... und Maya ist die Ent-täuschung
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Schuld ist eine Illusion
Und Maya hebt den Schleier dieser Täuschung
Was ist Schuld, und wer ist Maya? Maya ist eine indische Göttin, DIE indische Göttin.
Chuck Spezzano, ein Soziologe und Psychologe, sagt: „Schuld ist die größte Ursache für all das Leid in dieser Welt. Und dabei ist Schuld nur eine Illusion.“
Was meint er damit?
In diesen Zeiten geht es um Manipulation, Propaganda und Kriegsvorbereitungen. Menschen werden mal wieder nach Strich und Faden manipuliert. Oft geht das auch über den Hebel: „Du bist aus irgendwelchen Gründen schuldig, wenn Du nicht mitmachst.“ Mal soll man Mund-Nase-Masken tragen, dann soll man sich Medizinprodukte verabreichen lassen, und mal soll man sich begeistert zum Wehrdienst melden. Und wenn man nicht will, dann ist man unsolidarisch, gefühlt schuldig, macht sich vor dem Gesetz schuldig, trägt Schuld. Der Duden kennt gleich vier Definitionen von Schuld. Scheinbar ist es gar nicht so einfach, zu definieren, was diese „Schuld“ eigentlich so genau ist. Die erste Definition des Dudens besagt, dass Schuld „die Ursache von etwas Unangenehmem“ ist. Ehrlichgesagt überfordert mich diese erste Definition schon. Also Schuld produziert etwas Unangenehmes. Das Unangenehme kommt ursächlich von einer Schuld. Aha.
Mir leuchtet ein, dass mit dieser „Schuld“ niemand etwas zu tun haben will, geschweige denn sie „tragen“ möchte.
Gut. Aber was genau ist denn jetzt Schuld? Der Duden hat mir nicht wirklich weitergeholfen. Er sagt, Schuld sei die Ursache von etwas Unangenehmem, und Chuck Spezzano sagt, Schuld sei eine Illusion.
Bedeutet das, dass die Illusion (von Schuld) vielleicht zu etwas Unangenehmem führen kann?
Ja, das könnte Sinn machen.
Die erste Frage, wenn etwas schief läuft, lautet ja meist: „Wer ist schuld?“ Und dann wird endlos diskutiert. Niemand möchte gern die Schuld tragen, denn das ist unangenehm. Das Phänomen ist so alt wie die Menschheit. Deshalb gibt es zum Thema Schuld auch sehr viele Interneteinträge, die sehr breit gefächert wirken.
Aber es gibt auch Punkte, die sich immer wieder heraus kristallisieren.
Mir fiel auf, dass immer wieder Begriffe wie Normen, Moralvorstellungen und Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens fielen, gegen die man nicht verstoßen solle. Und wenn man eine reife Persönlichkeit habe oder sei, dann sei man mit Empathie ausgestattet und könne sich schuldig fühlen, man habe dann bei Verstoß gegen die o.a. Normen usw. SchuldGEFÜHLE. Bei unreifen Persönlichkeiten werde daher die SchuldFÄHIGKEIT mit in die Betrachtung einer Angelegenheit genommen. Demnach wird Schuld von anderen immer ganz genau betrachtet. Also, wenn ich allein auf meine vermeintliche Schuld blicke, dann habe ich (bei reifer Persönlichkeit) SchuldGEFÜHLE. Und wenn andere meine vermeintliche Schuld betrachten, und ich ein reifer Mensch bin, dann habe ich zusätzlich auch noch SchamGEFÜHLE. Das hat auch einen evolutionär-biologischen Hintergrund. Der Mensch schämt sich vor der Gruppe, wenn er beispielsweise das ganze Obst alleine aufgegessen hat. Die Scham ermöglicht es ihm, dennoch in der Gruppe bleiben zu dürfen. Scham bedeutet ungefähr so viel wie: „Ich weiß, dass das nicht richtig war. Ich bereue es ehrlich. Ich werde es nie wieder tun.