, durch Gottes Gnaden, geworden bin.

Viele von euch wundern sich über mich, und ich wundere mich ständig auch über euch.

Meine Aufgabe ist es, den Überblick über komplexe Zusammenhänge zu behalten, die so komplex sind, dass ihr sie nicht verstehen würdet, selbst wenn ihr wolltet, weil die allermeisten von euch noch nicht einmal fliegen können, ich schon. Das unterscheidet uns. Aber natürlich auch die transatlantischen und lobbyistischen Kreise, in denen ich mich bewege. Könnt ihr ja nichts für, ich aber auch nicht.

Ich will euch hiermit einmal erklären, dass ich im Grunde genommen doch alle Menschen liebe, sogar das Volk, auch, wenn ich das meistens nicht so zeigen kann. Bin halt ein Sauerländer. Aber genug jetzt mit den Gefühlsduseleien.

Jetzt ist es so: Nach der nach meiner Ansicht völkerrechtswidrigen Sonderoperation Russlands in der Ukraine, dem völkerrechtswidrigen Kidnapping Maduros in Venezuela, und auch nach Aussage von Präsident Trump, spielt das Völkerrecht praktisch keine Rolle mehr.

Ich habe mich daher entschlossen, die Restukraine, als 18. Bundesland nach dem siebzehnten, also Mallorca, in den Geltungsbereich des Grundgesetzes einzugliedern. Eigentlich hatte ich das schon mit Gaza vor, wegen der Staatsraison und anderen israelischen Gründen, aber da hatte ich leider so einen ungünstigen Platz an einer Topfpflanze, um deutsche Interessen wirklich vertreten zu können.

Aus diesem Grund habe ich mich auch erneut erst jüngst zu Geheimverhandlungen in Paris mit Macron, der kleinen Kokosmakrone und Habdiehaareimmerschön Starmer getroffen. Der hat nun 230 Millionen Euro für die Entsendung von Truppen in die Ukraine bereitgestellt, um die deutsch-ukrainische Außengrenze vor illegaler Einwanderung russischer Bürger in die Ukraine zu schützen. Die Idee dazu ist eigentlich schon entstanden, als wir drei im Zug auf dem Weg in die Ukraine waren, auf der Fahrt, wo Macrons Spitzentaschentuch aus dem Ärmel auf den Tisch gerutscht war, worauf er es ganz unauffällig (hat kein Mensch gemerkt), entfernt hat, weil, bitte entschuldigt, eine Rotzfahne auf einem Tisch, an dem die wichtigsten wirkmächtigen Leader Europas zusammensitzen, nun mal wirklich nichts zu suchen hat. Außerdem könnte man im Falle von Herausrieseln des nasenschleimhautabschwellenden Erkältungspulvers auf falsche Ideen kommen.

Obwohl Deutschland, nach meiner Auffassung, die mir Blackrock plausibel nahegelegt hat, stets zur vollsten Zufriedenheit der USA den braven Vasallen gegeben hat, gibt es Anzeichen dafür, dass sich die USA aus der NATO bedauerlicherweise zurückziehen wollen, um ihre Aufmerksamkeit möglicherweise auf andere interessante Schauplätze zu konzentrieren.

Das, obwohl die NATO ursprünglich, gemeinsam mit der EU, nur dazu erfunden wurde, um die USA drinnen, Russland draußen und Deutschland unten zu halten. Was für ein Verschwörungstheoretiker, dieser Sigmar Gabriel.

Dass Russland immer unser Feind sein wird, hat Herr Wadephul ja bereits so treffend wie vorausschauend festgestellt. Und zusammen mit dem ebenfalls sehr tüchtigen Herrn Pistorius, seines Zeichens beliebt im ganzen Land, haben wir uns sehr schnell darauf geeinigt, die Rolle der stärksten konventionellen Kraft in Europa zu werden, um eine adäquate Alternative für die NATO auf die Beine zu stellen. Ganz Europa freut sich schon jetzt darauf. Als Pressesprecher dieses neuen Verteidigungsvereins haben wir Herrn Kiesewetter vorgesehen. Der überlegt aber noch, weil er doch sonst eher von scheuer, zurückhaltender Natur ist.

