veröffentlicht am 18.08.2025 von MWGFD-Presse Wie viele Post-Vac-Diagnosen sind in den vergangenen Jahren erfasst worden? Mit dieser Frage hat sich die MWGFD an deutsche Krankenkassen gewandt. Die Antworten könnten ein wichtiges Licht auf ein bislang wenig transparentes Thema werfen. Seit der COVID-19-Impfkampagne sehen sich Krankenkassen mit neuen Diagnosefeldern konfrontiert. Neben dem Long-COVID-Syndrom rückt zunehmend auch […]Der Beitrag Post-Vac-Zahlen: Was die Kassen nicht sagen können (oder wollen) erschien zuerst auf MWGFD.
veröffentlicht am 18.08.2025 von MWGFD-Presse
Wie viele Post-Vac-Diagnosen sind in den vergangenen Jahren erfasst worden? Mit dieser Frage hat sich die MWGFD an deutsche Krankenkassen gewandt. Die Antworten könnten ein wichtiges Licht auf ein bislang wenig transparentes Thema werfen.
Seit der COVID-19-Impfkampagne sehen sich Krankenkassen mit neuen Diagnosefeldern konfrontiert. Neben dem Long-COVID-Syndrom rückt zunehmend auch das sogenannte Post-Vac-Syndrom – gesundheitliche Beeinträchtigungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Corona-„Impfung“ – in den Fokus.
Vor diesem Hintergrund hat die MWGFD die Krankenkassen gebeten, mitzuteilen, ob und in welchem Umfang ihnen Daten zu Post-Vac-Diagnosen vorliegen.
Nachfolgend veröffentlichen wir unser Schreiben und die eingegangenen Antworten der angefragten Kassen.
Das Schreiben der MWGFD an deutsche Krankenkassen
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Jahren schon sprechen Versicherungen von notwendigen und erweiterten Leistungserbringungen im Zusammenhang mit dem Corona-Phänomen.
Sie unterscheiden dabei mit Blick auf vorliegende Abrechnungen seitens vornehmlich niedergelassener Ärzte einerseits zwischen dem Syndromalfeld des Long-COVID mit subsumierbaren Diagnosen sowie dem ebenso multifaktoriellen Feld der Post-Vac-Linie.
Die Veröffentlichung ungeschwärzter RKI-Protokolle sowie das erklärte Bemühen von Bundesregierung/Gesundheitsministerium, an einer transparenten sachdienlichen Aufarbeitung mitzuwirken, hat erkennbar die Bereitschaft verschiedener Versicherungen gesteigert, sich zu diesen unterschiedlichen Leistungserbringungen zu äußern.
Ja, sie scheuen nicht mehr davor zurück, von Long- COVID bzw. auch von Post-Vac-Diagnosen zu sprechen, die teils auf ihren Abrechnungstischen offensichtlich seit Jahren bearbeitet werden.
Irritiert sind wir jedoch von “leisen Andeutungen“, wie sie auch Herr Prof. Dr. Mertens in einem Gespräch bei SWR „Zur Sache Baden-Württemberg“ am 25.05.2023 tätigte, wonach im Rahmen einer Post-Vac-Diagnose nicht zwingend die Kosten für Behandlung/Medikation von einzelnen Kassen übernommen würden (norberthaering.de/news/mertens-post-vac/).
Gesetzt den Fall, dass auch Sie ähnlich offen und transparent mit der Unterscheidung zwischen Long-COVID bzw. Post-Vac umgehen, gestatten Sie bitte, dass auch wir uns mit folgender Frage an Sie wenden, ohne den Datenschutz hiermit zu berühren:
Ist es Ihnen möglich, eine Schätzung vorzunehmen, wie viele Post-Vac Diagnosen bei Ihnen in den vergangenen Jahren eingegangen sind?
Vielen Dank im Voraus, dass Sie sich die Zeit nehmen.
Die Antworten der Krankenkassen
Kassenärztliche Vereinigung Sachsen
Von: „Honorar- u. Abrechnungssteuerung KV Sachsen“
Sehr geehrter (…),
die wissenschaftliche Auswertung diesbezüglicher Daten zählt nicht zum Aufgabengebiet der Kassenärztlichen Vereinigung. Insofern können wir Ihnen leider nicht weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen
(…)
Kassenärztliche Vereinigung Sachsen
Honorar- u. Abrechnungssteuerung
AOK Rheinland/Hamburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Ihre Anfrage vom 16.07.2025. Zu der Anzahl an Versicherten mit einer Post-Vac Diagnose liegen uns leider keine Zahlen vor.
Das Versorgungsforschungsprojekt prevCOV der PMV-Forschungsgruppe soll u.a. weitere Aufschlüsse zum Thema Post-Vac liefern. Hier ist die Projektlaufzeit von 2024 bis 2027 angelegt.
Freundliche Grüße
(…) Referent Steuerung und Versorgungsentwicklung Bereich Gesundheitsmanagement AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
HanseMerkur Krankenversicherung
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Bitte wenden Sie sich bezüglich der gewünschten Informationen an andere Stellen, z.B. den GKV-Spitzenverband.
Wir, als mittelgroßes PKV-Unternehmen, werden hierzu keine Auskünfte erteilen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
(…) Grundsatz KL2 HanseMerkur Krankenversicherung AG
GKV Spitzenverband
Der GKV Spitzenverband, an den uns die HanseMerkur verwiesen hat, hat uns bislang (Stand: 18. August 2025) keine Antwort zukommen lassen.