Steht der mittlere und Nahe Osten vor einem Flächenbrand – und die Welt vor einem III. Weltkrieg? Von Marcel Bühler.
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Am Samstag, 28. Februar 2026, wurde die Büchse der Pandora von Israel, den USA und GB endgültig geöffnet und die Möglichkeit eines 3. Weltkrieges unter Beteiligung anderer (atomarer) Grossmächte wie China und Russland ist wahrscheinlicher denn je. Laut dem israelischen Generalstabschef beteiligten sich rund 200 israelische Kampfflugzeuge sowie US-amerikanische und britische Flugzeuge bei den Angriffen bei denen Hunderte von Zielen in Teheran und anderen Städten bombardiert wurden. Dabei wurde offenbar auch der iranische Religionsführer Ayatollah Ali Chamenei, seine Tochter sowie ein Schwiegersohn und ein Enkel getötet. Für Schiiten in der ganzen Welt ist das ein Frevel wie wenn der katholische Papst bei einem Angriff auf den Vatikan ermordet würde. Die iranischen Revolutionsgardenhaben bereits Rache geschworen und umfangreiche militärische Gegenschläge gegen US-Stützpunkte in den Golfstaaten angekündigt welche teilweise in Kuweit, Saudi-Arabien, Katar sowie gegen den US-Flottenstützpunkt in Bahrein bereits stattgefunden haben. Ferner haben aufgebrachte Muslims in Karachi (Pakistan) die US-Botschaft angegriffen und auch in Bagdad (Irak) versuchten wütende Schiiten in die sog. grüne Zone vorzudringen.
Auch Irans Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh und Armeechef Abdolrahim Mousavi wurden durch die überraschenden Raketenangriffe während laufender Verhandlungen getötet. Damit wiederholt sich die Vorgehensweise vom letzten Juni, als die Israelis und US-Amerikaner ebenfalls laufende Verhandlungendazu benutzten, um mit überraschenden Angriffen iranische Führungsleute zu töten und einen Regimewechsel zu erzwingen. Damals hatten die Iraner sich erfolgreich verteidigt und in Israel schwere Schäden durch koordinierte Raketenangriffe verursacht, so dass der Krieg nach 12 Tagen beendet werden musste. Der israelische Raketenschutzschirm hatte sich als völlig unzureichend erwiesen und die rund 2 Millionen Dollar teuren Patriot-Abwehrraketen drohten schon nach gut einer Woche zu Neige zu gehen. Ihre modernsten Raketensysteme hatten die Iraner damals gar nicht eingesetzt und die US-Stützpunkte am Golf wurden nur nach Vorwarnung symbolisch angegriffen um die Lage nicht eskalieren zu lassen.
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Bereits am ersten Kriegstag um 10:45 Ortszeit haben es die Menschenrechtler und Frauenhelden aus dem Westen geschafft, in der südiranischen Stadt Minab in der Provinz Hormuzgan mit israelischen Raketen eine Grundschule für Mädchen zu treffen. Laut dem Provinzgouverneur Mohammad Ashouriwurden dabei mind. 148 Mädchen (!) und ihre BetreuerInnen getötet und 95 von ihnen verletzt. Die Stadt liegt nahe der Küste an der Meeresenge von Hormuz welche die Iraner teilweise bereits geschlossen haben. Steigende Ölpreise und eine sich verstärkende Rezession dürften die Folge sein, denn der Krieg wird diesmal wohl länger dauern als von den schlauen “Strategen” in Washington und Tel Aviv geplant.
Denn mit der Eskalation vom Wochenende durch die vom jüdischen Intellektuellen Noam Chomskyschon vor vielen Jahren als “Schurkenstaaten” (“Rogue states”) bezeichneten USA, GB und Israel dürfte der seit langem befürchtete Flächenbrand im nahen und mittleren Osten sehr wahrscheinlich sein und der Patriotismus und Widerstandwillen der Iraner trotz weitverbreitetem Bedenken gegenüber dem eigenen Regime besonders in den grossen Städten wird im Westen generell unterschätzt. Auch haben die Iraner die Unterstützung westlicher Länder im ersten Golfkrieg für den irakischen Aggressor Saddam Hussein, dem sogar chemische Bestandteile zur Produktion von chemischen Waffen wie Senfgas, Blausäure etc. geliefert wurden, die den elenden Tod von geschätzt 250’000 (!) iranischen Soldaten verursachten, nicht vergessen!
Die Israelis und US-Amerikaner mögen in der Lage sein, einen greisen Religionsführer und seine Familie sowie Schülerinnen an einer Grundschule zu töten. Ob sie wie die Russen und Ukrainer auch willens und fähig sind, einen jahrelangen Abnützungskrieg mit Hunderttausenden von Toten und Vermissten zu führen, wird die Zukunft zeigen.
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