Ein absurdes Land lechzt nach absurden Nachrichten
***Neue Märchen braucht das Land***
Das bekannte Märchen “Schneewittchen und die sieben Zwerge” wird jetzt diskriminierungsfrei neu verfilmt. Der neue Titel lautet: „Kristallwasserwittchen und die sieben Kleinwüchsigen“. Es soll beginnen mit „Ens war einmal…“ und enden mit: „..und wenn sie nicht zur Vernunft gekommen sind, dann gendern sie noch heute!“ Kreative, findige Autoren tüfteln derzeit auch an einem neuen Arbeitstitel des Märchens „Hänsel und Gretel“, der alle 72 Geschlechter beinhalten soll und die Rolle des Eltern 1 und 2 geschlechterneutral darstellt. Die wichtigen Szenen sollen nicht in einem Wald, sondern in einer Ansammlung von einzelnen Bäumen spielen, wobei der Backofen als solarbetrieben eindeutig zu erkennen sein soll und die Lebkuchenmühle von einem Windrad angetrieben wird. Das Verließ, in dem Hänsel von Frau von der Leyen gefangen gehalten wird, soll durch ein imaginäres Umfeld der Meinungsfreiheit ersetzt werden, und Hänsel soll statt eines Knochens der bösen Hexe eine aufgezogene Giftspritze entgegenhalten.
*** Der Fall Brosius-Gersdorf***
Viele haben die Fassung darüber verloren, dass die Verfassung Glück gehabt hat. Den Verlautbarungsgenossen im Staatlichen Rundfunk war es nicht wert, die Gründe zu nennen. Ausschlaggebender Punkt war, dass sie ein Impfrezept aus dem Kochbuch ihrer Kollegin Kaufhold, ohne Quellenangabe und Anführungszeichen, in ihrer Doktorarbeit angegeben hat. Es besteht sogar die akute Gefahr, dass Professor- und Doktortitel noch beseitigt werden. Manchmal wird auch das Wesen Staat vom Erzengel Michael unter seine Fittiche genommen. Halleluja!
***Digital Services Act***
Die Berichterstattung über den vom US-Außenminister geforderten Kurswechsel beim Digital Services Act ist vom Wahrheitsministerium in Brüssel als wehrhafte Demokratie-Schutz-Maßnahme als nicht erwähnenswert eingestuft worden und der Zensur zum Opfer gefallen. Expertisen haben inzwischen ergeben, dass die Aussagen von J. D. Vance auf der Sicherheitskonferenz in München zur Meinungsfreiheit in Deutschland unter Drogen geäußert wurden. Das haben unabhängige Near Government Organisations staatsfern herausgefunden.
***Die Staatsraison wird zu Staatsraison***
Immer muss das Sauerland die Drecksarbeit machen. So verhängt es jetzt ein Waffenembargo gegen Israel, das sich nur auf Pfeil und Bogen sowie Keulen und Steinschleudern beziehen kann, denn alles andere ist ja bereits in der Ukraine verschrottet worden. Rheinmetall verzeichnet dennoch einen Umsatzzuwachs von 24%, worüber sich der Anteilseigner Blackrock sicher sehr freuen wird. Was man mit der Produktion von Sauren Gurken im Glas doch für ein Geld verdienen kann! Der Rest wird über das Portal der streitbaren Frauen bestellt und hoffentlich pünktlich versandkostenfrei bis an die Westfront geliefert.
***Sehr gute Wirtschaftsaussichten – für andere***
Die deutsche Wirtschaft meldet weiterhin stark steigende Minuswerte, die sicher bald vom Wirtschaftsminister nach oben korrigiert werden können. Leerstehende Werkshallen in Solingen sollen in kürzester Zeit für Massenunterkünfte von Messerfachkräften umgebaut werden. In der Klingenindustrie kann so schon sehr bald erstmalig der Fachkräftemangel ausgeglichen werden. Als nächstes wird der Bildungssektor gepuscht und mit Aufträgen ausgelastet. Eine Analyse hat ergeben, dass Grundkenntnisse in Deutsch (Wort und Schrift) ein ungeheures Potenzial in sich bergen. Das schafft neue Dozentenstellen. Weiter sind die Überlegungen schon sehr weit vorangeschritten, wie man Anreize schaffen kann, dass die zu Schulenden auch mit ihrer Anwesenheit glänzen können.
***Sommerinterview***
Nachdem gegenüber der Terrasse, auf der das Sommerinterview gewöhnlich stattfindet, Schilder für eine „Adenauer-Verbots-Park-Zone“ in der Zeit von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr, im Abstand von 1 Meter, aufgestellt wurden, konnte das Interview mit dem Mann, der Duisburg liebt (es ihn aber leider nicht), ungestört stattfinden. Auf das Einspielen des Königs-Jodlers als musikalische Untermalung wurde verzichtet, und die „Hexen von Eastwick“ waren leider schon in einem anderen Engagement verpflichtet.
***Wohnsitzverlegungspläne?***
Der deutschen Knight-Rider Reiner Haseloff, nicht verwandt und nicht verschwägert mit David Haselhoff, wurde in einem bekannten Baumarkt in Sachsen-Anhalt gesehen, wie er dabei war, Umzugskartons in größerer Stückzahl zu erwerben. Der ältere Herr bittet weiter um Freiwillige, die ihm beim Packen helfen, damit er rechtzeitig weg ist, wenn sich das Bundesland vom gesamtdeutschen Staat durch die Machtergreifung der Gottseibeiunspartei loslöst. Wie lange dieser seltsame Zustand bei Herrn Haseloff in Sachsen-Anhält, ist nicht bekannt.
