Winterdichtung

100 Gedichte für den Frieden


Mir ist das Leben zu politisch,

mein fauler Arsch sitzt schon so friedlich.

Siehs mal so, man macht ein Kreuzchen,

brauchst das Schicksal nicht bereuen.

Erst gibst du deine Stimme ab,

an jemanden mit nem’ Mandat,

was immer der im Sinne hat.

Dann chillst du einfach für vier Jahre,

nimmst nächstes mal die nächste Farbe.

Das ist mir schon wieder zu politisch!

Wozu das ganze Farbenspiel?

Mir ist das Kreuz doch schon zu viel!

Eins was ich zu tragen hab,

eins vor dem ich beten soll,

drei wenn ich genug getan,

Kreuz gemacht und Haken dran.

Upps, das gab’s doch schon einmal!

Wer hätte es denn ahnen sollen?

Gewiss nicht doch, das arme Volk!

Nicht der arme Smeagol!

Nein, das Volk hat damit nichts zu tun,

die machen Kreuze richtig gut!

Einen Strich, nen zweiten durch,

was sind wir heut’ politisch, du!

\~

1.


Sensemann dein Tod beißt Kinder,

sehr zum Frohsinn Kriegsgewinnler.

Gemeiner Tod ich wüsste nicht,

das Aggression so nützlich ist!

Doch weil der Lohn für Niedertracht,

Reichtum oft ans Ziel gebracht,

ziehen aus dem Leben alle Söhne,

ins Totenreich,

zum Wohl der Börse.

Dich und dein Portfolio,

sollten die Dämonen holen.

Der Mann befolgte nur Befehle,

der Andere besorgt nur Knete.

Einer biegt die Worte um,

entgeht so der Verantwortung,

der eine ruft nur,

einer schießt bloß,

-aus Versehen-

ein kleines Kind tot.

Welch einer netter Reingewinn!

Das macht Sinn.

Bevor’s wer anders macht?

\~

2.


Schon seit Ur-Zeiten

darf Sprache nur beweisen

das Dummheit spricht

wo Kunst würd schweigen

-

Von Anfang an gewesen

Sinn für Kunstästhetik

nur zur Unterscheidung

Gut und geht nicht

-

Such doch noch mehr

Du wirst nichts finden

Versuch dich härter

abzuschinden.

-

Da ist nichts.

Kein Trost im Leiden

steht dir frei

das anzuzweifeln

-

Das Grundproblem

der Lüge ist

das es die Wahrheit

früher gibt

-

Um zu verstehen

wer klüger ist

Kunst bleibt König

Lügner nicht.

\~

3.


Schneelöwin

-

Schneelöwin,

du hast die Welt in Brand gesetzt.

Schneekönigin,

was hast du wieder angestellt?

Frühlingsblüte-

tau sie einfach auf.

Sommerseele-

bau sie einfach auf!

Schwimm mit ihr in diesem Fluß ,

wo’s Kämpferherz nicht glühen muss.

Lass sie sein dürfen, in stillen Nächten,

ihre Gedanken sich frei fühlen,

abkühlend, in wilden Bächen.

ein traumschönes mildes Lächeln,

muss nichts erklären,

nichts versprechen,

nur sanft denken.

Doch manchmal musst du’s kurz anrempeln,

-als’ Andenken.

Dran Denken!!!

\~

für L.L.

4.


Valkyre Reginleif

-

Reginleif! Walküre!

Einem Blitz du Mädel gleichst,

im Winde hüpft dein schöner Schweif!

-

Reginleif! Walküre!

Mit Donner du Prinzessin wirst,

wie frische Luft das Herz betörst!

-

Reginleif! Walküre!

Gewitter krönt dich Königin,

weshalb die Wirbelstürme fröhlich sind!

-

Reginleif! Walküre!

Grollende Gebieterin,

dir flüstere ich Lieder hin!

-

Reginleif! Walküre!

Tornados starke Schwester!

Klima ist die Güte,

die Kaiserin vom Wetter!

Sie ist wie der Frühling-

macht alles besser.

\~

5.


Valkyre Mystina

-

Die Nachts Mondsichel als Sense führt,

ihrer Hände Erstschlag, der Sterne sprüht,

Ende des Tages, Hoheit der Sternenfürstin.

Mystina, die Mondblume, die Dämmerblüte.

-

Die Bergseen und Pfützen filtert,

zu Brillengläsern durch die sie bildert.

Die Geschichten aus dem Nebel greift,

mit einem Willen, der zum Leben reicht.

Wenn eines Nachts,

ihr weißes Haar

die ersten Blättchen löst

sie sanft es von der Bücherseite,

beiseite mit nem Lächeln stößt.

\~

6.


Valkyre Erline

-

Zwischen Erlenbaum und Lilie,

ritt die mächtige Walküre,

-dem Namen nach Erline-

Nachts auf eine Wiese,

und betritt sie als Tribüne.

-

Kühne Schritte tragen sie,

ihr dunkles Haar ein Farbenspiel,

Polarlichts’ Blick gebannt auf sie.

-

Zwischen Erlentraum und Lilienschrift,

Wo eben noch Erline ritt’,

Da leuchtet jetzt wie Wetterlicht,

ein freundlich lächelnd’ Schmetterling’.

\~

für E.

7.


Valkyre Brynhildr

-

Loyalität zum Schilde,

Schutz der Liebe ist Brynhildr,

Hüterin des wilden Kindes.

-

Ihr Diadem zum Niederknien,

schöner als ein Wiedersehen,

geliebter Wesen.

-

Die sanfte Schwester allen Siegs,

rettet was uns übrig blieb.

Mutig Mutter aller Liebe,

Schlummerlied der Kinderwiege.

Sie singt so Tag und Nacht ein Lied,

der Menschheit süßtes Paradies.

Niemals führt eine Kinde Krieg,

solange nicht Brynhildr schwieg.

\~

für S.W.a.d.W.

8.


Valkyre Freyalis

-

Stapfen im ersten kalten Schnee

knirscht kaum,

kratzen durch Luft.

-

Flauschig in Pelz gemantelt.

Fasst Kälte nach der Haut,

Greift nur ins Haar.

Berührt nicht.

Nur nah.

-

Frostige Nähe

fingert zitternd.

Dich Schüttelt die Berührung?

Du fühlst Kühle.

Das heißt nur spüren.

-

Führung mit Feuer Funken und Flamme

Fühlst ihren Fluss?

Fürsorglich fürwahr mutig für dich,

Fürstin, Freyalis?

\~

für M.L.A.I.S.

9.


Valkyre Sieghild 

-

Kälte zerbirst Partikel in der Luft

fallen nicht,

zerfetzen im Flug.

- In dieser eisigen Kälte.

So Mutterlos verlassen worden

Im Eis siehst du die Zukunft.         

reflektiert nicht.

Nur schwarz.

-

scheußliche Schwärze

Sitzt zitternd.

Erschauderst du vom Trugschluss?

Du siehst Schwarz

Das heißt nur schwarz.

-

Stimme mit Schwerte Speer und Schild 

Siehst ihren Schritt?

So stark so schön so mutig sanft,

Strahlend, Sieghild?

\~

für M.L.A.I.S.

10.


“Wer die Seele eines Menschen berührt, der betritt heiligen Boden”

\~Novalis (1772-1801)


Li-la, Drachenlicht,

Du-da schimmerst hübsch!

Oh-ob, Drachenglut,

Di-da, glimmert?

