Aus Gründen

Abschaffung der Einseitigkeit

Kritische Äußerungen, die mit Israel zu tun haben, werden aufgrund der Geschichte Deutschlands kategorisch als antisemitisch bewertet. Diese Verallgemeinerung führt dazu, dass auch Aussagen darunterfallen, die mit einer Verharmlosung der Geschehnisse gar nichts zu tun haben. Das öffnet Tür und Tor für Missbrauch seitens bestimmter Strömungen in deren Reihen, die vor einer Verharmlosung geschützt werden sollen.

In der deutschen regelbasierten Meinungsfreiheits-Simulation ist für kritische Äußerungen zu Israel eine Schmalspur vorgesehen, in denen sich systemtreue Medien eigentlich verbotener Zeichen bedienen dürfen, die in der Diktatur vor rund 80 Jahren umgedeutet und für deren Zwecke missbraucht worden sind. Damit könnte man gut leben, weil sie ohnehin bescheuert sind. Seltsam wird es nur, wenn Künstler oder Journalisten dieselben bescheuerten Zeichen verwenden, um kritisch auf bescheuerte Entscheidungen in Unsererdemokratie hinzuweisen.

Ob der regenbogenfarbenfrohe Fahnenwahn, der an einen früheren Fahnenwahn erinnert, dereinst ebenfalls geächtet und verboten wird, bleibt abzuwarten. Die Zeiten ändern sich.

Bei der Gelegenheit gleich noch ein Hinweis auf den so gerne verwendeten Begriff, der beispielsweise verwendet wird, wenn es darum geht, dass Unseredemokraten meinen, unsere Demokratie schützen zu müssen, vor Anti-Demokraten, dem bösen Russen und jeden, der etwas an der aktuellen Politik glaubt aussetzen zu müssen, wo sie doch nie besser war, als jetzt. „Unsere Demokratie“ war eine Kampfvokabel der DDR. Wenigstens etwas, dass es außer dem Ampelmännchen noch in die beste Republik aller Zeiten geschafft hat.

Hierzu eine kurze Info von demjenigen, der Plagiatsverschwörungen widerlegt, was auch nicht so gerne gesehen wird, weil es in der Regel die Falschen im System trifft:

https\://plagiatsgutachten.com/blog/unsere-demokratie-war-eine-kampfvokabel-der-ddr/

Kurzer Ausflug schon beendet, zurück zu dem Begriff Antisemitismus bzw. antisemitisch.

Dieser Begriff ist einer von vielen, die zwar oft verwendet, aber selten auf ihre Bedeutung hin näher angeschaut werden.

Anti ist klar, dass heißt gegen. Semitisch ist zurückzuführen auf einen Sprachwissenschaftler, der die biblische Abstammung der Völker der Erde auf sprachliche Gegebenheiten projizierte.

Danach geht das Wort semitisch zurück auf die Dreiteilung der Welt in der Nachkommenschaft der drei Söhne Noahs, nämlich Sem, Ham und Japhet. Demnach müsste es eine semitische, hamitische und japhetitische Nachkommenschaft geben.

Rein logisch, wenn es nur diese drei Nachkommenschaftszweige gibt, müsste jede und jeder Leser inklusive des Autors seine Ahnen auf einen der drei Söhne Noahs zurückverfolgen können. Es könnte also sein, dass der Ur-ur-ur-ur-ur-Großvater von Lieschen Müller Sem geheißen hat, und wenn man etwas Schlechtes über Lieschen sagt, dann wäre das demzufolge antisemitisch, also gegen den Ur-ur-ur-ur-ur-Großvater von Lieschen Müller gerichtet. Klingt absurd, soll aber mal so im Raum stehen bleiben.

Jeder, der was gegen den Ur…..Großvater von Lieschen Müller sagt, ist also ein Antisemit. Das gleich gilt natürlich auch für die, die Nachfahren von Ham sind, das sind dann Antihamiten und die, die gegen Japhet was sagen, sind Antijaphetiten. Nur der Vollständigkeit halber, kann ja sein.

Demnach kann der Begriff, so wie er und für was er verwendet wird, auch als inhaltsleerer Quatsch eingeordnet werden.