“ Die Gruppe akzeptiert das in der Regel, weil die wichtige Einsicht und Reue gezeigt wurde, die vor wiederholter Tat schützt, und dieser Mensch wird nicht aus der Stadt gejagt, denn es ging ja nur um ein paar Äpfel. Damit diese Betrachtungen von Verfehlungen nicht immer wieder neu angestellt werden müssen, nicht von jedem willkürlich anders angestellt werden, deshalb gibt es in jeder staatlichen „Gruppe“ GESETZE, die alles genau und verbindlich bis in das kleinste Klein festgeschrieben haben. Dennoch haben sich auch alle anderen Disziplinen immer wieder mit dem Thema Schuld beschäftigt und eigene Konzepte entwickelt, die aber nicht verbindlich sind. Selbst die Werbung hat den Schuldgedanken aufgegriffen mit dem Slogan „Du darfst“. Und in einem sehr schönen Podcast über den Sänger Peyoti habe ich neulich die Frage gehört: „Darf der das?“ Es ging darum, ob Revolution Spaß machen darf, weil die Musik von Peyoti so gute Laune und Lust auf Tanzen macht. Wir Menschen scheinen sehr leicht anregbar zu sein für das subjektive Empfinden von Schuld bzw. Schuldgefühlen. Wie kommt das? Oder anders gefragt, wer hat daran Schuld? Nein, mal im Ernst, wenn man z.B. hier im deutschsprachigen Raum schaut, was Kirche, Staat, Psychoanalyse und auch die moderne Psychologie zur Schuld berichten, dann erübrigt sich die Frage nach dem „Wie kommt das?“.
Vor vielen Jahren habe ich mal im Studium der Lerntheorie dieses Vierfeldschema der Verhaltensverstärker kennen gelernt. Man stelle sich ein großes Kreuz vor und entsprechend die vier Felder, die dann entstehen. Positive Verstärkung bedeutet, ich bekomme die Belohnung (C plus). C steht für consequence. Negative Verstärkung bedeutet, ich bekomme Strafe (C minus). Und dann gibt es noch die Möglichkeit, dass mir die süße Belohnung vorenthalten wird (C plus wird rot durchgestrichen). Das ist ähnlich wie die Strafe, nur anders. Und vergleichbar zur Belohnung gibt es, dass mir gnädigerweise eine Strafe erlassen wird (C minus wird rot durchgestrichen). Diese vier Möglichkeiten gibt es. Gutes Verhalten wird belohnt, damit man mehr davon zeigt. Und schlechtes Verhalten wird bestraft, damit man es möglichst nicht zeigt. Und so läuft es in Mäuseversuchen, in der Kirche, beim Steuerberater, in der Psychotherapie, in der Schule, am Arbeitsplatz und überall. „Wenn mein Stempelheftchen voll ist, dann bekomme ich den gewünschten Bonus.“
Die Welt folgt aber keinem Vierfeldschema. Religion (nicht Kirche) und Philosophie deuten darauf hin, zum Glück.
