Ein viel zu langer Text, den man besser in Häppchen auf sich wirken lässt
Was, wenn nicht ausschließlich die Politiker oder die Parteien für den Niedergang Deutschlands verantwortlich sind, sondern das ganze System ausgeleiert ist, wie ein grün-oranger Frottee-Schlafanzug aus dem vergangenen Jahrhundert, der einfach viel zu oft gewaschen wurde? Was, wenn es auch eine Opposition nicht schaffen würde, das Ruder herumzureißen, weil das marode System das gar nicht mehr zulässt?
Das Vertrauen in die Demokratie, als System, in dem wir leben, hat tiefe Risse bekommen, nachdem wir erleben mussten, wie schnell unveräußerliche Grundrechte außer Kraft gesetzt werden konnten und wie schnell anti-demokratische Strukturen in alle Lebensbereiche Einzug gehalten haben.
Viele haben das Vertrauen in Politik, Institutionen, Behörden, Mandatsträger, Mediziner, das Gesundheitswesen und die Rechtsprechung verloren, nicht ohne Grund. Der Vertrauensschaden, der langfristig angerichtet wurde, ist heute noch gar nicht absehbar und wird erst in der nächsten Zukunft richtig in Erscheinung treten. Ausgenommen bei denen, die Meister der Verdrängung sind.
Viele Fragen sich, wie wir anders zusammenleben könnten, wenn die Demokratie kein verlässlicher Garant mehr für unsere Freiheit ist. Wie kann das System, im dem wir derzeit un-frei-willig leben müssen, durch etwas Menschenwesensgerechtes ersetzt werden?
John F. Kennedy soll gesagt haben: „Demokratie ist das zweitbeste System“. Und auf die Frage, was denn das beste System sei, soll er geantwortet haben: „Das muss noch erfunden werden.“
Hier ein Angebot für ein anderes Denken, Fühlen und Wollen, über dass es sich vielleicht lohnt, einmal genauer nachzudenken und sich damit tiefer zu befassen. Das setzt allerdings voraus, und das ist schwierig, sich von den gewohnten Denkstrukturen frei zu machen, der Kopf sollte möglichst frei sein, damit man erkennt, dass es sich hier weder um eine Ideologie, noch um ein Programm, oder eine abzuarbeitende Agenda handelt, sondern um eine lebenspraktische Idee, die dem geistigen und physischen Aufbau des Menschen entspricht. Steiner hat selbst gesagt, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss, wenn jemand eine andere Idee hätte, bitteschön. Die soziale Dreigliederung ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, das System im gewohnten Denken zu verlassen und ernsthaft darüber nachzudenken, wie ein Zusammenleben außerhalb dessen, was wir bisher kennen, gestaltet werden könnte. Darum lohnt es sich, ein wenig Gehirnschmalz darauf zu verwenden, statt ausschließlich die ohne Zweifel vorhandenen Missstände aufzuzeigen.
Die Idee der Dreigliederung wurde erstmals im März 1919 einer breiten Masse vorgestellt in dem Aufruf „An das deutsche Volk und an die Kulturwelt“. Der Aufruf wurde als Flugblatt gedruckt und in einem Großteil der deutschen, österreichischen und schweizerischen Tageszeitungen veröffentlicht:
„Der soziale Organismus ist gegliedert wie der natürliche. Und wie der natürliche Organismus das Denken durch den Kopf und nicht durch die Lunge besorgen muß, so ist dem sozialen Organismus die Gliederung in Systeme notwendig, von denen keines die Aufgabe des anderen übernehmen kann, jedes aber unter Wahrung seiner Selbständigkeit mit den anderen zusammenwirken muß.
Das wirtschaftliche Leben kann nur gedeihen, wenn es als selbständiges Glied des sozialen Organismus nach seinen eigenen Kräften und Gesetzen sich ausbildet, und wenn es nicht dadurch Verwirrung in sein Gefüge bringt, daß es sich von einem anderen Gliede des sozialen Organismus, dem politisch wirksamen, aufsaugen läßt. Dieses politisch wirksame Glied muß vielmehr in voller Selbständigkeit neben dem wirtschaftlichen bestehen, wie im natürlichen Organismus das Atmungssystem neben dem Kopfsystem. Ihr heilsames Zusammenwirken kann nicht dadurch erreicht werden, daß beide Glieder von einem einzigen Gesetzgebungs- und Verwaltungsorgan aus versorgt werden, sondern daß jedes seine eigene Gesetzgebung und Verwaltung hat, die lebendig zusammenwirken. Denn das politische System muß die Wirtschaft vernichten, wenn es sie übernehmen will; und das wirtschaftliche System verliert seine Lebenskräfte, wenn es politisch werden will.