Was allerdings kein Quatsch ist, wäre die unberechtigte negative, verharmlosende, herabwürdigende Bewertung einer bestimmten Lebensweise, für Deutschland gilt das besonders für die der jüdischen Menschen. Der Vollständigkeit halber gilt das jedoch auch für die generelle Herabsetzung der Anhänger des islamischen Glaubens, des christlichen Glaubens, der Buddhisten, Hinduisten und allen anderen Glaubens- bzw. Religionsgemeinschaften und Ethnien.

Das wiederum bedeutet aber nicht, dass man bestimmte Strömungen und Gruppierungen und einzelne Menschen nicht für „doof“ halten darf, oder nicht gut für ein Land, wie zum Beispiel Netanjahu, obwohl sie es sind, nur, weil es offiziell unter die Kritikunfähigkeit fällt.

Dass es keinerlei Ressentiments gegen irgendjemand anderen gibt, der nicht so glaubt und denkt, wie man selbst, muss ja immer und immer wiedergekäut werden, weil man sonst am besten gesichert antisemitisch ist, wobei sich die Maus in den Schwanz beißt.

Diese seltsame Ahnenforschung um Noah, die man durchaus mit gewissen Gebietsansprüchen in Verbindung bringen kann, erreicht wohl im Zionismus, dem Herr Netanjahu, geborener Mileikowski und dessen über alle Religionen hinweggehende Anhänger in Israel und den USA immer offener anhängen, ihren Höhepunkt.

Es gibt Stimmen, die Anzeichen dafür sehen, dass der US-amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran, mit einer Führungsspitze, mit der man durchaus nicht einverstanden sein muss, damit zusammenhängt, dass hierin eine gewissen Chance besteht, den Traum von einem Groß-Israel Wirklichkeit werden zu lassen.

Und auch in Sachen Ahnenforschung ist Deutschland in der jüngeren Geschichte kein unbeschriebenes Blatt. Diese Ideologie ist allerdings in Deutschland verboten, während die andere Ideologie erlaubt ist. Das könnte man so auslegen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Am besten wäre es, man würde sich von beiden distanzieren, weil es niemandes Recht ist, sich als auserkorenes oder überlegenes Volk über andere zu erheben. Wenn schon, dann alle ächten, denn Schaden durch die Folgen wurde in beiden Richtungen mehr als genug angerichtet.

Jetzt ist es so, dass Deutschland den Schutz Israels zur deutschen Staatsräson erklärt hat. Wenn sich diese jedoch auf den Schutz der zionistischen Idee, die Netanjahu offen vertritt, bezieht, ist das dann nicht wenigsten antidemokratisch, wenn nicht sogar „antisemitisch“, weil so diejenigen ausgeschlossen werden, die auch in Israel eine Friedensbewegung initiieren, gegen Netanjahu auf der Straße demonstrieren und eigentlich nur in Ruhe und Frieden leben wollen? Und würden so nicht die Nachkommen Sems denen von Ham und Japhet vorgezogen werden? Der Schutz von Minderheiten gehört doch ganz besonders zu einer Demokratie, die ihren Namen verdient hat. Wie jedoch leider auch in einer Demokratie mit Minderheiten umgegangen werden kann, hat das „Mysterium von Corona“ gezeigt.

Es taucht also die Frage auf, ob Deutschland die in Israel herrschenden Kräfte, die nach einem Groß-Israel streben, wirklich ernsthaft unterstützen will? Diese Frage muss man stellen.

Auf welcher Seite genau steht Deutschland in dieser Frage? Auf der Seite, eines israelischen Staates, der alle Ethnien berücksichtigt, oder auf der Seite eines Teiles des Staates, der Expansionsphantasien pflegt?

Auf der Seite einer israelischen Regierung, die die zionistische Idee voranbringen will, oder auf der Seite der Menschen, die mit ihrer Lebensweise an einem friedlichen Platz, in Einvernehmen mit anderen, unter den herrschenden Verhältnissen und dem Staatsgebilde, so, wie es nun mal derzeit ist, einträglich leben wollen?

Schwierig genug unter den gegebenen Voraussetzungen und der Tatsache, dass bis heute, seit rund 80 Jahren, offensichtlich der Wille nach einer 2-Staaten-Lösung fehlt, der obendrein auch noch der Vorstellung von einem Groß-Israel entgegenstehen würde. Man will ja nicht kleiner werden, sondern eben größer!

Hier taucht unweigerlich wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer 1-Staaten-Lösung mit Neugründung eines anderen Staatsgebildes auf, in dem alle in endlich festgelegten Grenzen, denn die gibt es derzeit nicht in Israel, in Einvernehmen miteinander leben sollten?

