IHKen bereiten die Wirtschaft auf einen Krieg vor

Hinweise auf interne Absprachen, um sich in der Wirtschaft auf einen Krieg vorzubereiten – von Norbert Häring

Autor: Norbert Häring. Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben. Sie finden alle Texte der Friedenstaube und weitere Texte zum Thema Frieden hier.
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24. 06. 2025 | Die Steigerung der Kriegstüchtigkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die NATO mit geheim gehaltenen „Resilienzzielen“ einfordert, wird in Deutschland sehr ernst genommen. So sehen die Industrie- und Handelskammern (IHKen) sich neuerdings berufen, „zur Friedenssicherung“ ihre Mitgliedsunternehmen auf einen Krieg vorzubereiten.

Die IHK Bodensee-Oberschwaben lädt alle Mitgliedsunternehmen in Baden-Württemberg zur Veranstaltung „KRISENFEST – Wirtschaft in der Gesamtverteidigung“. Die IHKen sind staatlich regulierte Verbände mit Zwangsmitgliedschaft. Im Einladungsschreiben erfährt man, dass die IHK Bodensee-Oberschwaben die Koordinierungsstelle für Gesamtverteidigung in Baden-Württemberg ist, die für alle IHKen im Land Kontakt zu Bundeswehr und „der Politik“ hält. Sie klärt, wie sich Unternehmen gegen Cyberattacken und Krisen wappnen können, sowie, laut einem Rundfunkbericht:

„Klären soll die Koordinierungsstelle „Gesamtverteidigung“ aber auch, welche Firmen im Land im Ernstfall schnell auf Rüstungsproduktion umstellen können, und wie das Wirtschaftsleben so gut wie möglich weiterlaufen kann. Dazu gehörten Notfallpläne von Firmen ebenso wie eine bessere Infrastruktur. Die Koordinierungsstelle diene mit der Vorbereitung auf Krisen der Friedenssicherung, so der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK).“

Diese Koordinierungsstelle zur Kriegsvorbereitung wurde erst im April eingerichtet. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben, Sönke Voss, spricht von „Leitfäden für die Wirtschaft“. Diese habe es zuletzt während des kalten Krieges gegeben.


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Die Veranstaltung seiner IHK in Friedrichshafen findet in Kooperation mit dem Landeswirtschaftsministerium statt. Im Einladungsschreiben wird sie als „Auftaktveranstaltung mit Schwerpunkt Resilienz“ bezeichnet. Die Unternehmen werden an ihre Verantwortung „als Teil der gesamtstaatlichen Resilienzstrategie“ erinnert. Man erfährt darin auch, dass die IHK sich ein „Resilienz-Zertifikat“ für Unternehmen ausgedacht hat.

IHKen in anderen Bundesländern sind noch nicht ganz so weit, aber auch auf dem Weg. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat Ende Februar in Fulda einen Workshop „Gesamtverteidigung und Wirtschaft“ angeboten. Die IHK Niederbayern informiert seit Frühjahr auf ihrer Netzseite über „Die Rolle der Wirtschaft in der Gesamtverteidigung Deutschlands“. Dort erfahren die Unternehmen auf Grundlage welcher Vielzahl an Gesetzen sie im Kriegsfall zu Leistungen verpflichtet werden können. Besonders herausgestellt werden die Convoy Support Center (CSC), das sind Rast- und Sammelplätze für die marschierenden Truppen. Für den Fall dringend benötigter CSC müssten zivile Objekte rechtzeitig identifiziert und betrieben werden, um „zeitnah an jeder denkbaren Marschroute die erforderliche Rastplatz-Unterstützung vollumfänglich leisten zu können“.

Kürzlich war – wie berichtet – bekannt geworden, dass es geheime Resilienzziele der NATO gibt, die den Regierungen Vorgaben machen, auf welche Weise sie die Wehrhaftigkeit insbesondere auch des zivilen Sektors zu steigern haben. Das wird offenkundig intensiv betrieben.


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