Die einfachste Methode, um richtig gute Erde selber zu machen.
Stapelkompost ist eine sehr einfache Methode, um im Haushalt anfallende Reste über Zeit in richtig gute Erde zu verwandeln: Küchenabfälle, Grünschnitt aus dem Garten, Karton und alte Erde werden zu fruchtbarem Humus — und so geht’s …
Du setzt den Stapelkompost direkt in dem Topf an, welchen du auch später für die Bepflanzung der fertigen Erde nutzen möchtest. Die folgenden Schritte wiederholst du im 1-2 Wochen Rhythmus, je nachdem wie viele verwertbare Reste bei dir so anfallen. Die einzelnen Schichten legst du 4-7cm hoch an und baust so über mehrere Wochen eine “Kompostlasagne”.
Die Kompostlasagne
Schicht 1 besteht aus Kohlenstoff-haltigem Material, welches auch gut die Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ideal sind Pappe und zerkleinerte Kartons.Â
Als zweite Schicht füllst du deine Biomüll-Reste aus der Küche ein. Hier können tatsächlich auch Essensreste hinein, da das Ganze einen längeren Fermentationsprozess durchlaufen wird und am Ende alles zersetzt werden wird — ich nutze dennoch nur ungekochtes Gemüse und Obstreste.
Als nächstes ist Grünes aus dem Garten dran — hier kannst du auch den Rasenschnitt nutzen. Nun kannst du auch alles festtreten und verdichten, was später der Fermentation hilft, da diese möglichst unter Luftausschluß geschehen sollte.
Ich nehme zum Abschluß noch eine dünne Schicht alter Erde, um dafür zu Sorgen, dass möglichst wenig Luft nach unten dringen kann. Der Topf wird dann stark befeuchtet, gern auch so dass anschließend noch ein wenig Wasser stehen bleibt. Wer mag und hat, kann etwas EM (Effektive Mikroorganismen) mit ins Wasser geben, welche den Zersetzungsprozess verbessern und beschleunigen.
Zu guter letzt kommt noch eine Plane drĂĽber und idealerweise beschwerst du diese, so dass alles verdichtet bleibt und möglichst wenig Luft durchkommt.Â
Das war’s auch schon und so geht es mit neuen Überresten immer wieder von vorne los, bis der Topf voll ist. Am Ende lässt man das ganze noch vier bis sechs Wochen abschließend fermentieren, zieht eine dünne Schicht Erde drüber und kann dann anfangen, diese zu bepflanzen. Dabei bietet es sich an, in der ersten Saison starkzehrende Pflanzen zu sähen, da der neue Humus sehr reichhaltig ist — Tomaten, Zucchini, Paprika/Chili oder Kohl bieten sich hier an.
Wer das Ganze noch veredeln möchte, der kann zusätzlich auch eine weitere Sicht Pflanzenkohle einbringen. Diese hilft sowohl dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und den Humus mehr in Richtung dauerhaft fruchtbarer Schwarzerde/Terra Preta zu verwandeln.
Alle Details und noch mehr Infos dazu finden sich diesem Stapelkompost-Video auf dem Waldgeister-Kanal.