Eine Chance für das Ende der NATO?
Laut der „Daily Mail“ soll Trump seine Kommandeure angewiesen haben, einen Plan zur Invasion Grönlands zu erarbeiten. Ist es wohlmöglich wahrscheinlicher, dass es schon einen fertigen Plan gibt, der lediglich noch einmal auf Schwachstellen überprüft werden soll, bevor es losgehen kann?
Ein mögliches Szenario: Die immer wahrscheinlicher werdende US-amerikanische Kaperung Grönlands würde von der NATO bzw. von Europa genau so hingenommen werden, wie die Sprengung der Nordstream-Pipelines durch die USA. (Die Analyse von Seymour Hersh ist nach wie vor die plausibelste und glaubwürdigste, aber auch die naheliegendste, wenn man sich die Frage stellt: Cui bono?)
Es ist die gleiche Situation: Die USA, als NATO-Hauptmacht, hat die Zerstörung der Infrastruktur zur Energieversorgung Deutschlands, bis auf einen noch intakten Strang hingenommen. Das Getöse um die „Andromeda“ und verhaftete oder laufen gelassene Ukrainer sind Ablenkungsmanöver. Nur, um es noch einmal in Erinnerung zu rufen: Bei einer Wassertiefe von 80 Metern braucht es eine drei Mal so lange Ankerkette, also 240 Meter, die, wenn sie nicht aus rot-weißen Plastikgliedern besteht, ein gewisses Gewicht zusammenbringt, von dem fraglich ist, ob es ein Schifflein, wie die „Andromeda“ tragen kann, ohne gleich unterzugehen.
Um es mit Muttis Worten zu sagen: Terroristische Angriffe unter NATO-Partnern geht gar nicht. Offiziell bestätigt, was man tunlichst vermeidet, hätte diese „Aktion“ den Bündnisfall ausrufen müssen, ist aber nicht geschehen, weil man gar nicht hätte einordnen können, wer nun der Freund und wer der Feind ist. Deutschland hätte ja schlecht die USA bitten können, gegen sich selbst zu kämpfen, weil es das NATO-Mitglied Deutschland in einem kriegerischen Akt angegriffen hat. Und selbst, wenn sich alle anderen NATO-Staaten zusammengetan hätten, wäre es keine gute Idee gewesen, gegen die USA einen Gegenschlag zu veranstalten. Also hat man besser die Straßenseite gewechselt, und den Schlüssel da gesucht, wo mehr Licht ist. Irre, oder?
Und in Grönland? Das weitgehend autonome Grönland gehört zur NATO, genauso, wie Dänemark, das militärischen Schutz gewährt. Dummschwatz Trittin faselt davon, Bundeswehrtruppen zum Schutz in Grönland zu stationieren. Realitätsfremder geht es nicht, zumal es ja bereits US-Militär in Grönland gibt. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass die US-amerikanischen Soldaten für die Bundeswehr zur Begrüßung einen Kuchen backen werden.
Was würde also bei einer Invasion in Grönland geschehen? Die USA, als Hauptmacht und Noch-Mitglied der NATO, würde mit militärischen Mitteln in ein anderes NATO-Mitgliedsland, Grönland eindringen und Dänemark, ebenfalls NATO-Mitglied, als militärische Schutzmacht Grönlands, auf den Plan rufen, um Grönland zu verteidigen.
Wie schon bei der Nordstream-Sprengung die Frage: Wer ist hier Freund, Verbündeter, wer ist hier Feind, ebenfalls ein Verbündeter? Wer soll wem wie zur Hilfe kommen, wenn der Bündnisfall ausgerufen würde? Man könnte eigentlich nur eine Abzählung aller NATO-Soldaten vollziehen, und die geraden Nummern auf die ungeraden Nummern schießen lassen. Oder gäbe es sonst noch eine andere Lösung?