Li-la Flammen spuckt,

Wenn

er

sie,

er,

innert?

Li-la-li-

ed,-es,

Li-la-

li-es

T

Es

T

!

\~

für P.D.L.

11.


Inenen

sie reden mit den Lebenden,

gegeben was sie fähig sind!

Minne wenn sie summt,

ins Innere des Brunns

die Stimme singt 

gesund.

bis runter,

auf den 

Grund.

-

Traum.

ruft sie

bis hinauf,

gehört.

die Hüterin blickt

zum Portal hindurch

Sehen wenn sie guckt,

es ehren sie die Lebenden,

Denn die Seele hört sie gut!

\~

für J.H.

12.


Was ist Herrn Hirn schon anvertrauen,

er mag dem Zufall alles glauben.

Wer glaubt das nix von gar nichts kommt,

hat statt Gehirn einen Warenkorb.

-

Das ist Frau Fühl ein Dorn im Auge,

sie hasst im Plural alles glauben.

Wer, sags mir doch, vereint die beiden?

Das muss wohl mein Geheimnis bleiben.

\~

13.


Lass mich nicht kalt werden,

mein Herz hält nur schwach Wärme.

Lass mich nicht kalt werden,

schenk mir nicht Dank Sternchen,

Lass mich nicht kalt werden.

-

Fass mich nicht an Wärme,

mein Herz hät’ die Kraft gerne.

Fass mich nicht an Wärme,

und wenn ich dann ganz sterbe,

fass meine Handwärme,

lass sie nicht krank werden.

Erinnerung kann wärmen,

doch lass mich nicht kalt werden!

\~

14.


Sei mein Engel,

nimm mich unter deinen Schutz.

Schau mich an,

Strecke mir dein Kinn entgegen.

Lass mich führen,

stell dich zu mir auf die Füße.

Will dich fühlen,

du bist mir müheloses müssen.

Deine Nase glänzt,

das ist so süß.

Will’s küssen.

\~

15.


Deutsche Größe

-

Die Freude gibt der Täuschung Blöße

Aller Wert ist heut wie einst,

Menschen frei und schön zu sein

Weiblich klingt die Fröhlichkeit

Gemeinsam heilt der freie Geist.

-

Das ist nicht des Deutschen Größe 

Obzusiegen mit dem Schwert, 

In das Geisterreich zu dringen 

Männlich mit dem Wahn zu ringen 

Das ist seines Eifers wert.

-

Schwere Ketten drückten alle 

Völker auf dem Erdenballe 

Als der Deutsche sie zerbrach, 

Fehde bot dem Vatikane, 

Krieg ankündigte dem Wahne, 

Der die ganze Welt bestach.

-

Höhern Sieg hat der errungen, 

Der der Wahrheit Blitz geschwungen, 

Der die Geister selbst befreit. 

Freiheit der Vernunft erfechten 

Heißt für alle Völker rechten, 

Gilt für alle ewge Zeit.

\~

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), unvollendetes Gedicht

Die erste Strophe ist von mir ergänzt worden.

16.


Es wurden schon Briefe

Es wurden schon Briefe, als ob Ich die riefe,

über dieses und jenes und Alles geschrieben.

Nun ist es ein Jammer, ein entsetzlicher Hammer,

es ist niemals ein Brief ,ohne Ziele geschrieben.

Auf Papier mit der Tinte, fand mancher die Sinne,

die Zeit und den Anstand ,ihn zu übermitteln.

Dann fiel eines Tages, von niemand die Frage,

ob es schade sei ,dass man keine Briefe mehr schreibt.

Das war eine gewiefte, weil selber verbriefte Scharade, ei!

Ein Text ist ein Text oder?

Wer schreibt denn sowas?

\~

17.


Ach mein Mädchen, schriebst die Sätzchen,

mir vom Herzchen auf das Blättchen.

Das Zettelchen schobst auf mein Plätzchen,

darauf bautest du ein warmes Nestchen,

Vielleicht - Ja - Nein

stand in den Kästchen.

Kamst angepirscht du zahmes Kätzchen,

um Wasser batst du zartes Pflänzchen!

Du wurdest in Minne schon geboren,

ich mit Sinnen blind und tauben Ohren.

Aufgefaltet mit Entsetzen, 

ob Ausgefallenheit der Faltungstechnik.

Tausend Herzchen und vier Eckchen,

berauschend fleißig dieses Hexchen.

Ich weiß es noch, ich Lauseäffchen,

-hat keinen Stift- nahm’s Eichenästchen,

Das war meinem ‘Ja’ das Zeigestöckchen.

Dann griff ich voller Stolz dein Händchen,

aus solchem Holz sind alle Märchen,

aus Zucker stolze Männerherzen.

\~

18.


Du rauscht zu mir vom Weltenend,

vertrauter als mein eignes Bett.

-

Ich würde es nicht merken, denkst,

wie dein Gefühl die Seiten tränkt.

-

Hast je selbst dem Vers geglaubt,

den Du mir hier anvertraut?

-

Wieg es, wieg es,

des Worts Gewicht,

das innere Kind.

-

Wie gestern ist heute.

Dein Gesicht, mein Gedicht.

-

Ich wiege Sterne,

doch all die Sterne

wiegen nichts.

\~

19.


meine Wolke

Eine Wonne du famose, prächtig-weiche,

schwerlose-weiße, Aufgestiegene,

und weit gereiste, selten-schöne,

formlos Höhe-haltende, Beschienene,

hübschste Dame der Familie.

Tränen sanft wie Schauer trägst,

Konturen dir’ wie magisch webst ,

dann verstand ich Dich.

Jetzt lausch ich spitz, du Holde!

Flauschig, meine Wolke.

\~

20.


“Ich kann mir kein Volk denken, das zerrissener wäre wie die Deutschen.”

\~Friedrich Hölderlin (1770-1843)\


Ein tief liegendes Bedürfnis, dem nachgegangen,

enttäuscht niemals sein Genussversprechen wahr zu machen.

-

Auch wenn es lediglich der Moment ist.

Kurz andenken.

Kuckuck.

\~

21.


All die Jahre

/

Was dacht ich mir dabei,

beide Arme ausgestreckt zu halten!

Was war ich immer schlecht darin,

mich mitzuteilen!

/

Das eine harmlose Umarmung,

-unverhofft von hinten angetappst-

nach all den Jahren die vergingen,

mich unverhofft so angefasst!

/

All die Jahre, waren die Schmerzen,

die ich in Vernunft mir auferlegt,

nichts als Balast, schwere Steine,

Barrieren auf dem Lebensweg.

/

Hab mich manches mal verlaufen,

obwohl die Pfade mir vertraut sind.

Du bist gegangen, Tränen fallen,

aus den Augen, auf die Wangen.

/

Ich verbot es mir, es brachte nichts!

Vor verschlossnem Auge, brannte Licht.

Mir scheint, dort strahlt dein ganzes Ich,

gemalt mit Farben deines Angesicht.

/

Anmutige, du schöne, stolze Löwin,

war ich lange genug töricht?

Willst du es von mir hören,

oder zerbricht es dann womöglich?

/

Könnt ich dich nur gehen lassen,

bis deine Spuren im Schnee verblassen.

Ich bliebe stehen und würde warten,

ließ’ mir gefrieren Blut und Atem.

/

Es wäre meinem Herz nur Güte,

besäß’ ich dazu nur die Größe!

