Freiheit

Sind wir der Vortäuschung falscher Tatsachen erlegen?

Die sogenannte Demokratie hat sich als eine Versicherung herausgestellt, die für alles zahlt, nur nicht für den Schaden, der eingetreten ist. Sozusagen ein Regenschirm für schönes Wetter, aber wehe, wenn es einmal regnet.

Die Äußerung der eigenen Meinung, auch wenn es Blödsinn ist oder nachweislich gelogen, ohne, dass das Konsequenzen für denjenigen hat, der sie von sich gibt, ist schriftlich niedergelegter Bestandteil des Grundgesetzes, dem sich die Deutschen unterworfen haben.

Die Meinungsfreiheit ist untrennbar mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verbunden. Meinungsfreiheit und Demokratie bedingen einander. Zensur ist, wenn Institutionen die Deutungshoheit an sich reißen, in dem sie bestimmen, was Wahrheit ist und was nicht. Findet Zensur statt, und das ist der Fall, dann ist die Demokratie abgeschaltet.

Bis zum Corona-Ereignis hatten die allermeisten das Gefühl, man könne sich auf die unveräußerlichen Grundrechte verlassen, man dachte, sie würden gelten. Seitens derjenigen, von denen die Bürger dachten, dass sie ihre Interessen vertreten würden, wurden jedoch gesetzliche Zusatzmöglichkeiten geschaffen, diese zu unterwandern, auszuhöhlen und zu untergraben.

Dass das möglich war zeigt, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung, auf die wir uns alle verlassen haben, nicht unverrückbar und keine verlässliche Größe ist.

Die Angreifbarkeit dieser freiheitlich-demokratischen Grundordnung zeigt rückwirkend, dass wir uns seit Einführung derselben in einer Freiheits-Simulation bewegt haben, sonst wäre die Verbiegung dieser grundsätzlich akzeptablen Ordnung durch verantwortungslose, ihren Ämtern nicht würdige Politiker nicht möglich gewesen.

Durch die zahlreichen Begriffe, denen gerne ein „Frei“ vorangestellt wurde, (Freie Presse, Freier Handel, Freie Meinungsäußerung usw.) wurde uns eine Vorstellung von Freiheit suggeriert, die uns immer weiter vom eigentlichen Sinn der Freiheit, nämlich das der Mensch frei ist, entfernt hat.

Frei-heit beinhaltet das Wort Frei. Frei sagt aus, dass es keine Grenzen und Einschränkungen gibt, und heit unterstreicht den Zustand des Vorhandenseins.

In dem wir es zugelassen haben, dass der Begriff immer mehr mit systemkonformen, vorgegebenen Inhalten besetzt wurde und der Mensch an sich immer mehr in den Hintergrund getreten ist, hat man uns in Mikro-Dosen über einen langen Zeitraum zu Sklaven gemacht.

Diejenigen, die das von langer Hand geplant haben, anders ist das nicht zu erklären, haben dann befunden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, die Falle zuschnappen zu lassen. Die technischen Voraussetzungen für eine flächendeckende Überwachung sind vorhanden, und es hat sich gezeigt, dass die Masse der Menschen sich den absurdesten Maßnahmen ergeben, wenn nur genug Angst geschürt wird. Was für ein verkommenes Pack ist da am Werk?

Wenn von menschlicher, individueller Freiheit gesprochen wird, bedeutet das nicht, dass jeder machen kann, was er will. Es ist schon gut, wenn man sich auf gemeinsame Regeln eines gesellschaftlichen Miteinanders einigt. Vergessen wurde jedoch dabei, dass man Instrumentarien einbaut, die Missbrauch und Umdeutung von Regeln durch sogenannte Volksvertreter verhindern.

Lange Zeit dachte man, dass das deutsche Verfassungsgericht genau die Instanz sein würde, die die Verfassung schützt. Schmerzlich musste man feststellen, dass sich immer mehr herausstellt, dass das Verfassungsgericht Teil eines sich selbst schützenden Systems ist, das ganz sicher nicht auf der Seite der Bürger steht.

Man kann auch ins Stutzen kommen, wenn ein Verfassungsgericht die Verfassung schützen soll, die wir gar nicht haben und die sich angeblich das deutsche Volk auch nicht in freier Entscheidung geben konnte, weil die Gunst der Stunde für eine Wiedervereinigung, besser einen Beitritt der ehemaligen DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, Vorrang hatte.

