Neuer US-Schuldenrekord von 40 Billionen Dollar. Jetzt druckt die US Notenbank wieder Geld und Sparer verlieren.
Die USA haben diese Woche einen neuen Schuldenrekord erreicht. Die US-Staatsverschuldung liegt erstmals über 40'000'000 Millionen Dollar. In zehn Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt. Der Grund ist einfach. Die USA geben seit Jahren viel mehr aus, als sie einnehmen. Und senken gleichzeitig immer wieder die Steuern.
Doch nicht nur die Höhe der Schulden ist das Problem. Auch die Zinsen sind auf einem Höchststand. Immer mehr alte Schulden müssen zu höheren Zinsen erneuert werden. So entsteht ein gefährlicher Kreislauf. Mehr Schulden führen zu höheren Zinsen. Höhere Zinsen führen zu noch mehr Schulden. Washington, wir haben ein grosses Problem!
Der missglückte Versuch des Finanzministeriums
Das amerikanische Finanzministerium versuchte deshalb, die langfristigen Zinsen zu drücken. Dazu kauft es vor ein paar Tagen eigene Staatsanleihen zurück. Eine Staatsanleihe ist im Grunde ein Kredit an den Staat. Kauft das Ministerium selbst, steigt die Nachfrage. Der Preis der Anleihe steigt und ihr Zins sinkt. So die Theorie.
Kurz ging der Plan auf. Der Zins der Anleihe mit 30 Jahren Laufzeit fiel nach der Ankündigung etwas. Doch die Freude war kurz. Per heute Freitag liegt der Zinssatz schon wieder bei rund 5.25 Prozent. Der Markt hat den Eingriff nicht bestätigt, da dieser das Grundproblem der extremen Schuldenhöhe nicht löst. Für mich ein missglückter Versuch der Marktmanipulation.
Japan wird zum Problem für die USA
Noch heikler wird die Lage mit Blick auf Japan. Japan ist einer der grössten Gläubiger der USA und hält enorme Bestände an amerikanischen Staatsanleihen. Gleichzeitig steht das Land selbst unter Druck. Der Yen ist schwach. Muss Japan seine amerikanischen Anleihen verkaufen, steigt das Angebot am Markt. Mehr Angebot bedeutet tiefere Preise und höhere Zinsen. Genau das können die USA nicht gebrauchen.
Vor rund drei Wochen kam es deshalb zu einem ungewöhnlichen Schritt. Die FED stützten den japanischen Yen. Ein solcher Eingriff wurde seit rund 30 Jahren nicht mehr gemacht. Er bewegte den Markt kurz. Das Grundproblem löste er nicht. Auch hier zeigt sich das Muster. Der Eingriff wirkt kurzfristig. Die Ursachen bleiben.
Die Notenbank druckt wieder Geld
Der Umfang der Problem der USA zeigt eine Entwicklung, die kaum jemand beachtet. Die amerikanische Notenbank FED hat ihre straffe Geldpolitik beendet. Jahrelang hat sie ihre Bestände an Anleihen abgebaut. Seit Ende 2025 baut sie diese wieder auf. Sie kauft also Anleihen und schafft dafür neues Geld. Anfang August 2026 hielt sie Wertpapiere für rund 6,7 Billionen Dollar. Die Geldmenge wächst wieder. So stark wie seit Jahren nicht. Die Notenpresse läuft wieder an. Noch vorsichtig. Aber die Richtung ist gesetzt.
Was bedeutet das für Sie?
Die USA werden nicht zahlungsunfähig. Sie können ihre Schulden in Dollar bezahlen solange die FED die Staatsanleihen aufkauft und die Geldmenge des Dollars ausweitet. Die Frage ist eine andere: Wie viel Kaufkraft hat dieser Dollar in Zukunft noch? Wenn die Schulden steigen und die Zinsen tief bleiben sollen, entsteht ein starker Anreiz. Der Anreiz, die Schulden über Inflation zu verkleinern.
Genau diesen Weg hat die FED eingeschlagen. Sie schafft wieder neues Geld. Wächst die Geldmenge weiter, während die Schulden steigen, ist ein weiterer Kaufkraftverlust aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich. Die grossen Verlierer sind am Ende wieder einmal die Sparer.
Wie Gold und Bitcoin reagiert haben
Aufschlussreich ist, welche Anlageklassen auf den Eingriff des US Finanzministeriums in den letzten Tagen reagiert hat. Nicht der Anleihen- oder Aktienmarkt. Sondern primär Gold und Bitcoin. Der Goldpreis stieg auf rund 4'580 Dollar je Unze. Bitcoin sprang an einem Tag um fast zehn Prozent auf über 72'000 Dollar.
Warum? Weil viele Anleger den Rückkauf als leise Form des Gelddruckens deuten. Kommt mehr Geld ins System, verliert es an Wert. Dann sind knappe Werte gefragt. Gold gehört seit jeher dazu. Bitcoin gilt vielen als der neue, digitale Vertreter dieser Idee. Anleihemarkt und Sachwerte senden die gleiche Botschaft. Am Ende wird mehr Geld geschaffen.
Knappheit wird immer wichtiger
Genau deshalb halte ich Sachwerte langfristig für wichtig. Gold ist knapp. Silber ist knapp. Grundstücke sind knapp. Auch gute Unternehmen können ihre Preise der Inflation anpassen und erwirtschaften reale Gewinne. Geld und Schulden lassen sich dagegen beliebig ausweiten. Das ist der entscheidende Unterschied. Knappheit hat in Zukunft einen hohen Wert.
Diese Überzeugung bildet seit über 25 Jahren die Grundlage der Anlagestrategie von RealUnit. Wir investieren in verschiedene knappe Sachwerte. Nicht weil wir wissen, wann die nächste Krise kommt. Sondern weil wir das Vermögen unserer Aktionärinnen und Aktionären langfristig in realen Werten halten wollen um deren Ersparnisse bestmöglich vor dem Kaufkraftverlust schützen zu können.
Für mich ist nicht entscheidend, ob die amerikanischen Schulden bei 40 oder 50 Billionen Dollar liegen werden. Entscheidend ist die Richtung. Immer mehr Schulden. Immer mehr neues Geld. Immer mehr Eingriffe. In einem solchen Umfeld gewinnt ein Faktor an Bedeutung. Knappheit.
Genau darauf setzen wir bei RealUnit. Informieren Sie sich hier, wie Sie Ihr hart erarbeitetes Geld mit unserer Sachwertstrategie vor Inflation und Krisen