Ich bin Johannes Wadephul, Deutschlands größter Außendings

Von einem, der auszog Lawrow das Fürchten zu lehren

Falls Lawrow gedacht haben sollte, -Du hast sie nicht mehr alle-, würde das sehr dafür sprechen, dass er über einen ausgeprägten Wahrheitssinn verfügt.

https://de-rtnews.com/kurzclips/video/293001-wir-koennen-uns-wehren-wadephul/

Wadephul: „Ich habe Russland gewarnt, nicht so weiterzumachen.“

Er weiter: „Wir können uns wehren.“

Das erinnert an den kleinen Jungen, der damit droht, gleich seinen großen Bruder zu holen, weil der nämlich kneifen kann!

Wogegen wehren bleibt Wadephuls Geheimnis, obwohl man ahnt, was er damit meint, hingegen den Anlass, sich wehren zu müssen, liefert Russland nach wie vor einfach nicht.

Da hilft auch nicht die Erwähnung der fliegenden Ravioli-Dose auf dem nicht gesicherten Flughafen Leipzig/Halle.

Wie kann man sich in einem ca. 20-minütigen Gespräch überhaupt über wesentliche Punkte einig werden? Wie soll das gehen?

Aber das ist wohl die Vorstellung von deutscher Diplomatie des deutschen Chefdiplomaten mit Baerbockhintergrund, dass man nach vier Jahren einfach so mal wieder im Rahmen steht und sagt: Hallo, hier bin ich, und übrigens, was ich noch sagen wollte…

Es hätte völlig gereicht und wäre wesentlich sinnvoller gewesen, die Gelegenheit zu nutzen, um das Terrain zu erkunden, dafür, ob die Bereitschaft besteht, sich an anderer Stelle treffen zu wollen, um ausführlich und in aller Ruhe miteinander sprechen zu können (Erste Stunde im Anfängerkurs „Diplomatie“ der Volkshochschule).

Was für ein grandioses Deppenstück, andererseits aber auch nicht verwunderlich, bei der geballten Ladung an deutscher Polit-Kompetenz.

Genauso gut hätte Wadephul auch sagen können: Sehr geehrter Herr Lawrow, Ihnen ist sicher bekannt, dass ich zutiefst davon überzeugt bin, dass Russland immer unser Feind sein wird. Um dies auch vor den Bürgern meines Landes deutlich zu machen, möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, eines der aller letzten Stücke heilen Porzellans, das ich mit großer Mühe noch irgendwo auftreiben konnte, vor Ihren Augen zu zerdeppern.

Aber immerhin hat er, in seiner Funktion als Außendings für das große Deutschland, in all seiner Gnade, Russland angeboten, zu deeskalieren.

Das wird Lawrow sicher um den Schlaf gebracht haben, denn er wird sich den Kopf darüber zerbrochen haben, wie er dieses großzügige Angebot wohl am besten und stets zur vollsten Zufriedenheit Deutschlands umsetzen kann.

Leider ist Wadephul hier auf Lawrows taube Ohren gestoßen, anständige HNO-Ärzte haben die Russen also auch nicht.

Oder er ist noch vorübergehend taub von dem gesichert lautlosen Knall, den der Sprengstoff in der Ravioli-Dose an der Drohne auf dem Flughafen verursacht hat. Kann auch sein.

Ja, es ist richtig (und schon lange überfällig), dass man zu einem gewissen Zeitpunkt auch wieder miteinander reden muss. Aber dann doch bitte was G’scheits und nicht gleich mit Müll anfangen, wo soll das hinführen, wozu soll das gut sein?

Die USA interessiert es nicht die Bohne, ob Wadephul ihnen nicht den kompletten Austausch überlassen will, weil Deutschland in der Beilegung des Konflikts einfach nicht das aller geringste zu melden hat. Das Problem ist, wer bringt Wadephul das schonend bei?

Wenn es zu einer Befriedung kommen sollte, dann wird das durch Verhandlungen zwischen Russland und den USA erfolgen, aber auf keinen Fall durch den US-amerikanischen Vasallen Deutschland.

Der einzige Tropfen, der aus der vertrockneten, ausgequetschten Zitrone überhaupt noch herauszupressen ist, wäre, dass man seit vier Jahren überhaupt wieder einmal in direktem Kontakt von Außenminister zu Außendings gestanden hat. Wahrscheinlich wird jedoch dieser kleine Tropfen auch noch sehr schnell wieder verdunsten, weil man nicht erkannt hat, wie wertvoll er hätte sein können.

Man hat das dringende Bedürfnis ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken:

Herr, wirf Hirn herunter!

 

What a Fool!

 

 

 

 

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