Bitcoin statt Burnout

Heart Words #08

Letzte Woche habe ich von der zauberhaften Bitcoin Zitadelle in Heldrungen erzählt – und über Synchronizität geschrieben. Als ich den Newsletter spätabends veröffentlichte, dachte ich: Thema erledigt. Im Kasten. Abgehakt. Und bereit fürs virtuelle Regal (mit oder ohne Staubschicht).

Doch das Labyrinth des Lebens hatte andere Pläne.

Am Montagmorgen, noch halb im Zitadellen-Nebel und mit akutem Schlafmangel, schaltete ich das Bad-Radio ein. Ein Rocksong dröhnte mir entgegen – einer, den die Rockchain Rebels am Freitagabend in Heldrungen gespielt hatten. Zufall?

Am Dienstagmorgen wieder… Und als ich dann auch noch die neueste Münzweg-Podcastfolge hörte, in der Markus von einem Traum über die Zitadelle erzählte – ein Traum, der verblüffend genau zu meinen eigenen Erlebnissen passte, obwohl er selbst gar nicht dabei war – da wunderte mich gar nichts mehr.

Mit Müdigkeit und einer langen To-do-Liste im Gepäck wanderte ich durch diese Woche. Regenmassen haben mich dabei begleitet und eine riesige Pfütze vor meine Haustür gelegt.

Seit Tagen schreit nachts ein Tier – vielleicht ein Vogel, vielleicht ein Nagetier. ChatGPT wusste leider auch keinen Rat. Und so habe ich mich einmal mehr damit abgefunden, dass ich – zumindest in diesem Leben – niemals alles verstehen werde, was im Universum so abgeht.

Beim Schneiden der neusten YouTube-Folge von Heart Money

MEINE HEART WORDS DER WOCHE

1. Eine Zusage

Vor ein paar Wochen hatte ich hier im Newsletter erzählt, dass ich einen Antrag auf Gründungszuschuss gestellt habe, um meine Selbstständigkeit offiziell zu starten. Das Verfahren war aufwendig – mit detailliertem Businessplan und Finanzplanung. Bürokratie deluxe!

Am Ende enthielt mein Businessplan ganze 153 Mal das Wort Bitcoin. Die Reaktionen im Freundes- und Bekanntenkreis waren entsprechend skeptisch: „Das wird doch eh nix – Bitcoin und Behörden, das passt nicht.“

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Doch vor zwei Wochen lag der Bescheid im Briefkasten: Zusage! đź‘€

Ich habe mit dieser Info hier extra noch gewartet, bis das erste Geld auf dem Konto war – und ja, es ist wirklich wahr. Ich freue mich riesig und kann es selbst kaum glauben.

Das Ganze hat mich zum Nachdenken gebracht: Sind wir Bitcoiner vielleicht manchmal zu skeptisch, was die Neutralität und Offenheit staatlicher Institutionen angeht?

Ich würde wirklich gerne mit den Angestellten sprechen, die meinen Businessplan geprüft haben. Wie sie das Thema wahrgenommen haben – vorher, nachher, mittendrin. Aber vermutlich wird auch das eines der kleinen Mysterien bleiben, die sich nie ganz auflösen…

2. Ein Streit

Im Rahmen meiner Bitcoin-Aufklärungsarbeit, die ich mir schon seit ein paar Jahren zur Aufgabe mache, bin ich fast täglich auf den sozialen Medien aktiv. Erstaunlich dabei: Harte Kritik erhalte ich eher selten. Doch diese Woche war es mal wieder so weit.

Ein Torsten legte auf X verbal los – in einer Frequenz und Wortgewalt, wie das Maschinengewehr eines Actionfilms.

Auslöser: meine Erläuterungen zum Cantillon-Effekt – einem Phänomen, das unter Bitcoinern gut bekannt ist und erklärt, wie das bestehende Geldsystem maßgeblich zur wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich beiträgt.

Torstens Hauptkritik? Deflation sei gefährlich, Inflation wichtig für eine gesunde Wirtschaft – und wie man überhaupt auf die Idee kommen könne, solche vermeintlich unumstößlichen Wahrheiten zu hinterfragen. Schließlich könnten sich all die Wirtschaftsprofessoren dieser Welt doch nicht irren…

Selbst mein Hinweis auf das sachlich und fundiert geschriebene Buch Broken Money von Lyn Alden ging ins Leere. Torsten blieb im Angriffsmodus.

