Sowohl Deutschlands Staatswesen, als auch die allermeisten seiner Insassen gehören in Therapie, doch dazu fehlt die innere Einsicht
Es folgt eine sehr lange Einleitung, die jedoch nötig ist, um auf das Thema in der Überschrift zu kommen, weil sie vielleicht vieles erklärt, was daraus resultiert.
Es wird nicht wenige geben, die das schon erlebt haben. Da gibt es jemanden im eigenen Umfeld, bei dem offensichtlich ist, dass ihm eine Therapie sehr guttun würde. Verhaltensauffälligkeiten sind offensichtlich, man kann die Not und das Leid fast mit den Händen greifen.
Solange der betreffende Mensch jedoch innerlich keinen Bedarf spürt, sich in professionelle Hände begeben zu wollen, wird er keine Therapie beginnen. Oft kann der Bedarf gar nicht gespürt werden, weil er sich so sehr daran gewöhnt hat und weil man ein Leben ohne das ständig begleitende Leid ja gar nicht kennt, also gar keine Vergleichsmöglichkeit hat, wie es ohne es wäre.
Oft muss das Leid erst ein Ausmaß erreicht haben, dass dem Menschen das Alltagsleben so unerträglich schwer macht, oder es ihm vollständig verunmöglicht, bis die Einsicht kommt, dass es so nicht weitergehen kann und es Zeit wird, sich professionelle Hilfe zu suchen. Die Leidensfähigkeit ist bei jedem einzelnen Menschen individuell ausgeprägt.
Ist das Leid groß genug geworden, entsteht oft der Wunsch, die schwere Last, den Sack voller unangenehmer Emotionen, die man nun schon so lange mit sich herumträgt, so schnell es geht, loszuwerden. Gerne wird auch eine Erwartungshaltung an den Therapeuten an den Tag gelegt, dass er das für die Person erledigt. Spätestens dann, ist der Mensch in der Realität angekommen, wenn er akzeptieren muss, dass das nicht geht, ein guter Therapeut jedoch sehr gut dabei unterstützen kann, dass der zu therapierende Mensch seine Säckchen, die er auf seinem Rücken trägt, nach und nach an den Leidensstationen ablegen kann und so, über einen längeren Zeitraum, die Last immer weniger und leichter wird. Erste Erfolge motivieren weiterzumachen. Das macht berechtigte Hoffnung auf eine allmähliche Erleichterung.
Es gibt Menschen, die haben zwar eingesehen, dass ihnen eine Therapie guttun würde, beginnen sie dennoch nicht, weil sie Angst davor haben, was durch eine Therapie „hochkommen“ könnte. Sie haben Angst davor, dass sie von ihren eigenen Gefühlen übermannt (natürlich auch überfraut) werden. Auch hier muss der Schmerz erst so groß sein, dass sie gar nicht mehr anders können, als bereit zu sein, eine Therapie anzufangen.
Andere Menschen beenden ihr Leid und ihren Schmerz dadurch, dass sie ihrem Leben ein Ende bereiten. Auch das ist eine Möglichkeit, über die es niemandem zusteht, zu urteilen, weil niemand in der Lage ist, sich vollständig in die Gefühlswelt dieses Menschen hineinzuversetzen, um seine Beweggründe vollständig zu erfassen. Die Leidtragenden sind allerdings die Hinterbliebenen, weil sie sich oft Vorwürfe machen, die Selbstentleibung nicht verhindert haben zu können. Selbst, wenn das mehrere Male geklappt hat, wenn sich jemand fest in den Kopf gesetzt hat, seinem Leben ein Ende bereiten zu wollen, wird die Gelegenheit kommen, dass es klappt. Sich als Hinterbliebener Vorwürfe zu machen, ist verständlich, aber dem Entschluss des Betreffenden gegenüber nicht angemessen. Wer meint, er müsse sich umbringen, der soll es tun, niemand kann den Lebenswillen oder Nicht-Lebenswillen für jemand anderen übernehmen. Harte Worte, aber es ist so.
Therapie unter Zwang kann nicht dasselbe Ergebnis erzielen, als wenn sie aus freien Stücken, aus einem inneren Bedürfnis heraus, einer in sich spürenden Notwendigkeit heraus angegangen wird.
Wer den Mut aufbringt, denn Mut gehört schon auch dazu, eine Therapie zu beginnen, schafft sich die Möglichkeit, eine spannende Reise in sein Ich zu machen, sich besser kennenzulernen (vorausgesetzt, man will das), viel über sich selbst zu erfahren, zu verstehen, warum man in welcher Situation wie reagiert.
