Albert Schweitzer hat die zwei Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts miterlebt und hat uns die Botschaft hinterlassen, dass Frieden eine Ethik der Ehrfurcht vor allem Leben voraussetzt.
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Autor: Peter Schmuck. Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben. Sie finden alle Texte der Friedenstaube und weitere Texte zum Thema Frieden hier. Die neuesten Pareto-Artikel finden Sie in unserem Telegram-Kanal.
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“Wenn uns das große Unglück widerfahren ist, vor den Waffen kapituliert zu haben, dann auch deshalb, weil unsere Ethik nicht stark genug war und ihr eines fehlte: die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben. Wir hatten eine Ethik, die darauf abzielte, nützlich zu sein, aber wir hatten keine, die beseelt war von der Ehrfurcht vor dem Leben. Wir hatten eine Ethik nur für die Menschen, wir hatten keine Ethik für alle Lebewesen…. Haben Sie den Mut, von Mensch zu Mensch über dieses große Problem zu sprechen, dass wir eine neue Geisteshaltung in unserer Kultur schaffen müssen.
Wenn Sie das wagen, so werden Sie sehen, dass Leute, von denen Sie geglaubt hätten, sie würden nichts davon begreifen, Ihnen zuhören werden. Sie werden anfangen, nachzudenken, weil Ethik für uns keine Angelegenheit mehr ist, die wir deswegen gelten lassen, weil man sie uns so gelehrt hat, sondern die wir gelten lassen, weil wir wissen, dass alles Ethische schon in uns, in unserem Menschsein, vorhanden ist. Jeder wird, wenn er nachdenkt und bis auf den Grund dieser Gedanken geht, zur Ehrfurcht vor dem Leben und zu wahrhafter Ethik finden.”
Diese Gedanken hat Albert Schweitzer - Christ, Philosoph, Arzt in Lambarene, Musiker - im Jahr 1959 im Aufsatz “Humanismus und Zivilisation” niedergeschrieben (S. 142-149 des Buches im Titelbild). Wenn Sie, liebe Leser, meine Hochachtung vor dem Lebenswerk und der Person Albert Schweitzers teilen, lassen Sie uns schauen, inwieweit Schweitzers Idee von der Ehrfurcht vor allem Leben auf fruchtbaren Boden gefallen ist.
Mir sind zwei Initiativen bekannt, welche die Ehrfurcht vor dem Leben als prioritäre Regel für neue Formen des Zusammenlebens von uns Menschen innerhalb der Schöpfung fokussieren.
Die Erdcharta ist eine im Jahr 2000 gegründete globale Bewegung von Einzelpersonen und Organisationen aus 90 Ländern unserer Erde, deren Regelwerk mit den Worten beginnt: Respektieren Sie die Erde und das Leben in all seiner Vielfalt. Erkennen Sie, dass alle Lebewesen voneinander abhängig sind und jede Lebensform einen Wert hat, unabhängig von ihrem Wert für den Menschen.
Die Gemeinwohllobby ist eine 2019 gestartete Initiative in unserem Land, welche einen neuen Gesellschaftsvertrag für Deutschland nach Paragraf 146 des geltenden Grundgesetzes anstrebt. Auch hier steht Albert Schweitzers Gebot an oberster Stelle der aktuellen Fassung des Entwurfes: Ehrfurcht vor dem Leben oder Respekt vor dem Leben und der Natur.
“Ich bin Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das leben will.” Jeder Mensch ist eingeladen, diesen Satz von Albert Schweitzer auf sich wirken zu lassen. Und dann die Schlussfolgerungen für unser Verhalten zu ziehen in Zeiten, in denen einige Machthaber Mensch und Schöpfung wieder einmal in den Strudel einen Weltenbrandes zu bewegen suchen.
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