Eine kritische Analyse über das offizielle Narrativ – Von Mathias Bröckers.
Autor: Mathias Bröckers. Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben. Sie finden alle Texte der Friedenstaube und weitere Texte zum Thema Frieden hier.
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Vor zehn Jahren, nach dem Anschlag auf das Satiremagazin “Charlie Hebdo”, musste ich mich schon zwei Tage später von der “Je suis Charlie”-Welle verabschieden, weil der Brummton der Betroffenheit, der Hype mit dem Regierende und Medien ihr Solidaritäts-Süppchen darauf kochten, nicht auszuhalten war. Nach dem Mordattentat auf Charlie Kirk, dem Gründer der christlich-konservativen Jugendorganisation “Turning Point USA” (TPUSA), musste die Anteilnahme zumindest für deutsche TV-Konsumenten deutlich bescheidender ausfallen, denn bei dem Opfer handelte es sich um einen “radikal-religiösen Verschwörungsanhänger” (ZDF-Hayali), der sogar die “Steinigung von Homosexuellen” (ZDF-Thevesen) fordern würde. “Ultrarechts”, “frauenfeindlich”, “homophob” waren weitere Prädikate der Mainstreammedien – so einer muss sich schließlich nicht wundern, wenn auf ihn geschossen wird, auch wenn Mord in “unserer Demokratie” natürlich “kein Mittel sein darf”…. blablablabla…
Den Kammerton dieses Framings hatte die “New York Times” gleich mit ihrer ersten Headline am 10. September schon vorgegeben – “Charlie Kirk, Right-Wing Force and a Close Trump Ally, Dies at 31” – vergaß aber mit der Andeutung eines lapidaren Dahinscheidens immerhin in der dritten Unterzeile nicht die Erwähnung eines “tödlichen Schusses”. Soviel “Paper of the Record” muss noch sein – auch wenn die Headline klingt wie “JFK, Präsident, stirbt mit 46 in Dallas”.
Zumindest für die Millionen Anhänger von Charlie Kirks Podcast und seiner Auftritte in Universitäten und Colleges, für die der eloquente, charismatische Aktivist ein authentischer Hoffnungsträger war. Und zweifellos ein künftiger Kandidat für den Senat und für das Weiße Haus. Seine Organisation, die er mit 18 Jahren gründete, hat mittlerweile über 3.000 Niederlassungen im Land und damit geschaffen, was weder den Parteien der Republikaner noch der Demokraten oder einer anderen Institution gelungen ist: eine große, politisch engagierte Jugendorganisation. Und eine Anhängerschaft, ohne die es Donald Trump wohl nie ins Weiße Haus geschafft hätte. Diesen hatte Hillary Clinton bekanntlich sofort als neuen “Hitler” geframed und so wird auch seinem Unterstützer Charlie Kirk noch posthum ein “Nazi”-Nimbus angehängt.
Der von seinem Vater der Polizei gemeldete und daraufhin verhaftete Tyler Robinson (22) soll sich laut FBI in einem Chat mit seinem Trans-Freund und Mitbewohner zu der Tat bekannt haben.: “Ich hatte genug von seinem (Charlies) Hass”. Was und wie er aber ansonsten auf der Flucht textete, liest sich nicht wie von einen jungen Mann im Adrenalinschock nach einer solchen Tat, sondern ist ein äußerst merkwürdiges Skript. Wer textet in diesem Alter “Fahrzeug” (statt: “Auto”) vehicle” (statt “car”)?
Nicht nur für eine von Kirks Mitstreiterinnen, die Podcasterin Candace Owens, ist das bei Weitem nicht die einzige Ungereimtheit in diesem “für das FBI sehr nützlichen” Skript. Wer seinen Lebenspartner aus der Sache raushalten will – so wird das Schreiben offiziell interpretiert – weist ihn eigentlich nicht auf den Zettel mit einem Geständnis unter dem Keyboard hin und schickt ihm dann – in Eile auf der Flucht – romanhafte Ausführungen, mit Inhalten – “Seit Trump ins Amt kam ist (mein Vater) ein “hartgesottener MAGA” ”– die der Mitbewohner und Liebhaber doch längst kennen dürfte.
Ist das vom FBI veröffentlichte (und redigierte) Skript ein Fake, mit dem ein “Patsie” (Sündenbock) und sein Motiv konstruiert werden soll? Am Tag nach der Ermordung veröffentlichte das FBI ein Video, das zeigt, wie der “Schütze” von dem Dach springt und wegläuft, “nachdem er Charlie Kirk erschossen und ermordet hat. Er lies ein Gewehr und Munition zurück, in einem Waldgebiet nahe der Universität.”
Von einem Gewehr ist allerdings gar nichts zu sehen, als er vom Dach springt – und: nach den Zeitanzeigen auf dem Video rennt er auf dem Dach schon nach hinten, als sich vor dem Gebäude gerade die Zuschauer ducken, weil sie in diesem Moment den Schuss gehört haben. Anhand weiterer Videos auf dem Gelände kann diese Merkwürdigkeit sicher schnell geklärt werden – vor allem, warum das FBI das veröffentlichte Video der Überwachungskamera erst ab dem Moment zeigt, wo der Mann auf dem Dach zu laufen beginnt, und nicht schon die Minute vorher, in der er angeblich geschossen hat; und wie das Mauser-Gewehr mit Zielfernrohr und signierter Munition (“Faschist – catch this!”) im Wald gelandet ist, das bei der Flucht vom Dach nicht zu sehen ist – und auch nicht innerhalb von Sekunden zerlegt und im Rucksack verschwinden konnte. Weder die “linken”, noch die “liberalen” Kommentatoren kaufen deshalb die offizielle Story.