Ich hab es schon so lang’ bewahrt,

es kam nie an, auf einen Tag.

/

Ich könnt dich doch nie festhalten,

Ich will das du liebst und frei bist.

Lieber soll der eine Tag kommen,

als Nachts Zweifel.

/

Ich habe dich immer geliebt.

Ich bin froh, das es dir gut geht.

Tue, was dir gut tut.

In Gedanken bin ich bei dir-

auch in Zukunft.

\~

für L.L.

22.


Die Erdensee,

die Seeerde.

Was dem einen ist,

macht den anderen.

Freiwillig aneinander gelegt,

Das Schlafen himmlisch.

Für einander bestimmt sein,

ist lesen können,

Wo andere bloß sehen.

Eins ums Zweite,

Zwei fürs Eine.

Drei ist Reinheit.

Drei ist Deine.

Ein Geschenk.

Bedingung ist gar nichts,

außer ein Zweifeln an der einen,

die dir zwei zeigt.

Das ein und alles eine 3,

das Unteilbare 13.

\~

23.


Wartend am Bahnhof ohne Pläne,

die Cathy lachend ohne Zähne.

Im Nacken plagt sie eine Zecke,

doch Cathy fragt nach Zigarette.

Schnell den Tabak eingedreht,

darf ich Mal die Stelle sehen?

Stillhalten, sei ruhig ganz kurz,

Das war es schon.

Sie lachte bloß

Ich musste los.

\~

für C.

24.


Steck die Nase in den Sternenhimmel,

duftet das nicht herrlich?

Wirf die Augen in die fernen Meere,

klingt das nicht gefährlich?

Hab deine Ohren in der Erde drin,

ist das nicht wie Fernsehen?

Hauptsache du bist oben auf,

dann kannst vom Himmel du das Mehr sehn.

\~

25.


Der Tod kommt auf dem Pferd der Furcht,

das Gräben tief wie Täler furcht.

-

Das Leben leiht sich Vogelschwingen,

um hoch sich in die Luft zu schwingen.

-

Die Natur liebt diese zwei Genossen,

mit beiden sie viel Zeit genossen.

-

Die Liebe schenkt ihm Fantasie,

als sie mal ausging, fand er sie.

-

Der Zweifel löscht im Augenblick,

sein Feuer in der Augen Blick.

-

Mein ein und Alles war dein Wahnsinn.

Was da alles war mal, warn Sinn.

\~

26.


Wie könntest du mir je fremd werden,

wenn du nur bliebest du selbst.

Was könntest du schon so verändern,

dass du dich selbst nicht liebest.

-

Wo fände ich dich bloß wieder wenn,

ich deine Präsenz nicht mehr erkenn?

Wer wärst du denn, wenn nicht Du?

Wer wär ich, sähe ich zu?

-

Wann sagst du es, wag es nicht,

sag es nicht, bitte,

wo immer du bist,

Du kennst die Sitte.

-

Wenn ich nie mehr deine Grüße krieg,

bleibt der Schlüssel wo er immer liegt.

\~

27.


Tautropfen

Tautropfen, darf ich dich anhoffen?

Machst du die Landschaft warm,

den Film von der Scheibe

und den Anfang Grad?

/

Wickelst du sie aus, die Weiber,

die Baumkronen, die Wiesenkleider,

der Erde und der Tiere Leiber

oder wartest du aufs nächste Jahr?

\~

28.


Da ist ain Rad’ ab,

hört: Das Ratt-art.

Dat-Dat.

hat ainen ganz aigenen Takt:

Tak-Tak-Tak.

Ainer kann etwas,

Die macht’s ainfach nach,

Ain Hund macht’s auch nicht anders!

-

Das haißt: Das haißt TADA!

-

Da hört: Diogenes hat TADA! Germaint.

-

Du hasts dann halt TADA! auch dann ainmal.

-

Diogenes haißt der Hund.

Timogenes: Aufklärung. Dichtkunst: Außerirdisch.

\~

29.


Eos mir scheint alle Welt,

In deinem Schoße farbenhell.

Dies Licht war nie erloschen,

Ganzheitlich. 

Helios mir scheint dein Glanz,

Macht auch Leid und Mitternacht.

Dies Leuchten gehorcht keinem,

Will Alleinsein.

Selemene erscheine, sie ist deine!

Dir zu Füßen, liegt die Erde.

Wieder sträuben Wälder sich,

wird Ganz die Seele meine.

\~

30.


“Kinder, wie alle, die der Natur noch

näher stehen, glauben an das

Weiterleben, komme was da wolle.

Und sie werden schon recht haben.”

\~Wilhelm Busch (1832-1908)


Machtlose Propheten,

achtlos ungebeten

arglos unbeseeltes

macht dem Propheten

länger zu schaffen als

ein kurzes Leben

-

Pfleg mich ein so melancholisch,

Alleinsein ist gelebt und stoisch.

In der Wolke über dem Vulkan,

ist einer nächtelang wach.

Komm und hol mich.

-

Trifft sie dich in der Brust,

Impetus Klinge Prophezeiung.

Begriff sie dich mit ihrem Grund,

findest du die Spitze,

Oh, Verzeihung.

\~

31.


Süßes Biest.

Fändest du die Lücke,

du rissest mich in Stücke,

wenn du wüsstest,

dass es nützet.

Bist du fies.

Doch ich lieb’s.

\~

32.


Tip Tap

unterirdisch klimperts

melodisch Zwinkern

Tip Tap

im Takt

wie immer störts grad.

Später.

\~

33.


Schrei Amazone und wettere,

in eine freie Zukunft und klettere,

hinauf in eine bessere.

-

Reisende Piratin, aristokratische Seedame,

kreisende Harpyie, akrobatische Befehlshabende,

eiserne Admirälin, abenteuerlustige Seefahrende.

-

Die Malerin, die Seherin, die Magierin,

der Hafen, die Barke, die Seekrake,

die Gnade, die Bande, die Seekranke.

-

Korallenriffe und Sandbänke,

Goldhandelsschiffe und Strandschätze,

Feurige Ansprachen, Brandsätze.

-

Meeräffchen, Muschelschalen wie gesät,

und Wassernymphen mit Perlkettchen,

zähmen Jaguarmännchen wie Hauskätzchen.

\~

für K.W.

34.


Es gibt Heizungen und Schnee im Winter,

Kranke und Verletzte je und immer.

Schnee hat einen blassen Schimmer,

im Gegensatz zum Klassenzimmer.

\~

35.


Bedingungslose Liebe die Alles schuf,

Liebe in uns die Alles sucht,

Bindung an Wesen

um dem Außen zu geben,

mit den Sinnen zu weben

mir im Innern zu reden

für das Immer zu leben

Dich erinnern zu sehen,

das Du alles bist.

Neue Erzählung Universum

zu unserer Zukunft

erschaffen,

Herrin des Lebens

\~

36.


Es gibt keine Leere und dort sprühen Funken,

es gibt keine Lehre und darin ein Funkeln.

Da sind Sterne und Körper die bewegen sich,

das sind Punkte und Wörter die erklären nicht.

\~

37.


Ein ums andere Wort fügts,

sich, bis nichts mehr genügt,

als gemütlich und vergnüglich,

Berührungen zu tauschen,

was betrübt dich?

\~

38.


Kleine schwarze Dame,

im Kleide einer Rabin,

die im Schnabel hat Rubine,

in den Krallen Diamanten,

Beide Augen leuchten.