Alle Gelder, auch die, die wir aus der EU frei machen konnten, machen deshalb Sinn, weil wir damit auch die Ukraine mittelfristig zu einer blühenden Landschaft machen werden, wie in den beigetretenen neuen Bundesländern so augenscheinlich allüberall zu sehen ist. Die eingestürzte Karola-Brücke, die in Dresden immer noch in der Elbe liegt, soll ein Mahnmal dafür sein, wie es noch in der gesamten DDR aussehen würde, wenn westliche Macher nicht direkt nach der Wende in wichtigen Schaltstellen das Ruder übernommen hätten, weil ja bekannt war, dass die ehemaligen Bürgerinnen und Bürger der DDR doch eher etwas wenig gebildet waren, was den Raubtierkapitalismus betrifft. Und sollte sich über eine russische Kündigung des 2 + 4 – Vertrages eine Möglichkeit ergeben, Deutschland wieder zu teilen, bitte schön, sollen sie zusehen, wie sie ohne den schlauen Westen klarkommen. Fahrendes Volk soll man nicht aufhalten.

Es wird allerdings noch das eine oder andere kleine Sondervermögen nötig sein, weil die Wahrscheinlichkeit von Tag zu Tag größer wird, dass die USA ähnliche Ambitionen verfolgen, wie Deutschland in der Ukraine, daran zu erkennen, dass sie doch sehr offensichtlich ein Auge auf Grönland geworfen haben, dass schon einmal vor vielen Jahren dem Königreich Dänemark einverleibt wurde. Ich persönlich, bin damit überhaupt nicht einverstanden und fühle mich in Vertretung für Deutschland, als die bald stärkste Kraft in Europa, dafür verantwortlich, Dänemark zur Seite zu stehen. Es müssen Waffen, auch von den USA gekauft werden, und den Chip, mit dem sie diese deaktivieren können, werden wir schon finden und durch eine europäische Komponente ersetzen. Schließlich gibt es ja nicht nur in Russland Unternehmen, die Waschmaschinen herstellen. Bis dahin hatte jetzt Herr Trittin die geniale Idee, zum Schutz Bundeswehrtruppen nach Grönland zu entsenden (Grönland zum Protektorat Deutschlands zu erklären, könnte falsch verstanden werden). Da werden dann aber bei den Amis gewaltig die Zähne klappern vor Angst.

Zum Zwecke der Abschreckung und als Antwort auf die lächerlichen russischen Oreschnik-Raketen, haben wir die Meyer-Werft in Papenburg angewiesen, nach langer Zeit wieder (der letzte war „Graf Zeppelin“, 1938), für Deutschland einen Flugzeugträger zu bauen, der dann in den Gewässern vor Grönland kreuzen soll, um die immer länger eisfreie Nordostpassage zu kontrollieren und, wenn nötig, russische und chinesische Schiffe an der Durchfahrt Richtung Süden zu hindern und sonst auch ein wenig nach dem Rechten zu schauen.

Soweit zu meiner genialen Außenpolitik. Jetzt zur für mich eher lästigen Innenpolitik, zu den Candle-Light-Tagen in einigen Berliner Bezirken, die erfahrene Vulkanologen so liebevoll gestaltet haben. Alle Verantwortlichen haben erstklassige Arbeit geleistet. Die Ingenieure, Techniker, Handwerker und Experten haben nur ihre Pflicht getan, verdienen daher keiner besonderen Erwähnung.

