Kann man seine Staatsbürgerschaft eigentlich auch ruhen lassen?

Eine Frage an die demokratisch orientierten Verfassungsrechtler

Bisher ist niemand bis zur Quelle des Baches mit Namen Irrsinn vorgedrungen. Vielleicht gibt es sie auch gar nicht, und der inzwischen zu einem mächtigen Strom angewachsene Bach speist sich aus vielen kleinen zusammenlaufenden Rinnsalen.

 

Wo steigt man ein? Bei der gefühlt ewigen Kanzlerin, die wohl doch zu lange in der Wanne der mit Wasser und vom VEB Sozialismus hergestellten Badesalz „Unseredemokratie“ gebadet hat?

 

Jedenfalls sind in ihrer aussitzenden Tätigkeit die ersten Pandemie-Spiele der Neuzeit abgehalten worden, die in dem Corona-Ereignis mit Grundrechtseinschränkungen und Sondergesetzen, einer übergriffigen Polizei bei Demonstrationen, dem Kaltstellen von kritischen Stimmen, dem endgültigen Kapern des öffentlich-rechtlichen Unfugs, ihren vorläufigen totalitären Höhepunkt erreicht hatten.

 

War „Wir schaffen das“ vielleicht ganz anders gemeint? War das eher so zu verstehen, wie Wir (die an der Spitze des Staates stehenden, schaffen das (es, euch fertig zu machen)?

 

Frau von der Leyen hatte bereits Gelegenheit, ihre Inkompetenz vor aller Augen zu beweisen. Wer qualifizierten Mist baut, ist geeignet, dies auch an höherer Stelle zu schaffen. Mangelt es an Kompetenz der Person, ist sie nicht schuld, sondern die schlechte Leiter, die den Aufstieg verhindert.

 

Nach Mutti kam ein Kanzler, an dessen Namen man sich heute schon nicht mehr erinnern kann. Wer war das nochmal? Was bleibt von ihm als herausragende Leistung erhalten? Ach ja, CumEx, ein Steuerskandal, der besser keiner sein sollte, weil dessen Aufklärung Teile der Regierung verunsichert hätte. Und wer sich wagte, ordentlich nachzuforschen, wurde entfernt.

 

Inzwischen war auch noch ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland in der Ukraine ausgebrochen, in dem sich die staatlichen Organe bis heute realitätsverweigernd auf die Seite der Ukraine stellen, obwohl es genügend Belege dafür gibt, dass dort zahlreiche braune Mächte am Werk sind, die gerade Deutschland im Besonderen ächten müsste.

 

Dann war da noch eine Außendarstellerin mit aufwändiger Maske und Kostüm, die die Standortfrage von Klos in Afrika zur Chef*innen-Sache machte, und darüber hinaus die ganze Welt mit ihrer feministischen Außen-Saga beglücken wollte. Unter Diplomatie verstand sie die Kunst des Ausstellens von Diplomen. Kann man das eigentlich studieren?

 

Und ein Gastwirtschafts-Minister, der von Insolvenzen und Zahlen so viel Ahnung hatte, wie die Kuh vom Fliegen. Aber man will ja fair bleiben: Was ihm wirklich vorbildlich gelungen ist, ist die Vernichtung einer zuverlässigen, bezahlbaren Energieversorgung durch Abschalten sämtlicher Atomkraftwerke zugunsten einer Energieversorgung im Random-Modus. Jeder andere wäre in der Fahrprüfung bei der Kontrolle der Rückblinker durchgefallen, wenn er ordnungsgemäß berichtet hätte: Geht, geht nicht, geht, geht nicht. Nicht aber Herr „Na, dann ist das eben so!“

 

Dann gab es auch noch einen Bankgelehrten, der wohl in der Politik gelandet ist, weil er nicht mit Geld umgehen kann. Oder er hat zu viele Schriften manisch-depressiver Autoren gelesen, die in ihrer manischen Phase davon berichten, wie sie wie die Wilden kaufen, kaufen, kaufen. Geld spielt keine Rolle, schon gar nicht, wenn es nicht das eigene ist. Da gibt es ein wunderbares Lied, interpretiert von Hanne Wieder, Text von Friedrich Hollaender: „Die Kleptomanin“. Dort eine Textzeile, die lautet: …und bin ich dann Zuhause, bin ich gar nicht glücklich mehr, und ich schmeiß den ganzen Dreck, weg, weg, weg!“

 

Ihm folgte ein verhaltensorigineller Salzlos-Lachs-Fetischist, der ständig in die Toscana reisen musste, weil ihm seine Nase zu schnell immer wieder nachwuchs, und diese regelmäßig auf ein normales Maß gekürzt werden musste. Wo kann man das besser, als im Land von Pinocchio? Nur in Ungarn war er nicht, wegen der Zähne, obwohl eine Behandlung dort doch weitgehend nebenwirkungsfrei ist. Erfunden hat er auch die freiwillige Impfpflicht sowie einen neuen Schnellkochtopf, der nur mit sanftem Druck arbeitet. Und weil er Raketenwissenschaft in Haaaarvard studiert hat, hat er nun im Amt für Außerirdische eine Anschlussverwendung gefunden. Ab und zu taucht er noch einmal bei Lanz auf, der statt ihn zu grillen, leider nur über seine geschwärzten Witze lacht. Was tut man alles nicht, für viel Geld.