Ein guter Ansatz zu Beginn einer Therapie kann der Wunsch sein: Ich will so werden wie ich bin.
In unklaren Fällen einer Verhaltensauffälligkeit können Gutachter herbeigezogen werden. Die sind jedoch auch nur Menschen und es gehört eine Portion Glück dazu, auf welchen Gutachter man triff.
Besteht eine Gefahr für den Begutachteten selbst oder für die Gesellschaft, kann angeordnet werden, ihn einer geschlossenen Abteilung zu übergeben. Hier sind allerdings schon einige Menschen „in der Klapsmühle“ gelandet, die da niemals hätten hineingedurft, und anderen wurde Freigang gewährt, die niemals mehr hätten auf die Menschheit losgelassen werden dürfen.
Umgekehrt gibt es auch solche, die dringend dorthin müssten, und andere, die nicht mehr herauskommen. Für alles gibt es Beispiele in der Geschichte. Irren ist menschlich und menschliche Irre gibt es auch.
So weit die sehr lange Einleitung.
Das Staatswesen besteht aus Menschen, bei denen bei vielen Verhaltensauffälligkeiten augenscheinlich sind. Derzeit erlebt Deutschland hier wieder einmal einen vorläufigen Höhepunkt. Nur ein Beispiel ist der sehr verhaltensoriginelle ehemalige „Gesundheitsminister“, der sich nach seinem Ministeramt neue Betätigungsfelder gesucht hat, deren Existenzberechtigung genauso wie seine Kompetenz dazu zweifelhaft ist. Aber solche Themen werden genau von solchen Charakteren magisch angezogen.
Darüber hinaus scheint Narzissmus geradezu eine grundlegende Charaktereigenschaft zu sein, die Voraussetzung für eine Betätigung in der Politik ist, wenn man „erfolgreich“ sein will.
Beispiel hierfür ist „Pfeiffer mit drei Eff“, frisch gebackener Staatsminister für Kindergarten-Vorschul-Zusammenarbeit, der in einer Home-Story stolz seinen Strandkorb auf der noch nicht mit Sand aufgeschütteten Terrasse seines Büros, das seiner Statur nach an das Büro eines Herrn Hinkel in Charly Chaplins großartigen Film „Der große Diktator“ erinnert. Viel Schreibtisch, wenig dahinter. Und auch sein Habitur, sein akzentuiertes, in der Lautstärke wohl zurückgenommenes Sprech erweckt den Eindruck, als habe er sich eine Rede in einem Sportpalast zu Studienzwecken der deutschen Geschichte mindestens einmal zu viel angehört.
So könnte man sich noch einige „Politiker“ mehr ansehen, und bei ihnen ganz sicher „liebenswerte Schrullen“ finden, die nur leider bei der Staatsführung die fehlende Kompetenz nicht ausgleichen können.
Die Polit-Show, bei ständigem Einlass nur für Erwachsene, liefert tagesaktuelle Beweise dafür, dass bei einer Vielzahl von Fehlentscheidungsträgern die kognitiven Fähigkeiten stark eingeschränkt sind und daher dringend einer psychotherapeutischen Behandlung bedürften.
Jetzt macht die lange Einleitung auch Sinn, denn was will man machen, wenn die innere Einsicht fehlt, und man fest davon überzeugt ist, dass alle Porzellantrinkgefäße ordnungsgemäß und vollständig in dem dafür vorgesehenen Küchenmöbel vorhanden sind. Sozusagen, dass alles, bis auf den Federstrich, stimmt, mit ihnen und dem, was sie tun.
Es gibt Besorgnis erregende Anzeichen dafür, dass sich der Dunning-Kruger-Effekt in der Politlandschaft, zumindest schon epidemisch, ausgebreitet hat.
In der Summe bilden diese therapiebedürftigen, man könnte auch sagen seelenpflegebedürftigen Wesen, das Staatswesen, das nur so psychisch stabil und standfest sein kann, wie diejenigen, aus denen es besteht. Aus morschen Brettern kann man auch keinen stabilen Zaun bauen.
Fortsetzung Teil 2, da geht es unter anderem um Trauma 1 und Trauma 2
(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
(Helfen Sie, dass das nicht zensierbare pareto-Projekt weiterwächst. Leiten Sie Artikel, die Sie auch in den telegram-Kanälen finden, an Menschen weiter, von denen Sie sich vorstellen können, dass sie sich dafür interessieren.)
(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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