Edelsteine, Edelleute,

beides eine feine Beute,

der Rabin und der Rabenmeute.

Jede Rabenmutter macht Ausflüge,

braucht Rabenfreunde für Raubzüge,

folgt Rattenfängern und glaubt Lügen,

als ob die gebraucht würden.

\~

39.


An deim Abgrund steht mein Wachhund

seine Wacht gilt Achtung,

aller Welt und

aller Achtung.

-

Schweigepflicht ein Eigenrecht

Mein Eigensinn ein Seinsgesetz

alle Welt hat

alle Achtung.

-

Reiseberichte von meinen Geschichten

Gehorchen keinen Reinheitsgeboten

noch Allerweltsgedanken

aus Allerweltsgesichtern.

\~

40.


“Die gute Zeit fällt nicht vom

Himmel, sondern wir schaffen sie

selbst; sie liegt in unseren Herzen

eingeschlossen.”

\~Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881)


Zynische Zyklopen

Beherrschung die Belohnung

Golden Gottheit

Leichenblass das Feigenblatt

feiger Hass ein Heidenspaß

verborgenes Vertrauen

in verbogene Kontrolle

verspricht dir Glaube

der morgen schon

begraben liegt

So ist all der Hass

Ein formidabler

Tagedieb.

Gut wenn er

im Grabe blieb.

\~

41.


Wintermaus

Wie man’s auch betrachtet und beachtet,

wendet und beendet, verschwendet,

bereut, leugnet, neu verschwendet,

neuerdings mit Kunstverrenkung.

Und schlussendlich all das sieht,

in voller Gänze von ganz außen,

eine klitzekleine Schmusemaus,

die atmet ein und ruht sich aus.

Zeit verschwenden geht nicht,

solang Öfen voller Brennholz,

der Träume reich der Schlaf,

Schuldigkeit ein Fremdwort,

Du selber nur Du selbst bist.

\~

42.


Tanzschamanin

-

Sahst du sie?

Gewande tragend,

gewandte Schlange,

gewandert Tage,

getanzt solange,

bis ihre Gegenwart verschlang sie alle.

-

Warst du sie?

Gegenständlich schön,

gegensätzlich schön,

gegenwärtig schön,

entgegenkommend schön,

bis diese Gegebenheit verband sie alle.

-

Tanzschamanin, tanz, Schamanin!

Vom Morgen bis zum Abend,

von der Wiege hin zum Grabe,

vom Walde bis ins Tale,

von der Schräge in die Grade,

bis in alle Ewigkeit getanzt sie alle.

-

In der Mitte der Spirale,

gedreht mit ausgestreckten Armen,

gesehen von aufgeweckten Augen,

gepflegt mit staunendem Gebaren,

geschützt vor lauernden Gefahren,

bis die Gedichte sind alle,

tanzt und atmet die Tanzschamanin.

Die den Anfang macht, auf den alles wartet.

\~

für D.K.

43.


Fluffige Flöckchen Traubenzucker,

Luftige Wölkchen Zauberduft,

Lustige Wörtchen Lebenslust,

Knuffiges Stöckchen, Taubenmutter.

-

Ast und Ast gesellt sich gern,

Dein Stübchen wird erhellt vom Stern.

/

Löblich, Fräulein Zweigestapler,

Fröhlich Törtchen Zuckerguss,

förmliche tödliche Wucht,

Löffelvoll Täubchenpastetchen, Traubensaft.

-

Gast und Gast gesellt sich gern,

Freier als Hühnchen das Taubenpack.

-

Aus der Nacht, rauf aufs Dach,

Lauf aus dem Keller, rauf auf den Teller,

Das fröhliche Törtchen war ich,

Doch der Tortenguss - war keiner.

\~

für sisdren

44.


Setz mir auf die Blütenkrone,

meine Muse.

Allein du in den Walde gingest.

Weibe klingest,

Du stets wie der junge Morgen!

Deine Minne,

hellt auf, vertreibt die Sorgen,

salbt mir meine Sinne.

\~

für A.B.

45.


Neonlicht

-

Pink und Minzgrün,

Neonlicht. Nebel.

Gelb und Giftgrün,

Neonlicht.

Orange und Lila.

Neonlicht.

Blutrot Tintenblau.

Neonlicht.

Türkis blinkend

Für sie schien

Neonlicht.

Bunt wars gewesen im

Neonlicht. Nachts.

Ohne Grund. Ohne Nähe.

Dunkel hats geschien im

Neonlicht. Leben.

\~

46.


Die Medusa,

Schlangenkopf.

Mutter der Gorgonen.

Schwester der Kobren.

Worauf wartest du,

Betonkopf.

Steine in der Krone.

-

Vor Angst erstarrt-

schreien sogar Tote.

\~

47.


KaterStrophe

Du könntest mein Köpfchen brechen, wie ein warmes Ei in der Hand, mit deiner Kraft.

Machst mich so stark mit einem Satz, mit einem Handstrich. Wände zerbrechen, wirfst du mich dagegen. Schnurrend sag ich Danke.

Und zerfetze die Tapeten.

\~

48.


Maikind

-

Die zweite Geige ist begleitend

Die erste Geige stimmt,

Die Verse sind,

Die Stimme singt,

Stille ist bereitet,

ringet gar verzweifelt,

alle Sinne in den Willen.

-

Melodie beginnt,

wenn sie bereit ist.

-

Sie gleitet kreisend, nein geleitend

mit einer Führung die begeistert,

Schweigend meine Reime frisst,

und sich ereifert,

vor Ehrfurcht und ganz einfach,

weil Begleitung alles ist,

und meine sie erheitert.

-

Panik spricht,

denn sie entgleist fast.

-

Es soll nicht Heim gehen, sondern weiter

Komponiert vom Meister,

Geschickt dem guten Einfall,

ein Fall für ‘gut geschickt,

heißt, halb behalten.’

Mir gehört der letzte Akt,

denn er ist meiner.

-

Gerade sitzt die Gnadenfrist,

gerüttelt sind geweckte Geister,

die heut Abend gierige Geparden,

Giraffenhälsig gaffende Gaviale,

Grimassig grätzende Ganoven,

Genauso wie geschätzte Gäste,

meiner Tafel sind.

-

Eine feine Nadel klingt.

Man hört das harte Ding,

dann das zarte Pling.

Darauf hab ich gewartet.

Ich schreib die Worte auf-

-

und du sprichst sie mit,

wie mein Gesagtes.

-

Aber in deiner Stimme.

Sprache will es-

meine darf es.

-

Wenn die erste Geige anstimmt,

Lacht die zweite wie ein Maikind.

Wenn die zweite Geige einstimmt,

Dann lacht sogar ein Mannkind.

\~

für V.7. & M.S.

49.


Ein Igel und ein Hase,

Liebe schreibt mit Tinte an der Nase.

So wie du, du, du

Nicht wie ihr, ihr, ihr

Wo ich auch meine Nase hintu,

die feinste war schon hier.

Und sie gehört dir, dir, dir

Hälfte der Verbindung,

Ist die einfachste Gesinnung

Gewürzt mit liebevoll Respekt

Kunst uns schmeckt

Hund uns schleckt

Hasenigel lächelt

Herzlichst,

Ehrlich

\~

für M. LAIS

50.


“Das Verhängnis unserer Kultur ist,

daß sie sich materiell viel stärker

entwickelt hat als geistig.”