 

Alles in allem tanzte das Ensemble in Berlin nur zwei kochende Sommer lang, dann wurde die Vorstellung wegen zu geringer Zuschauer eingestellt.

 

Nach einer kurzen Wahlversprechungskampagne hielt das Großmannstum, erstmalig im zweiten Anlauf, Einzug in das Hohe Haus des Irrsinns. Endlich waren die maroden Weichen der Deutschen Bahn so gestellt, dass Deutschland wieder stärkste Kraft in Europa werden sollen konnte. Unterstützt vom einzig Überlebenden auf dem bereits sinkenden Schiff, dem Kriegsminister, der den vormals von der braunen Brut verwendeten Begriff Kriegstüchtigkeit wieder in den Adelsstand erhob. Wobei aber natürlich alles andere, was sich dem System gegenüber kritisch äußert, selbstverständlich rechtsradikal bleibt. Man muss schon differenzieren!

 

Zusätzlich unterstützt von einem Außenbordmotor, dessen Propeller unentwegt ein Geräusch abgibt, das sich wie „Russland wird immer unser Feind sein“ anhört. In einem alten Gesundheitsbuch für den privaten Haushalt kann man heute noch lesen: Russophobie ist heilbar, doch hierzu sind mehrere diplomatische Therapiegespräche nötig, bis erste Linderung eintritt.

 

Der Kreis schließt sich durch Friedrich den Großen, der in seiner unendlichen Weisheit festgestellt hat, dass alle Mittel der Diplomatie ausgeschöpft sind, und deshalb wohlmöglich der Meinung ist, das Draufhauen nur noch als einziges Mittel der Wahl übrig bleibt. Hier gibt es keine zweite Wahl und alternativlos ist das ja sowieso.

 

Und ab und zu, um Mitternacht, bei Vollmond, richtet sich ein buchschreibendes Geschöpf aus der Unterwelt auf und gibt seinen Salm dazu. Türstopper mit dem Titel „Einigkeit“ und „Recht“ sollen dem Werk „Freiheit“ folgen, dann legt es sich wieder in die kühle Erde.

 

Folgen hat das Misstrauensvotum für die EU-Kommandantin mit dem Hang zum schriftlosen Abschluss von Milliarden-Käufen keine, dank der zahlreichen Migranten im EU-Parlament, die auch lieber Bürgergeld beziehen, weil sie mangels Qualifikation keiner anderen Arbeit nachgehen können.

 

Und wie das Sahnehäubchen auf den frischen Erdbeeren, wurde nun auch noch eine Fassungslosigkeitsrichterin ins Spiel gebracht, die schon die Gelegenheit hatte, sich mit ihrer Empfehlung zur sogenannten Impfung einen Namen zu machen. Das Treten eines wunderbaren Geschöpfes, eines neuen Lebens im Mutterleib, das Fühlen des Köpfchens im gewölbten Bauch im neunten Monat, scheint bisher missinterpretiert worden zu sein. Man kann annehmen, dieses Etwas mit Jurahintergrund deutet das als Magenverstimmung mit Blähungen, die natürlich unwürdig sind, also können sie weg. Man muss furchtbar aufpassen, dass einem hier nicht Namen aus der bisher dunkelsten Zeit Deutschlands einfallen, obwohl man den Eindruck hat, dass sich Deutschland derzeit wirklich sehr bemüht, an diese furchtbare Zeit so nahe wie möglich heranzukommen. Menschenwürdeverachtender geht es wohl kaum, und der dreimalkluge, den Eloquenten spielende Urenkel des Briloner NSDAP-Bürgermeisters hat nichts besseres zu tun, als seine Zustimmung mit einem kurzen und knappen „JA“ abzusondern.

 

Ein weiterer Pluspunkt für diese Kapazität reiner Rechtstaatlichkeit ist die Tatsache, dass man bei ihr davon ausgehen kann, dass sie mithilfe der ihr zur Verfügung stehenden Rechtsmittel großen Eifer an den Tag legen würde, die unbequeme Opposition zu beseitigen und damit den Weg zur Diktatur frei zu machen. Ob die Wähler der Opposition später in Sammel-Lagern sozial-verträglich Gemeinschaft üben dürfen, denn auch diese sind zu beseitigen, will man vermutlich erst entscheiden, wenn die Diktatur errichtet werden konnte.

 

Weil der freizügige Umgang mit ungeborenem Leben selbst einigen Bischöfen zu bunt wurde, haben diese einen leisen Piepser abgegeben, den man in der Corona-Zeit seitens des Klerus durch das Verleugnen der christlichen Lehre in Leere verwandelt hat. Der Wein war nicht mehr das Blut, die Hostie nicht mehr der Leib und das Weihwasser war Desinfektionsmittel. “Und ich sah, das es schlecht war!”

