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Kunst des Krieges
Die Kunst des Krieges ist ihrem Wesen nach genauso Kunst, wie alle andere Kunst auch. Sie besitzt alle Merkmale von Kunst, bei denen ein breiter Konsens besteht: Der schöpferische Prozess, die Ausgestaltung einer abstrakten Idee, die Freiheit bei der Wahl der künstlerischen Mittel, dass Verlangen bei der Gestaltung keinerlei Einschränkungen zu akzeptieren, welche den künstlerischen Ausdruck verfälschen könnten und auch die Verweigerung, zwischen fertigem Kunstwerk und dem Schaffensprozess als Kunstform an sich eine Unterscheidung zuzulassen. Die Kunst ist Ausdruck von Realität, mit völliger Freiheit und dem immanenten Anspruch, sich nicht kategorisieren, festlegen, definieren oder kontrollieren zu lassen. Nur der Künstler darf diese Definitionen beschreiben und zwar aus seiner eigenen, stets unvollkommenen und immer subjektiven Perspektive heraus.
Wo ein Künstler sich leiten lässt, anstatt inspiriert zu werden, hört die Kunst auf Kunst zu sein und wird zum Produkt des Künstlers. Der Unterschied wird sofort offensichtlich, wenn man versucht, mit Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ein Produkt lässt sich sehr gut vermarkten, Kunst braucht Liebhaber und Gönner, Leidenschaft und Hingabe. Ein Produkt braucht lediglich einen monetär bestimmbaren Marktwert, am besten in einer weit verbreiteten und akzeptierten Währung. Den Vertrieb erledigen Marketing, Reichweite und Qualitätskontrolle sehr verlässlich. Hallo, Star Wars, wie geht es dir heute?
Gute Kunst, lässt dem Betrachter, Hörer, Leser, dem Genießenden stets die Freiheit, dass Werk selbst zu interpretieren und aus der eigenen künstlerischen Perspektive zu betrachten. Kunst verschenkt sich an die “Verkünstigten”. In Deutschland würde man das heutzutage wohl eher Kunst-Konsumenten nennen und läge der Wahrheit damit wohl näher, als einem lieb ist. Aber Kunst lässt sich nicht “konsumieren”. Sie wird nicht verbraucht. Sie wird erlebt. Als eine Bereicherung oder als eine Beleidigung. Aber nie verschwindet die Kunst, wenn man sie erlebt, wie es vom Künstler vorgesehen war.
Ein Video oder ein Bild kann man nicht kaputt gucken. Ein Lied oder eine Melodie kann man nicht zerstören, indem man lauscht. Einen Text kann man nicht schreddern, indem man ihn liest. Wenn man die angewandten Techniken, Werkzeuge und Absichten hinter einem Werk erlernt hat, kann man es sogar beliebig kopieren, verändern, anpassen, interpretieren, samplen und transformieren. Mit der richtigen Technik und ein wenig Respekt vor dem weiterbearbeiteten Werk sogar, ohne das Original auch nur oberflächlich zu beschädigen. Kunst schafft Mehrwert, ein Produkt hingegen schafft Konsum und Verbrauch.
Die Kunst des Krieges. Krieg als Kunstform. Kunst mit Krieg. Im Krieg mit der Kunst. Die Kunst im Kampf mit dem Krieg. Der Krieg im Kampf mit der Kunst. Ja, meine Lieben, Deutsch ist eine künstlerische Sprache. Eine Sprache der Künstler. Eine Sprache der Krieger. Eine Sprache der Liebe, eine Sprache der Gewalt. Eine Sprache der Offenheit und Klarheit, eine Sprache, die man erleben kann. Die sich entfaltet und ausbrechen kann, die fließt und mitreißt, die flüstert und schreit. Eine Sprache der Zwischentöne und Mischfarben. Ein Werkzeug und ein Freund. Ein Zivilist und ein Soldat. Ein Opfer und ein Held.
Die Kunst des Krieges hat jedoch eine ganz besondere Problemstellung, welche sie unter den vielen, unzählbaren Kunstformen besonders macht: Den Nihilismus. Kunst ist lebendig. Kunst spendet Gefühle und entspringt Ihnen. Sogar der Emotionslosigkeit, quasi als eine eigene Sonderform der Gefühle, die (vermeintliche oder tatsächliche) Abwesenheit von Gefühlen. In der Kunst der Mathematik nennt man das “Null”. 0. Selbst Null-Emotionen können Kunst schaffen. Nur ein einziges Problem bleibt unauflösbar: Nur was lebendig und motiviert ist, kann Kunst erschaffen. Krieg jedoch tötet und demotiviert während seiner Entstehung. Wenn das Werk vollendet ist, was der Künstler aber allerhöchstens selbst bestimmen kann, ist alles Leben beschädigt oder ausgelöscht und alle Motivation dahin.
Denn Krieg zwingt uns immer gegen unsere Natur zu handeln. Und Zwang ist keine Motivation, sondern Gewalt. Leichen können keine Kunst erschaffen, Ihnen fehlt die Lebendigkeit und die Motivation. Sie sind ein stummes, kritisches Publikum. Ihr Applaus ist das Trauma, welches bei den Beteiligten ihres Schaffensprozesses entsteht. Sie klatschen auch wenn keiner hinsieht, sie kritisieren auch wenn kein Ohr hinhört und sie lächeln immer zurück.
“Wer den Frieden will, bereite sich auf den Krieg vor.”
Die Wahrheit so zu verdrehen, ist Kunst.
Ich will Frieden.
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