GA 173c, „Die Wirklichkeit okkulter Impulse“. Acht Vorträge, gehalten in Dornach zwischen dem 13. Januar und 30. Januar 1917
Das Nachfolgende hat nicht den Anspruch einer wortgetreuen Wiedergabe von Zitaten. Es ist aus dem Zusammenhang genommen, der bei Rudolf Steiner ungeheuer wichtig ist, weil seine, für unsere Zeit oft schwer verständliche Sprache, eine besondere Qualität enthält, die man erst nach einiger Zeit entdeckt und wirklich verstehen kann: Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes lebendig!
Vielmehr soll es ein Hinweis auf das in drei Bände gegliederte Werk sein, und eine Anregung, die Neugier wecken, es selbst studieren zu wollen. Die Vorträge wurden gegen Ende des ersten Weltkriegs gehalten. Sie sind auch nach über 100 Jahren noch genau so aktuell, wie damals, im Hinblick au die Kräfte und Mächte, die am derzeitigen politischen und kriegerischen Geschehen beteiligt sind.
Die Akteure sind immer noch dieselben, für abstrakte Begriffe, wie „Institutionen“, braucht man nur die heutigen Konstrukte einzusetzen, und schon lesen sich die „Zeitgeschichtlichen Betrachtungen“, als wären sie erst gestern geschrieben worden.
Aus dem Vorwort:
(Nochmals zu den Einsern und Nullen):
Gruppenegoistisch. Den Drahtziehern im Hintergrund geht es darum, die wahren Spuren zu verwischen. Um aber wirken zu können, brauchen sie dafür besondere Menschen.
Im Grunde wird das politische Geschehen (nach Rudolf Steiner) von Menschen mit drei ganz unterschiedlichen Bewusstseinsebenen bestimmt:
-Politische und publizistische Hampelmänner
-Äußere Machtkreise mit materiellen Eigeninteressen unter Zuhilfenahme von Marionetten, die die Ereignisse zu drehen versuchen.
-Okkulte Machtgruppen, die nach spiritueller Weltherrschaft streben und sich gruppenegoistischer Machtstrukturen bedienen.
Es war nur ein ganz kleiner Kreis von Menschen, die aufgrund ihrer politischen Interessen aktiv auf die Entfesselung des (1.) Weltkriegs hinarbeiteten (ca. 40-50 Personen).
Aus dem siebzehnten Vortrag:
Es darf aber auch innerhalb unserer Bewegung (der anthroposophischen) der Weltengang nicht gewissermaßen in zwei unvermittelte Hälften zerfallen (Spaltung), wie es von manchen Menschen in unserer Bewegung, gerne erstrebt wurde: Auf der einen Seite das Schwelgen in sogenannten übersinnlichen Vorstellungen, die aber mehr oder weniger abstrakte Begriffe bleiben, und auf der anderen Seite das fortdauernde Stehenbleiben in den gewöhnlichen Anschauungen, wie sie eben der Vulgärverstand der heute ganz vom Materialismus durchtränkt ist, über die äußere Wirklichkeit hat.
Reclam: „Idee zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit eines Staates zu bestimmen“ von Wilhelm von Humboldt (dem Bruder von Alexander von Humboldt): Es wird darauf hingewiesen, dass der Staat nur insofern in das Gebiet des menschlichen Wesens überhaupt eingreifen dürfte, als dadurch die Hindernisse für die freie Entfaltung der Persönlichkeit beseitigt würden.
Wenn die Dinge allzu weit getrieben werden, dann wird der Bogen überspannt, und dann ist wiederum einige Hoffnung, -die Hoffnung, dass, wo geistige Mächte herausgefordert werden, allerdings dann auch der Rückschlag von geistiger Seite kommen kann.
Gedanken sind wirklich dynamische Kräfte. Die Dinge klar durchdenken. Und wenn man zwei Tage mit diesen klaren Gedanken lebt, dann sind diese zwei Tage schon eine Kraft.
Aus dem neunzehnten Vortrag:
Finsternis des Materialismus unserer Zeit -…, die noch lange, lange andauern wird.
Das Geistige darf nicht nur gewissermaßen über dem Materiellen schwebenden Wolkenkuckucksheim-Begriffen leben, sondern es muss kraftvoll und intensiv sein, dass es auch das Materielle durchdringen kann.