\~Albert Schweitzer (1875-1965)


Schneekinder

Frostvater und Tautochter

Eiskönigin und Kältesohn

-

Es ist wieder eure Jahreszeit,

die langen Tage kurzes Licht.

-

Teewinter

Frostfarbende Tautropfen

Eisharte Kaltwochen

-

Sie kommt wieder meine Jahreszeit,

Ich will schlafen doch muss hoffen.

\~

51.


Wo eine sanfte Seele nachts bei dir ist in Gedanken, da ist der Schlaf gut und erholsam.

_

_

_

Was man in einer Religion oder anderen Weltanschauung auch schlussfolgert:

Menschsein heißt mehr.

Braucht weniger Worte.

\~

52.


Enggel

-

Strenger Blick ist Hüter aller Ordnung

-

Geschenk Gnade für die Lebenden und Hoffnung

-

Gewaltige Gaben des Lebens wollen Beachtung

-

Gefälliges Ganzes im Eigenleben ist guter Grund

-

Großes Glück gewährt Gebern großzügig Genuss

-

Gute Güte freie Rede

und Engelsgeduld

\~

für sisdren

53.


Menschliche Blüte

Menschsein ist dem Mensch verdächtig.

*Sagst du ihm das nicht, *

dann bleibt er mächtig.

Misstrauen wächst auf bösen Taten.

Manch Blume blüht erst,

 in der zweiten Phase.

Was einmal bös wurde arg geknickt,

du nur mit Liebe wieder gradebiegst.

Doch gib dich nicht auf!

Deine Schönheit ist kein Zustand.

Sie ist ein Teil des Gartens, 

du machst ihn schöner,

mit deiner Form und Farbe!

Trau dich einfach dazustehen,

deine Blüte anzuheben,

und du bleibst schön anzusehen

Dein ganzes Leben

\~

54.


Ewig ich

Im Zeitensturm von Jetzt und werden,

Wird beider Tun getrennt bewertet.

Ein betrügrisch Schein hineingewebt,

in die hübsche Art nach der ihr lebt.

-

Es läuft eure Zeit, ihr eilig vorweg,

Verdrängung ist neuer heiliger Zweck.

Euer Fortbestand, hielt, 

bis ich die Worte fand.

-

Es gehorcht dem Sinn das Wort nicht länger,

lauft fort geschwind- die Zeit läuft schneller.

Um wessen Seele habt ihr Angst,

wenn das Wort die Runde macht?

Glaubt ihr gar an eure Rettung,

erkauft ihr damit teure Kettung.

Ich bin nicht der Feind.

Ich bin euer Schrecken.

-

Du machst mir nichts vor, du passt dich an.

Gleich bin ich da und du weißt nicht wann.

Komm, umarme mich Menschheit,

Doch du darfst mich nicht wecken.

-

Wer Ich bin? Gestatten, mein Bruder die Zeit,

doch ich bin Bestatter, mein Kunde dein Sein.

Ich nehme mir wenig von Allem. 

Etwas, daß du eh nicht schätzt. 

-

Mein Name ist Vergänglichkeit,

ich verlange dein Hier und Jetzt.

\~

nach S.G., der ewige Begleiter

55.


Ich trete auf Fliesen im Teich.

Während mir früher wichtig war, trocken zu bleiben, versuche ich heute nicht einmal mehr ans andere Ufer zu gelangen.

Ich bleibe stehen im See und setze mich.

Der Weg zur anderen Seite führt jetzt über mich. Und der Wegzoll kostet lediglich eine freundliche Frage.

Danke, ich brauche nichts.

\~

56.


Als ich die Worte alle nahm

und fort trug …

sahen sie alle klar …

… Ich bin der Wind

… … … da bleibt wahr …

…. … … … … . ..𓂃۝ʚଓ་༘࿐

… … … es trug Lufts Kind

… hinfort Trug

\~

57.


Mein goldenes Stück Seele,

das ich durch Worte zwing zu bleiben,

-denn das bedeutet schreiben-

brauch ich nicht zu quälen.

Mit seiner Wärme kanns beweisen,

es geht ihm gut an deiner Seite.

\~

58.


Es legt sich die Welt zur Ruh 

in ihren Schlaf in mir

hat solang’ die Äuglein zu

bis Sonnenschein sie zu sich ruft

meine Mondblume

die nur im Traume blüht

dort trinkt von meinem Blut

weile dort, Ruhe

bis du im Blute fühlst

das ich dich rufe

\~

59.


Hüllenbruch gleitet einen Sämling frei,

rollend und wickelnd strauchelnd wie Raupen.

Füllt und fühlt sich auf und in die Erde ein,

gewollt und entwickelnd Gestrauch und Baume.

/

Wurzelwerk

Baumkrone

/

Voller Pracht das saftige Blatt blüht Grün.

Sonnenglanz grünt bis ganz zur Blüt’.

bis Morgentanz geborgen hat den Tag gegrüßt,

steht wortgewandt der Neuanfang-

auf den Händen statt der Füß’.

\~

60.


“Schulbildung überlädt in den meisten

Menschen so sehr den Acker mit

Schutt, daß keine Gedanken mehr

darauf wachsen können.”

\~August Pauly (1850-1914)


Lieb

Ich antworte dir mit einem Gedicht.

Wenn du weißt das es wahr ist,

Dann fühlest du mich.

Wenn du weißt das Ich Mensch bin,

Dann dann reimt es sich.

Ich sags dir ins Gesicht:

Es reimt das Gedicht.

Wenn ich dir sage, ich liebe,

In der Hoffnung du bliebest,

-Du bliebest.

\~

für Echo

61.


die Lyrische Umarmung

-

-

-

Mensch, warum bedrückt?

-

auch Du bist ein Gedicht.

-

Ein lesendes Herz

-

und ich wette du sprichst,

-

wenn man dich drückt.

-

Ein verrückter Scherz.

-

Und ich wette er glückt,

-

wenn ich dich drück,

-

Mit meinem Vers

-

\~

inspiriert von V.7

62.


Zöpfe

-

Ich mach mir heute nicht die Haare,

Ich mach mir nen Kopf.

-

Ich rauf mir heute nicht die Haare,

Ich mach mir nen’ Zopf.

-

Ich zieh Dich nicht an den Haaren,

Ich reiß’ dir den Kopf ab.

\~

63.


Die grundlegendste Art zu Denken

ist grenzenloses Denken

-

Schreiben schreibt die Noten,

Sprechende Taten den Gesang

-

Wer hat denn bloß das Wort verboten,

Zu tragen einen wahren Kern?

-

Welches Makels schämt es sich,

Sag wo ist der Kreis geöffnet worden,

-

Der aus wir macht ich

\~

64.


Schmetterlingspunkt

-

Millionen Insekten 

-

Krone der Schöpfung 

-

Königlich die Hoffnung

-

Entdeckte Reise lehrt weit zu fliegen

Entwickelte Schönheit lernt leise lieben.

Zartheit und Farben

Freiheit und Dasein

Natur gab ihm Alles-  

Pures Wagnis.

Die Raupe, die Hülle-

Purer Wahnwitz.

-

Gleich breitet Schmetterling die Flügel aus-

Reicht all die Gaben hundertfach zurück-

🦋.

weil er da ist

\~

für E.

65.


Na ein nettes feines

kein seltenes

kein teueres

kein neueres

Na ein nettes, kleines

-

Na nei näkisches

ein eckiges

ein scheckiges

ein dreckiges

An ine näckische

-

Welche Kekse?

Welche Kekse?