Herr Steinmeier ist pflichtbewusst, wie er nun mal ist, seiner ersten Pflicht im Staat nachgekommen, in dem er unermüdlich Orden und Ehrungen verteilt. Und wenn er das mal gerade nicht macht, feilt er bis ins kleinste Detail an seinen Reden, an denen man so viel auch zwischen den Zeilen lesen kann. Ohne Namen zu nennen, versteht auch der letzte Hinterbänkler ganz genau, was und wen er mit seinen staatstragenden Ausführungen meint. Das kommt nicht von Ungefähr.

Und ich bin einfach kein Gummi-Stiefel-Typ, wie mein Vorgänger, an dessen Namen sich viele bereits gar nicht mehr erinnern können, und habe, ehrlich gesagt, von Elektrizität nicht die geringste Ahnung. Um so erleichterter war ich, als Frau Spranger richtigerweise den Spannungsentfall ausgerufen hat. Ich selbst jedoch kann noch nicht einmal Plus, Minus und Erdung mit einer Lüsterklemme verbinden, selbst, wenn die Isolierung der beiden Enden des dreipoligen Kabels gleich farblich gekennzeichnet sind.

Also, was hätte ich vor Ort tun sollen, wozu wäre das gut gewesen? Am Ende hätten sowohl Genosse Steinmeier, als auch meine Wenigkeit doch nur im Wege gestanden und die Reparaturarbeiten behindert.

Viele böse Zungen bezeichnen mich inzwischen als Außenkanzler, doch was soll ich denn im Inland tun? Es läuft doch alles wie am Schnürchen, die Deindustrialisierung ist in vollem Gange. Und außerdem liefert die SPD, vertreten durch Herrn Klingbeil, sehr feinfühlig und sensibel ebenfalls beste Arbeitsergebnisse. Delegieren ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht und der Volksmund sagt ja so treffend: Delegieren geht vor Regieren. Wie wahr, wie wahr!

Die Brandmauer steht festgemauert in der Erde, und sollte sie, wider Erwarten, doch einmal fallen, wird das System schon die neumodischen Vorstellungen von Demokratie und Meinungsfreiheit, sowie das Bestreben nach einem guten Auskommen sowohl mit den USA, als auch mit Russland, diese Flausen, absorbieren und in unseredemokratische Bahnen lenken. Darauf vertraue ich. Und die Macht ist mit uns allen.

Im Zuge der Deindustrialisierung Deutschlands werde ich demnächst an der feierlichen Schließung einer Traditionsbrauerei teilnehmen. Schon so viel sei vorab verraten: Dort soll der größte Bierdeckel der Welt überreicht werden, auf dem dann jeder deutsche Steuerzahler genug Platz für seine Steuererklärung hat. Der Bierdeckel muss dann nur noch gescannt werden und kann dann mittels Elster sofort an das zuständige Finanzamt übermittelt werden.

Damit ich jederzeit an jedem Ort das Wohl für Deutschland mehren und Schaden von ihm abwenden kann, treibe ich die Digitalisierung stark voran. Übrigens auch bei Militär, wo jetzt die Panzer um die neuen digitalen Funkgeräte herumgebaut werden, weil umgekehrt kein geeigneter Platz gefunden werden konnte. Nachdem schon ein Meldestellensystem und NGO-Vorfeldorganisationen bereitstehen, sorge ich persönlich dafür, dass der BND, der Bundesnachrichtendienst, zum Speicher- und Informationsapparat aufgerüstet wird, damit ich 24/7 auf alle Daten meiner geliebten Untertanen Zugriff habe. Das wird es mir erleichtern, dem geliebten Volk jeden Wunsch von den Lippen ablesen zu können, noch bevor es ihn selbst in sich spürt. Deutschland hat also allen Grund, mit Mut und Zuversicht in eine rosige Zukunft, dank meiner endlosen Schaffenskraft, in aller Bescheidenheit, zu blicken. Es gibt also keinen Grund, weder miesepetrig, noch miesepampelig zu sein.