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Ich finde es faszinierend und irgendwie auch bezeichnend, wie sehr Menschen an überlieferten Denkmodellen festhalten können. Dabei zeigt uns die Geschichte der Menschheit doch immer wieder: Wir wissen längst nicht alles. Wir irren uns. Ständig. Wir entwickeln uns. Und gerade deshalb sollten wir stets bereit sein, das Selbstverständliche zu hinterfragen – und immer wieder neu zu prüfen, ob eine Wahrheit noch wahr ist.

Denn ohne diesen Mut zu hinterfragen wäre die Erde heute noch eine Scheibe, die Sonne kreiste noch um uns, und Staat und Kirche wären nach wie vor untrennbar vereint.

Nichts ist sicher – außer der Wandel.

Wie ich diesen Streit „gelöst“ habe? Ich habe Torsten in einem eigenen Post erwähnt – und die Debatte an diskussionsfreudigere Bitcoiner übergeben. Dann habe ich ihn stummgeschaltet (nicht blockiert – so viel Stil muss sein). Das war wichtig. Für meinen inneren Frieden. Und für mein Zeitmanagement.

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3. Ein Video

Heute ist mein drittes YouTube-Video online gegangen. Es richtet sich an alle, die sich im Beruf gefangen fühlen – und sich nach einem anderen Leben sehnen. Ein Leben mit mehr Freiheit, mehr Sinn, mehr Selbstbestimmung. Doch oft scheint dieser Weg versperrt – aus finanziellen Gründen und aus Angst vor Unsicherheit.

Ich kenne das nur zu gut, denn ich war selbst an diesem Punkt.

In „Neustart dank Bitcoin“ oder „Bitcoin statt Burnout“ erzähle ich meine persönliche Geschichte: wie mir Bitcoin geholfen hat, mich aus dem Leben als Angestellte zu befreien – und wie ich den Mut gefunden habe, endlich in die Selbstständigkeit zu gehen. Vielleicht wäre es auch ohne Bitcoin möglich gewesen – aber ohne hätte ich mich wohl nie getraut.

Für mich ist Bitcoin die größte Chance unserer Generation. Und ich wünsche mir, dass mehr Menschen sie erkennen. Mit etwas Geduld, Neugier und Offenheit wird vieles leichter: Bitcoin ist der hellste Hoffnungsschimmer für Freiheit und ein gutes Leben, den ich bisher kennengelernt habe.

Schau gerne mal hier rein – vielleicht findest du darin einen Impuls, der etwas in Bewegung bringt…

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4. Eine Zerstörungswut

Letztes Jahr habe ich die Bitcoin-Konferenz im schweizerischen Lugano besucht. Ein besonderer Moment dieses Events war die feierliche EnthĂĽllung der Satoshi-Statue, die direkt am Luganersee ihren Platz gefunden hatte.

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Satoshi Nakamoto, der pseudonyme Erfinder von Bitcoin, verschwand 2011 spurlos von der Bildfläche – und bleibt seither ein Mysterium. Die Legenden um seine Identität verleihen Bitcoin bis heute eine beinahe mythische Aura.

Diese Atmosphäre fing die Statue, gefertigt aus Bronze, auf beeindruckende Weise ein. Sie war mehr als ein Denkmal – sie war ein stilles Symbol für Unabhängigkeit, Innovation und das Unsichtbare.

Bis diese Woche.

Denn die Statue wurde von Unbekannten mutwillig zerstört, zerteilt – und in den Luganersee geworfen.

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Ich kann viele menschliche Abgründe nachvollziehen. Dunkelheit gehört zum Menschsein.

Aber diese Art der sinnlosen Zerstörungswut – ausgerechnet gegen ein Symbol für Freiheit und Fortschritt – ist für mich unbegreiflich.

Denn eines ist klar: Man kann eine Idee nicht zerstören!

Ein dezentrales, globales Netzwerk wie Bitcoin lässt sich nicht mit Gewalt aus der Welt schaffen. Und selbst wenn man seine bronzene Verkörperung in einen See schmeißt: Die Idee schwimmt weiter!

Ich hoffe, Karma regelt…

5. Ein Zitat

200 Milliarden Euro Sondervermögen, um Bitcoin zu kaufen und das Rentenproblem ist gelöst. Für immer. – Ben Brechtken

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Ein Bekannter hat mir diesen Screenshot diese Woche auf Instagram weitergeleitet und schrieb: „Das ist sooo witzig.“

Meine Antwort? „Ich glaube, das ist kein Witz. Das ist wahr.“


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Hab einen schönen Sonntag oder eine schöne Woche – ganz egal, wann du diese Worte liest.

Nicole ❤️