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Der Tatverdächtige schweigt vor Gericht stoisch, als ihm der Richter die Anklage verliest, und bleibt auch ungerührt, als die von der Staatsanwaltschaft geforderte Todesstrafe verkündet wird. Er hat keinen Anwalt engagiert, ist in eine Selbstmord-Schutzweste verpackt und lauscht dem Richter nahezu regungslos. Ungewöhnlich für einen All American Boy aus behütetem, waffenliebenden Kleinstadt-Elternhaus, dessen Mutter mit den Worten zitiert wird, er habe sich in den letzten zwei Jahren “zur Linken und Transgender orientiert.” Ist das ein Motiv, einen provokativen, polemischen und populären Kritiker dieser Ideologien zu erschießen? Mir kam bei der Übertragung der ersten Gerichtsanhörung und Robinsons irgendwie sediert oder hypnotisiert wirkendem Gesichtsausdruck jedenfalls nicht das Bild eines fanatischen, gewaltbereiten Radikalen in den Sinn, sondern eher das von MK Ultra und einem manchurischen Kandidaten. Was die Frage aufwirft, wer ihn gesteuert hat und Nutzen aus der Tat zieht.
Dass die Trump-Regierung den “Märtyrer Charlie Kirk” für ihre Agenda gegen alles was “links” oder “woke” ist, ausschlachtet, ist zwar offensichtlich, doch ein lebender Charlie als Wahlkämpfer auf Tour wäre für die anstehenden Midterm-Wahlen weitaus hilfreicher gewesen als Denkmäler eines toten Helden. Ein MAGA “inside job” scheint mir daher unwahrscheinlich.
Naheliegender sind dagegen die Indizien, die Max Blumenthal auf “The Grayzone” zusammengetragen hat (hier und hier , Zusammenfassung auf deutsch hier), nach denen Charlie Kirk von den Finanziers seiner millionenschweren TPUSA-Organisation unter Druck gesetzt wurde – und ein “Angebot, das man nicht ablehnen kann” ausgeschlagen hat. Dass sich der “Bibi” genannte Pate in diesem Mafia-Thriller, Benjamin Netanjahu, kaum 24 Stunden nach dem Anschlag ungefragt und mehrfach an die Medien wandte, um weltweit kund zu tun, dass er mit dem Mord nichts zu tun habe – was bis dahin niemand behauptet hatte – und Charlie Kirk ein Held und “großer Freund Israels” gewesen sei – was ebenfalls niemand bestritten hatte – diente offenbar prophylaktischen Zwecken. Bibi ahnte wohl, dass der Gesinnungswechsel Charlie Kirks vom christlich-zionistischen Pro-Israel-Propagandisten zum Kritiker des Kriegs in Gaza und gegen Iran und des israelischen Lobbyismus in und um die US-Regierung, nicht unter dem Teppich bleiben würde. Ebenso wenig wie die großen Schecks, die ihm erfolglos angeboten wurden, wenn er wieder auf Linie einschwenkt und anderen konservativen Kritikern des israelischen Genozids wie Tucker Carlson oder Megyn Kelly keine Debattenplattform mehr liefert.
Für den Verdacht, dass Charlie Kirk ein Opfer im Informations- und PR-Krieg geworden ist, den Israel gerade weltweit verliert – weil er dabei war, seine Follower auf eine echte “America First”-Politik einzuschwören und unzumutbar zu finden, “dass man Israel in Israel deutlicher kritisieren darf, als in den USA” – gibt es außer dem Motiv und Netanjahus vorauseilenden Bekundungen keine weiteren Belege. Und wie es ausschaut, muss auch nicht mehr weiter ermittelt und recherchiert und nach Hintermännern oder anderen Schützen gesucht werden, denn: Wir haben eine Magic Bullet!
Diesmal nicht wie ihre berühmte Vorgängerin im Jahr 1963 aus einem 19 Dollar Schießprügel gefeuert und in der Lage, Präsident Kennedy zu töten und dem vor ihm sitzenden Gouverneur fünf Verletzungen beizubringen, sondern im Gegenteil: die Zauberkugel soll aus einem klassischen “Mauser-98“-Karabiner – einem Geschenk an Tyler Robinson von seinem Opa – gekommen sein, mit dem Kaliber “30- 6”, von dem Grok sagt: “Today, the .30-06 is renowned as an all-around big-game hunting cartridge, effective for a wide range of North American species including deer, elk, moose, caribou, bear, and even larger animals like elephant…”. Also, mit Karl May zu sprechen, ein echter “Bärentöter”, der allerdings – und hier wird es magisch – nach dem Treffer in Charlie Kirks Hals keinerlei Austrittswunde hinterlassen hat. “Er ist wie ein Mann aus Stahl”, wird der Notfall-Chirurg zitiert,”…Sie (die Kugel) hätte durch und durch gehen müssen. Sie hätte wahrscheinlich auch die Personen, die hinter ihm standen, getötet.”
Noch mit seinem Tod hat Wundermann Charlie also Leben gerettet, was für die Gläubigen unter seinen Followern sicher etwas Tröstliches haben mag und weniger Anlass liefern, dem offiziellen Narrativ zu misstrauen. Und einmal mehr zu akzeptieren, dass ein von links infiltrierter “verrückter Einzeltäter” ganz allein für einen historischen politischen Mord verantwortlich war.
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