***Umfragewerte***
Die Umfragewerte zur Bundesregierung und zum Bundeskanzler steigen weiterhin rapide an. Ersten Meinungsforschungsinstituten flatterten bereits Klagen ins Haus, weil sie wiederholt die falsche Richtung angegeben haben, die in einer wehrhaften Demokratie nicht vorkommen kann. Nach dem Vorbild von Walter Ulbrich muss alles auch weiterhin demokratisch aussehen, aber die Bundesregierung muss vor allem alles in der Hand behalten.
***Meine Oma ist ne alte Stasi-Frau***
Die gesichert über Enkel verfügenden Frauen mit der Links-rechts-Schwäche haben in dem staatlich geförderten Kombinat mit dem Spitzel „IM Marion“ eine extrem gute Fachkraft für Denunziation mit langjähriger, praktischer Erfahrung an ihrer Spitze. Wenn die Enkel keine selbstgestrickten Socken mehr haben wollen, muss man sich halt anderweitig beschäftigen.
***Israel braucht mehr Raum***
Der Gaza-Streifen soll nach Netanjahu und seinem Sicherheitskabinett nun vollständig unter das Protektorat des Israelischen Reichs gestellt werden. Ähnlichkeiten mit Vorgängen in Deutschland vor rund 80 Jahren sind weder beabsichtigt, noch gewollt, noch tatsächlich vorhanden. Die Aussage: Israel lernt vom ehemaligen Feind, trifft ebenfalls nicht zu. Gottseidank (gesichert religionsübergreifend) nehmen die Proteste der Insassen Israels gegen den Inhaber eines Bibi-Haftbefehls ständig zu.
***Kipferl-Treffen***
Der Ort ist noch geheim. Man munkelt jedoch, es könnte ein Café-Haus in Wien oder eine ganzjährig geöffnete Weihnachtsbäckerei irgendwo nicht in Europa sein. Dort wollen die beiden Feinbäcker Trump und Putin Backrezepte für Friedens-Kekse austauschen, damit gewährleistet ist, dass keiner die besseren herstellen kann. Auch soll die Anzahl der Backbleche begrenzt werden. Zum Warmhalten des Gebäcks wird wahrscheinlich auf den Salamander, die Warmhaltevorrichtung, verzichtet. Abwarten, und aus dem Samowar Tee trinken.
***Russischer Blitz-Angriff***
Als Spätschaden von unheilbarem Verfolgungswahn spricht eine bekannte deutsche Mediengruppe von einem bevorstehenden „Blitz-Krieg“ Russlands auf die EU. Die US-Amerikaner stehen jedoch mit einer noch schnelleren „Super-Blitz-Abwehr, Marke Warp-Speed“ bereits in der Normandie Gewehr bei Fuß, um die von Osten bis Frankreich in dann wenigen Stunden vorrückende „Böse Armee“ erfolgreich in die Flucht zu schlagen, sobald sie da ist. Marschverpflegung für die nächsten 100 Jahre stellt Deutschland den US-amerikanischen Truppen zur Verfügung. Mit dem Bau von Langzeitunterkünften für die GIs wurde ebenfalls schon begonnen.
***Umzugspläne***
Aus internen Kreisen wurde bekannt, dass Victor Orban plant, mit seinem gesamten Land umzuziehen, um der EU nur noch einen Flecken verbrannter Erde zu hinterlassen. Die Mehrheit der Ungarn steht hinter ihm, sie will den Geltungsbereich der EU auf jeden Fall verlassen. Man überlegt auch eine gemeinsame Aktion mit der Republik Irland, die ebenfalls über den Exodus aus dem gelobten EU-Land nachdenkt. Der Plattensee könnte als gemeinsamer Wasserspeicher genutzt werden und die irischen grünen Wiesen für die furzenden CO2-Killer-Kühe bewässern. Ein vielversprechendes, ungarisch-irisches Synergie-Projekt könnte so entstehen.
***Von Italien lernen***
Die deutsche Regierung könnte sich ein Beispiel an Italien nehmen. So sollen die 5%igen Ausgaben für die NATO, in den Bau einer militärisch-strategisch wichtigen Brückenverbindung zwischen der italienischen Halbinsel und Sizilien investiert werden. Daran ein Beispiel nehmend, könnte so der Neubau der Karola-Brücke in Dresden ebenfalls einem militärisch wichtigen Grund zugeführt und binnen weniger Jahrzehnte umgesetzt werden.
***Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn***
Neueste Expertisen haben ergeben, dass die Verspätungen nicht an der maroden Infrastruktur liegen, die Jahrzehnte lang auf Verschleiß gefahren wurde, sondern daran, dass die Fahrgäste zu doof sind, sich vor Einfahrt des Zuges so zu organisieren, dass immer eine gleich große Zahl an allen Ein- bzw. Ausstiegen gleichzeitig ein- und aussteigen, was das Einhalten der Haltezeiten gewährleisten würde, denn das chaotische, undisziplinierte, unkoordinierte Ein- und Aussteigen ist der wahre Grund für das stetige Ansammeln von Verspätungen von Halt zu Halt. Nächster Halt: „Platz des Himmlischen Friedens“.
“Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”
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(Bild von pixabay)