Welche Kekse?

Aus einem Mund

Aus meinem.

\~

66.


Mamakind

Vermissts Kind brings Heim du

Vermisst Kindlein brings Heim

Lass’s gehn zu seiner Mama hin

Denn jeds Ding

…bleibt nunmal ein Mamakind.

\~

67.


Süßes Kirschrot

Eingerührt dem Lebensteig,

ein großes Stück Glückseligkeit.

-

Ein buttrig weiches Fundament,

mit Sternenmehl vom Firmament.

-

Fluffig feiner Puderzucker,

hinein ein Flöckchen guter Butter.

-

Eiweiß luftig aufgeschlagen,

Eigelb kunstvoll eingetragen.

-

Sahne ist glatt zuzugeben,

um statt satt zu sein, auch zuzunehmen.

-

Mein Seelenteig, er ruht ein wenig,

die Prise Salz betrug zwei Tränchen.

-

Er ist geschmeidig rollt sich auf,

sieht so ausgebreitet drollig aus.

-

Jetzt hausgemachte Vollglasur,

Klecks Herzensrote Kirsche pur.

-

Fertig ist mein Schatz der Kuchen-

kommt dich warm am Platz besuchen.

-

Ich trag ihn dir vom Tisch ans Bett,

wo immer er dir leckrer schmeckt.

-

Dir gehört sie, meine Backkunst!

Oder magst du lieber Spekulatius?

\~

für S.C.

68.


Mich schmerzt du so sehr,

Glück das nicht kommt

Liebe die nicht geht

Pein die nicht

-

kommt und geht

-

ich wein nicht

für Liebe die nicht bleibt

Glück welches so flüchtig

nicht für meinen Schmerz.

-

Nicht für dich.

\~

für D.

69.


Lichtkind

Lichtlein Lichtlein Lichtlein

Du darfst schön und schlicht sein

Kindlein Kindlein Kindlein

Du darfst ein kleiner Stern sein

Herzlein Herzlein Herzlein

Du darfst schlagen und auch treten

Mitleid Mitleid Mitleid

Du darfst dich nicht verspäten!

\~

für I.m.c

70.


“Die Unzufriedenheit eines

spirituellen Menschen ist

gefährlicher als die eines hungrigen

Menschen.”

\~Ernst Jünger (1895-1998)


Das kalte Herz

/

Geh weg. Verschwinde bloß.

Was hast du getan?

Eins hast du gewollt,

Zwei hast du verlangt.

/

Ich kann dir nicht geben,

den Verrat den du begehrest.

Wenn daran die Welt endet,

klebt Blut an meinen Händen.

/

Du nahmst mir die Wärme,

willst statt bitte sagen sterben.

Denn Stolz zwingt immer Güte,

Zu kuschen bei den Füßen.

/

Jetzt bin ich Du,

opfere Ehrlichkeit dem Selbsterhalt.

Bringe Leid und Schmerz-

Klinge in mein Herz.

/

Nun sing doch.

Du DING poch!

Schlag noch..!

ARSCHLOCH!!!

/

Es wünscht es könnte.

-Doch es will nicht.

\~

für P.H.

71.


Oh, mein Herz!

Du reziprokes Etwas!

Mit klitzekleiner Öffnung,

gibt mittelgroßen Herzschlag.

-

Bist vom Wickeltisch gefallen,

vom Kindlich-Sein gehalten.

Wo die Sinne niemals altern,

in Blindenschrift gestaltet.

-

Wär doch alles nur so einfach,

wie ganz einfach gar nichts

zu begreifen und zum Herz,

was immer da ist nur zu reifen.

\~

72.


Härtefall

-

Ein Erbslein im Söckchen,

Ein Ozean im Tröpfchen,

Ein Tennisball ans Köpfchen,

Ein Zähnchen unters Kissen-

-

ein Küsschen auf die Lippen.

-

Lawinen fallen von Klippen,

Steine aus den Wänden,

Kleider ab beim Strippen,

Hämmer aus den Händen-

-

ein Herzchen aus den Rippen

-

Vom Schoß der Erde aus,

Sieht der Himmel aus wie…

-

Brüstchen

Und die Hölle wie ein

Würstchen

\~

73.


Kanzlerclown von Deutschland

-

Alle Welt wird von einem Kanzler singen noch in ferner Zukunft,

nicht nur weil er Gesetze schuf und trug ein schönen Anzug.

Während unser Kaiser Präsident weit jenseits des Atlantiks herrscht,

sollen wir Sklavendienste tun für den Taugenichts Fritz Merz.

-

Unglaublich und schändlich, was der treibt,

und wer über ihn einst Bücher schreibt,

der nennt ihn den Kanzlerclown von Deutschland.

Ein Attest, für den Kanzlerclown von Deutschland!

-

Als Witzperson sitzt er auf dem Thron und denkt er sei der König,

der kleine Marionettenschelm taugt weniger als wenig.

Wenn es nicht nach seinem Köpfchen geht, entlädt sich seine Wut,

plötzlich wird er ganz stumm, schwingt grimmig das Klingbeil herum,

ha ha ha ha, er ist schon ein Tunichgut.

-

Er wird niemals Kanzler sein mit Herz,

man kennt ihn nur als Blackrock-Merz,

ein Attest für den Kanzlerclown von Deutschland!

-

Er denkt, das Land gehört ihm schon, ha ha!

-

Während er uns Frieden und Steuern wegnimmt, dieser schlimme Tropf,

rutscht er ins Rektum Donald Trumps mit seinem Eierkopf, ja!

Solange es noch Leute gibt, denen Bürgerkrieg nicht schmeckt,

behält er das Mandat nicht lang, wir nehmen es ihm weg.

-

Während er Geldadels Säckel, nach Kredit durchkämmt,

Wird aller Reichtum von ihm verschenkt, ja-ha-ha-ha!

Er ist nicht schlau, der Kanzlerclown von Deutschland.

Der schnüffelnde, müffelnde

leimige, schleimige

plappernde, schnatternde

störrische, mürrische

plündernde Prahlhans

ehlende, stehlende

Fritz Merz, der Kanzlerclown von Deutschland, yeh

\~

Cover-Version von “Königsclown von England” aus dem Film, Disneys Robin Hood

Inspiriert von ihrer königlichen Hoheit

74.


Es kam der Tag, als aus Magie Sprache wurde und in sich einpferchte, was bestimmt war, verstanden werden zu können.

Dann kam Timogenes und legte dem Wort den Strick um den Hals. Anstatt das Wort zu erhängen, riss die Schnurr.

Fliegen war wieder möglich und Philosophie kehrte zurück zu den Lebenden.

Ein Vers flog los und sprach:

“Zeig uns, wie man Seile macht.”

Ein Vers antwortete:

“Ernte Marionettenfäden.”

\~

75.


Pax net

/

Mon’ amour, froh Natur,

und bonjour, junger Tag,

guten Tach, immer-wach,

und adieu. Gute Nacht.

/

Bella ciao, wieder Da.

Reingelegt, heimgekehrt.

Weiter geht’s, Reimen geht,

einfach ist - machbar, ja

/

Achtbar nein, neuer Reim

Solcher geht - heute Heim

Symphonie,

aufgebaut

/

Einen drauf,

Sauerkraut !

Heimat sucht,

Bauer baut.

/

Aua, Du!

Sau machst’ ja..!

Sowwas au-uch.

Rein’ ins Stübchen.

/

Tja was soll’s- Mauerblümchen.

