Schizophrene Russophobie

Eine Diagnose für Deutschland unter psychiatrischen Gesichtspunkten

Wenn die Gehirnwaschanlagen nur lange genug laufen, dann gelingt es doch recht gut, den Menschen einzutrichtern, wer hier die Guten und wer die Bösen sind.

In der Politik hat die Nosferatu-Spinne, auch Kräuseljagdspinne, schon vor Zeiten ihre Fäden abgeschossen und mit Hilfe des Transatlantischen Bündnisses und der NATO ein dichtes Netz gesponnen, in dem sich die europäischen Politiker verfangen haben. Weil ihnen ihr Denkvermögen derzeit mangels Masse nur eingeschränkt zur Verfügung steht, glauben sie das, was sie sagen und sind felsenfest davon überzeugt, auf der hellen Seite der Macht zu sein.

 

In sicherer Entfernung sitzt die Nosferatu-Spinne auf der anderen Seite des Teiches, in Nordamerika und sorgt schon seit Jahrzehnten dafür, dass die USA drinnen, Deutschland unten und Russland draußen bleibt, soweit es eben geht.

 

Das führt dann zu solchen urdämlichen Sprüchen wie „Russland wird immer unser Feind sein“ und einem „Meisterstück“ in Diplomatie, wie es aktuell der amtierende Außenminister Wadephul in New York gegenüber dem Außenminister Lawrow hingelegt hat. In früheren Zeiten, als es noch Diplomaten mit Hirn gab, wäre das niemals passiert. Überhaupt wäre es niemals so weit gekommen, wie zum dem Punkt, an dem Deutschland heute steht.

 

Aber auch der Kanzler der Tränen ist nicht schlecht, wenn er sagt, dass wir uns wieder verteidigen müssen, was er vielleicht anders gemeint hat, aber auch sehr gut falsch verstanden werden kann. Umso unmissverständlicher seine „weisen“ Worte: „Wir erleben im Augenblick dieses Land (Russland) in einem Zustand der tiefsten Barbarei.“ Da kann einem doch nur noch die Kinnlade herunterfallen.

 

Und das Deutschland stärkste konventionelle Kraft in Europa werden soll, freut die Russen sicher ganz besonders und erinnert sie überhaupt nicht an ihren Großen vaterländischen Krieg, der immer noch in jeder Familie präsent ist, weil es dort niemanden gibt, der nicht Familienmitglieder in diesem Krieg verloren hat. So lange ist das nun auch wieder nicht her.

 

Und dennoch hört man immer wieder, dass Deutschen auch jetzt noch in Russland freundlich begegnet wird und die Russische Regierung im Gegensatz zur deutschen in der Lage ist, zwischen der Politik und den Menschen zu unterscheiden.

 

Vielleicht hat auch die nicht vorhandene Feindseligkeit gegenüber den Deutschen, für die es durchaus aufgrund der gemeinsamen Geschichte reichlich Gründe gäbe, mit der immensen Ausdehnung der Russischen Föderation zu tun. Früher hieß es: Russland ist groß, der Zar ist weit.

 

Auf Seiten der westlichen Oberschlauen heißt es, Russland sei nicht in der Lage die Ukraine zu bezwingen, ihm gingen die Waffen aus, sie müsste Chips aus seinen Waschmaschinen ausbauen, und gleichzeitig beschwört man eine nicht vorhandene Bedrohung Deutschlands und der NATO-Staaten herauf, was mit nichts anderem als Schizophrenie erklärt werden kann.

 

Russland mag auch keine lupenreine Demokratie sein, jedoch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Man kann auch den Eindruck gewinnen, die Überwachung mit Kameras und Identitäts-Apps ist in Russland schon weiter vorangeschritten, als hierzulande, was so oder so zu verurteilen ist.

 

Dennoch lohnt es sich vielleicht, einmal ein paar Punkte aufzuzählen, die am Ende dann doch irgendwie dagegensprechen, dass Russland unser Feind ist:

 

·         27 Millionen Russen, die im 2. Weltkrieg ihr Leben lassen mussten.