Der Artikel 5 ist keine Verpflichtung, sondern eine „Empfehlung“, die dem jeweiligen NATO-Mitgliedsland die Entscheidung vorbehält, sich nach eigenem Ermessen an einer kriegerischen Auseinandersetzung zu beteiligen, oder nicht.
Es könnte also auch sein, dass der Bündnisfall ausgerufen würde, aber sich niemand mit den USA anlegen will, weil man wüsste, dass man eh keine Chance hätte. „Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“ Wie wahrscheinlich wäre es, dass man die Vorgänge in Grönland ignorieren würde, und für das Weggucken eine kreative „plausible“ Erklärung bzw. Ausrede gefunden würde?
Trump pfeift auf das Völkerrecht, hat er selber gesagt. Venezuela ist das aktuelle Beispiel dafür. Er geriert sich immer mehr als über dem Gesetz stehend. Für ihn gilt nichts, außer das, was er für die USA als richtig und wichtig erachtet, um sein Land mit allen Mitteln voranzubringen. Wie andere Staaten dazu stehen, interessiert ihn nicht die Bohne. Die Achtung vor der Souveränität anderer Staaten, werden von den USA in alter Cowboy-Manier in Faustrecht und Willkür umgewandelt.
Recht still sind die Stimmen aus Russland. Gibt es da einen geheimen Deal, der wohlmöglich mit der Ukraine in irgendeiner Art und Weise zusammenhängen könnte?
Nur Europa, der kleine Yorkshire-Terrier reißt das Maul am weitesten auf und kläfft am lautesten. Selbst die Vorführung einer weiteren Detonation einer Oreschnik kurz vor der Grenze zur EU, auf ukrainischem Boden, war von Lublin, auf polnischer Seite, gut zu sehen. Das kratzt aber Europa wenig, schließlich hat die NATO einen Abwehrschirm, der die Haselnüsse auffangen könnte, wie Kamellen im Kölner Karneval, mit einem umgedrehten Regenschirm.
Europa, als, mittlerweile kann man schon sagen, ehemals engster Verbündeter der USA, spielt bei den US-amerikanischen Interessen nicht die geringste Rolle, und Europa, gerne Herr Merz und seine Recken voran, tut immer noch so, als hätte er im Namen von Europa etwas zu sagen, spielt den Empörten, holt das Holzgewehr von Dachboden und ruft: „Peng, wir könnten uns wehren!“
Das mag jetzt etwas zynisch gegenüber den rund 57.000 Einwohnern Grönlands klingen, für die zu hoffen ist, dass, gleich was geschehen wird, niemand zu Schaden kommen möge. Vielleicht klappt die Übernahme auch durch Geldzahlungen an die Bewohner. Falls es dann doch zu einer „militärischen Sonderoperation“ kommen sollte, hätte sie vielleicht sogar etwas Gutes, denn das könnte dazu führen, dass die NATO daran zerbricht. Und schon wieder hätte es Trump geschafft, dass er sich einen schlanken Fuß machen kann. Die NATO könnte durch den Fall Grönland einfach auseinanderfallen, weil eine Rumpf-NATO ohne die USA als Hauptmacht nicht mehr existenzfähig wäre.
Und wenn man dann noch bedenkt, dass allein die Aufrüstung der Bundeswehr schon mindestens 10 Jahre dauern wird, würde es mindestens genau so lange dauern, bis die Borg-Queen in Brüssel eine EU-Borg-Armee auf die Beine gestellt hätte, wobei fraglich wäre, welche europäischen Staaten sich nicht assimilieren lassen würden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei, aber auch Italien könnten da geeignete Assimilationsverweigerer sein.
(Fehler bei unsachgemäßer Einschätzung können nicht ausgeschlossen werden. Es ist gar nicht so einfach, noch verquerer zu denken, als es die derzeitigen Entscheidungsträger tun.)
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
* (Wem meine Artikel gefallen: Einen Satoshi in Ehren kann niemand verwehren. Danke!)*
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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