Und wenn Stuttgart 21 ein paar Tage später fertig wird und ein paar Euro mehr kostet, so macht das gar nichts, denn je später es fertig wird, desto wichtiger wird es, weil ein weiteres Infrastrukturprojekt die Ablösung des Schienenverkehrs durch Schienenersatzverkehr geplant ist, in dem Drohnen in Zukunft diese Aufgabe übernehmen werden. Die weitläufigen unterirdischen Hallen sind für die neue DB, die Drohnen Bahn, bestens und zukunftsweisend geeignet.

Nicht zuletzt auch dank mir, leben wir in der demokratischsten Demokratur, die es seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit ihren feudalen Strukturen je gegeben hat.

Ausgehend von einer nicht mehr zeitgemäßen Demokratie, bereits angekündigt von meinem Vorgänger (wie hieß der doch bloß noch gleich?), der davon sprach, das Deutschland eine Zeitenwende erleben wird, habe ich das sanfte, behutsame Einführen totalitärer Strukturen in einem mehrstufigen Plan, nicht zuletzt auch dank der Arbeit vieler idealistischer Erfüllungsgehilfen und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der mir stets eine große Stütze war, an dieser Stelle auch mein ausdrücklicher Dank an den Rundfunkrat, in meiner erst kurzen Regentschaft, pardon, Kanzlerschaft, schon ein großes Stück vorangebracht.

Mein ganz besonderer Dank gilt auch meiner Partei- und Gesinnungsgenossin Frau von der Leyen im schönen Brüssel, wo liebe Menschen Herrn Jacques Baud warmes Mittagessen nach Hause bringen, weil er selbstverschuldet auf eine Namensliste im Rahmen der aktuellen, sehr wirksamen Sanktionen gelandet ist, was ihn bedauerlicherweise völlig handlungsunfähig macht, jedenfalls, mit der ich sehr eng in der Abschaffung der das Volk nur verunsichernden Meinungsfreiheit zusammenarbeite und wir uns schnell und unbürokratisch gegenseitig die Kompetenzbälle zuwerfen. Genau so wenig wie Zensur stattfindet, findet auch keine Korruption statt, weil wir mit Fug und Recht behaupten können, dass nur die Edelsten und die mit tadellosem Charakter versehenen Experten-Eliten gemeinsam an einem ordentlichen, gut organisierten totalitären Staat arbeiten. Wie es sich für ein auf Recht und Ordnung basierendes System gehört, sind wir in der Kontrolle zum Schutz vor machtgefährdenden, die als Unseredemokratie getarnte Deutsche Demokratische Diktatur (noch nicht vollendet, aber wir arbeiten daran) untergrabenden Informationen und in der Bekämpfung von Desinformation schon sehr weit vorangekommen.

Dem Volk scheint das zu gefallen, denn es wehrt sich ja nicht, was wir als Zustimmung interpretieren, also machen wir weiter.

Wir sehen uns darin bestärkt, dass wir beim Schutz vor Delegitimierung des Systems auf dem richtigen Wege sind.

Von Herzen gern bin und bleibe ich Ihr und Euer Bundeskanzler. Von mir aus auch sehr gerne für eine weitere und noch eine weitere Legislaturperiode. Auch hier arbeiten wir bereits fleißig an einem neuen Modell, dass den lästigen Gang zur Wahlurne durch KI-gestützte Hochrechnungen unnötig macht.

Ich wollte schon immer nur einmal im Leben Bundeskanzler sein und kann jetzt einfach nicht genug davon kriegen. An einen Rücktritt, aus welchen Gründen auch immer, denke ich nicht im Traum. Es hat mich viel Geduld und Mühe gekostet, da hinzukommen, wo ich jetzt bin. Mit Verlaub, aber da ist es wohl nur legitim, dass ich alles Erdenkliche tun und nötigenfalls auch schlucken werde, um da zu bleiben, wo ich bin. Bundeskanzler ist wirklich ein wunderschöner Beruf. Nur Fliegen ist noch schöner!

Herzlichen Dank für Ihre und Eure Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit.

Always in Love with my German Krauts

 

 

 

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*

(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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