Wie geht Krieg und wie schafft man es, dass er geht?
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Wie wars?
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Wie war es wohl damals, als es mal wieder “vor dem Krieg” war?
Wie war es, als das passierte, was wir heute “Machtergreifung” nennen?
Wie fühlte es sich an, als ein Großteil der Bevölkerung zwar in Frieden lebte, aber den Krieg kommen sah?
Wie war es?
Wie geschah es, dass ganze Völker in einen Krieg geführt werden konnten, den sie zwar kommen sahen aber erst wirklich verstanden was passierte, als die Bremsen versagten?
Wer nach 1945 in Deutschland gelebt hat und hier aufgewachsen ist, der ist dieser Frage garantiert in irgendeiner Form begegnet und hat sie sich womöglich schon selbst gestellt.
Die Gewalterfahrungen der Kriegsjahre haben alle Überlebenden geprägt. Die Überlebenden haben ihre Erfahrungen und Traumata nie als Gesellschaft überwunden.
Die umfassende, menschenfeindliche Staatsführung, die bis in die kleinste Familie hinein sich gewaltsam Zutritt verschafft hatte, hörte trotz einer totalen militärischen Niederlage nicht einfach auf zu existieren. Denn eine Ideologie kann man nicht militärisch besiegen.
Leben bleibt Leben.
Das Leben damals war wie das Leben heute.
Man hatte sein Leben und lebte es. So wie man es halt lebt.
Man versucht nicht zu sterben.
Dann schaut man mal, was passiert.
Denkt darüber nach, was einen erwartet.
Der Krieg kam näher und näher.
Die Menschen verstanden das zwar nicht so richtig, aber
man hatte so eine Ahnung. Nicht mehr und nicht weniger.
Eine Ahnung, dass etwas Schlimmes passieren würde.
Keine Ahnung, was man dagegen tun kann.
Man wusste von der eigenen Machtlosigkeit.
Man akzeptierte die Machtlosigkeit solange, bis jemand die Macht einfach ergriff.
Wie kann man etwas ergreifen, was Niemandem gehört?
Man greift einfach danach. Dann schaut man mal, was passiert.
Erst schuf man eine Situation, in der die Macht greifbar wurde und dann ergriff man sie. Man weckte in möglichst vielen Menschen Gefühle. Mann benutzte die Gefühle der Menschen als Motor für den Krieg.
Angst, Wut, Verzweiflung, Stolz, Ehrgeiz, Mut, Liebe.
Man lenkte die Energie und Gefühle der Menschen ab, dann richtete man sie auf jedes Ziel, dass man als “Bedrohung für den Krieg” identifizierte.
Man machte aus den Menschen Waffen und richtete sie auf den Frieden.
Mit der Macht, von der man Besitz ergriffen hatte, befahl man Krieg.
Töten und Zerstören um zu gewinnen.
Der Wahnsinn ist immer der erste Sieger in jedem Krieg.
Die Wahrheit immer das erste Todesopfer.
Zweifel am Sieg, schwächte den Krieg.
Die Zweifel mussten beseitigt werden.
Plötzlich war ein Szenario geschaffen, indem forschen, leben, essen, trainieren, lernen, singen und tanzen, spielen und sprechen, ja, sogar nichtstun, dem Krieg nützten.
Ob man einverstanden war oder nicht, zugestimmt hatte oder dagegen war, differenziert betrachtete oder blind vertraute, sprach oder schwieg, schlau oder dumm war, Arbeiter oder Akademiker spielte keine Rolle mehr.
Der Feind war anvisiert und die Ideologie hatte schon gewonnen.
Hass breitete sich aus und verschlang das Leben.
Es kam schlimmer, als alles, was man sich vorstellen konnte.
Die Realität übertraf alle Warnungen.
Krieg duldet keinen Zweifel, keine Schwäche, kein Zögern, kein Nachdenken.
Keine Nachtruhe, keine Erholung, kein Reflektieren, kein Abwägen.
Alles was Menschen hilft wirklich gute und vernünftige Entscheidungen treffen lässt, merzt der Krieg als erstes aus. Es steht jedem Krieg im Weg.
Krieg muss den Feind ausrotten. Nicht nur weil er plump, gewalttätig und dumm ist.
Auch weil er feige und verschlagen ist und Rache und Menschlichkeit fürchtet.
Krieg kann nicht richtig wirtschaften, er kann nicht versorgen. Er kann nicht mit Geld umgehen, er ist nicht selbstständig. Er ist nicht kreativ, er ist nicht klug, er ist nicht einfülsam. Er kann nicht denken, er kann nicht verhandeln.
Er hört nicht zu, er will es auch garnicht. Er hasst die Wahrheit. Jedes Mittel ist ihm Recht, wenn es Ihm dient. Krieg hasst Menschen.
Gewalt erträgt keine Kritik, erträgt keine Nachfragen. Erträgt keine Meinungsäußerung.
Krieg erträgt Individualität nicht.
Duldet keinen Widerspruch, duldet keinen fairen Prozess.
Nur kurzen Prozess. Je ungerechter und endgültiger, desto besser.
Krieg braucht Waffen als Werkzeuge,
Ja-Sager als Unterstützer,
arrogante Besserwisser als Lautsprecher
und ein verwirrtes und überfordertes Volk als Geldgeber und Sklaven.
Beim Kontrollverlust wird der Krieg zur Ordnung. Dann herrscht Chaos.
Tod, Zerstörung und Krieg braucht Nichts und Niemanden.
Nur Dich. Und deine Energie. Auch dein Schweigen.
Aus deiner Zurückhaltung macht er eine Waffe und hält sie dir an den Kopf. Dann hast du verloren.
Dann bist du im Krieg.
Aber nicht als Mitbürger.
Sondern als Nahrung.
Also lieber Mitbürger,
weißt Du wie es ist?
Weißt Du, wie es passiert?
Weißt Du wie es ist zu schweigen, obwohl du die richtige Antwort weißt?
Weißt du wie es ist Angst zu haben?
Dann weißt du, worauf es ankommt.
Der Frieden stirbt nicht einfach.
Er wird ermordet.
Flieg, Friedenstaube, flieg.
Du bist frei.
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