Heart Words #39 | Die Frequenz des Geldes
âWer heute nicht aufwacht, wird wohl gar nicht mehr wach.â
Die sĂŒffisant klingenden Worte meiner Yoga-Lehrerin haben es sich nach der letzten Einheit in meinem Kopf bequem gemacht. Diese Woche gab es die schweiĂtreibendste Session, die ich beim Kundalini-Yoga bisher erlebt habe.
âBald ist Osterpause und ich möchte euch in einem guten Zustand entlassenâ war ihre BegrĂŒndung fĂŒr die anspruchsvollen Ăbungen.
Wie viele Blockaden an diesem Abend gelöst wurden, mag ich nicht beurteilen, aber es dĂŒrften â den Gesichtern der anderen Teilnehmer nach zu schlieĂen â nicht wenige gewesen sein.
âIch möchte euch in einem guten Zustand entlassen.â â Was fĂŒr ein schönes Credo!
Ich habe es fĂŒr diese Newsletter-Ausgabe ĂŒbernommen: Mögest du ein bisschen inspirierter, ein bisschen zuversichtlicher in die neue Woche starten. â
Zwischen Bitcoin und Ego | Hintergrund nicht mit KI generiert đ
MEINE HEART WORDS DER WOCHE
1. Eine Frequenz
Manche GesprĂ€che öffnen so viele TĂŒren, dass man gar nicht weiĂ, welche man als nĂ€chste durchqueren soll.
Genau so erging es mir mit Tom Benner. Auf unser Interview hatte ich mich schon lange gefreut â und beim Schneiden des Videos durfte ich noch einmal staunen. Denn Tom hat eine intensive Phase existenzieller Krisen durchlebt und ist daran ĂŒber sich hinausgewachsen.
Mit seinen dreiĂig Jahren hat Tom schon unglaublich viel erlebt: ein Praktikum mitten im Silicon Valley, in Palo Alto, wo er in einem Co-Living-Space mit zwanzig GrĂŒndern wohnte â dann die Berliner Startup-Szene, wo er als Head of Product an einer Investmentinfrastruktur arbeitete.
Und schlieĂlich eine Reihe schwerer SchicksalsschlĂ€ge: der plötzliche Tod seines Mentors und Startup-GrĂŒnders, der Verlust seiner GroĂmutter, die Krebsdiagnose seines Vaters â alles innerhalb weniger Wochen.
Mit Bitcoin beschĂ€ftigt er sich seit zehn Jahren. Das hat ihm erlaubt, sich in den letzten Jahren aus der Arbeitswelt zurĂŒckzuziehen, zu reisen, zu heilen und ein Buch zu schreiben.
Auf seiner Suche nach Antworten stieĂ Tom auf den bekannten Neurowissenschaftler und Meditationslehrer Joe Dispenza â und fand heraus, wie tiefe Meditation nicht nur den Geist, sondern auch körperliche Schmerzen lindern kann. Diese Erfahrungen verknĂŒpfte er spĂ€ter mit David Hawkinsâ Bewusstseinsskala und einem unerwarteten Gedanken:
Was, wenn Geld eine Frequenz hat â und Bitcoin eine ganz andere als Fiat?
Im Sommer erscheint sein Buch âThe Frequency of Moneyâ â zunĂ€chst auf Englisch, spĂ€ter auch auf Deutsch. Ich wĂŒnsche Tom (und uns allen) sehr, dass es vielen Menschen einen neuen Zugang zu Bitcoin eröffnen wird. Seine bewegende Geschichte findest du hier.
Heart Money Episode 36 â¶ïž Bitcoin Frequenz: So hast du Geld noch nie gesehen
2. Eine Form
Kennst du diese Videos, in denen Sand auf eine Metallplatte gestreut wird â und sich je nach Tonfrequenz in völlig unterschiedliche Muster organisiert?
Bei niedrigen Frequenzen entstehen trÀge, zentralisierte Formen. Bei hohen Frequenzen erscheinen komplexere, ausgedehnte und geradezu elegante Strukturen.
Cymatics | Link zur Quelle
In unserem GesprÀch nutzt Tom dieses einfache Bild, um zu erklÀren, was Geld mit einer Gesellschaft machen kann.
Fiat-Geld als niedrige Frequenz neigt dazu, zentralisierte Strukturen hervorzubringen: Zentralbanken, Mega-Citys, Monopole â alles zieht sich zusammen, alles strebt zu wenigen Zentren hin.