Religion und Philosophie bringen den Begriff des BEWUSSTSEINS mit ins Spiel. Ich bin mir keiner Schuld bewusst, oder ich bin mir einer Schuld bewusst. Die deutsche Sprache weist (noch) darauf hin, dass es an uns liegt, ob wir Schuld tragen oder eben nicht tragen. Das ist gut und schlecht zugleich. Ich muss mir nicht jeden Schuh anziehen, wenn mir jemand Schuldgefühle einreden möchte. Aber die Unverbesserlichen sind damit auch fein raus. Sie sind sich nie einer Schuld bewusst. Die Kirche schrieb daher ihre Bücher über die „unendliche Liebe und Güte Gottes“ etwas um. Denn sie wollte schließlich auch die Unverbesserlichen fest im Griff haben. Manchmal beginnen Probleme auch mit einer ursprünglich guten Absicht. C minus wurde eingeführt (Fegefeuer oder Verlust der Mitgliedschaft), und der C plus wurde wegen EINES Apfels rot durchgestrichen (das verlorene Paradies oder Zölibat). Wenn man sich hingegen an gewisse Regeln (10 Gebote) hielte, dann könne vom C minus abgesehen werden. Und wenn man alles richtig machte, und das würde sehr hohe Anforderungen beinhalten (physischer Kirchenbesuch, spiritueller Download nur durch die Kirche, ihre Mitarbeiter und ihre Produkte und zusätzlich „freiwillige“ Kirchensteuer), dann würde einem durch die Mitgliedschaft die (Illusion der) SCHULD quasi durch einen (lizensierten) ERLÖSER abgenommen (damit wäre der C minus „gesichert“ gestrichen, das dürfe auch nie hinterfragt werden). Aber wo ist der ganz irdische C plus in diesem Konzept geblieben? Vielleicht ist Schuldfreiheit/ Unschuld durch den Erlöser der C plus. Egal. Also, wenn ein Stempel im Heftchen fehlte, dann bekäme man metaphorisch gesprochen dennoch die Zuzahlung für die Zahnfüllung. Aber die SCHULD habe man IMMER per Geburt (ERBSÜNDE). Die Fehlstellung der Zähne müsse, nochmals metaphorisch gesprochen, heute nicht mehr sein, es gebe schließlich Zahnspangen, also die Mitgliedschaft. Krankenkassen sind übrigens noch strenger als Kirchen, weil man nicht „ohne“ sein darf. So richtig frei könne man sich damit eigentlich erst NACH dem TOD fühlen, wobei der Tod selbst bekanntlich auch nicht „umsonst“ ist. Entsprechend wären das dann die Dritten, die ja auch gepflegt werden müssen. Aber die SCHMERZEN hören dann auf. Ein cleveres System. Man erfindet ein Problem und bietet gleichzeitig die Lösung an. Das ist ein Handel mit der SCHULD. Und wer Schuld hat, hat auch LEID und SCHMERZ. Und wenn Du meinst, Du hättest keine Schuld, dann rede ich sie Dir ein. Eine Therapeutin, die ich mal kennen gelernt hatte, sagte mal: „Kirche ist depressogen. Sie hält Dich klein.“
Ich weiß, dass in der Kirche auch sehr feine, liebevolle und gütige Menschen aktiv sind. Aber das ändert nichts an dem Konzept von Kirche, wie ich es über viele Jahrzehnte selbst in verschiedenen Kontexten kennen gelernt habe. Kirche braucht dringend Erneuerung, wenn sie die Evolution der Menschheit weiter begleiten möchte.
Auch im indischen Buddhismus hatte man DAS PROBLEM mit dem BEWUSSTSEIN und der Gefahr von unbegründeten Selbstvorwürfen bzw. den Unverbesserlichen, die sich nie einer Schuld bewusst sind, bereits von Anfang an im Blick, fand jedoch eine andere Lösung dafür, die sich bis heute halten konnte. Die Bücher, die ungefähr 5000 Jahre alt sind, wurden offensichtlich besser geschützt, so dass sie nicht so leicht umgeschrieben werden konnten. Im indischen Buddhismus gibt es Karma und Maya. Und damit ist die Balance im menschlichen Zusammenleben, vereinfacht gesagt, garantiert. Davon spricht aber heute im deutschsprachigen Raum kaum jemand in der Öffentlichkeit, weil Buddhismus (und Hinduismus) einem anderen Teil des Globus zugeordnet wird und in unserer Kultur keinen nennenswerten Stellenwert erhielt. Buddhismus wirkt exotisch, ist ein Image, das man sich gerne anheftet, wenn man entspannt und weise wirken möchte. Buddhismus wird geduldet, die goldenen Buddhas sehen schön aus. Und Yoga ist für viele eine Art Sport für eine bessere Work-Life-Balance.