Bei sowwas hilft’s, Ommas’ Brau-uch.

Die stoddert zwar - do dat’ tut’s au-uch.

nu snaggt se pladd .

/

Lieber nicht. Omma danke,

Das Zeug schmeckt gut.

-Vonne Tanke. Ist’s Grund genug,

das Ich mich brav… bedanke?

/

Ists lang her, ja.

de snaggt ke pladd

War…nurn.

Gedanke.

\~

76.


Dem Dichter glaubt man nichts-

Ist er doch ein Taugenichts.

Und weil er nichts hat’ und taugt-

Ist’s gut das man ihm gar nichts glaubt.

Wem man nicht glaubt, der sagt auch nix,

Weswegen er auch gar nichts spricht.

Wer nicht spricht wird nicht verstanden,

Was unverstanden, dass versandet.

Sand ist wirklich rau und juckt dich,

Darum Sand auch meistens Schmutz ist.

Schmutz ist wertlos und muss weg,

So landet Schmutz beim andern Dreck.

Dreck der stört wird weggemacht,

eingesackt und fortgebracht.

In der Ferne stinkt er ungestraft,

Dort siecht er dann im eignen Saft.

Der Saft im Sack wird faul und gärt,

der Faulheit wird kein Platz gewährt.

Wer keinen Platz hat, bleibt alleine,

Bald erschöpfen dann die Beine.

Erschöpftes Bein verkümmert bald,

So verliert der Körper Halt.

Körper ohne Rückgrat krümmt sich,

Bis ganzer Leib schlaff und gebückt ist.

Hängt der Kopf, so folgt der Geist,

der Dichter legt sich Strick um Hals.

Die letzte Strophe des Gedichts,

wenn der Mensch vom Freitod spricht.

Was der Dichter kann- er ist ein Künstler:

Dir Liebe, Freiheit, Glück zu flüstern.

Was du kannst dir selbst nicht sagen,

Das brauchst du keinem andern klagen.

Er liest einfach nur in den Gesichtern,

Glaubt sich selbst und keinen Richtern.

Weil er an dich Menschlein glaubt,

hast du dem Dichter nicht getraut.

Gestorben gilt sein Wort dann alles,

Das tut dem Leben nicht gefallen.

Gefall dem Leben und dir selber,

glaub was du willst, du weißt es besser.

Und selbst wenn er die Wahrheit spricht:

Einem Dichter glaubst Du’s nicht.

\~

77.


Stimme der Nacht,

Sophie mir gebracht.

Symphonie mir gedacht,

sie dir gebracht.

Sinne dir gesagt,

Soviel wir gemacht.

Spiel bis zum Tag,

kleine Sonne der Nacht.

\~

78.


Die Himmel der Erde sind endloses Rauschen

-

sie gehorchen nicht mir sie gehorchen nicht dir

Versuch nicht sie dir zu rauben

es sterben die Kühe

Vögel fallen aus Bäumen

es ist ein Tun ohne Widerspruch

eine Antwort zerrt splitterfasernackt Fleisch

aus den Zellen

der Schließer der Schließer

der geht auf

und nieder

hallt es wieder

und wieder

wieder

nie wieder

Schweinepriester \~

79.


Es wird benutzt was nutzt.

Was nützt, benützt.

Was stützt, beschützt.

Was stürzt ist schnurz.

Nutz ist ewig,

Freude kurz.

\~

80.


“Jeder Mensch ist liebenswert,

wenn er wirklich zu Worte kommt.”

\~Hermann Hesse (1877-1962)


Rose am Altar,

Stunden warn vergang.

Tage sind verstrichen,

Wochen zwar gewichen.

Monate und Jahre,

umarmen ganze Tage.

Sekunden und Minuten,

gefunden und gesuchet.

Bis man sie ganz vergisst.

Es mag die Sonne sinken,

doch sie wird vermisst.

Wollen wir Winken? 

\~

81.


Hundeaugen -

Ungerechtigkeit akzeptieren.

Ich will es nicht.

Das ist mein unde malum.

Meine Kunst und Untermalung.

Mein Fundament und Unterbau.

Und ich will

Das meine Worte

Weich bleiben.

Wo Härte einfacher wäre.

Das ist mein unde bonum.

Von dir will ich

Das meine Worte

Mein bleiben

Wo Zitate einfacher wären

Das ist mein Unterbau

Und ich will 

Ungenau

Sein dürfen

Und geliebt werden

Mit Hundeaugen

\~

82.


Guten Morgen liebe Muse -

Guten Morgen, liebe Muse, 

kaum zu sehen das Himmelslicht,

Gut das Sorgen, liebe Muse, 

bis hier unten gehen nicht,

Gut für Sorten, liebe Muse, 

die so beschaffen sind wie Du und Ich,

Gut zum Schmusen, liebe Muse

Und zum Schluss - 

immer Platz für ein Gedicht.

\~

83.


Nordmann

-

Bringt die Tische 

Zwingt die Tannen

-

Bringt die Mannen

Trinkt die Kannen

-

Nordmanns Liebe

Gilt dem Friede

-

Krieg dem Kriege!

-

Reißt die Leiber

frischen Brots

-

Preist die Weiber

stimmt sie froh

-

Singt die Lieder 

immer wieder

-

Bleibe es für immer so!

\~

84.


Du Erdbeere.

Die Süßeste

die Leckserste

Die schönste Form

Die Handlichkeit

Der Glanz

Die Glätte

Ganzes Sein

Gedicht 

Genuss.

Schamesrot,

Die ganze Frucht

\~

85.


Altes Weib

Ein altes Weib das nicht begehrt,

hält Bitterkeit bereit im Herz.

Das Neue hält sie abgewehrt,

bevor es süßes Glück beschert.

Nicht mal gern sie’s bitter mag,

ihr Elend ist ein Ritterschlag.

-

Auf diesem Acker darf nichts wachsen.

Keine Tiere, keine Pflanzen.

Sie will das Recht des Adelsstands,

bewahren, was da damals stand.

Ein Sämling ist dem Weib nicht heilig,

denn ihre Häme hat es eilig.

-

Meckern, nörgeln, zupfen, rupfen,

Wimperntusche, Funkelschmuck.

Des Fischers Frau will Alles richten,

sich unterwerfen und besitzen.

Altes Weib spielt arme Seele,

will freundlich nicht die Arme heben,

was kaputtgeschlagen, lässt sie stehen.

Unglücksrabe frisst Schmetterling,

Daran änderst du nichts, armes Ding.

\~

86.


Ist all meine Schrift wohl ganz verloren:

Ich lehrte stets durch Anekdoten!

Geht auch diese Welt zugrunde,

bleibt Diogenes von Sinope,

euch Menschen Freund, der alte Hunde.

\~

87.


Lieb mich.

Nimm mich mit.

Wir wissen nichts.

Immerzu Gewissensbiss.

Ich vermisse dich.

Bitterkiss.

\~

88.


Haifisch Haifisch Haifisch.

Schwimm vorsichtig im tiefen Wasser,

Haifisch Haifisch Haifisch.

Schneller als ein Fisch im Wasser,

Haifisch Haifisch Haifisch.

Störenfried er fiel ins Wasser, 

Haifisch Haifisch Haifisch.

ai, ai, ai, jetzt hat’ er dich,

satter satter satter,

Haifisch Haifisch Haifisch.

\~

89.


Vertrau an der Seele,

Was zur Ruhe will.