Zu diesen beiden Gliedern des sozialen Organismus muß in voller Selbständigkeit und aus seinen eigenen Lebensmöglichkeiten heraus gebildet ein drittes treten: das der geistigen Produktion, zu dem auch der geistige Anteil der beiden anderen Gebiete gehört, der ihnen von dem mit eigener gesetzmäßiger Regelung und Verwaltung ausgestatteten dritten Gliede überliefert werden muß, der aber nicht von ihnen verwaltet und anders beeinflußt werden kann, als die nebeneinander bestehenden Gliedorganismen eines natürlichen Gesamtorganismus sich gegenseitig beeinflussen.“ (Lit. GA 23, S. 160f)
Auf der Grundlage der Dreigliederung forderte Rudolf Steiner, Gründer der Anthroposophie, Freiheit für das Geistesleben, Gleichheit für das Rechtsleben und Brüderlichkeit für das Wirtschaftsleben.
Hier der Versuch, die einzelnen Punkte herauszunehmen und mit den aktuellen Verhältnissen zu vergleichen:
Nach Steiner ist der soziale Organismus genau so gegliedert wie der natürliche Organismus. Und wie dort die einzelnen Organe ihre Funktionen haben, zum Beispiel, das Denken durch den Kopf und nicht durch die Lungen erfolgen kann, so sind in dem sozialen Organismus die Systeme zu gliedern, von denen keines der Systeme die Aufgaben eines anderen Systems übernehmen kann. Jedes System muss selbständig bleiben, aber mit den anderen zusammenwirken.
Das Wirtschaftsleben kann nur gedeihen, wenn es sich nach seinen eigenen Kräften und Gesetzen ausbildet, als selbstständiges Glied des dreigliedrigen sozialen Organismus. Das Wirtschaftsleben darf nicht in ein Ungleichgewicht geraten, in dem es sich von dem politisch wirksamen Glied des sozialen Organismus aufsaugen lässt. Geschieht das doch, wird es vernichtet. Das Wirtschaftsleben verliert seine Lebenskräfte, wenn es politisch werden will.
In der Gegenwart gibt es zahlreiche Beispiele für diesen schädlichen Einfluss durch Lobbyarbeit, durch Gesetzesvorlagen, die von den Lobbyisten eingebracht und vom Gesetzgeber (zurzeit dem Staat) übernommen werden und die nur im Interesse der Wirtschaft sein können.
Es ist schädlich für das Wirtschaftssystem und das politische System, das steht hier zunächst für das Organ, das für die Gesetzgebung und Verwaltung zuständig ist, wenn es für beide selbständigen Organe des Organismus tätig ist. Jedes Glied muss seine eigene Gesetzgebung und Verwaltung haben und diese müssen mit den anderen Gliedern zusammenwirken.
Derzeit haben wir ein System, in dem der Gesetzgeber in Bereichen massiven Einfluss hat, aus denen er sich heraushalten sollte.
Hat die Politik im derzeitigen „Einheitsstaat“ das Zepter übernommen, kommen Ergebnisse heraus, die man zurzeit besonders in Deutschland sehr gut sehen kann, wenn eine Ideologie zur Staatsraison wird. Dabei kann nur Planwirtschaft, staatlich gelenkte Wirtschaft und Subventionswirtschaft herauskommen. Die Politik wird übergriffig und dringt in die Lebensbereiche der Bevölkerung ein, die sie nicht das geringste angeht. Ergebnis: Betreutes Denken, betreutes Reisen, betreutes Essen, betreutes Heizen u.s.w.. Unfreiheit, Erstarrung, Stillstand und Niedergang sind die Folgen.