Hinter den unendlich traurigen Ereignissen der Gegenwart (1917) liegt der Kampf des Materialismus gegen den Spiritualismus. Und dieser Kampf muss ausgefochten werden, …Was materielle Lebensanschauung ist, wird noch viel furchtbare, unendlich furchtbare Formen annehmen (2. Weltkrieg). Die Impulse … müssen ausgelebt werden. Es muss … zu einer Art Höhepunkt kommen. Der … (jetzige Zeitraum) ist dazu da, die Bewusstseinsseele voll zur Entwicklung zu bringen.
Die Notwendigkeit der Mission des britischen Volkes eine kommerziell-industrielle Universalmonarchie über die Erde hin zu begründen. Man beginnt, mit okkulten Mitteln nicht mehr für das Heil der allgemeinen Menschheit zu arbeiten, sondern nur für das Heil einer Gruppe!
Es wird der (1. Welt-) Krieg nur als Gelegenheit benutzt, um … die kommerzielle Weltherrschaft immer intensiver und intensiver zu machen. (Trump/Zölle 6/25?)
Europa soll so eingerichtet werden, dass die kommerzielle Universalmonarchie begründet werden kann (zum Teil EU?) …man braucht nicht gleich von Anfang an die Territorien auch wirklich zu besetzen, sondern man braucht sie nur so zu arrangieren, dass sie in die eigene „Einflusssphäre“ fallen (ca. 800 US-Stützpunkte/NATO?).
Will man eine kommerziell-industrielle Weltherrschaft begründen, so muss man das Hauptgebiet zunächst in zwei Teile teilen = Zweispaltung! (…)
Pol britisches Kommerzium und russischer Pol.
Okkulte Bruderschaften -> Weltgigantischer Gedanke, einen Gegensatz zu schaffen, … frivoles Spielen mit der Wahrheit: 1 Schriftstück nur die eine unwahre Sache, unwahr in Bezug auf das, was in einem anderen Schriftstück gesagt wird. Wir haben es zu tun mit einer Zweispaltung der Welt (1917!).
Ich will dir gar nichts antun, ich werde dir auch nicht ein Härchen krümmen, sondern ich sperre dich nur in einen tiefen Keller und gebe dir nichts zu essen.
Auf die Wahrheit kommt es ja … nicht an, sondern es kommt darauf an zu sagen, was man eben sagen will, wobei man damit rechnet, dass durch die magische Gewalt des modernen Journalismus die Menschen schon dahin gebracht werden können, alles zu glauben. (Ausgearbeitet dann 1928 von Edward Bernays „Propaganda“).
Erst war das hierarchisch-theokratische Prinzip, dann kam das diplomatisch-politische Prinzip.
Was kann man selber tun in dieser leidvollen Zeit? Man kann versuchen, die Dinge zu verstehen, sie zu durchschauen. Dann sind schon die Gedanken da, die eben Kräfte, Mächte sind und sich auswirken werden.
Spiritualität als Gegenpol zum Bestreben einer materiellen Weltherrschaft. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ = Satz 1
Materielle Geschichtsauffassung. „Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ = Satz 2
Erst zwingt man den anderen, sich zu verteidigen, und dann behandelt man ihn als Angreifer. (Kommt das bekannt vor?)
Aus dem zwanzigsten Vortrag:
Gefühl: Dies habe ich eigentlich alles nicht bloß selbst gedacht, sondern das ist schon gedacht, bevor ich es denke, das schwebt eigentlich als Gedanke da und geht nur in mich hinein.
Es spannt sich eine Aura der Unwahrhaftigkeit über die Welt.
Die okkulten Gesellschaften wollen den Materialismus gewissermaßen noch übermaterialisieren.
Gesellschaften, die zeremonielle Magie betreiben: Wenn ich sterbe, so will ich irgendeine Stätte haben, durch die ich auf die lebenden Menschen… wirken kann. (Internet, KI, Palantir, OpenAI, Oracel, Microsoft, Bill & Melinda Gates Stiftung, Soros, WHO etc.) = „ahrimanische Unsterblichkeit“. Diese Gesellschaften sind Assekuranz-Gesellschaften für ahrimanische Unsterblichkeit.