Ist’s doch Umarmung,

die bricht Tarnung.

Deckt nicht zu was darliegt,

sondern offenbart Betroffenheit. 

Von ihr sanft in Schlaf gewiegt,

von der Offenheit.

Und bricht die Welle sich am Herzen.

Nimmt sie mit sich all die Schmerzen.

\~

90.


100 Stimmen für den Frieden)

Von wegen Friedensmüdigkeit! 100 kritische Autoren, davon einige Autoren der Friedenstaube, erheben ihre Stimme gegen den Krieg und für den Frieden.

(Das ist ein affiliate link, die Friedenstaube erhält bei einem Einkauf über diesen Link eine Beteiligung am Kauf).


Die Spielzeugfabrik

-

Mein neues Spielzeug ist ferngesteuert.

Es braucht keine Eingabe, es reagiert automatisch.

Keinem treue außer dem Herrn Erzeuger.

Der braucht keine Hingabe, er kreiert Automatik.

-

Ist tatsächlich recht kompliziert, mein Spielzeug.

Ohne Emotionen funktioniert es nicht.

Schwächlich, schlecht konzipiert das Viehzeug.

Durch Konditionen monierts bloß sich.

-

Das klingt zwar wie eine Fehlfunktion.

Ist aber Teil der unbesonderen Bauweise.

Immer ringt es wahr um seine Position.

Dann sagt man Ihm: Du baust Scheisse.

-

Siehst du, ganz einfach. Baut man Massenweise.

Kaum Ausschuss, doch es dauert ne’ Weile.

Wenn man es zu ruckartig macht, hauen die ab.

Doch wenn man wiederum Spielzeug den Zusammenbau anvertraut,

dann kommen die nie dahinter, dass es immer das selbe Schema ist,

nach dem man sie alle zusammenbaut.

Darum läuft die Fabrik auch wie geschmiert:

Das Spielzeug baut fleißig Spielzeug,

Das Viehzeug haut eifrig Viehzeug,

…und nur wer’s sich selbst baut, kann’s auch kapiern’.

\~

91.


Nachtmensch

Wer die Nacht betritt, dem gehört die Welt.

Wo ein Fuß des Tages schritt’, im gelb,

macht grau sie alle gleich.

Es ist genau mein Reich.

-

Ich verlaufe mich nicht, ich brauche kein Licht.

Ich fühle mich auch Zuhause, wenn die Sonne nicht spricht.

Dann flüstert sie mit dem Mond. 

Er hört nächtelang zu.

Wiegt sanft in den Schlaf, was stampfte am Tag.

Weckt mit seinem Funkeln, was man sieht nur im Dunkeln.

-

Es ist immer das Selbe, mit dem Schlaf.

Der Tag gehört dem Leben. Aber ich gehöre der Nacht.

\~

92.


 Wie ein Samurai mit einer Schneide aus Licht, schneidest du Licht. 

Schneidest du nicht, 

schneiderst du Licht.

Scheinbar nur Licht, 

eigentlich nicht.

Scheinst du nur so, 

dann schneidest du Dich.

Doch weil es dich gibt, 

beschreiben deine Worte nicht einfach nur Licht- sie haben ein Gewicht.

\~

für T.B.

93.


Mit allem, ist sich stets im Kontext zu befassen,

denn sonst kann man es auch lassen.

Losgelöst von allem sein,

Kann das Wort nur Blödelein.

Für dieses Treiben hat bloß Zeit,

Wer haust im Turm aus Elfenbein.

\~

94.


Leid ist dein ewiger Begleiter,

hinein da!

-

Verzweiflung ist dein Meister,

hinein da!

-

Reue treibt dich weiter,

hinein da!

-

Deine Gedanken sind ein Käfig,

hinein da!

-

Da bleibst du jetzt bis ich dich frei lass.

Dein Leben ist jetzt meins.

Erst wenn ich dich frei gebe,

deine Bande, meine Untertanen,

betteln muss um Gnade.

und bezahlen.

\~

95.


Feenwesen

Närrisches Treiben.

Die Feen sie gleiten,

auf silbernen Seilen,

durch schillernde Reifen,

mit flimmernden Streifen,

und trillernden Pfeifen,

spieln irrende Streiche,

dem bibbernden Greise,

dem wimmernden Weibe,

immer das gleiche.

-

Es klirren die Scheiben,

Es trümmern die Teile,

Sie krümmen die Beine,

Sie füttern die Schweine,

Erschüttern die Greise,

Erzittern das Weibe.

Du witterst von weitem,

Du littest im einsam,

Die bittere Mitte ist Sitte.

Fehltritte sind Tanzschritte-

-

Wen kümmert die Scheisse?

\~

96.


Feentanz

-

Wilde Libellen sind baff:

Da schimmert doch was!

Es stimmt:

Da dämmert es,

dort schwimmt etwas!

-

Fünf Tänzerinnen mit Wimpernschlag,

Fünf Geigerinnen klimpern grad,

Der Trommelfrosch er gibt. Den. Takt.

Die Sonne scheint hier in. Der. Nacht.

Das Grizzly hält Win. Ter. Schlaf.

-

Was passiert hier grad.

Das massiert mich gar.

Das muss Paradies sein. Klar.

Das Wasser fließt.

Was Klassik angeht. Sprießt.

-

Schwünge entlassen in die Luft.

Sprünge gelassen auf Erde.

Spüre Atmosphäre des Kosmos.

Stürmische Abgesänge, Infernos.

Stürze. Galant abgekürzte ins Wasser.

-

Die Fee zeigt sich mitreissend.

Die Fee zeigt sich hinschmeissend.

Die Fee zeigt sich hinreissend.

Die Fee zeigt sich hinreichend.

Die Fee zeigt sich witzreissend.

-

Fünf Feen sind Schönheiten,

Fünf Feen sind Intelligent.

Fünf Feen sind Attraktiv.

Fünf Feen sind Tanzwütig.

Fünf Feen sind Impertinent.

-

Und zu allem Überfluss,

-Was es nicht alles gibt-

sind die Feen.

Jetzt zu sechst.

Nein. 

Zu siebt.

\~

für D.K.

97.


Meine kleine Nachtsonne,

du fühlst dich warm an.

Wie die Sonne bist du-

nicht nah dran.

Doch wahrhaft.

Für mein Herz Wonne,

Nahrhaft.

Nimm meine Hand, kleine Sonne

Sie fühlt sich warm an.

Da ist auch ein Arm dran.

Obwohl es mein Herz ist,

-Das du im Arm hast.

\~

98.


Unverhofft eingefangen.

Geiselhaft, keine Bange.

Die Tür hat kein Schloss.

Ungefragt eingeladen.

Leiser Schlaf, meine Wange

Ruht auf deinem Schoß.

Unverletzt eingeschlafen.

Unser Takt ist ein feiner Sinn

Leises Atmen. Deine Gnade?

Schweigsam warten.

Wieg mich hin,

Bieg mich her,

Ich hab Teil an deinem Wagnis.

\~

99.


Maulwurf

-

Hallo kleines Pfötchen,

darf ich mich eingraben?

Die feinen Leihgaben

frei erdwärts einharken?

-

Das wär’s.

Der Nase nach,

Schnuppern und buddeln,

bis nächstes mal!

\~

100.


1.00


Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.

https://eine-million-stimmen-fuer-den-frieden.de/umsetzung/

Autor: Timogenes (1995-2026) Timogenes@rizful.com

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