Zu den beiden Gliedern Wirtschaftsleben und Rechtsleben muss noch ein weiteres, ebenfalls völlig selbstständiges hinzukommen. Das ist die geistige Produktion, zu der auch die geistigen Anteile der beiden anderen Gebiete dazu gehören. Und wie schon vorher, muss dieses Glied ebenfalls eine eigene gesetzliche Regelung und Verwaltung haben. Für ein Gedeihen in allen Bereichen braucht es besonders ein gesundes Geistesleben, weil sonst das Virus des kranken Denkens in alle anderen Glieder ausstrahlt.
Alle drei Glieder müssen nebeneinander in Selbstständigkeit bestehen und ein gemeinsames Wirken entfalten.
Bis hierhin ist schon eine gewaltige Vorstellungskraft nötig, weil dieser Ansatz vollkommen anders ist, als das, was wir bisher kennen.
Eigentlich wäre schon Anfang des 20. Jahrhunderts, die Zeit reif gewesen, dass die Dreigliederung der Ausweg aus der politischen und wirtschaftlichen Misere wird. Am Ende fehlte es dann aber doch an Durchschlagkraft, mangelndem Vorstellungsvermögen und die Macht einiger Weniger, die Angst vor ihrem eigenen Machtverlust hatten, dass die Dreigliederung noch nicht gelebt werden konnte.
Heute stehen wir in vielerlei Hinsicht wieder genau an demselben Punkt. Wir leben in desaströsen Zuständen und merken die Ungleichgewichte sowohl in der Wirtschaft, als auch in der Übergriffigkeit des Staates und massiven Einschränkungen in der Meinungs- und Redefreiheit, die bisher in einem demokratischen System eines der höchsten Güter waren. Was wissenschaftliche Erkenntnisse sind und was nicht, legt der Staat fest. Anders Denkende werden diffamiert oder für Quacksalber erklärt.
Das Erziehungs- und Schulwesen wird von staatlicher Seite vorgegeben, statt es von denen gestalten und verwalten zu lassen, die auch wirklich Ahnung davon haben, nämlich denen die in diesen Bereichen tätig sind. Wie kann etwas Gescheites dabei herauskommen, wenn Fehlbesetzung die Regel ist?
In allen Bereichen gilt es soziale Strukturen zu schaffen, die dazu in der Lage sind, den Menschen so an seinen Platz zu stellen, dass er dort imstande ist, zum Wohle der menschlichen Gemeinschaft beizutragen, ausgesucht nach seinem Wesen, der Begabung und den tatsächlichen Fähigkeiten. Es muss wieder gelernt werden, den Menschen in seiner Gesamtheit zu erfassen. Wir müssen davon abkommen, ihn nach Äußerlichkeiten einzuschätzen und uns von materiellen Dingen, Zeugnissen und Diplomen in unseren Urteilen beeinflussen zu lassen.
Und wer am lautesten schreien kann oder am wortgewandtesten ist, muss nicht zwangsläufig recht haben, weil er glaubt, dass er die Wahrheit gepachtet hat. Ein Wahrheits-Ministerium brauchen wir schon gar nicht.
Unternehmen sollten nicht gewinnbringend verkauft werden können, sondern nur von dem einen Fähigen an den Nächstfähigen weitergegeben werden. Beispiele für Unternehmen, die sich selbst gehören und ein erfolgreiches Fortkommen haben, gibt es schon heute.
Wie viele Manager gibt es heute, die vielleicht etwas von Ökonomie verstehen mögen, aber keine Ahnung von der Branche haben, in der sie managen. Welcher leitende „Banker“ hat sich heute vom Schalterangestellten, der noch Kontakt mit seinen Kunden hatte, der um dessen Freud und Leid wusste, zum Bankchef hochgearbeitet? Wie soll da der heutige Bank-Chef-Manager Entscheidungen treffen, die seinen Kunden gerecht werden. Stattdessen hat er vor allem die Interessen der Aktionäre im Auge zu haben, die von ihm erwarten, dass sie eine ordentliche Dividende erhalten. Wie vergiftet das Bankensystem ist, sieht man an der Möglichkeit des Debankings, wo Konten ohne Begründung gekündigt werden können, weil zum Beispiel Neue Medien Inhalte bringen, die dem Staat nicht passen. Wer einen direkten finanziellen Austausch zwischen Menschen für sinnvoller hält, weil keine Bank als Vermittler dazwischen ist, der möge sich dringend mit Bitcoin beschäftigen.