 

Wenn man sich nur diese paar exemplarischen Spitzen vieler Eisberge anschaut, dann könnte man auf die Idee kommen, dass mit der allseits so viel gepriesenen Unseredemokratie eine neue Staatsform im Entstehen ist, hinter der sich nach Vorbild des zweiten Ds in DDR etwas verbirgt, dass mit dem Begriff Demokratie im Sinne von Volksherrschaft so wenig bis gar nichts zu tun hat, wie ein Politiker mit Wahrheitsliebe.

 

Das wiederum gibt Anlass mindestens zum Fremdschämen, wenn man sich die Außenwirkung in der Welt bewusst macht. Einerseits kann man verstehen, wenn sich die halbe Welt über Deutschland kaputtlacht, andererseits ist es so tottraurig, dass man das Heulen anfangen möchte, wenn man freiheitlich-demokratisch, im eigentlichen Sinne geprägt ist.

 

Viele Deutsche wollen nicht von einem Haufen Irrer regiert werden, und schon gar nicht an der Spitze des Verfassungsgerichts eine Person sehen, die mit ihrer maximalen Untauglichkeit über das Wohl und Wehe Deutschlands mit zu entscheiden hat.

 

All das führt dazu, dass viele Deutsche dem System gegenüber schon seit längerem innerlich gekündigt haben und die Anerkennung zahlreicher Amtsträger verweigern.

 

Um nun dieser fehlenden Zustimmung und Identifikation äußeren Ausdruck zu verleihen, wäre es prima, wenn es eine Möglichkeit gäbe, seine deutsche Staatsbürgerschaft so lange ruhen zu lassen, bis in Deutschland wieder Zustände herrschen, die einer Demokratie im eigentlichen Sinne würdig sind. Was nutzt es, wenn auf Deutschland noch Demokratie draufsteht, aber immer weniger davon drin ist?

 

Ein erstes Anzeichen von Rückkehr zu geordneten, demokratischen Verhältnissen wäre, wenn die Mehrzahl der Deutschen wieder das Gefühl hätte, sagen zu können, was sie wollen, ohne die Befürchtung zu haben, dass morgens um 6 Uhr Besuch kommt, der noch nicht einmal ein paar frische Semmeln mitbringt. Früher nannte man das Meinungsfreiheit, an der bereits von einer nicht demokratisch gewählten EU-Verirrten nebst deren williger Erfüllungsgehilfen fleißig gesägt wird, wo immer es geht.

 

Ein Besinnen auf ein menschliches Miteinander, auf Werte, auf Wertschätzung, auf ein Ausleben des allen Menschen innewohnenden Gerechtigkeitsgefühls und des Wahrheitssinns, stärken das geistige Immunsystem. Je mehr Menschen hier wieder Resilienz aufbauen, desto mehr offenbart sich die hässliche Fratze derer, die ihre Menschlichkeit an die Technokratie und Schlimmeres verloren haben. Doch bevor Heilung eintreten kann, muss man sich in aller Grausamkeit vollumfänglich zuerst die Wunde ansehen, um sie fachgerecht behandeln zu können.

 

Hierfür braucht man Kraft, und die könnte am allerbesten wachsen, wenn man sich in der dunkelsten Zeit seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland ihrem Zugriff entziehen könnte, weil man sich mit diesem Land einfach nicht mehr identifizieren kann. Und das ginge in der Tat am besten, wenn man seine Staatsangehörigkeit ruhen lassen könnte. Vielleicht hat ja jemand eine Idee. Und wenn nicht, so ist es doch wenigstens ein schöner Gedanke, der einen innerlich frei macht.

 

Auf jeden Fall ist es erste Bürgerpflicht, da NEIN, ICH MACHE DA NICHT MIT zu sagen, wo immer es möglich ist.

 

Für sehr, sehr viele Menschen ist Deutschland nicht mehr das Land, in dem sie Kinder waren, das erste Mal verliebt waren, geheiratet haben, eine Familie gegründet haben, Kinder großgezogen haben, zu bescheidenem Wohlstand gekommen sind, das Gefühl hatten, in Freiheit zu leben.

 

Und sogar viele, die in langjährigen Beziehungen mit dem gleichen Geschlecht leben und in den 90-er Jahren für gleiche Rechte gekämpft haben, distanzieren sich von dem ganzen LGBTQ+-Getöse, das durch eine wohlstandsverwahrloste Generation von Ideologieverseuchten das wieder kaputt macht, was sie seinerzeit errungen haben.

 

Und wer der Erdverkochungs-Hysterie verfallen ist, der hat Visionen und sollte, wie Helmut Schmidt es einmal gesagt hat, besser zum Arzt gehen.

 

Wir müssen unter allen Umständen unbedingt wieder zur Vernunft kommen!

 

 

Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”

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(Bild von pixabay)