Bitcoin als hohe Frequenz könnte dem entgegenwirken und dezentrale Formen begĂŒnstigen, die sich organisch ausbreiten â weil die zugrundeliegende Struktur es kaum anders zulĂ€sst. So zumindest die Theorie.
Der geschĂ€tzte und leider viel zu frĂŒh verstorbene Professor Dr. Philipp Sandner hat vor einigen Jahren ein Buch mit dem Titel âDie Zukunft ist dezentralâ veröffentlicht. Es ist faszinierend zu beobachten, wie man sich aus völlig unterschiedlichen Richtungen derselben Erkenntnis nĂ€hern kann:
Zentralisierung ist das Muster einer alten Frequenz. Dezentralisierung ist die Richtung, in die sich die Welt langfristig bewegen muss â wenn sie Raum schaffen möchte fĂŒr echte individuelle Freiheit.
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Was ich an Coinfinity ganz besonders schĂ€tze, ist der persönliche und freundliche Kunden-Support. Mit dem Code NICOLE sparst du 21% GebĂŒhren in den ersten sechs Monaten. Den Link dazu findest du hier.
3. Eine Ego-Falle
âBitcoin ist ein Ego-Killerâ â diesen Satz hört man im Space oft. Und fĂŒr viele ist er wahr. Denn wer sich ernsthaft mit Bitcoin beschĂ€ftigt, muss so einiges ĂŒberdenken, was er bisher fĂŒr wahr gehalten hat.
In unserem GesprĂ€ch gibt Tom eine neue Perspektive auf Bitcoin und Ego: Wer schon sehr frĂŒh Bitcoin akkumuliert und plötzlich erhebliche Kaufkraft hat, ohne innerlich mitgewachsen zu sein, dem kann Bitcoin auch das Gegenteil bringen: Das materialistische Ego wĂ€chst mit der Wallet â wĂ€hrend das alte Mindset bleibt, wo es war.
Seine Schlussfolgerung?
âWer wirklich auf dem Bitcoin-Standard leben will (oder auf der Bitcoin-Frequenz), der muss auch seine alten Muster nach und nach ablegen können. [âŠ] Bitcoin löst viele Probleme, aber die innere Reise muss jeder fĂŒr sich selbst antreten.â
In meinem Bitcoin-Umfeld beobachte ich genau das: Satoshis zu stapeln scheint fĂŒr ein abgesichertes Leben zu reichen â fĂŒr ein erfĂŒlltes Leben braucht es mehr.
4. Ein Ponzi-Mythos
Wahrscheinlich wurde jeder Bitcoiner schon mindestens einmal damit konfrontiert: âBitcoin ist ein Schneeballsystem.â â eine der verbreitetsten Unwahrheiten, die man ĂŒber Bitcoin finden kann.
Letzte Woche hat der frĂŒhere britische Premierminister Boris Johnson diese Behauptung prominent in den sozialen Medien platziert â und damit rund 4,4 Millionen Aufrufe auf X erzielt.
Die Antwort lieĂ nicht lange auf sich warten. Niemand Geringeres als Michael Saylor höchstpersönlich konterte Johnsons Behauptung. Ob man Saylor und seine Strategie mag oder nicht â seine Worte sind stets prĂ€zise und auf den Punkt:
âBitcoin ist kein Schneeballsystem. Ein Schneeballsystem braucht einen zentralen Akteur, der Gewinne verspricht und frĂŒhe Investoren mit dem Geld spĂ€terer Investoren auszahlt. Bitcoin hingegen hat keinen Herausgeber, keinen zentralen Promoter und keine garantierte Rendite â sondern ist ein offenes, dezentrales Geldnetzwerk, das auf Code und Marktnachfrage basiert.â
Link zu X
âJede Sekunde, in der wir dem Fiat-System unsere Zeit, Energie und Ersparnisse ĂŒberlassen, hĂ€lt ein System am Leben, das Kriege und Leid weitertrĂ€gt.â â Tom Benner
Die âtemporĂ€reâ Abschaffung des Goldstandards im Jahr 1971 durch Richard Nixon markierte einen Wendepunkt: Seitdem können Staaten grenzenlos Geld schöpfen â und damit auch Kriege fĂŒhren, die sie sich sonst nicht leisten könnten.
Seit 2009 gibt es eine Alternative, die diese Grenze wieder einzieht: Bitcoin. Ob daraus eine friedlichere Welt entsteht, wird die Geschichte zeigen. Der Samen ist gesetzt. đ±
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Hab einen schönen Sonntag oder eine gute Woche â ganz egal, wann du diese Worte liest.
Nicole â€ïž
Veröffentlicht am 22. MÀrz auf Substack.