Die „Sonntagspredigten“ von verschiedenen Autoritäten in unserem Kulturraum, das Über-Ich (das eigene und von dieser Gesellschaft bzw. den Medien geformte Gewissen), das Vierfeld-Schema der modernen Psychologie, die „Stempelheftchen“, die aktuellen Gesetze bzw. die Tatsache, wie diese angewendet bzw. eben nicht angewendet werden und vieles mehr, sind die vermeintlich gutgemeinten Versuche der Menschen in unseren Breiten, Ausgleich im Zwischenmenschlichen und ein gutes Leben zu garantieren.
Die spirituelle Welt wirkt jedoch unabhängig von dem, was der Mensch so denkt.
Da mich die buddhistischen (und hinduistischen) Lehren und der Umstand, wie sie uns in der aktuellen Zeit weiter helfen können, sehr interessieren, werde ich mich näher mit ihnen beschäftigen.
„Hat Gott die Welt erschaffen, damit der Teufel sie holen solle?“ (Schopenhauer)
Wie kann ich mich als wirklicher Laie auf diesem Gebiet nun diesen sehr komplexen fernöstlichen spirituellen Lehren annähern?
Jedenfalls ist die Göttin Maya, auf die ich bei meinen Recherchen zum Thema Schuld gestoßen bin, im indischen Buddhismus die jungfräuliche Gottesmutter. Und gleichzeitig steht ihr Name für ganz viel anderes mehr. Alles, was ich bis jetzt über sie gelesen habe, klingt WUNDERBAR. In meinen Ohren klingt „Maya“ wie der Begriff der „Kunst“. Sie ist in allem. Alles entspringt ihr. Im Hinduistischen und Buddhistischen ist sie die WELTENMUTTER, das MATERIELLE UNIVERSUM.
Maya ist die GÖTTIN DER SCHÖPFUNG UND DER ILLUSION.
Und das fand ich spannend. Das Materielle und die Illusion werden in einem Atemzug genannt. Wenn ein Gedanke Materie wird, dann kann das Wunder oder Trugschluss sein. Wenn ich mir einer Schuld bewusst werde, dann kann das wahr oder nicht wahr sein. Ich möchte in den nächsten Artikeln für mich heraus finden, was es mit dem Ausspruch von Chuck Spezzano auf sich hat, Schuld sei eine Illussion. Und ich möchte schauen, wie mir die Göttin Maya und die fernöstlichen spirituellen Lehren dabei helfen können, diese Illusion aufzulösen. Vielleicht muss ich mich dann nicht mehr schuldig fühlen, wenn ich bestimmte Dinge einfach nicht mehr mitmache. Vielleicht kann Maya mir zu einer gewissen Freiheit VOR dem Tod verhelfen. Keine Erbsünde, keine „Stempelheftchen“, keine Dritten (Zähne) und vor allem keine Kriege mehr auf dieser Welt. Spiritualität läuft auf der rechten Gehirnhälfte, aber ich bemühe mich, das, was ich glaube, „verstanden“ zu haben, auch für Menschen, die mehr mit der linken Gehirnhälfte arbeiten, verständlich zu machen.
Frieden lebt, auch wenn Krieg ist. Das bedeutet Non-Dualität.
Unser Bewusstsein erschafft die Dinge (und die Politik im Lande), oder es lässt sie sterben.
Mein FRIEDEN lebt, weil ich ihn am Leben halte.
Das ist so, wie mit der LIEBE, der WAHRHEIT und dem VERTRAUEN.
Wenn ich aufhöre, an diese Dinge zu glauben, dann scheinen sie tot zu sein.
Frieden lebt aber in einem BEWUSSTSEIN, das außerhalb unseres Körpers ist, war und immer sein wird.
Also ist er, der Frieden, auch nicht tot, auch wenn Menschen zeitgleich in den Krieg ziehen.
Wie kann man das im 3D Leben erfahren, erfahrbar machen?
Wie kann man den lebendigen Frieden in Zeiten des Krieges erfahrbar machen?
Vielleicht zeigt sich der Frieden jetzt am besten, obwohl das paradox klingt.
Darüber und über so viel mehr erzählt der Buddhismus (und Hinduismus) in bunten spannenden Bildern und Geschichten.
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