Kritik an den kritischen Medien

Auch Kritik an den Kritikern muss möglich sein, weil sie notwendig ist

Dem doch recht fundierten Wissenshintergrund und der sonst in vielen Fällen vernünftigen Einschätzung der Vorgänge in Deutschland und weltweit, wäre ein kritischer Blick auch auf den israelisch-US-amerikanischen Angriff auf den Iran geschuldet gewesen.

Diesen vermisst man leider bis heute beim Kontrafunk, der sich in einer Sonntagsrunde im Mai 2026 ganz klar pro-Trump und pro-Israel positioniert hat.

Kritik an der Vorgehensweise kam auch nicht von tichy oder Apollo News.

Achtgut ist aus nachvollziehbaren Gründen befangen, hätte jedoch auch die Möglichkeit, an der israelischen Regierung Kritik zu üben, denn in der Berichterstattung sollte man sich mit keiner Sache gemein machen.

In der Aufzählung fehlen sicher für einige weitere Portale, in der sich kritische Menschen informieren, für andere sind einige davon ob ihrer Corona-Vergangenheit allerdings leider von vorn herein keine verlässlichen, glaubhaften Quellen.

Dazu gehört wohlmöglich Nius, dessen oft populistisch-reißerischer Stil schon sehr daran erinnert, woher dessen Chef kommt und wie er sich während der Corona-Finsternis geäußert hat.

Welt-Herausgeber Poschardt ist ebenfalls nicht wirklich zu durchschauen, viele mögen seine selbstverliebte Art zu sprechen nicht. Auch er hat die Weisheit nicht mit dem Löffel gegessen, auch, wenn er oft gerne so tut.

Die Weltwoche hat sich während der Corona-Finsternis leider nicht mit Ruhm bekleckert und scheint ebenfalls nicht in der Lage zu sein, einen kritischen Blick auf die israelische Regierung werfen zu können. Oder Herr Köppel will aus unerfindlichen Gründen nicht.

Die Aussagen des „Wesens“ Ben-Gvir, seines Zeichens israelischer Sicherheitsminister, sollten eigentlich allen Portalen Anlass genug dazu geben. Vielen sollten auch die Interviews von Piers Morgan mit Daniella Weiss bekannt sein.

Wenn in den Portalen der neuen Medien der kritische Blick auf das Vorgehen innerhalb der israelischen Regierung totgeschwiegen wird, dann ist das genau dasselbe Weglassen, wie das, was gerade diese Portale den Alt-Medien vorwerfen und weshalb sich viele während der Corona-Finsternis gegründet haben.

Es wäre sicher zu viel verlangt, wenn man erwarten würde, dass ein Portal ausnahmslos die Vernunft abbildet. Deshalb ist es um so wichtiger, auch hier wachsam zu sein und nicht so naiv zu sein zu glauben, dass hier alles den Tatsachen entspricht und neutral eingeordnet und berichtet wird. Man muss sich schon die Arbeit machen, herauszupicken, was einen Rundumblick ermöglicht, und was einseitig eingefärbt ist. Unabhängig davon, ob man einer Meinung ist, oder nicht.

Man muss sich auch die Frage stellen, ob es unter den neuen Medien nicht auch Maulwürfe gibt, die eine Schein-Opposition einnehmen. Stimmt es wirklich, dass sich viele ausschließlich von Spenden finanzieren, oder sind da noch andere Geldgeber im Hintergrund, die hinter den „angeblichen“ Spendern versteckt werden?

Nachdem, was wir erlebt haben, ist Misstrauen, auch denen gegenüber, die vermeintlich auf „unserer Seite“ stehen, kein „Flöhe-husten-hören“, sondern berechtige Notwendigkeit.

Es soll sich hier auch nur auf die vorgenannten Portale beschränken, weil eine Einschätzung anderer Portale aufgrund mangelnden Wissens unseriös wäre.

Dennoch sind die neuen Medien, alle, selbstverständlich wichtig und sie zeigen ihre Wirkung. Die Alt-Medien verlieren immer mehr Leser, Zuseher und Zuhörer, was gut ist. Und die Spreu wird sich schon ganz alleine vom Weizen trennen.

Statt sich jedoch zu einem größeren, vielleicht sogar losen Verbund zusammenzutun, in der alle Stimmen zu Wort kommen, und der „Konsument“ gefragt ist, sich aus umfassenden Informationen eine eigene Meinung zu bilden, was in seiner persönlichen Verantwortung als mündiger Mensch läge, kocht jeder mehr oder weniger gut, finanziell recht und schlecht abgesichert, sein eigenes Süppchen.

Dabei merkt er nicht, dass er Gefahr läuft, in genau dieselben Strukturen abzugleiten, möglicherweise auch aus wirtschaftlicher Notwendigkeit, weswegen sich viele überhaupt erst gegründet haben.

Ist die Vorstellung, als eine geballte Ladung an Informationen, mit zunehmenden Zuschauern, die sich oft stundenlange Interviews, wie zum Beispiel bei „ungeskriptet by Ben“ ansehen, nicht Anreiz genug, mit vereinten Kräften den Staatsfunk für Propaganda und Volksverblödung sowie die Zeitungsblätter zum Fischeinwickeln, vom Leben in den Lese-, Hör- und Seh-Tod zu befördern?

Wieviel Kosten könnte jeder einzelne sparen, wenn man eine gemeinsame Infrastruktur zur Veröffentlichung nutzen könnte. Die könnte sich sogar selbst gehören, um Manipulation und Einseitigkeit auszuschließen. So aber hat jeder jemanden, der den Ton bearbeitet, der schneidet, Kameras, Mikrofone, Licht, und und und, eine kaufmännische „Abteilung“, ITler, Netzwerker und was man sonst noch so alles braucht, um sich am Informationsmarkt zu platzieren. Das würde vielleicht sogar Vollarbeitsplätze schaffen, und jeder weiß, wie schwer es ist, wenn jemand ausfällt, einen Ersatz zu finden, weil man auch immer damit rechnen muss, dass es sich um einen Maulwurf handeln könnte.

Hinterfrage alles, glaube nichts!

Das ist heutzutage wichtiger, denn je, und gilt selbstverständlich auch für diesen Text, der nur ein Angebot zum Nachdenken ist. Denken muss man schon noch selbst. Außerdem besteht überhaupt kein Bedürfnis, das für andere übernehmen zu wollen. Wir wollen doch alles freie Menschen sein, in Freiheit leben, also bitte, dann mal los.

 

 

 

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