Vielleicht hat der Iran-Krieg auch etwas „Gutes“ und bietet der Region eine Chance, sich neu aufzustellen, und am besten ohne am Tropf einer Großmacht zu hängen? Vielleicht wäre es stattdessen sinnvoller, sich mit seinen Nachbarn zu einigen und zu verstehen, deren Mentalität den Menschen vor Ort vielleicht näher ist, als die deutsche?

Israel und Deutschland leben sozusagen in einer Schicksalsgemeinschaft. Beide sind auf gewisse Weise nicht wirklich souverän und sehr auf die USA ausgerichtet, in der sich derzeit Kräfte von ihrer unschönen Seite zeigen.

Von den aktuellen Akteuren, die derzeit in der politischen Landschaft herumstraucheln, die vor allem mit Unfähigkeit und Zerstörungswillen glänzen, sind derartige Überlegungen nicht zu erwarten. Es wäre jedoch wichtig, hier klare Kante zu zeigen, sich an der Realität zu orientieren und vor allem zu differenzieren und auch hier nicht jede Art von konstruktiver Kritik gleich mit dem antisemitischen Bügeleisen eins überplätten zu wollen.

Es fehlt der Blick auf die Menschen. Was wäre zu tun, damit es ihnen gut geht? Was daran eine wie auch immer bezeichnete Anti-Einstellung ist, will sich einfach nicht erschließen.

Den Menschen in den Fokus zu setzen, mag vielleicht naiv sein, richtig wäre es dennoch.

Es wäre an der Zeit, sich das „Gebilde“ Israel einmal kritisch anzuschauen, und auch nicht die Augen davor zu verschließen, dass es dort nicht zu unterschätzende Strömungen gibt, die geeignet sind, den von Israel und den USA vom Zaun gebrochenen, unter fadenscheinigen Begründungen begonnenen Krieg gegen den Iran, zu einem Weltenbrand ausweiten zu lassen.

Ob nun als False-Flag-Operation oder tatsächlich vom Iran ausgehend. Es sind schon Drohnen Richtung Zypern und in die Türkei unterwegs gewesen. Die Türkei ist in der NATO. Was, wenn die den Bündnis-Fall ausruft und sich tatsächlich einige NATO-Staaten nach eigenem Ermessen dazu entschließen, sich an dem Krieg zu beteiligen?

Was wenn der Atomreaktor in Dimona/Israel (übrigens finanziert auch von Deutschland, zur Sicherheit des Landes) getroffen wird?

Was, wenn sich die in der Tat zionistisch-„antisemitischen“ Kräfte in Israel so in die Enge gedrängt fühlen, dass sie eine Atombombe (sofern wirklich vorhanden) Richtung Teheran schicken?

Was, wenn dann der Iran entscheidet, eine wichtige Schaltzentrale der USA in Ramstein und Wiesbaden anzugreifen, obwohl der Handlungsreisende Merz derzeit eine Beteiligung ausschließt (wohlgemerkt aktuell, das kann morgen schon ganz anders aussehen, das kennt man ja)?

Ganz schnell kann sich eine Eskalationsspirale wie vor dem 1. und 2. Weltkrieg entwickeln und schon haben wir den Salat. Sind die in Europa Verantwortlichen in der Lage so weit zu denken und sich die Konsequenzen auszumalen? Derzeit sieht es eher nicht danach aus.

Viele israelische Staatsbürger verlassen derzeit das Land, es gibt kam Neuankömmlinge. Warum wohl? Weil es in Israel so schön, gemütlich und sicher ist?

Und wohin werden die iranischen Menschen flüchten, wenn Trump weiterhin daran arbeitet, den Friedensnobelpreis nicht zu verdienen? Richtung USA wohl kam, doch eher Richtung Europa.

Noch einmal zum Abschluss: Dass die Regierungsverantwortlichen Deppen sind, dafür gibt es mehr als genug Beweise. Weder die Iraner, noch die Israelis, noch die US-Amerikaner (im Gegenteil) haben diesen Krieg angezettelt, sondern Interessen-Geier und Ressourcen-Schacherer. Dabei kommen die Menschen, gleich welcher Religion, Weltanschauung und Ethnie in der Tat seit Menschengedenken unter die Räder. Das muss aufhören!

Wie lange wollen wir uns noch von diesen Kakistokraten auf der Nase herumtanzen lassen?

 

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

 

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