Man hätte bei der Gelegenheit zumindest das Verfassungsgericht in Grundgesetzgericht umbenennen können, dann hätten wenigstens die Begriffe zueinander gepasst.

Was vielen Menschen gar nicht bewusst ist, ist, dass die Auswahl in einem 5 Meter langen Yoghurt-Regal nicht das geringste mit Freiheit, mit freier Wahl zu tun hat, obwohl uns das als freie, persönliche Kaufentscheidung eingeredet wird.

Es ist auch keine Freiheit, sich zwischen einem rotfarbenen oder karierten Hemd entscheiden zu können. Die Hauptsache ist, man kauft und bedient den Konsum. Menschen, die ihren Lebenssinn in anderen Tätigkeiten oder Beschäftigungen, zum Beispiel mit sich selbst, mit ihrer eigenen Weiterentwicklung für sinnvoller halten, werden gerne als Konsumverweigerer bezeichnet. Ein zutiefst systemkonformes „Schimpfwort“, das ja nichts weiter aussagt, als dass man das System nicht in der vorgesehenen Art und Weise bedient. Konsumverzichter (selbst das Rechtschreibprogramm ist systemkonform, denn es kennt den Begriff nicht!) wäre treffender, weil in Verzicht die freiwillige, bewusste Entscheidung gegen etwas enthalten ist.

Das gilt auch für den Begriff Kriegsdienstverweigerer, der nach den unsäglichen Aussagen und Aktivitäten des derzeitigen Kriegsministers, der die Wehrpflicht wieder en vogue machen will, in nächster Zeit wieder öfter zu hören sein wird.

Wehrpflicht ist auch so ein Begriff. Die Pflicht sich zu wehren. Nicht weil man persönlich angegriffen oder bedroht wird, sondern weil bestimmte Personen in einem Land beschlossen haben, dass man sich jetzt zu wehren hat, weil ein ominöser Feind vor der Tür steht, und wenn man die Tür aufmacht, ist da gar keiner.

Sich gemeinsam, als Land zu verteidigen, damit könnte man sich notfalls noch identifizieren, wenn man der persönlichen Überzeugung wäre, dass es sich lohnt, für die Freiheit, die andere möglicherweise abzuschaffen beabsichtigen, sein Leben einzusetzen. Doch was, wenn die vordefinierte Freiheit verirrter Seelen gar nicht mit der Stimmung, etwas verteidigen zu müssen, übereinstimmt? Wer setzt denn sein Leben aufs Spiel für ein Land, das durch eine völlig bekloppte Regierung aus dem Ruder gelaufen ist? Eine Regierung, von der man sich anhören muss, dass alle Möglichkeiten der Diplomatie bereits ausgeschöpft sind, obwohl man noch gar nicht damit angefangen hat.

Würde sich jeder Mensch in Deutschland, alleine oder mit der Familie nur einen halben Nachmittag einmal Gedanken darüber machen, was Freiheit wirklich bedeutet, dann wäre der ganze Spuk schnell vorbei. Aber das ist anstrengend, da muss man ja selber denken. Und da taucht gleich ein weiteres Problem auf. Durch die Digitalisierung, die durchaus auch Vorzüge haben kann, sind wir zur Denkfaulheit erzogen worden. Es ist bequemer, sein externes Gehirn vor sich herzutragen und draufzustarren, als die eigenen Kapazitäten im Gehirnskasten zu aktivieren, den man ohnehin immer mit sich trägt, und der nicht ständig an den Strom angeschlossen werden muss, weil der Akku mal wieder leer ist.

Statt sich mal mit einem Buch von Hannah Ahrendt oder Dietrich Bonhoeffer zu beschäftigen, den Geist zu schärfen, fragen sich viele, wer wohl der nächste Bachelor sein wird. Viele Menschen scheinen nach der Droge Ablenkung süchtig gemacht worden zu sein. So schlafen sie langsam aber stetig in einer Demokratie, die inzwischen längst schon keine mehr ist, immer mehr ein und wachen dann in einer Diktatur auf und wundern sich, wie das alles so schnell gehen konnte? Gerade die Deutschen, und das hätten sie gemusst, scheinen aus ihrer eigenen Geschichte Null und Nichts gelernt zu haben. Die Erkenntnis ist erschütternd, traurig und verzweifelnd. Mit dem Corona Ereignis hat sich gezeigt, dass wenn nur laut genug geschrien wird, „Leute springt in den Rhein“, eine große Masse auch tatsächlich springt. Das hat den Glauben an die Deutschen bei vielen sehr erschüttert. Mit solchen Leuten ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen.

