Auf dem Radar

Einblicke in die Recherchen von Marcel Bühler zu Kriegsflugzeugen im Nahen Osten.

Autor: Marcel Bühler.

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Liebe Zeitgenossen, liebe Freunde,

Der völkerrechtswidrige – und wie der Irakkrieg von 2003 unter falschen Vorwänden (angebliche Massenvernichtungswaffen bzw. Atomwaffenprogramm) geführte – Irankrieg steckt nicht nur militärisch in einer Sackgasse, sondern weitet sich in den USA immer mehr zu einer Regierungskrise aus. Nach dem Rücktritt von Joe Kent, dem Direktor des “Center for Counterterrorism” bzw. der Entlassung von Kristi Noem, Chefin der “Homeland Security”, hat Präsident Donald Trump nun auch Justizministerin Pamela Bondi fristlos entlassen. Die Gründe dafür mögen vielseitig sein, dass aber auch der altgediente General Randy George, “Chief of Staff” der US-Armee entlassen wurde, deutet auf ein größeres Zerwürfnis innerhalb der Administration bzw. in der Armeeführung über das weitere Vorgehen im laufenden Irankrieg hin. Bereits rund ein Dutzend Generäle oder Admiräle wurden von Trump entlassen, teilweise schon vor Beginn des unsinnigen Krieges.

Hier eine detaillierte Analyse von Prof. Seyyed Mohammed Marandi, Leiter des Instituts für amerikanische Studien an der Universität Teheran und ausgezeichneter Kriegsheld der 80er Jahre, zu den Vorgängen in Washington (auf englisch):

https://www.youtube.com/watch?v=RYM0BReIsAM)

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Präsident Donald Trump erklärte schon früh den Sieg über den angegriffenen Iran. Dieser wehrt sich aber sehr effizient und nach einer gut überdachten Strategie. Die Verluste und Zerstörungen steigen auch auf alliierter Seite und damit der politische und ökonomische Preis des Krieges.

Der Karfreitag 2026 wird bereits als “schwarzer Tag” in der Geschichte der US-Airforce bezeichnet. Die Iraner schossen mithilfe eines passiven Infrarotsensors (d.h. das System sendet selber keine verräterischen Radarstrahlen aus, sondern erfasst nur die thermische Signatur der feindlichen Kampfjets) zuerst eine weitere F-15 “Eagle” über dem Zentraliran nahe Teheran ab. Zwei sofort geschickte Rettungshelikopter konnten offenbar den Piloten des Jets in Sicherheit bringen, während der Rettungsversuch für den Bordwaffenoffizier schief ging, die beiden beteiligten “Blackhawk”-Helikopter kamen selber unter Beschuss, wobei einer davon abstürzte und verloren ging. Ferner schossen die Iraner mehrere alliierte Drohnen ab, darunter eine weitere MQ-9 “Reaper”, dafür kamen offenbar zum ersten Mal iranische Kampfjets zum Einsatz die es mit den langsamer fliegenden Drohnen und Helikoptern durchaus aufnehmen können. Laut Donald Trump, der zunehmend in der eigenen Lügen- und Propagandablase lebt und für jegliche interne Kritik nicht empfänglich zu sein scheint, gibt es gar keine iranische Luftwaffe mehr.

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Eine weitere F-15 wurde über dem Zentraliran abgeschossen. Die Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Nach einer offenbar missglückten Rettungsaktion wurde der Bordwaffenoffizier vermutlich von den Iranern gefangen genommen.

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Wie im Kinofilm “A bridge too far”: 2 Rettungshubschrauber mit Betankungsflugzeug über einer Brücke im Iran. Mind. ein UH-60 “Blackhawk” wurde abgeschossen, ein anderer konnte sich mit Schäden auf den Stützpunkt zurück retten.


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Tief in den Bergen Irans gibt es nicht nur riesige Raketenstädte inkl. Produktionsanlagen, sondern dort ist auch die angeblich nicht mehr vorhandene Luftwaffe des Iran stationiert (z.B. die Basis “Oghad 44”). Die Flotte besteht aus modernisierten amerikanischen F-4 “Phantom” aus der Schahzeit und russischen Suchoi-24 sowie modernsten Suchoi-34. Bisher wurden sie vom Iran noch kaum eingesetzt. 

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Die Shahed-136-Drohnen werden vom Iran sehr erfolgreich gegen Bodenziele eingesetzt. Eine amerikanische F-15 über Erbil (Irak) konnte eine solche Drohne nicht abschießen, da sie aus Plastik und Holz konstruiert ist und das Radar sie nicht gut erfassen kann. Eine britische Ölraffinerie wurde darauf in Erbil in Brand geschossen.

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12 Erdkampfflugzeuge A-10 “Thunderbolt II” (“Warthog”) sollen auf Drohnenjagd gehen. Sie fliegen langsamer als die anderen Jets und verfügen über eine gute Bordkanone (Maschinengewehr) und Raketen gegen Erdziele. Die erste Thunderbolt wurde am gleichen Tag wie die F-15 über dem persischen Golf nahe der Straße von Hormus abgeschossen. Eine weitere Thunderbolt wurde angeschossen und schaffte es mit dem zweiten Triebwerk zurück auf den Stützpunkt.

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Die Verluste auch unter amerikanischen Soldaten, Piloten und Bodenpersonal steigen, vermutlich wurden schon Hunderte US-Bürger getötet oder verletzt, entgegen den offiziellen Aussagen des Pentagons.

Ein weiteres Waffenstillstandsgesuch der US-Amerikaner für wenigstens 48 Stunden wurde vom Iran abgelehnt. Die Iraner wollen die Sache nun offenbar durchziehen bis auch die Israelis zu einem umfassenden Frieden mit Sicherheitsgarantien für beide Seiten bereit sind. Diese stehen offenbar vor einer weiteren Niederlage gegenüber der Hisbollah wie 2006 im Südlibanon.

Wie immer viele Grüße aus Zürich,

M. Bühler

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“Die Ausrufung des Notstands IST der Notstand. Er eröffnet die Möglichkeit eines Endes der Rechtsstaatlichkeit”
Prof. em. Richard K. Sherwin NY Law School


Marcel Bühler, freier Mitarbeiter, Rechercheur
Witikonerstr. 204, CH 8053 Zürich
Telefon +41 43 300 34 08
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