Welcher Politiker kommt heute noch wirklich aus dem Handwerk oder einer Dienstleistung, wo man es immer auch mit Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten zu tun hat. Stattdessen besteht die politische Klasse überwiegend aus Akademikern, gerne vor allem Juristen. Theoretiker und Flip-Chart-Experten, aber wenig bis keinen blassen Schimmer vom Alltag der ganz normalen, fleißigen, rechtschaffenden Leute. Man könnte auch sagen, Politiker sind Leute, die sonst fast nirgendwo zu gebrauchen sind.
So entstehen Fachidioten, die möglicherweise auf ihrem Gebiet viel wissen, aber nicht imstande sind, es in einen Gesamtzusammenhang zum Wohle derjenigen zu bringen, für die sie eigentlich tätig sein sollten.
Rudolf Steiner meinte dazu sinngemäß, dass sich z. B. Jura-Studenten schon frühzeitig in spezielle Fachfragen notwendigerweise verbohren müssen und damit in eine ganz bestimmte Richtung gebracht werden. Und wer dann über Jahre mit Fachbegriffen angefüllt wurde, kann nicht mehr von ihnen loskommen. So muss dem Juristen jeder andere wie ein Dummkopf vorkommen, der sich eine gewisse Freiheit im Denken erhalten hat bezüglich der Begriffe, die für den Juristen im Laufe der Jahre ganz fest und starr geworden sind.
In der Wirtschaft geht es nicht darum, die Produktion am Bedarf der Menschen zu orientieren, sondern darum Dinge zu produzieren, von denen die Menschen noch gar nicht wussten, dass sie sie brauchen, bis sie es gab.
„Unser Leben ist so viel schwieriger geworden, seit wir uns Dinge anschaffen sollen, die uns das Leben leichter machen.“
Gleiche Gewerbe könnten miteinander kooperieren, und der fachlich Geeignetste, nicht der, mit dem größten Unternehmen, oder dem größten Einfluss oder dem dicksten Geldbeutel, sollte die Interessen dieser regionalen Zusammenschlüsse repräsentieren und deren Sprecher sein. Wenn von Kooperation gesprochen wird, hat das nichts zu tun mit Kooperativen, wie man sie vielleicht aus dem real existierenden Sozialismus oder Kommunismus kennt.
Die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Wirtschaft!
Der Staat sollte sich auf seine ureigensten Aufgaben beschränken. Das wäre vor allem der Schutz seiner Bürger und der Grenzen, der Souveränität und die Verteidigung, nicht die Kriegstüchtigkeit. Auf keinen Fall hat er sich in die Wirtschaft einzumischen und schon gar nicht in die Rechtsprechung, das wäre die Aufgabe des Geisteslebens, dass unbedingt frei sein muss.
Bei der Rechtsfindung ist die Begabung des Richters maßgebend. Wie die Lehrer müssen auch die Richter vom freien Geistesleben bestellt werden.
Es sollte Richter geben, die ihre Urteile frei nach dem Recht sprechen können und nicht danach, ob ein dem Staat möglicherweise nicht konformes Urteil ihnen die Karriere kosten könnte. Ebenso dürfen sie nicht vom Staat ernannt werden, sondern zum Beispiel von den Menschen, vielleicht sogar zeitlich begrenzt, über die das Recht gesprochen wird.
Aktuell erlebt Deutschland, wie staatskonforme Richter installiert werden sollen, von den Politikern ausgewählt, und alles andere als neutral.
So, wie die Rechtsprechung heute aufgebaut ist, ist es kein Wunder, wenn viele Bürger sagen: „Alle Menschen sind gleich, nur manche sind gleicher“, oder „Recht haben und Recht bekommen, sind zwei verschiedene Dinge“. Wen wundert es, wenn das Rechtsleben so aufgebaut ist, dass die Rechtsprechenden durch eigene, persönliche Sachzwänge gar nicht unabhängig und frei sein können, es inzwischen auch gar nicht sein wollen.