Also ist Deutschland verloren? Charakterlose, ungebildete Polit-Ideologen auf der einen Seite und ein weitgehend narkotisiertes Volk auf der anderen Seite. Was soll daraus noch werden?

Keine Massen-Friedens-Bewegungen wie auf den Bonner Wiesen in den 80-er Jahren. Sehen die Deutschen dazu keine Notwendigkeit in der jetzigen Zeit? Woher kommt diese „Bräsigkeit“? Freiheit und Frieden sind keine Artikel, die man sich in einem „gut sortierten“ Supermarkt aus dem Regal holen kann, ab zur Kasse, bezahlen und fertig.

Frieden und Freiheit müssen gelebt und laufend eingeklagt werden. Und es ist den sogenannten Volksvertretern ständig dabei auf die Finger zu schauen. Wenn sie gefährlichen Bockmist bauen, wie jetzt schon seit einigen Jahren, gehörten sie aus dem Amt gejagt. Aber was passiert? Nichts! Nicht zuletzt auch Dank der eierlosen Schreiberlinge, Journalisten-Darsteller und dem zwangsfinanzierten Propaganda-Funk.

Die Deutschen versklaven sich selbst und errichten sogar noch „freiwillig“ die Gitterstäbe um ihr Gefängnis, in dem sie bereits sitzen. Das ist nicht anders zu erklären, als ob ein ganzes Land einer Massen-Psychose erlegen ist, in der Kognitive Dissonanz zur Lebensstrategie geworden ist.

Die einzige Möglichkeit scheint zu sein, sie mit einem Schock-Erlebnis aus ihrem Trauma aufzuwecken, wie auch immer das aussehen mag.

Bis dahin können nur immer wieder diejenigen, die gegen Indoktrination immun sind, informieren, wachrütteln, schreiben, „bis ihnen das Blut unter den Fingernägeln hervorspritzt“, um den Aufwachprozess, zu dem es durchaus einige Anzeichen gibt, voranzubringen und zu beschleunigen.

Freiheit kann man am besten spüren, wenn man den Geist von Manipulationsversuchen, die von allen Seiten einfallen, freihält. Dazu gehört es, eine gesunde Bodenhaftung zu entwickeln, sich seiner selbst bewusst zu werden, sich die Frage zu stellen, was es eigentlich bedeutet, Mensch zu sein. Privilegiert sind hier Menschen, die schon in ganz jungen Jahren gespürt haben, dass etwas in ihrem familiären Umfeld nicht ganz stimmt. An diesem Missgefühl konnten sie ihre Antennen ausbilden, die sie dafür sensibilisiert haben, wenn etwas dem allen Menschen innewohnenden Gerechtigkeitssinn und dem Wahrheitsgefühl entgegenläuft.

Leute, wacht endlich auf und macht diesem Albtraum ein Ende. Wir sind gar nicht so wenige und es stimmt einfach nicht, wenn viele sagen: Ich allein kann ja sowieso nichts ausrichten. Doch, könnt ihr, schließt euch zusammen und werdet euch eurer vor allem geistigen Kraft bewusst, die einmal losgelassen, keine noch so bescheuerte Regierung an der Macht halten kann. Wir sind in einer Übergangsphase. Das Alte stirbt, es bäumt sich ein letztes Mal auf, bevor es zusammenfällt. Das Neue ist noch nicht wirklich geboren, noch nicht wirklich erkennbar, aber es bahnt sich bereits seinen Weg. Jeder kann hier Geburtshelfer sein, in dem er den Unsinn, den Irrsinn, den Wahnsinn beim Namen nennt, laut ausspricht.

Was uns als unabänderliche Tatsachen und unverrückbare Realität verkauft wird, ist ein Soufflé! Wir müssen nur die Backofentür aufmachen, dann fällt das ganze wackelige Kartenhaus in sich zusammen. Seid mutig, traut euch!

 

 

Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”

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(Bild von pixabay)