·         Die Sowjetunion war maßgeblich an der Befreiung von Nazi-Deutschland beteiligt.

·         Die russischen Gaslieferungen waren über Jahrzehnte der Garant für eine günstige Energieversorgung, die maßgeblich für die erfolgreiche deutsche Wirtschaft verantwortlich sind.

·         Russland hat die „Wiedervereinigung“ möglich gemacht. Die russischen Truppen in den beigetretenen Bundesländern, sind, wie vereinbart, geordnet abgezogen.

·         Unvergessen sein sollte die Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag am 25. September 2001. Heute erinnert das Niveau der Debatten eher an eine Zirkus-Aufführung, in der sich ein Dummer August nach dem anderen abwechselt.

·         Nach Sprengung der Nordstream-Pipelines durch die USA wiederholt Putin immer wieder, dass er bereit ist, durch den noch intakten Strang, Gas an Deutschland liefern zu können, was bislang aus falschem Stolz zu Lasten der Wirtschaft und der Bevölkerung und einer großen Portion fortgeschrittener Verblödung nicht angenommen wird. Mal sehen, wie Deutschland diesen Winter durchkommt.

·         Russland hat Deutschland einen Nicht-Angriffs-Pakt vorgelegt, auf den bis heute, außer mit Schweigen, in keiner Weise reagiert wurde. Auch hier wieder die Frage, wie dämlich und verbohrt man sein kann, und auch die Frage, wer das möglicherweise nicht will? So lange der Krieg in der Ukraine andauert, verdient die Rüstungsindustrie, verdienen die Investoren von Blackrock, Vanguard und anderen und die Corona-Verbrecher in der deutschen Regierung werden nicht zur Verantwortung gezogen.

·         Russlands ständige Wiederholung, dass es keine Absicht hat, weder Deutschland noch die NATO angreifen zu wollen. Sollte es dennoch knallen, und die Wahrscheinlichkeit wird von Tag zu Tag größer, dann liegt das einzig und allein an dem provokativen Eskalationsgehabe auf westlicher Seite, nicht an irgendeinem russischen Säbelrasseln. Derzeit scheint man ganz besonders Kaliningrad zu bevorzugen, um den russischen Bären zu kitzeln.

·         Bisher hat Russland den 2+4-Vertrag noch nicht aufgekündigt, obwohl es aufgrund zahlreicher Verstöße genügend Gründe gäbe, es zu tun. Die deutschen Kleinhirn-Politiker scheinen nicht in der Lage zu sein, sich die Konsequenzen dafür auszumalen.

·         Die in der UN-Charta niedergelegte Feindstaatenklausel ist nicht obsolet. Ihre Wiederbelebung hätte weitreichende Folgen für das derzeitige deutsche Staatsgebilde, das aus verschiedenen Gründen ohnehin schon seit seiner Gründung auf tönernen Füßen steht.

 

Allein das reicht wohlmöglich schon aus, auf die Idee zu kommen, sich die Frage zu stellen, ob hier seitens der aktuellen Entscheidungsträger nicht Landesverrat begangen wird, wenn die Aufgabe der Friedenswahrung derartig mit Füßen getreten wird?

 

Der Tag des Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, der 3. Oktober, sollte Anlass genug sein, einmal darüber nachzudenken, wie man es anstellen könnte, sich aus der militärischen Vasallenschaft der USA zu lösen, nicht auf die Europäischen Reichsphantasien einer Madame Reichsführerin in Brüssel einzugehen und sich allein schon aufgrund der nicht veränderbaren Geographie wieder vorsichtig Russland anzunähern. Aber bitte nicht mit den derzeitigen Anti-Diplomaten, die nichts anderes können, als zertretenes Porzellan auch noch in Porzellanstaub zu verwandeln.

 

 

 

 

 

 

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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