Wochenbericht: 7. bis 13. Februar. Mit Michi & Michael, Epstein-Journalismus und einem Nachschlag zur Menschheitsfamilie.
Wunsch ans Universum: Kennen Sie dieses Konzept? Man fährt in die Stadt, weiß eigentlich, dass es keine Parkplätze gibt, und ist doch sicher, dass sich alles fügen wird, wem auch immer sei Dank. Kleine Helferlein, gute Geister, Karma. Nennen Sie es, wie Sie wollen. Wichtig ist ja nur, dass es passiert.
Dienstag habe ich mit Helge Buttkereit gesprochen, der alle 14 Tage am Medien-Tresen steht. Wir waren uns schnell einig: Wir müssten etwas zu Epstein machen, dem „Großhändler des Kompromats“ (Milosz Matuschek), und hier vor allem zum Medienecho. Helge ist aber erst nächste Woche wieder dran, und der Text von Eugen Zentner für Freitag stand schon fertig im System. Was tun? Das Schöne ist: Ich musste gar keinen Wunsch ans Universum formulieren, sondern wurde auch so erhört. Donnerstag flatterte ein Text von Bastian Werner in die Mailbox, der die gleiche Lücke gesehen hatte wie wir. Wer nicht an höhere Mächte glauben mag, kann das einfach auf unser Kursprogramm zurückführen. Bastian Werner ist dort zum Schreiben ermutigt worden, und wir haben einen Autor gewonnen. Noch schöner: Bastian Werner ist nicht der einzige. Wir freuen uns nun umso mehr auf den nächsten Kompaktkurs Journalismus im Mai.
Texte
Der Mittelstand bin ich. Ulrich Gausmann ist unser Rekordhalter. Drei Kurse an der Freien Medienakademie. Hier kommentiert er den Hilferuf aus einem Lobbyverband.
Die neue Schweiz? Sven Brajer war noch nicht bei uns, aber vielleicht wird das noch. In diesem Text geht es um Sachsen-Anhalt, ein Thema, das in diesem Jahr Konjunktur haben wird.
Sind wir eine Familie? Artikel Nummer zwei von Ulrich Gausmann, hier zur „Menschheitsfamilie“, inspiriert von Daniel Sandmann. Beide sagen: Lasst euch von dieser Metapher nicht einlullen.
Zahnrad und Zuckerschock. Eine Leben in Interviewform. Axel Klopprogge, Westdeutscher durch und durch, trifft den ostdeutschen Arbeiter Siegfried Staedler, Jahrgang 1951.
Noch einmal Eric Ambler. Sechs Bücher in einem Text. Untertitel: „Der Kampf um Macht, dazu der Blick in menschliche Abgründe: Amblers Romane spielen in historischen Kulissen und sind doch erschreckend aktuell.“ Autor: Apostolos Katsikaris, vor gut einem Jahr bei uns im Kurs.
Das Versagen der Wächter. Die Analyse von Bastian Werner zu Epstein und zu einem Mediensystem, „das selbst zu tief verstrickt ist, um als unabhängiger Kontrolleur zu agieren“.
Tödliche Hybris. Bastian Werner bei seinem Lebensthema Frieden. Teil zwei der Serie „Atomkrieg aus Versehen“ dreht sich um Bomber 075, der 1950 abstürzte und dabei (vielleicht) eine Nuklearwaffe verlor.
Promi-Medien-Komplex. „Berühmte Persönlichkeiten haben in den Redaktionsstuben willfährige Gehilfen für Feindbild-Kampagnen und Imagepflege“, sagt Eugen Zentner am Medientresen, weiß dabei aber auch, dass „die Auftragskiller unter den Journalisten“ manchmal das Gegenteil erreichen.
Videos
Teil eins der Mini-Interview-Serie mit Michael Sailer ist online. Thema: Kultur, Corona und Aufarbeitung. Mit einem Bier, das offenbar warm geworden ist, wie ein Kommentator bedauert hat. Gestern aufgenommen: ein Gespräch mit Michael von der Schulenburg, EU-Abgeordneter, gewählt auf der BSW-Liste. Es geht um die Sanktionen wegen Desinformation und um einen Friedensplan für die Ukraine. Nächste Woche im Kanal.
Kurse
Der Kompaktkurs Journalismus und das Seminar „Intellektuelle Selbstverteidigung“ sind voll. Es gibt aber eine Warteliste für Spätzünder. Und im Herbst weitere Kurse:
30. April bis 3. Mai: Intellektuelle Selbstverteidigung
13. bis 17. Mai: Kompaktkurs Journalismus
24. bis 27. September: Interview
8. bis 11. Oktober: Journalismus-Retreat
Jederzeit (wochentags, Anfragen per Mail): Still bleiben, dagegenhalten, weglaufen? Wie wir im Gespräch bleiben
Sonstiges
Unser Impressum wird sich ändern. Wir haben im Dezember den Verein Freie Akademie für Medien & Journalismus gegründet und stehen seit ein paar Tagen im Vereinsregister. Parallel arbeiten wir an einem Relaunch, der die Seitenstruktur stärker in Richtung Medium schiebt und es Ihnen hoffentlich leichter macht, genau den Text zu finden, nach dem Sie suchen.