Eine ursprünglich aus geschichtlichen Gründen weisungsgebundene Staatsanwaltschaft ist das beste Beispiel dafür, warum Staat und Recht dringend garantiert voneinander getrennt sein müssen.
Nochmals der Hinweis darauf, dass man bei all dem, was voran genannt wurde, das gewöhnliche, bekannte Denken verlassen muss. Man läuft sonst sehr schnell Gefahr, in die alten Denkstrukturen zu verfallen und diese neuen Ansätze mit Bekanntem zu vergleichen oder mit den bisherigen Erfahrungen zu bewerten. Das Nachvollziehen der Dreigliederung geht gut, wenn man seinen Kopf frei macht und die Puzzle-Steine komplett neu, ohne jeden Vorbehalt oder durch etwas Bekanntes, zusammensetzt.
Das Staats-Geschwür, unter dem die Menschen überall leiden, ist entstanden, weil Bereiche zusammengekommen sind und miteinander vermengt wurden, die nicht zusammengehören. Es wäre besser, es gäbe drei voneinander getrennte Bereiche, die durch Austausch miteinander kommunizieren, immer im Hinblick darauf, dass der Gesamtorganismus gesund, lebensfähig und vital bleibt.
Die Basis wäre, dass der Mensch wieder in den Mittelpunkt gestellt wird, mit seinen Bedürfnissen und allen Anforderungen, die ein freiheitliches Leben erfordert, statt, wie jetzt, dass Interessen einiger Weniger durchgesetzt werden, die ihren Profit mehren können und der Rest in Unfreiheit bleibt. Freiheit ist nicht, dass ich mich zwischen dem Kauf eines blauen und eines roten Hemdes entscheiden kann!
Wir brauchen ein anderes Menschenbild, als das, was wir jetzt haben: Der Mensch ist KEIN Tier und auch KEINE Maschine, sondern vor allem ein geistiges Wesen.
Der erste Schritt könnte sein, dass die Dreigliederung erneut einer breiten Masse bekannt gemacht wird und diese dann weitere davon überzeugt, dass es sich lohnt, sich intensiv damit zu befassen, um dann die Umsetzung der Einführung in die Lebenspraxis einzuleiten.
Noch einmal: Die Dreigliederung versteht sich nicht als Programm oder Projekt oder Dogma, sondern als ein lebendiges System, dass sich den jeweiligen Gegebenheiten lebendig anpasst.
Rudolf Steiner hat ausdrücklich betont, dass die Dreigliederung nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss. Das herauszufinden geht nur, wenn man die Dreigliederung ins Leben bringt. Und wenn man ehrlich ist: Schlimmer, als jetzt kann es nicht werden. Daher sollte es auf jeden Fall einen Versuch wert sein, das alte verkrustete Denken und über Jahrhunderte gewachsene hierarchische Strukturen zu verlassen, zugunsten einem am geistigen Wesen des Menschen orientierten gemeinsamen Lebens.
Flugblätter und Veröffentlichungen in Zeitungen mit rückläufigen Auflagen und schwindendem Leserstamm kann man heute zu den Alten Medien zählen, genauso, wie der von der Politik gekaperte öffentlich-rechtliche Rundfunk, der sich zu Propaganda-Zwecken missbrauchen lässt und, der in seiner jetzigen Form abgeschafft gehört.
Es ist daher zeitgemäßer, die Idee der Sozialen Dreigliederung über die Neuen Medien einem breiten Publikum nahezulegen. Dies hier soll ein Beitrag dazu sein.
All das Vorgenannte kann nur ein grober Umriss dessen sein, was die Dreigliederung insgesamt bedeutet und welche Kraft sie zum Wohle Aller entfalten könnte, wenn die anderen Kräfte, die dies durch egoistische Motive, wie Machtgeilheit, Geldgier und Anspruch auf Deutungshoheit sowie eingefahrenes, erstarrtes Beton-Denken überwunden würden. Wer sich tiefer einlesen möchte, dem sei die Schrift „Die Kernpunkte der Sozialen Frage“ von Rudolf Steiner, GA-Gesamtausgabe 23 und das Buch „Dreigliederung von Geist, Recht und Wirtschaft“, erschienen im Archiati Verlag, empfohlen.
“Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”
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