Es ist immer nur eine kleine Anzahl von Menschen, die mit diesen Dingen vertraut sind. Die zeremonielle Magie soll auf jene wirken, die ahnungslos sind, auf Menschen, die ein gewisses Bedürfnis haben, mit der geistigen Welt in Verbindung zu treten, und die werden als Instrumente gebraucht. (z. B. „Heliand – Evangelium des vollkommenen Lebens von Edmond Székely, oder die Aussage „Fleisch essen ist satanisch.“)
Diese Gesellschaften drücken dem Unwahren den Stempel des Wahren auf. Darin liegt eine ungeheure Kraft des Bösen.
Aus dem einundzwanzigsten Vortrag:
Verwendung von Begriffen: Die aus der sinnlich-physischen Welt sind scharf umrissen. Geisteswissenschaftliche Begriffe sollten lebendig sein, das Lebendige trägt in einem gewissen Sinne das Bewegliche.
Aus dem zweiundzwanzigsten Vortrag:
(Die Kraft bestimmter geistiger Hierarchien, die nicht in die nächste Stufe aufgestiegen sind, sind zurückgeblieben. Das sind, stark vereinfacht, die unberechtigten Zeitgeister.)
Damit (mit den unberechtigten Zeitgeistern) hat man die ahrimanische Unsterblichkeit erreicht.
Die Völker könnten so friedlich miteinander zusammenleben, wenn sie sich nur bestreben würden, ihr Verhältnis in richtigen Begriffen und Vorstellungen zu schauen.
Die Zauberei des alten Ägyptens und der (mexikanische) Blutopferdienst sind die Vorboten dessen, was ausgehen wird von diesen okkulten Bruderschaften …, aber es wird nicht das Gleiche sein. (Pädophilie, Organhandel etc.?)
Gedrucktes: Nicht, was meint der Betreffende? Sondern: In wessen Dienst steht er? Wer bezahlt die eine oder andere Meinung?
Die merkantilistischen Strömungen werden durchsetzt mit okkultistischen Impulsen.
Die Tyrannis wird in der Zukunft viel größer sein, wenn das, was die Organe jener okkulten Bruderschaften zu glauben erlauben werden.
Der (1.Welt-) Krieg ist nur der Anfang von allem. Es muss Menschen geben, die darauf hinweisen.
Aus dem vierundzwanzigsten Vortrag:
Wenn man von einem Atom reden will, so höchstens, dass es ein kleiner Stoß des Geistes ist, allerdings ein Stoß Ahrimans.
Alle Sprachen sind auf eine Universalsprache zurückzuführen. Das Hebräische steht dieser am ehesten nahe. In ihr ist noch etwas vom Fließen des Geistes enthalten.
Die Jurisprudenz arbeitet sich immer mehr und mehr aus der Wirklichkeit heraus und kommt zu bloßen Begriffs-Schablonen, die ganz und gar ungeeignet sind, das Leben zu beherrschen.
Die Medizin wird sich ad absurdum führen, sie wird in einem absoluten medizinischen Spezialismus auslaufen.
Das Ringen mit der Wirklichkeit um durchtränkt zu sein mit der Wirklichkeit.
Der Löwe wollte eine Weltenordnung für Tiere begründen. Er würde nicht darauf drängen, die kleinen Tiere, die er sonst frisst, davor zu schützen, dass er sie nicht fressen kann. Er wird es als sein Löwenrecht ansehen, sie zu fressen. Er könnte aber im Meer gerechte Regeln aufstellen, dass die Haifische keine kleinen Fische fressen dürfen. Er könnte so eine furchtbar gute Tierordnung aufstellen, dass es allen Tieren im Meere und auf dem Nordpol und überall sonst, wo der Löwe gerade nicht zu Hause ist, freiheitsmäßig außerordentlich gut geht. Aber ob es ihm gefallen würde, im Löwengebiete genau dieselbe Ordnung einzuführen, das ist sehr fraglich. Der Löwe kann nämlich ganz gut wissen, was eine gerechte Weltordnung ist, und er wird sie bei den Haifischen sehr gut anwenden.
Die Gottheit gibt die (geistigen) Nahrungsmittel, aber wenn der Mensch nicht essen will, sind die Götter nicht schuld. Der Mensch muss nur essen, was ihm an geistiger Nahrung gegeben wird.
(Schlusswort: Rudolf Steiner hat in seinen „Zeitgeschichtlichen Betrachtungen“ für keine Nation Partei ergriffen. Er hat die Dinge lediglich so dargestellt, wie sie für ihn aufschienen.)
“Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.”
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